00:00:09
Um die Welt zu verstehen,00:00:11
00:00:11
verlassen sich viele Lebewesen
auf ihr Sehvermögen.00:00:14
00:00:17
Aber was, wenn das nicht ausreicht?00:00:20
00:00:22
Manche Tiere
verlassen sich auf Echoortung.00:00:26
00:00:26
Sie setzen Schallwellen ein,
um das zu erkennen,00:00:28
00:00:28
was dem Auge vielleicht entgeht –00:00:31
00:00:32
die meisten Fledermäuse zum Beispiel.00:00:34
00:00:35
Wenn man in einer unübersichtlichen,
dicht bevölkerten Umgebung lebt,00:00:38
00:00:39
ist das allerdings
gar nicht so leicht.00:00:41
00:00:41
Deswegen müssen Fledermäuse
ihre Umgebung ständig neu einschätzen.00:00:45
00:00:45
Wie machen sie das?00:00:47
00:00:47
Bei keinem Säugetier funktioniert
die Muskelkontraktion so schnell00:00:50
00:00:50
wie bei der Fledermaus.00:00:52
00:00:52
Sie sendet kurze
Ultraschallimpulse aus.00:00:55
00:00:55
Und dann hört sie zu.
Sie analysiert die Echos sogar.00:00:59
00:00:59
Anhand der Zeit,
die die Echos brauchen,00:01:01
00:01:01
kann sie Objekte genau lokalisieren.00:01:04
00:01:04
Manche, wie
die Große Braune Fledermaus,00:01:07
00:01:07
können Objekte auf weniger
als einen Millimeter genau orten.00:01:11
00:01:11
Die Fledermaus erzeugt ihre Laute
mit dem Kehlkopf oder der Zunge.00:01:15
00:01:15
Beim Pottwal dagegen entsteht der Laut
im Innern seines gewaltigen Kopfs.00:01:20
00:01:20
Bevor er taucht,
füllt er seine Lungen mit Luft00:01:23
00:01:23
und nutzt einen Teil davon, um
Unterwassergeräusche zu erzeugen,00:01:26
00:01:26
die bis zu 230 Dezibel laut sind.00:01:30
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Das ist lauter,
als ein Düsenjet, der abhebt.00:01:33
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Der Wal presst Luft
durch Schalllippen in seiner Nase,00:01:36
00:01:36
wodurch Klickgeräusche erzeugt werden.00:01:39
00:01:39
Doch bevor der Laut abgegeben wird,00:01:41
00:01:41
prallt er zunächst
von einem Luftsack ab00:01:44
00:01:44
und wandert rückwärts
durch sein Spermazeti-Organ.00:01:47
00:01:48
Nachdem der Laut von einem
zweiten Luftsack abgeprallt ist,00:01:51
00:01:51
wandert er nach vorn
durch eine Gewebemasse,00:01:53
00:01:53
die als Junk bezeichnet wird.00:01:56
00:01:56
Dieser Vorgang bündelt den Laut
in einen schmalen Strahl,00:01:59
00:01:59
den der Wal wie einen
Scheinwerfer nutzt.00:02:02
00:02:03
Ein 40 Tonnen schwerer Wal
kann nicht abrupt anhalten.00:02:06
00:02:06
Aber mithilfe dieser Klicklaute00:02:08
00:02:08
kann er Zusammenstöße
mit dem Meeresboden00:02:10
00:02:10
oder anderen Hindernissen vermeiden.00:02:13
00:02:13
Auch näher an der Wasseroberfläche
wird die Echoortung genutzt –00:02:16
00:02:16
von Delfinen.00:02:18
00:02:18
Wie andere Zahnwale haben auch
Delfine keine äußeren Ohrmuscheln.00:02:22
00:02:23
Stattdessen
hören sie über ihren Kiefer,00:02:25
00:02:26
wo ein spezielles Fett die Schallwellen
direkt an ihr Innenohr weiterleitet.00:02:30
00:02:31
Manche Delfine können
Objekte wahrnehmen,00:02:33
00:02:33
die mehr als 650 Meter entfernt sind.00:02:36
00:02:36
Ob im offenen Meer, in den tiefsten
Gewässern oder in völliger Dunkelheit,00:02:41
00:02:41
manche Tiere können mithilfe
von Schallwellen „sehen“ –00:02:44
00:02:44
und das mit erstaunlicher Präzision.00:02:47
00:02:47
Hat sich diese bemerkenswerte
Fähigkeit einfach entwickelt? Oder ...?00:02:52
Wer hat es erfunden? Echoortung
-
Wer hat es erfunden? Echoortung
Um die Welt zu verstehen,
verlassen sich viele Lebewesen
auf ihr Sehvermögen.
Aber was, wenn das nicht ausreicht?
Manche Tiere
verlassen sich auf Echoortung.
Sie setzen Schallwellen ein,
um das zu erkennen,
was dem Auge vielleicht entgeht –
die meisten Fledermäuse zum Beispiel.
Wenn man in einer unübersichtlichen,
dicht bevölkerten Umgebung lebt,
ist das allerdings
gar nicht so leicht.
Deswegen müssen Fledermäuse
ihre Umgebung ständig neu einschätzen.
Wie machen sie das?
Bei keinem Säugetier funktioniert
die Muskelkontraktion so schnell
wie bei der Fledermaus.
Sie sendet kurze
Ultraschallimpulse aus.
Und dann hört sie zu.
Sie analysiert die Echos sogar.
Anhand der Zeit,
die die Echos brauchen,
kann sie Objekte genau lokalisieren.
Manche, wie
die Große Braune Fledermaus,
können Objekte auf weniger
als einen Millimeter genau orten.
Die Fledermaus erzeugt ihre Laute
mit dem Kehlkopf oder der Zunge.
Beim Pottwal dagegen entsteht der Laut
im Innern seines gewaltigen Kopfs.
Bevor er taucht,
füllt er seine Lungen mit Luft
und nutzt einen Teil davon, um
Unterwassergeräusche zu erzeugen,
die bis zu 230 Dezibel laut sind.
Das ist lauter,
als ein Düsenjet, der abhebt.
Der Wal presst Luft
durch Schalllippen in seiner Nase,
wodurch Klickgeräusche erzeugt werden.
Doch bevor der Laut abgegeben wird,
prallt er zunächst
von einem Luftsack ab
und wandert rückwärts
durch sein Spermazeti-Organ.
Nachdem der Laut von einem
zweiten Luftsack abgeprallt ist,
wandert er nach vorn
durch eine Gewebemasse,
die als Junk bezeichnet wird.
Dieser Vorgang bündelt den Laut
in einen schmalen Strahl,
den der Wal wie einen
Scheinwerfer nutzt.
Ein 40 Tonnen schwerer Wal
kann nicht abrupt anhalten.
Aber mithilfe dieser Klicklaute
kann er Zusammenstöße
mit dem Meeresboden
oder anderen Hindernissen vermeiden.
Auch näher an der Wasseroberfläche
wird die Echoortung genutzt –
von Delfinen.
Wie andere Zahnwale haben auch
Delfine keine äußeren Ohrmuscheln.
Stattdessen
hören sie über ihren Kiefer,
wo ein spezielles Fett die Schallwellen
direkt an ihr Innenohr weiterleitet.
Manche Delfine können
Objekte wahrnehmen,
die mehr als 650 Meter entfernt sind.
Ob im offenen Meer, in den tiefsten
Gewässern oder in völliger Dunkelheit,
manche Tiere können mithilfe
von Schallwellen „sehen“ –
und das mit erstaunlicher Präzision.
Hat sich diese bemerkenswerte
Fähigkeit einfach entwickelt? Oder ...?
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