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Wer hat es erfunden? Energiemanagement in der Natur

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Energie ist unverzichtbar
für das Leben auf der Erde.
Lebewesen müssen Energie gewinnen
und richtig damit haushalten.
Durch gutes Energiemanagement
können sie unter extremen
klimatischen Bedingungen leben,
hohe Geschwindigkeiten erreichen
und weite Strecken zurücklegen.
Der Wanderalbatros
fliegt Tausende von Kilometern,
um Nahrung zu finden.
Er kann tagelang in der Luft bleiben
und muss dabei
kaum mit den Flügeln schlagen.
Wie macht er das?
Der Albatros reitet den Wind.
Wie bei einer Achterbahnfahrt
gleitet er in Richtung Wasser,
dreht sich
und steigt dann wieder auf.
Das macht er immer wieder.
Diese effiziente Nutzung
der Windenergie
wird auch als dynamischer
Segelflug bezeichnet.
Mit einer Flügelspannweite
von etwa 3,5 Metern
ist der Albatros der Spitzenreiter
unter den Vögeln.
In jeder Schulter
hat er eine spezielle Sehne,
mit deren Hilfe er
seine Flügel fixieren kann,
fest fixiert wie die Tragflächen
eines Flugzeugs.
Dadurch kann er lange
in dieser Haltung bleiben,
ohne zu ermüden,
und scheinbar endlos
durch die Lüfte segeln.
Andere Vögel sorgen dafür,
dass sie möglichst wenig
Energie verlieren,
damit sie sich bei Kälte
warm halten können.
Sie können lange Zeit auf dem Eis
stehen oder gehen, ohne zu frieren.
Wie ist das möglich?
In ihrem Blutkreislauf
wird Energie oder Wärme
nach dem sogenannten
Gegenstromprinzip getauscht.
Wenn eine warme Flüssigkeit
neben einer kalten
in die gleiche Richtung fließt,
werden dabei bestenfalls 50 Prozent
der Wärme übertragen.
Fließen die Flüssigkeiten jedoch
in entgegengesetzte Richtungen,
wird fast die gesamte Wärme
übertragen.
Nach diesem Prinzip
arbeiten die Venen und Arterien
in den Beinen von Möwen,
Gänsen und Pinguinen.
Durch dieses hocheffiziente System
bleibt die Kerntemperatur
im Körper konstant
und es kommt gerade so viel Wärme
in den Füßen an,
dass der Vogel nicht friert.
Aber was ist mit Lebewesen,
die genau dem anderen Extrem
ausgesetzt sind?
Die Energie nicht speichern,
sondern abgeben müssen?
Silberameisen leben in der Sahara,
einer der heißesten Gegenden
der Erde.
Wenn sie sich auf die Suche
nach Nahrung begeben,
hat sich der Wüstenboden bereits
auf bis zu 70 Grad Celsius aufgeheizt.
Um zu überleben,
reflektieren sie Licht
und leiten Wärme ab.
Das Geheimnis liegt
in den Haaren der Silberameise.
Während sich manche Tiere durch
ihr Fell oder Haar warmhalten,
ist die Silberameise dank ihrer Haare
in der Lage sich zu kühlen.
Wie gelingt ihr das?
Die Haare der Ameise haben
die Form von dreieckigen Röhren.
Wie sorgfältig gestaltete Prismen
reflektieren sie die energiereichsten
Wellenlängen des Sonnenlichts,
also die heißesten Strahlen,
und leiten Wärme ab.
Forschern zufolge kommt kein
anderes Tier auf unserem Planeten
so gut mit Hitze zurecht
wie die Silberameise.
Tiere können Energie aufnehmen,
speichern und damit haushalten.
Und sie sind dabei
unglaublich effizient.
Was soll man glauben:
Hat sich die Fähigkeit von Tieren,
so gut mit Energie umzugehen,
entwickelt?
Oder …