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Aktueller Lagebericht der Leitenden Körperschaft, Nr. 7 (2022)

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Willkommen,
liebe Brüder und Schwestern!
In diesem Lagebericht darf ich euch
über Entwicklungen informieren,
die unsere Aktivitäten
in Präsenz betreffen.
Außerdem geht es darum,
was im Bereich Katastrophenhilfe
geleistet wird.
Und dann –
weil wir ja wissen, wie schnell sich
die Weltlage ändern kann –
sprechen wir darüber,
wie wichtig es ist,
entschlossen zu handeln,
wenn wir mit gefährlichen Situationen
konfrontiert werden.
Seit dem 1. September 2022
sind wir wieder
von Haus zu Haus unterwegs.
Und wir hatten auch
eine weltweite Aktion,
um Bibelkurse einzurichten,
und das mit der Broschüre
Glücklich – für immer.
Viele aufrichtige Menschen
reagieren positiv
auf diese „gute Botschaft
von etwas Besserem“.
Nach unserem letzten Bericht
wurde bekanntgegeben,
dass es ab dem 1. Oktober
keine dringende Empfehlung mehr gibt,
in unseren Präsenzzusammenkünften
eine Maske zu tragen.
Solange es
keine staatlichen Vorgaben gibt,
bleibt es also
jedem selbst überlassen,
ob er bei unseren
theokratischen Aktivitäten
eine Maske trägt oder nicht.
Wir respektieren
die persönliche Entscheidung,
die unsere Brüder und Schwestern
in dieser Sache treffen.
Das gilt auch
für weitere Aktivitäten in Präsenz:
Theokratische Schulen, Kreiskongresse
und unsere regionalen Kongresse,
die 2023 wieder in Präsenz
stattfinden sollen.
Wenn es Jehovas Wille ist,
werden wir ab dem 1. Januar
die meisten unserer Aktivitäten
wieder so durchführen können,
wie es vor der Pandemie
der Fall war –
immer in Übereinstimmung mit den
behördlichen Bestimmungen vor Ort.
Allerdings gibt es manches,
was aktuell noch nicht möglich ist,
wie eine Bethelführung mitzumachen
oder dort Gast zu sein.
Und was gibt es noch zu berichten?
Wir freuen uns, euch mitzuteilen,
dass wir, wenn es Jehovas Wille ist,
wieder Sonderkongresse
in Präsenz abhalten werden,
und zwar beginnend
mit dem 1. Januar 2024.
Mehr Informationen darüber,
wo und wann
diese Kongresse stattfinden,
werden in Kürze bekanntgegeben.
Das sind doch wirklich positive
Entwicklungen, nicht wahr?
Während der Pandemie
haben leider viele von uns
Freunde und Angehörige
durch Corona verloren.
Andere haben liebe Menschen
in Kriegen verloren,
in Naturkatastrophen oder
durch andere tragische Umstände.
Vielleicht konntest du deshalb
in letzter Zeit jemandem
die tröstende Botschaft
der Bibel zeigen:
einem Arbeitskollegen,
einem Nachbarn
oder einem Verwandten.
Für solche Situationen
gibt es nun ein neues Hilfsmittel.
Wir freuen uns,
euch ein neues Video zu präsentieren.
Es trägt den Titel
Trost in Zeiten der Trauer.
Wir sind uns sicher, dass uns
dieses Video sehr dabei helfen wird,
unseren Angehörigen und anderen
in unserem Bekanntenkreis
Trost zu spenden,
auch Personen, die vielleicht
keinen religiösen Hintergrund haben.
Sehen wir uns dieses tröstende Video
doch gemeinsam an.
Unsere Familie und unsere Freunde
sind so kostbar.
Sie lieben uns.
Sie sind für uns da,
wenn wir sie brauchen.
Wenn wir einen Menschen,
den wir lieben,
durch den Tod verlieren,
brauchen wir jemandem,
der uns versteht.
Gott und sein Sohn Jesus
verstehen uns.
Als Jesus auf der Erde war,
erlebte er, wie es sich anfühlt,
wenn man jemanden verliert,
den man liebt.
Nach dem Tod
seines engen Freundes Lazarus
war Jesus tieftraurig.
Er fühlte, was andere fühlten.
Er verspürte heftigen Schmerz.
Doch sein Mitgefühl bewegte ihn dazu,
andere zu trösten.
Und er wollte noch mehr tun.
Jesus betete zu seinem Vater
und brachte seinen Freund
wieder zum Leben zurück.
Jehova Gott und Jesus
haben sich nicht geändert.
Sie empfinden Schmerz,
wenn jemand stirbt.
Sie fühlen auch Ihren Schmerz
und haben versprochen,
den Tod für immer
aus der Welt zu schaffen.
Und Jesus gab uns das folgende
wunderschöne Versprechen:
Die Zeitschrift mit dem Titel
„Trauer – was helfen kann“
enthält viele Gedanken,
die Trost spenden können.
Sie können Ihr Exemplar kostenlos
auf jw.org herunterladen.
Es tut uns leid, dass Sie
jemanden verloren haben,
und wir hoffen,
dass Ihnen die Botschaft der Bibel
in dieser schwierigen Zeit
Kraft gibt.
Dieses Video ist ab sofort verfügbar,
auf unserer Website jw.org
und in der JW Library-App.
Ihr findet es unter „Neu auf jw.org“
und auch unter
„Videos“,
„Unsere Zusammenkünfte
und unser Predigtdienst“,
und dort unter
„Hilfen fürs Predigen“.
Um in der JW Library-App schnelleren
Zugriff auf das Video zu haben,
könnt ihr es auch
zu euren Favoriten hinzufügen.
Wir haben auch
einige aktuelle Informationen
zu unseren
Katastrophenhilfsmaßnahmen.
Wie wir auf JW News erfahren haben,
sind unsere Brüder
und Schwestern in der Karibik
und in Teilen Kanadas
und der Vereinigten Staaten
von den Auswirkungen der Hurrikans
Fiona und Ian betroffen.
Leider ist ein Bruder in Kuba
dabei ums Leben gekommen.
Durch die beiden Stürme
wurden über 3600 Häuser
unserer Brüder und Schwestern
und über 100 Königreichssäle
beschädigt oder zerstört.
Die Zweigbüros tun alles,
um praktische Hilfe
und emotionalen Beistand zu leisten.
Wir beten weiter für alle,
die von Naturkatastrophen
betroffen sind,
und auch für diejenigen,
die ihnen Hilfe leisten.
Vielleicht fragt ihr euch auch,
wie es unseren Brüdern
in der Ukraine und in Russland geht.
Seit Februar
haben sich über 26 000 Brüder
und Schwestern dazu entschieden,
aus den Kriegsgebieten
in der Ukraine zu fliehen.
Aufgrund jüngster Ereignisse
fliehen auch aus Russland Tausende,
darunter auch einige unserer Brüder.
Zu Beginn, als der Krieg ausbrach,
dachten einige, er dauert nur
ein paar Wochen oder Monate.
Aber das ist nicht der Fall.
Gehörst du zu denen, die in
ein anderes Land flüchten mussten?
Sei dir sicher:
Wir wollen dir helfen,
dass so schnell wie möglich wieder
ein gewisses Maß an Normalität
in dein Leben einkehrt.
Wie sieht unsere Unterstützung aus?
Schauen wir uns dazu einen Bericht
vom Zweigbüro in Zentraleuropa an.
Über 8500 Brüder und Schwestern
kamen als Flüchtlinge
in unser Zweiggebiet.
Im März wies uns
das Koordinatorenkomitee an,
Fallbegleiter zu ernennen,
die unter der Anleitung
der Katastrophenhilfskomitees
arbeiten sollten.
Diese Fallbegleiter arbeiten
mit den Ältesten zusammen,
um Einzelnen und Familien zu helfen,
ihre christlichen Gewohnheiten
beizubehalten und Fuß zu fassen.
Einige geflüchtete Verkündiger
können auf privater Basis
Wohnungen und Arbeit finden.
Andere können staatliche Hilfe
in Anspruch nehmen.
Es hat sich gezeigt,
je eher die Brüder
ihre vier Wände haben,
wo sie sich einleben können,
einen Job gefunden haben
und in der Versammlung vor Ort
angekommen sind,
desto schneller verspüren sie
ein Gefühl der Normalität.
Das tut ihrem Glauben gut,
ihrer Gesundheit
und ihrer Gefühlswelt.
Jehova segnet diesen Hilfsdienst
wirklich sehr.
Kürzlich hat eine Schwester
für eine Flüchtlingsfamilie
einen Wohnungsbesichtigungstermin
vereinbart.
Einige Brüder von vor Ort
und ein Übersetzer
haben die Familie begleitet.
Der Immobilienmakler
war richtig beeindruckt.
Er meinte: „Noch nie ist jemand
so professionell bei mir aufgetreten.
Ich bin mehr als begeistert
von eurer Religionsgemeinschaft!“
Am Ende der Besichtigung
hat die Familie aus der Ukraine
den Makler gefragt,
ob sie die Wohnung bekommen.
Der Makler hat ihnen
seinen Kalender gezeigt und gesagt,
dass es für diese Wohnung noch
zehn andere Bewerber geben würde.
Dann dachte er einen Moment nach,
lächelte und sagte:
„Bei so einem tollen Werk
möchte ich gerne meinen Teil
beitragen und auch etwas Gutes tun.
Ihr bekommt die Wohnung.”
Danach wollte der Makler
mehr über Jehovas Zeugen,
und das, was wir tun, wissen.
Anschließend
hat er dem Bruder versichert,
dass er uns auch in Zukunft
helfen will.
Er erklärte,
immer wenn eine Wohnung frei wird,
würde er es die Brüder
als Erstes wissen lassen,
und sie könnten sie dann besichtigen.
Der Makler hilft auch
bei verschiedenen Formalitäten,
so dass die Geflüchteten staatliche
Hilfen in Anspruch nehmen können,
durch die ihre Mietkosten
gedeckt werden.
Ein echter Segen
für alle Beteiligten!
Es ist so schön mitzubekommen,
wie viele sich dafür einsetzen,
dass unsere geflüchteten Brüder
in ihrer neuen Umgebung Fuß fassen.
Und wir sind stolz auf euch,
die ihr geflüchtet seid,
weil ihr so flexibel seid
und weil ihr dabei
realistische Erwartungen habt.
Außerdem leisten wir Zweigen
auf der ganzen Welt Unterstützung,
vor allem in Europa,
damit sie besser gewappnet sind
für mögliche Energieengpässe.
Dazu mag es gehören,
sie mit Solaranlagen,
Generatoren und
Batteriespeichern auszustatten.
Das wird dabei helfen,
dass die Zweige weiterhin ihre
wichtigen Aufgaben erfüllen können.
Sie teilen geistige Nahrung aus
und leiten die Versammlungen
in ihren Aktivitäten an.
Lasst uns jetzt
in den nächsten Minuten
über folgendes Thema sprechen:
„Wenn du die Gefahr siehst,
handle schnell!“
Es besteht kein Zweifel,
„die Szene dieser Welt wechselt“.
Die relative Stabilität,
die wir in vielen Teilen der Welt
erlebt haben,
scheint unglaublich schnell
dahinzuschwinden.
Es gibt so viele Naturkatastrophen,
eine Zunahme an Unruhen, Kriege,
drohende Lebensmittelknappheiten,
Energieengpässe
und vieles mehr.
Aber was ist, wenn wir selbst mit
solchen Gefahren konfrontiert werden?
Was tun wir dann?
Bitte schlagt mit mir
Sprüche, Kapitel 22, auf.
Und dort lesen wir den Vers 3:
Wenn wir eine Gefahr sehen,
ist es klug, ihr auszuweichen.
Und das müssen wir schnell tun!
Das gilt für uns heute, aber war auch
schon in biblischer Zeit wichtig.
Schauen wir uns Beispiele dazu an.
Als Davids Leben in Gefahr war,
weil er von Saul
oder anderen bedroht wurde,
machte er sich schnell auf
und lief weg.
Im 1. Jahrhundert forderte
Jehovas Engel Joseph dazu auf,
mit Maria und Jesus,
einem Neugeborenen,
nach Ägypten zu fliehen,
weil ... Zitat:
„Herodes wird das Kind …
bald suchen, um es zu töten.“
Deshalb machten sich
Joseph und Maria auf,
in derselben Nacht!
Später wies Jesus seine Nachfolger an
zu fliehen, wenn sie sähen,
dass Jerusalem
von Heeren belagert würde.
Lasst uns das
in Lukas, Kapitel 21, lesen.
Und wir schauen uns hier
die Verse 20 und 21 an:
Was lernen wir hier?
Wenn wir eine Gefahr sehen,
brauchen wir nicht
in Panik zu geraten.
Aber wir müssen schnell handeln.
Das kann bedeuten,
dass wir aus unserer Heimat fliehen
und uns von einigen oder
sogar all unseren Besitztümern
verabschieden müssen.
Viele unserer Brüder und Schwestern
in der Ukraine und in Russland
stehen aktuell vor der Frage:
Was soll ich tun, soll ich fliehen?
Das ist eine wirklich
schwierige Entscheidung.
Sofern der Staat hier nichts vorgibt,
ist das
eine persönliche Entscheidung.
Wir erwarten nicht, dass Jesus oder
ein Engel uns auffordert zu fliehen.
Jehova erwartet von uns,
dass wir unsere Vernunft gebrauchen.
Er möchte, dass wir weise handeln.
Wir wollen uns jetzt
gemeinsam anschauen,
wie eine Familie
aus der Ukraine reagiert hat,
als sie die Gefahr sahen.
Schon in der Zeit,
bevor der Krieg ausgebrochen ist,
gab es immer wieder Warnungen.
Bei unserem Familienstudium
haben wir uns mit einem Artikel
aus einem Erwachet! beschäftigt.
Er enthält viele gute Hinweise
für eine Notfallausrüstung
und dass man für den Ernstfall
einen Plan haben sollte.
Wir haben für uns entschieden,
wenn es zum Krieg kommt
und es Explosionen gibt,
würden wir auf keinen Fall bleiben.
Jeder von uns hatte
seine Notfallausrüstung gepackt,
und wir haben sie dann gleich
griffbereit in den Flur gestellt.
Ich habe den Kindern gesagt,
dass sie außer ihrem Rucksack
nur das mitnehmen sollen,
was sie wirklich brauchen.
Jedes Kind hat nur ein extra Set
Kleidung mitgenommen –
das war’s.
Und wir hatten
unser Auto vollgetankt.
Bis zu diesem Zeitpunkt
kurz vor dem Krieg
hatten wir nie einen vollen Tank.
Aber wir dachten:
„Auch wenn es hoffentlich nicht zum
Krieg kommt – unser Tank ist voll.“
Wir waren also bereit.
Doch wir fragten uns:
„Ist es sicher, jetzt zu gehen?“
Die Ältesten haben angerufen
und mir geraten,
das Pro und Kontra abzuwägen.
Dann gab es diese Explosion.
Die Fenster und die Türen zitterten.
Und da war für mich klar:
„Nein, wir müssen hier weg.
Das ist sicherer.“
Also haben wir alle –
meine Frau, ich, unsere fünf Kinder –
unsere Rucksäcke geschnappt
und sind ins Auto.
In nur ein paar Minuten
waren wir abfahrtbereit.
Und als wir losgefahren sind,
waren alle Tankstellen
komplett überlaufen,
mit ewig langen Schlangen.
Aber weil unser Tank voll war,
konnten wir fahren und mussten erst
kurz vor der Grenze wieder tanken.
Wir standen 21 Stunden an der Grenze.
21 Stunden kamen wir immer
nur zentimeterweise vorwärts.
Wieder und wieder erleben wir:
Die Anleitung von Jehova
ist immer die Beste.
Auch wenn wir das Warum
für eine Anweisung nicht verstehen,
sollten wir sie trotzdem befolgen.
Gehorsam wird gesegnet,
es ist einfach so.
Weil die Familie vorbereitet war,
konnte sie schnell entscheiden
und sofort fliehen,
als sie die Gefahr sah.
Sie waren gehorsam.
Schon im Vorfeld
sind sie der Empfehlung gefolgt,
immer einen vollen Tank zu haben
und ihre Notfallausrüstungen
bereitzuhalten.
Liebe Brüder und Schwestern,
die Welt, in der wir leben,
ist so instabil.
Deshalb müssen wir auf Katastrophen
und sich schnell ändernde Umstände
vorbereitet sein:
mental, körperlich und auch,
was unseren Glauben betrifft.
Heute sind unsere Brüder betroffen,
aber schon morgen
betrifft es vielleicht uns.
Doch wir können sicher sein,
dass wir alle eng zusammenstehen
und uns durch jede Schwierigkeit
hindurchhelfen werden,
egal was auf uns zukommt.
Jetzt ist die Zeit,
uns gegenseitig zu unterstützen.
Und die Katastrophenhilfe
spielt dabei eine große Rolle.
Sie ist heiliger Dienst.
Bitte schlagt mit mir
Apostelgeschichte 11 auf.
Sehen wir uns Vers 28 und 29 an:
Die Studienanmerkung
zu Vers 29 stellt heraus,
dass hier „zum ersten Mal
davon berichtet [wird],
dass Christen ihren Mitgläubigen
in einer anderen Gegend
eine Hilfslieferung zukommen ließen“.
Es wird dann weiter
in der Anmerkung gesagt:
Wie wir sehen, sind solche
Hilfsmaßnahmen heiliger Dienst.
Sie sind ein wichtiger Bestandteil
unseres Dienstes.
Wir bedanken uns oft bei euch.
Aber wir möchten euch wissen lassen,
wie sehr wir es schätzen,
dass ihr unsere Hilfsmaßnahmen
so großzügig unterstützt.
Ihr versorgt andere mit Lebensmitteln
und baut Häuser
und Königreichssäle wieder auf.
Wenn Brüder flüchten müssen,
dann wartet ihr schon an der Grenze
und heißt sie willkommen.
Und ihr nehmt sie
bei euch zu Hause auf.
Ihr helft unseren Brüdern,
ihr Leben wieder aufzubauen,
und versorgt sie mit allem,
was sie brauchen.
Das ist Hilfe,
die dringend gebraucht wird
und für die wir sehr dankbar sind.
Vielen Dank für alles, was ihr tut!
Und seid euch gewiss:
Wir lieben euch alle wirklich sehr!
Aus der Weltzentrale
von Jehovas Zeugen,
das war JW Broadcasting.