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Aktueller Lagebericht der Leitenden Körperschaft, Nr. 6 (2026)

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Herzlich willkommen, ihr Lieben.
Wegen der wichtigen Informationen
in diesem Lagebericht
hat die Leitende Körperschaft
entschieden,
ihn so schnell wie möglich
auf Englisch zu veröffentlichen.
Schon sehr bald wird er auch in
weiteren Sprachen zur Verfügung stehen.
Seit dem letzten Lagebericht haben 7
internationale Kongresse stattgefunden:
in Calgary (in Kanada),
in Quito (in Ecuador),
in Vilnius (in Litauen),
in Hamburg (in Deutschland),
in Utrecht (in den Niederlanden),
in Johannesburg (in Südafrika)
und in Milwaukee
(in den Vereinigten Staaten).
Es nahmen mehr als 30 000 Delegierte
aus 69 Ländern teil.
Die Gesamthöchstzahl der Anwesenden
lag bei über 165 000
und es gab 1428 Täuflinge.
Was für ein großartiges Zeugnis
die vielen Menschen
in all diesen Städten erhalten haben!
Und 3 weitere internationale Kongresse
stehen bis zum Ende des Kalenderjahres
noch an.
Für die Kongressserie 2027 laufen
die Planungen schon auf Hochtouren.
Das Motto der Kongressserie
nächstes Jahr lautet „Jesus – der Weg“.
Wir freuen uns auf 21 internationale
Kongresse in 19 Ländern.
Wie wir bereits bekannt gegeben haben,
bieten wir im Monat September
dieses Jahres
die Broschüre Glücklich – für immer an
mit dem Ziel, Bibelstudien einzurichten.
Außerdem laden wir die Menschen
zu einem besonderen Vortrag ein
mit dem Titel
„Kann mir die Bibel weiterhelfen?“.
Das ist eine so schöne Gelegenheit,
aufrichtigen Menschen dabei zu helfen,
Jehova kennen- und lieben zu lernen.
Weil wir die Menschen so lieben,
wollen wir unbedingt die Botschaft
der Bibel mit ihnen teilen
und Bibelstudien anbieten.
Könntest du es dir zum Ziel setzen,
ein Bibelstudium einzurichten?
Sprich doch mit Jehova im Gebet
über deinen Wunsch,
jemandem zu helfen,
ein Jünger Jesu zu werden.
Jehova wird dir
bei deinen Anstrengungen,
Menschen zu finden, die zum
ewigen Leben richtig eingestellt sind,
Freude schenken.
Und völlig unabhängig
von den Ergebnissen
können wir uns ganz sicher sein,
dass Jehova sehr dankbar
für unseren Einsatz ist.
Unsere Liebe zu den Menschen
motiviert uns,
die gute Botschaft bekannt zu machen,
aber sie lässt uns auch tiefes Mitgefühl
für diejenigen empfinden,
die Schwierigkeiten durchmachen.
In den letzten Monaten
waren unsere Brüder und Schwestern
von verschiedenen Naturkatastrophen
betroffen.
Dazu gehörten auch schwere Erdbeben
in Venezuela, Japan und Kolumbien,
Waldbrände in Europa und Nordamerika
und verheerende Schlammlawinen
in Asien.
In Venezuela sind nach wie vor
Hilfsmaßnahmen im Gange.
Einige unserer Brüder und Schwestern
waren unter Schutt begraben,
aber wurden von ihren
Glaubensbrüdern gerettet.
Die Brüder vor Ort haben außerdem
Nahrung, Kleidung und andere Hilfsgüter
im Wert von über einer halben
Million Dollar gespendet.
Das Zweigbüro hat
Hilfszentren eingerichtet,
damit die Hilfsgüter
die Bedürftigen erreichen können.
Kürzlich haben Bruder Jacob Rumph
von der Leitenden Körperschaft
und Bruder Troy Snyder,
ein Helfer des Koordinatorenkomitees,
Venezuela besucht,
um den betroffenen Brüdern beizustehen.
Wenn wir von so schlimmen
Ereignissen hören,
machen wir uns natürlich große Sorgen
um unsere Brüder und Schwestern
und unsere Mitmenschen.
Uns ist bewusst, dass das Leben
ein kostbares Geschenk von Jehova ist.
Psalm 36:9 bringt es auf den Punkt:
Jehova ist „der Ursprung des Lebens“.
Jehovas Anbetern lag es
schon immer sehr am Herzen,
das Leben so zu sehen, wie er es tut.
Deswegen haben wir keinen Anteil
an Kriegen,
nehmen ungeborenen Kindern
nicht das Leben,
und wir würden uns nicht leichtsinnig
verhalten und so Leben gefährden.
Außerdem verknüpft Jehova
die Heiligkeit des Lebens mit Blut.
In 1. Mose 9:4 gab Jehova Noah
folgendes Gebot:
„Nur Fleisch mit seinem Leben –
seinem Blut – dürft ihr nicht essen.“
Unter der Leitung des heiligen Geistes
formulierten die Apostel
ein ähnliches Gebot,
nämlich sich des Blutes zu enthalten.
Das finden wir in
Apostelgeschichte 15:28, 29:
„Denn dem heiligen Geist
und uns selbst erschien es gut,
euch keine weitere Last aufzuerlegen
als folgende notwendige Dinge:
Enthaltet euch von allem,
was Götzen geopfert wurde,
sowie von Blut,
von Erwürgtem
und von sexueller Unmoral.
Wenn ihr euch davor sorgfältig hütet,
wird es euch gut gehen. Bleibt gesund.“
Deswegen essen Christen kein Fleisch,
das nicht ausgeblutet ist.
Aber dieses Gebot ist mehr als
einfach eine Ernährungsvorschrift.
Es bietet jedem Anbeter Jehovas
die Gelegenheit,
Jehovas Sicht auf das Leben
widerzuspiegeln.
Diesem Gebot zu gehorchen, schließt ein,
kein Blut zu sich zu nehmen.
Aber weil hinter diesem Gebot
der Respekt vor dem Leben steht,
gehört auch dazu,
keine Blutschuld auf sich zu laden
durch Mord oder durch leichtsinniges,
rücksichtsloses Verhalten,
das zum Verlust von Leben führen könnte.
Auf all diesen Gebieten haben
Jehovas Zeugen unter Beweis gestellt,
wie wichtig es ihnen ist,
Jehovas Sicht widerzuspiegeln,
nämlich dass Leben und Blut
heilig sind.
Wenn es um Blut geht,
haben Jehovas Zeugen
Apostelgeschichte 15 so verstanden,
dass wir kein Blut
zu uns nehmen sollten.
Wir würden es nicht essen,
uns keine Transfusion geben lassen
und auch kein Blut spenden.
Gottes Volk ist so beschützt worden,
was unser Verhältnis zu Jehova angeht
und auch körperlich.
Dieses Prinzip haben wir auch auf die
4 Hauptbestandteile von Blut angewandt;
das sind rote Blutkörperchen,
weiße Blutkörperchen,
Plasma und Blutplättchen.
Die Wissenschaft hat gezeigt, dass
Behandlungen ohne Bluttransfusionen
effektiv sind und Risiken vermeiden.
Allerdings sind durch
den medizinischen Fortschritt
die verschiedensten Fragen
aufgeworfen worden,
wenn es um die Anwendung biblischer
Grundsätze in Gesundheitsfragen geht.
Deswegen wurde im Lagebericht
Nummer 2 von 2026 gesagt:
„Christen unterstehen nicht
dem mosaischen Gesetz.
Aber wir halten uns an das Gebot
aus der Apostelgeschichte,
uns von Blut zu enthalten.
Allerdings sagt die Bibel nichts
über die Verwendung von Eigenblut
im Rahmen einer
medizinischen Behandlung.
Also wie auch bei anderen Entscheidungen
zum Thema Gesundheit
muss jeder Christ selbst entscheiden,
wie sein eigenes Blut
im Rahmen einer medizinischen Behandlung
oder eines chirurgischen Eingriffs
verwendet wird.“
Diese Anpassung ermöglicht es
jedem Christen,
entsprechend dem Prinzip
aus Galater 6:5 zu handeln:
„Jeder wird seine eigene Last tragen.“
Nach weiteren Nachforschungen
unter Gebet
ist die Leitende Körperschaft
zu dem Schluss gekommen,
dass derselbe Grundsatz auch auf die 4
Hauptbestandteile von Vollblut zutrifft,
also auf rote Blutkörperchen,
weiße Blutkörperchen,
Plasma und Blutplättchen,
die aus dem Blut einer anderen Person
gewonnen werden.
Deswegen muss jeder Christ seine eigene
persönliche Entscheidung treffen,
wenn es um die Verwendung
dieser 4 Hauptbestandteile
bei medizinischen oder
chirurgischen Eingriffen geht.
Genauso muss jeder Christ
selbst entscheiden,
ob er Hauptbestandteile oder Fraktionen
seines eigenen Blutes spenden möchte.
Heißt das, die Leitende Körperschaft
nimmt Fragen in Verbindung
mit Behandlungen,
bei denen Hauptbestandteile
von Blut eine Rolle spielen,
nicht ernst?
Nein, überhaupt nicht.
Für die Leitende Körperschaft hat dieses
Thema weiterhin allergrößte Wichtigkeit.
Aber weil die Bibel
auf die verschiedenen Produkte,
die aus Blut gewonnen werden können,
nicht näher eingeht,
erkennen wir an, dass wir entsprechend
dem Prinzip aus 1. Korinther 4:6
kein Recht haben, über das hinaus-
zugehen, was in den Schriften steht.
Uns ist auch die Bedeutung
dessen bewusst,
was wir in 2. Korinther 1:24 lesen:
„Nicht dass wir die Herren
über euren Glauben sind,
sondern wir sind Mitarbeiter
an eurer Freude,
denn ihr steht durch euren Glauben.“
Wie sollte ein Christ
an die Frage herangehen,
ob er einen oder mehrere
der 4 Hauptbestandteile
akzeptiert oder ablehnt?
Jeder Christ sollte unter Gebet über
alle Faktoren, die eine Rolle spielen,
nachdenken,
bevor er eine Entscheidung trifft.
Dieser Angelegenheit eine
zu geringe Bedeutung beizumessen,
könnte das Gewissen
eines Christen belasten
und seiner Freundschaft
zu Jehova schaden.
Über welche Faktoren
könnte ein Christ nachdenken,
wenn es um Behandlungsmethoden geht,
bei denen die Hauptbestandteile
des Blutes einer anderen Person
verwendet werden?
Jeder Christ wird wahrscheinlich
ganz eigene Überlegungen anstellen.
Manche werden vielleicht alles ablehnen,
weil sie überzeugt sind,
dass es falsch wäre,
irgendeinen Bestandteil
von Blut zu akzeptieren.
Andere akzeptieren vielleicht
bestimmte Produkte,
weil sie nur einen kleinen Anteil
am Vollblut ausmachen.
Zum Beispiel haben manche
Hauptbestandteile von Blut
einen geringeren Anteil am Vollblut
als manche Fraktionen,
die einige unserer Brüder
schon zuvor akzeptierten.
In jedem Fall ist es so,
wie es Römer 14:12 sagt:
„Jeder von uns [wird] für sich selbst
Gott Rechenschaft geben.“
Damit jeder Anbeter Jehovas eine gut
durchdachte Entscheidung treffen kann,
hat die Leitende Körperschaft
die Veröffentlichung
einer einfachen Übersicht genehmigt.
Dort werden einige häufig gebrauchte,
aus Blut gewonnene Produkte dargestellt.
Diese Übersicht wird gemeinsam
mit einer Leserfrage,
die auf diesem Lagebericht basiert,
schon bald auf jw.org und in der
JW Library®-App veröffentlicht werden.
Außerdem wird aktuell an
Wachtturm-Studienartikeln gearbeitet,
die näher auf dieses Thema eingehen.
Und eine angepasste Patientenverfügung
wird ebenfalls bald bereitgestellt.
Nachdem ein Christ
diese und andere Faktoren
für sich selbst
gründlich durchdacht hat,
muss er entscheiden,
ob er Hauptbestandteile und Fraktionen,
die aus dem Blut einer anderen Person
gewonnen wurden, akzeptiert.
Weder würde sich die Versammlung
in diese Entscheidungen einmischen,
noch würden einzelne Christen
sie kritisch beurteilen.
Und für gewöhnlich
brauchen wir diese persönlichen
medizinischen Entscheidungen
auch mit niemand anderem zu besprechen
als den Bevollmächtigten
auf unserer Patientenverfügung.
Die Krankenhaus-Verbindungskomitees
sind gern bereit,
euch bei der Umsetzung eurer persön-
lichen Entscheidung zu unterstützen.
Die Brüder können euch dabei helfen,
Ärzte zu finden,
die eure Gewissensentscheidung
respektieren,
und sie werden eure Entscheidungen
vertraulich behandeln.
Was, wenn ein Christ am Arbeitsplatz
mit Blut oder Blutprodukten zu tun hat?
Die Grundsätze aus der Leserfrage
im Wachtturm vom 15. April 1999
können uns helfen,
eine weise Entscheidung zu treffen
und ein reines Gewissen zu bewahren.
Ihr lieben Brüder und Schwestern,
wir sind uns bewusst, dass das jetzt
ganz schön viele Informationen waren.
Fassen wir die Hauptaussagen
noch mal zusammen.
Jehovas Zeugen akzeptieren
keine Transfusionen von Vollblut.
Und wir spenden kein Vollblut, das dann
andere als Transfusion erhalten.
Wir essen weder Blut
noch nicht ausgeblutetes Fleisch.
Allerdings muss jeder Christ
selbst entscheiden,
ob er Hauptbestandteile
oder Fraktionen akzeptiert,
die aus dem Blut
einer anderen Person gewonnen wurden.
Außerdem muss jeder Christ
selbst entscheiden,
ob er Hauptbestandteile
oder Fraktionen spendet,
die aus seinem eigenen Blut
gewonnen werden.
Ihr könnt euch ganz sicher sein,
dass die Leitende Körperschaft
fest entschlossen ist,
weiter Respekt davor zu zeigen,
wie Jehova das Leben
und das Blut sieht.
Aber wir erkennen auch an,
dass jeder Christ selbst
dafür verantwortlich ist,
eine Gewissensentscheidung
vor Jehova zu treffen.
Deshalb legt die Leitende Körperschaft
allen Dienern Jehovas ans Herz,
unter Gebet alle Faktoren
zu durchdenken,
die für ihre Situation
eine Rolle spielen,
bevor sie Entscheidungen treffen, bei
denen es um Bestandteile von Blut geht.
Das ermöglicht jedem Christen,
bei seiner Entscheidung
ein reines Gewissen zu bewahren
und tiefen Respekt zu zeigen vor Jehova,
dem Ursprung des Lebens.
Danke, ihr lieben Brüder und Schwestern,
für euren Glauben, eure Liebe
und eure loyale Unterstützung.
Wir lieben euch sehr!
Das war JW Broadcasting®
aus der Weltzentrale
von Jehovas Zeugen.