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Aktueller Lagebericht der Leitenden Körperschaft, Nr. 7 (2021)

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Willkommen,
liebe Brüder und Schwestern.
Ich freue mich, dass ich euch
einen kurzen Bericht geben darf.
Es ist begeisternd,
wie das Königreichswerk
auch in dieser Pandemie
weiter Fortschritte macht.
Verschiedene Zweige berichten
von nie dagewesenen Höchstzahlen
an Verkündigern, Pionieren,
Zusammenkunftsbesuchern
und Bibelstudien.
Mancherorts gab es auch
außergewöhnlich viele Anwesende
beim Gedächtnismahl.
Im philippinischen Zweig
beispielsweise haben dieses Jahr
über 739 000 Personen
das Gedächtnismahl besucht –
das sind mehr als
dreimal so viele Anwesende,
wie es Verkündiger dort gibt.
In 100 Versammlungen, die meisten
davon in städtischen Gebieten,
betrug die Anwesendenzahl
500 oder mehr.
Das heißt, dass allein
in diesen 100 Versammlungen
50 000 Menschen das Gedächtnismahl
besucht haben!
In vielen Teilen der Welt
ist es ein täglicher Kampf,
sich und seine Familie zu versorgen.
In diesen Regionen leisten hunderte
Katastrophenhilfskomitees
unseren Brüdern
kontinuierlich Unterstützung.
Ein Beispiel dafür ist Venezuela:
Dort organisieren wir jeden Monat
im Durchschnitt
130 Tonnen Lebensmittel für
25 000 Brüder, die in Not sind.
Eine 90-jährige Pionierin hat gesagt:
„Ich weiß,
dass die Hilfe von Jehova kommt,
aber er gebraucht Brüder,
die ich noch nicht einmal kenne.
Trotzdem zeigen sie mir ihre Liebe
und helfen mir.
Dankeschön, liebe Familie.“
Es ist wirklich herzerwärmend
zu sehen,
wie Jehova unseren Brüdern und
Schwestern zur Seite steht –
in Venezuela und rund um den Globus.
Ihr alle macht das möglich,
durch eure großzügigen Spenden.
Vielen Dank dafür!
Im letzten Aktuellen Lagebericht
der Leitenden Körperschaft
hat Bruder Herd erwähnt,
dass etwa 50 Prozent
der weltweiten Bethelfamilie
bereits geimpft sind.
In manchen Teilen der Welt
schien es anfangs unmöglich,
Impfstoff zu beziehen.
Aber wir freuen uns,
euch mitteilen zu können,
dass inzwischen mehr als 80 Prozent
unserer weltweiten Bethelfamilie
geimpft sind.
Das sind mehr als
19 000 Betheldiener.
Und wir tun, was wir können,
um den Zweigbüros zu helfen,
denen es bisher noch nicht
möglich war, Impfstoff zu beziehen.
Wie ihr wisst,
wollen wir die Sicherheit
der Bethelfamilie gewährleisten,
damit der Fluss an geistiger Nahrung
nicht abreißt
und theokratische Aktivitäten
auf der ganzen Welt
am Laufen gehalten werden können.
An dieser Stelle möchte sich
die Leitende Körperschaft
bei euch bedanken, ihr lieben Brüder
und Schwestern,
für eure großartige Unterstützung
während dieser Pandemie.
Es gab viele Veränderungen
in nur kurzer Zeit,
aber ihr habt das alles
gern mitgetragen.
Wir lieben euch wirklich
für eure großartige Einstellung,
mit der ihr „Schulter an Schulter“
mit uns dient.
Bei uns allen hat sich
der Alltag verändert,
aber einige Kreisaufseher,
die im Ausland dienen,
mussten mit besonders großen
Veränderungen zurechtkommen.
Sie mussten während der Pandemie
in ihr Heimatland zurückkehren.
Und einige von ihnen
besuchen trotzdem weiter
die Versammlungen
in ihrem Kreis via Zoom.
Und das, obwohl sie
in einem anderen Land
und in einer anderen Zeitzone wohnen.
Ein Ehepaar lassen wir mal erzählen.
Ein paar Monate
nach Ausbruch der Pandemie
hat mein Vater gesundheitlich
stark abgebaut.
Deshalb haben wir uns entschieden,
in die Staaten zurückzugehen,
um meiner Mutter zu helfen.
Wir hätten nicht gedacht,
dass wir so lange bleiben,
aber wegen der hohen Fallzahlen
war es uns dann doch nicht möglich,
nach Bolivien
in unseren Kreis zurückzukehren.
Und wir waren uns nicht sicher,
wie gut wir unsere Aufgabe
von hier aus noch erfüllen könnten.
Wir hatten das Gefühl,
dass wir etwas ändern müssen,
um unsere Einstellung zu verbessern.
Wir haben intensiv gebetet.
Das hat uns geholfen,
die Situation aus
einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Und es ist sehr glaubensstärkend
zu erleben,
wie Jehova diese Gebete erhört.
Jehova segnet diesen neuen Weg,
wie Kreisaufseher weiter
ihre Aufgabe erfüllen können.
Diese Änderung kommt
von der Organisation
und wir machen mit.
Wir machen das Beste daraus,
aber es klappt nur,
weil Jehova dahintersteht.
Es gibt einige, die sich jetzt
als ungetaufte Verkündiger eignen.
Andere haben sich während
der Pandemie Jehova hingegeben
und sich taufen lassen.
Ein Bruder hat sich
voller Begeisterung
im Telefondienst eingesetzt.
Letzten Monat konnte er
über 100 Rückbesuche durchführen
und er hat mehr als
200 Videos gezeigt.
Eine Bibelschülerin hat
schlechten Handyempfang,
aber ihr Bibelstudium
und die Zusammenkünfte
sind ihr so wichtig,
dass sie bereit ist, jedes Mal
eine Stunde zu Fuß zu gehen,
um guten Empfang zu haben.
Dieses letzte Jahr hat mir gezeigt,
dass Jehova immer
an unserer Seite ist.
Egal was passiert ist,
er hatte immer alles unter Kontrolle.
Er hat sein Volk, seine Organisation,
genau dahin gebracht,
wo wir heute sein müssen.
Das ist wieder
ein eindeutiger Beweis dafür,
dass Jehova uns nie im Stich lässt.
Es ist begeisternd zu hören,
wie unsere Brüder weiter
miteinander verbunden sind
und im Dienst für Jehova
aktiv bleiben.
Doch dieses Verbundensein, diese
Einheit, müssen wir gut pflegen.
Was ist Einheit?
Das Wort beschreibt
Zusammengehörigkeit
und auch Harmonie.
Sehen wir uns einmal an,
wie der Apostel Paulus
unsere Rolle beschreibt,
wenn es darum geht,
die Einheit zu bewahren,
in Epheser 4:3.
Dort heißt es:
Um die Einheit zu bewahren,
ist also Mühe erforderlich.
Paulus sagte, dass wir uns
„ernsthaft“ bemühen
oder hart dafür arbeiten müssen.
Was könnte unsere Einheit gefährden?
Was würde passieren,
wenn wir uns in Themen,
zu denen es
unterschiedliche Meinungen gibt,
zu sehr hineinsteigern?
Die Bibel hat in 2. Timotheus,
Kapitel 3 angekündigt,
dass die Menschen
„sich selbst … lieben“ würden,
„nicht kompromissbereit“ wären
und „brutal“.
Das können wir
in der Welt heute beobachten.
Die Menschen sind
„nicht kompromissbereit“.
Sie bilden sich eine feste Meinung
zu allen möglichen Themen
und vertreten diese
mit eiserner Härte.
Als Christen sind wir
„kein Teil der Welt“.
Wir halten uns
aus diesen Diskussionen heraus.
Wer hätte zum Beispiel gedacht,
dass das Tragen einer Maske,
um die Verbreitung
einer Krankheit einzudämmen,
ein Streitthema würde?
Schon von Kindheit an haben
unsere Eltern uns beigebracht,
dass man die Hand vor den Mund hält,
wenn man husten oder niesen muss.
Und in der Bibel
hat Jehova eine ganze Reihe
Maßnahmen festhalten lassen,
mit denen die Ausbreitung
von Krankheiten
unterbunden werden sollte.
Wieso ist es also für manche
ein Problem, eine Maske zu tragen?
Woher kommt denn diese Denkweise?
Wir müssen vorsichtig sein.
Jeder von uns
ist weltlichem Denken ausgesetzt,
durch das Fernsehen, das Internet,
am Arbeitsplatz oder in der Schule.
Im Internet kursieren
viele Verschwörungstheorien.
Wenn wir nicht vorsichtig sind,
könnten wir uns in diese Themen
und Diskussionen hineinsteigern.
Das könnte dazu führen,
dass wir auf
„die Stimme von Fremden“ hören,
anstatt auf Jehovas Anleitung,
die wir durch den „treuen und
verständigen Sklaven“ bekommen.
Und diesem Kommunikationsweg
zu vertrauen
wird für unsere Sicherheit
und unser Verhältnis zu Jehova
immer wichtiger werden,
je näher wir dem Ende
dieses Weltsystems kommen.
Und das ist ein Grund,
warum wir euch so schätzen,
ihr lieben Brüder und Schwestern.
Sobald ihr feststellt,
dass Jehovas Geist
die Leitende Körperschaft
in eine bestimmte Richtung führt,
folgt ihr sofort bereitwillig.
Und das Ergebnis ist
unsere wundervolle Einheit.
Das erinnert mich an das Beispiel
von Naaman aus der Bibel.
Der Prophet Elisa ließ Naaman
durch einen Boten ausrichten,
dass er von seinem Aussatz
geheilt werden würde,
wenn er sieben Mal
im Jordan baden würde.
Wie hat Naaman reagiert?
Wir können das mal
zusammen nachlesen,
in 2. Könige 5:11, 12:
Naaman hatte
seine eigene Vorstellung davon,
wie er gerne geheilt werden wollte.
Und er war von seiner Idee
sehr überzeugt.
Aber Jehova
hatte etwas anderes im Sinn.
Um geheilt zu werden,
müsste Naaman demütig sein
und der Anleitung folgen,
die ihm Jehova auf seinem
Kommunikationsweg zukommen ließ.
Naaman fiel das nicht so leicht,
aber seine Diener
hatten es verstanden.
Was haben sie ihm geraten?
Und mit welchem Ergebnis?
Lesen wir die Verse 13 und 14:
Was lernen wir daraus?
Wie Naaman tun vielleicht auch wir
uns manchmal schwer,
besonders wenn wir
von unserer eigenen Sichtweise
sehr überzeugt sind.
Doch eins ist sicher:
Wenn wir der Anleitung folgen,
die uns Jehova
durch seine Organisation gibt,
dann werden wir gesegnet.
Und was noch wichtiger ist:
Wir stärken unsere Einheit.
Dem Teufel gefällt
diese harmonische Zusammenarbeit,
diese echte Einheit unter uns,
natürlich überhaupt nicht.
Deshalb müssen wir unbedingt
darauf achten, dass wir sie bewahren.
Das ist mir persönlich
besonders bewusst geworden
durch ein Erlebnis,
das ich vor vielen Jahren hatte.
Damals kam es unter einigen Brüdern
zu einer Trennung
und das hat zu
vielen Problemen geführt.
Vielleicht erinnert ihr euch,
es gab mal ein Video darüber.
Sehen wir uns einen Auszug daraus an.
Die Situation in Rumänien
war besonders schwierig.
Die kommunistische Partei wollte
Misstrauen unter den Brüdern säen.
Sie haben sich
mit Einzelnen getroffen
und jedem etwas anderes erzählt.
Manchmal haben Beamte Interesse
vorgetäuscht, und zwar so gut,
dass sie sich haben taufen lassen
und manche sogar
zu Ältesten ernannt wurden.
Aber in Wirklichkeit waren sie
Agenten der Geheimpolizei
und wollten alles Mögliche
über die Organisation herausfinden.
Deshalb haben Brüder
in einem Fall sogar
einem Bruder nicht mehr vertraut,
der von der Weltzentrale
eingesetzt worden war.
Diese Brüder haben sich dann
von Jehovas Organisation getrennt.
Und das nicht nur für einige Jahre,
sondern manche sogar für Jahrzehnte.
In diesem Fall waren das
etwa 5 000 Verkündiger.
Sie haben nach wie vor Zusammenkünfte
abgehalten und gepredigt,
und dabei die Literatur benutzt,
die sie noch hatten.
Aber natürlich hatten sie so gut wie
kein neues Studienmaterial,
weil sie keinen Kontakt
zur Weltzentrale mehr hatten.
Es gab immer mal wieder Versuche,
die Brüder zurück
zur Organisation zu führen,
doch es fehlte ihnen einfach
das Vertrauen.
Aber dann haben wir ein Treffen
mit einem Bruder der
Leitenden Körperschaft vorgeschlagen.
Ihm gegenüber war genug Vertrauen da
und der verantwortliche Bruder
der Gruppe
hat dem Treffen gern zugestimmt.
Und zum ersten Mal wurde ernsthaft
über eine Wiedervereinigung
gesprochen.
An dem Treffen haben Bruder Albu,
der verantwortlich
für die Gruppe war,
und vier seiner
engsten Mitältesten teilgenommen.
Von unserer Seite waren Bruder Jaracz,
ein Dolmetscher und ich dabei.
Außerdem haben noch einige Brüder
vom rumänischen Landeskomitee
teilgenommen.
Ich erinnere mich noch
an den ersten Abend.
Es gab viele Schuldzuweisungen –
wer was gemacht
oder nicht gemacht hat.
Das war natürlich
nicht gerade hilfreich.
Wir haben einfach zugehört.
Aber am Ende des Abends
waren alle einverstanden,
sich noch mal zu treffen.
Und bei diesem zweiten Treffen
war die Stimmung ganz anders.
Ganz offensichtlich wollte Jehova,
dass die Einheit
wiederhergestellt wird.
Die Brüder konnten
über alles reden
und einige Missverständnisse
ausräumen.
Und ich weiß noch,
wie Bruder Albu am Ende sagte:
„Einverstanden.
Denn wenn wir es jetzt nicht tun,
gibt es vielleicht
keine zweite Chance.“
Und damit war
die Entscheidung getroffen.
Es kommt nicht jeden Tag vor,
dass 5 000 Brüder zurück
zur Organisation kommen.
Von da an wurden die Details
der Wiedervereinigung besprochen.
Wir haben sie gebeten, sich unseren
Versammlungen anzuschließen,
was natürlich sehr viel Demut
von ihnen erfordert hat.
Aber sie waren dazu bereit,
was zeigt, dass sie im Herzen
immer noch treue Brüder waren
und die Wahrheit wirklich liebten.
Diese Wiedervereinigung war
ein wunderbarer Sieg für Jehova
und ein Schlag gegen den Teufel.
Die Erfahrung aus Rumänien zeigt:
Unter Menschen kann es immer
zu Missverständnissen kommen,
und es kann sogar berechtigte Klagen
über verantwortliche Brüder geben,
weil sie sich falsch verhalten.
Aber es kommt darauf an,
dass wir niemals das Vertrauen
zu Jehovas Organisation verlieren.
Das ist die Organisation,
die von ihm gesegnet wird.
Jehova sieht alles.
Durch seinen Geist bleibt
diese Organisation vereint.
Wenn Jehova möchte,
dass etwas geschieht,
dann wird es auch geschehen.
Wenn wir uns vom Geist Jehovas
leiten lassen,
dann wird Jehova
unsere Anstrengungen segnen –
zu seiner Ehre.
Natürlich standen nicht nur
unsere Brüder in Rumänien
vor dieser Art von Herausforderungen.
Mit ähnlichen Schwierigkeiten
hatte man auch
in anderen Ländern hinter
dem Eisernen Vorhang zu kämpfen,
zum Beispiel in der Tschechoslowakei,
in Russland und der Ukraine.
Ihr Lieben, was haben wir
in diesem Lagebericht gelernt?
Jehovas Organisation ist in Bewegung.
Auch während dieser Pandemie
ist deutlich zu erkennen,
dass Jehova sein Volk segnet
und das Predigen und Jüngermachen
durch seinen Geist leitet.
Trotz der Herausforderungen
setzt ihr lieben Brüder
und Schwestern alles daran,
unsere kostbare Einheit zu erhalten.
Und deshalb können wir
ein geistiges Paradies erleben,
in dem wir Jehova vereint dienen.
Satan wird weiter alles daransetzen,
Unfrieden zu säen,
besonders unter Jehovas Volk.
Was können wir tun,
um seinen Angriffen entgegenzuwirken?
Hören wir auf diejenigen,
die Jehova gebraucht,
auf den
„treuen und verständigen Sklaven“.
Steigern wir uns nicht
in die Streitthemen hinein,
die in dieser Welt diskutiert werden,
worum immer es auch geht.
Wir können uns sicher sein,
dass Jehova diejenigen segnen wird,
die Jesus Christus
als König unterstützen
und mit seinem
„treuen und verständigen Sklaven“,
den er gebraucht, zusammenarbeiten.
Das war JW Broadcasting
aus der Weltzentrale
von Jehovas Zeugen.