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Noah – aus Glauben hörte er auf Gott

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Drei Tage bevor Jesus getötet wurde,
stellten seine Jünger ihm eine Frage.
Und seine Antwort darauf
ist für uns heute äußerst wichtig.
Sie fragten Jesus:
„An welchem Zeichen wird man
deine Gegenwart
und den Abschluss
des Weltsystems erkennen?“
Als Antwort beschrieb ihnen Jesus
eine besondere Zeit,
die der versprochenen neuen Welt
vorausgehen würde.
Diese Zeit wäre geprägt
von Kriegen, Erdbeben,
Nahrungsmittelknappheiten
und Seuchen.
Im Anschluss sagte Jesus:
Mit dieser Aussage bestätigte Jesus,
dass Noah wirklich gelebt hat
und dass die Flut tatsächlich
ein historisches Ereignis ist.
Außerdem machte er deutlich, dass
die Zeit, in der wir heute leben,
quasi ein Spiegelbild
der Zeit vor der Flut ist.
Es ist also wichtig, dass wir uns
damit beschäftigen,
was damals genau passiert ist
und zu überlegen,
was wir daraus lernen können.
Die einleitenden Kapitel von 1. Mose
geben uns einen Eindruck davon,
wie das Leben in den Jahrhunderten
vor der Geburt Noahs aussah –
in der Zeit, nachdem Adam und Eva
aus dem Garten Eden
vertrieben worden waren.
Alle Menschen sprachen
dieselbe Sprache
und möglicherweise hatten sie bereits
ein Schriftsystem entwickelt.
Sie hatten eine Stadt gebaut,
vielleicht sogar mehrere.
Sie hatten gelernt,
Kupfer und Eisen zu verarbeiten.
Sie stellten Musikinstrumente her,
wie Harfen und Flöten,
und weil sie noch näher an der
körperlichen Vollkommenheit waren,
die Adam und Eva gehabt hatten,
wurden sie sehr alt.
Sie lebten Hunderte von Jahren.
Aber das war keine heile Welt.
Die Menschen wandten sich
von Jehova ab –
mit verheerenden Ergebnissen:
Sie verfielen der Gewalt
und der Unmoral.
Die Zustände wurden so schlimm,
dass Jehova den Menschen
eine Warnung zukommen ließ.
Er gebrauchte dazu Henoch,
den Siebten in der Abstammungslinie
von Adam her.
Henoch ließ die Menschen wissen,
dass Gott eine solch schlechte
und rebellische Welt
nicht für immer tolerieren würde.
An den Gottlosen würde ein Urteil
vollstreckt werden.
Henochs gottlosen Zeitgenossen
gefiel diese Botschaft
natürlich überhaupt nicht.
Sie hassten Henoch
und haben womöglich versucht,
ihn zu töten.
Henoch lebte nicht lang genug,
um die Erfüllung dieser Prophezeiung
mitzuerleben.
Weitere 600 Jahre später
waren die Zustände auf der Erde
sogar noch schlimmer geworden.
Lesen wir gemeinsam 1. Mose 6:1-7:
„Als nun die Menschen auf der Erde
mehr wurden und Töchter bekamen,
bemerkten die Söhne
des wahren Gottes,
dass die Töchter der Menschen
schön waren.
Sie nahmen sich dann alle zur Frau,
die sie haben wollten.
Da sagte Jehova:
,Mein Geist wird den Menschen
nicht endlos ertragen,
denn er ist nur Fleisch.
Deshalb sollen sich seine Tage
auf 120 Jahre belaufen.‘
Zu dieser Zeit und danach
lebten die Nephilim auf der Erde.
Die Söhne des wahren Gottes
hatten damals Beziehungen
mit den Töchtern der Menschen
und bekamen Söhne von ihnen.
Sie waren die Starken,
die berühmten Männer der alten Zeit.
Da sah Jehova, dass die Menschen
auf der Erde sehr schlecht waren
und die Gedanken in ihrem Herzen
immer nur zum Bösen neigten.
Jehova bedauerte, dass er Menschen
auf der Erde gemacht hatte,
und es tat ihm im Herzen weh.
Also sagte Jehova:
,Ich werde die Menschen,
die ich erschaffen habe,
von der Erdoberfläche wegwischen –
die Menschen zusammen
mit den Haustieren,
den kriechenden Tieren auf der Erde
und den Tieren,
die am Himmel fliegen.
Denn ich bedauere,
dass ich sie gemacht habe.‘“
Zu dieser Zeit beobachteten
einige Engel vom Himmel aus
schöne Frauen auf der Erde.
Sie entwickelten ein
sexuelles Verlangen nach ihnen.
Diese Engel stellten sich gegen Gott.
Sie kamen auf die Erde und nahmen
menschliche Körper an,
um mit den Frauen Sex zu haben.
Aus ihnen wurden selbstsüchtige,
bösartige Dämonen.
Sie waren womöglich charmant,
intelligent, gutaussehend
und sie hatten übernatürliche Kräfte.
Sie müssen unwiderstehlich
gewesen sein –
ganz besonders für Frauen,
die ohnehin keine Liebe
zu Gott hatten.
Möglicherweise nahmen sich die Engel
einige dieser Frauen mit Gewalt.
Doch wie dem auch sei –
die Engel nahmen sich alle,
„die sie haben wollten“.
Welcher Mensch, der damals lebte,
konnte es schon
mit Dämonen aufnehmen?
Diese gottlosen Kreaturen nahmen
den Menschen ihre Töchter weg,
ihre Schwestern
und möglicherweise
auch ihre Frauen.
Die Frauen wurden schwanger
und brachten Söhne zur Welt.
Aber das waren
keine gewöhnlichen Jungen:
Sie waren stärker,
sie waren kleine Tyrannen –
aggressiv und brutal.
Und diese Charakterzüge behielten
sie, während sie älter wurden.
Aus den Jungen wurden Männer,
unmenschlich grausame Männer.
Man nannte sie Nephilim, was
möglicherweise „Fäller“ bedeutet,
also „solche,
die andere zu Fall bringen“.
Und die Menschen
hatten Angst vor ihnen.
Ganz wie ihre Väter hatten
die Nephilim nichts für Gott übrig.
Ihnen ging es nur darum,
für ihre Grausamkeit und Brutalität
berühmt zu werden.
Die materialisierten Engel
und ihr blutrünstiger Nachwuchs
beherrschten die damalige Welt.
Und die Menschen folgten
ihrem Vorbild.
Jehova sah, dass die Schlechtigkeit
der Menschen eskalierte
und dass „die Gedanken in ihrem Herzen
immer nur zum Bösen neigten.“
Satan war sicher
voller Schadenfreude,
weil die meisten Menschen sich
gegen Jehova entschieden
und die Zustände schlimmer
und schlimmer wurden.
Aber, mitten in dieser
verdorbenen Gesellschaft
gab es einen Mann,
der treu zu Jehova hielt.
In der Bibel erfahren wir
mehr über ihn,
in 1. Mose, Kapitel 6, ab Vers 8:
„Noah aber fand Gunst bei Jehova.
Das ist die Geschichte Noahs.
Noah war ein gerechter Mann.
Anders als die Menschen seiner Zeit
führte er ein einwandfreies Leben.
Noah ging seinen Weg
mit dem wahren Gott.
Noah wurde Vater von drei Söhnen:
Sem, Ham und Japhet.
Die Erde jedoch war aus der Sicht
des wahren Gottes
verdorben
und voll Gewalt.
Ja, Gott sah auf die Erde
und sie war verdorben.
Alle Menschen auf der Erde hatten
einen schlechten Weg eingeschlagen.“
Manche Menschen heute behaupten,
dass es Noah nie gegeben hat
und dass der Bericht
über die Arche und die Flut
eher in das Reich der Legenden
und Märchen gehört.
Aber die Bibelschreiber wussten,
dass Noah wirklich existiert hat
und die Flut
ein historisches Ereignis ist.
Die Propheten Jesaja und Hesekiel
bezogen sich beide auf Noah.
Sowohl Esra,
der Schreiber von 1. Chronika,
als auch der Evangelist Lukas
führen Noah beide in ihrem
Geschlechtsregister mit auf.
Der Flutbericht aus 1. Mose
wird außerdem von Petrus
und Paulus bestätigt.
Und wie vorher bereits erwähnt,
hat sogar der Sohn Gottes
bezeugt, dass es Noah
wirklich gegeben hat
und dass die Flut tatsächlich
stattgefunden hat.
Der Glaube von Noah
war außergewöhnlich!
Er lebte in einer schrecklichen Welt,
beherrscht von materialisierten Engeln
und ihrem brutalen Nachwuchs
und inmitten einer Gesellschaft
gottloser Menschen.
Vieles was uns heute hilft,
im Glauben stark zu bleiben,
stand Noah überhaupt nicht
zur Verfügung.
Er hatte keine Bibel,
um mehr über Jehova zu erfahren,
ihn kennen und lieben zu lernen.
Er wusste nichts von all den
treuen Männern und Frauen,
die nach ihm noch leben sollten.
Und Noah hatte auch
keine Versammlung
von Glaubensbrüdern,
die ihm Mut machte
und ihn im Glauben stärkte.
Doch es gab vieles, was Noah wusste.
Er wusste,
was im Garten Eden passiert war
und konnte die schrecklichen
Auswirkungen sehen.
Er konnte sehen, wie Menschen
alterten und starben.
Ihm war klar, dass der Zugang
zum Garten Eden versperrt
und der Erdboden außerhalb
verflucht war.
Er kannte auch die Voraussage,
die sein Urgroßvater Henoch
geäußert hatte.
Und er wusste auch,
was sein Vater Lamech
bei seiner Geburt gesagt hatte:
Er nannte ihn Noah, was wahrscheinlich
„Ruhe“ oder „Trost“ bedeutet,
und kündigte als Erklärung an:
„Er wird uns Erleichterung bringen
von der harten,
mühsamen Arbeit unserer Hände
auf dem Erdboden,
den Jehova verflucht hat.“
Bestimmt hatte Noah viele Fragen
zu diesen Voraussagen:
Wie würde er Erleichterung bringen?
Wie und wann würde Jehova
gegen die schlechten Menschen,
die Noah umgaben, vorgehen?
Hunderte von Jahren hat Noah gebetet
und seine Fragen sind geblieben.
Doch dann, als Noah schon über
500 Jahre alt war, passierte etwas.
Er war inzwischen verheiratet
und hatte drei Söhne.
Er hatte all die Jahre in dieser
schrecklichen Welt
immer treu zu Gott gehalten
und half nun auch seiner Familie
dasselbe zu tun.
Und jetzt hatte Jehova
eine Botschaft für ihn –
eine Botschaft, die Noah
wahrscheinlich den Atem verschlug.
Lesen wir den Bericht weiter
in 1. Mose, Kapitel 6,
ab dem Vers 13:
„Da sagte Gott zu Noah:
,Ich habe beschlossen,
den Menschen ein Ende zu machen,
weil die Erde ihretwegen
voll Gewalt ist.
Ich werde über sie und die Erde
Vernichtung bringen.
Bau dir eine Arche
aus harzhaltigem Holz.
Unterteile sie in Räume
und überzieh sie
innen und außen mit Teer.
Die Arche soll 300 Ellen lang sein,
50 Ellen breit und 30 Ellen hoch.
Bau eine Elle unterhalb des Dachs
der Arche eine Lichtöffnung ein.
Der Eingang der Arche
soll an der Seite sein,
und sie soll ein unteres, ein mittleres
und ein oberes Deck haben.
Ich werde nämlich die Erde
mit Wasser überfluten
und alles
unter dem Himmel vernichten,
was Lebensatem hat.
Alles auf der Erde wird umkommen.
Aber mit dir schließe ich einen Bund.
Geh mit deinen Söhnen, deiner Frau
und den Frauen deiner Söhne
in die Arche.
Bring von allen Tierarten
ein Paar in die Arche,
ein Männchen und ein Weibchen,
damit sie zusammen mit dir überleben.
Von den verschiedenen Arten
der fliegenden Tiere, der Haustiere
und der kriechenden Tiere auf der Erde
werden je zwei zu dir hineingehen,
damit sie am Leben bleiben.
Nimm auch einen Vorrat an
Nahrungsmitteln aller Art für dich
und Futter für die Tiere
mit in die Arche.‘
Noah machte alles so,
wie Gott es ihm gesagt hatte.
Genau so machte er es.“
Noah hatte sich lange gefragt,
wie Jehova gegen die Gottlosigkeit
auf der Erde vorgehen würde.
Jetzt wusste er es:
Gott würde die Erde durch eine
gewaltige Flut vom Bösen befreien.
Er wusste jetzt auch, was er und
seine Familie tun mussten.
So viel hing von ihm ab –
allein der Gedanke daran muss
ihn eingeschüchtert haben.
Die Arche sollte riesig werden.
Jetzt beschäftigten ihn neue Fragen.
Bäume – eine unvorstellbar große
Anzahl Bäume musste gefällt werden,
das Holz transportiert, verarbeitet
und zusammengefügt werden.
Wie sollte er das schaffen?
Wie sollte er so viele Tiere
verschiedener Arten
zusammenbringen?
Wie sollte er ausreichend Vorräte
für die Tiere und
seine Familie beschaffen?
Und was war mit den gottlosen
Menschen um ihn herum?
Wie würden sie reagieren?
Noah wusste genau,
wie es treuen Dienern Gottes vor ihm
ergangen war.
Abel wurde von
seinem Bruder Kain getötet.
Und Henoch schwebte wahrscheinlich
in so großer Gefahr
von seinen gottlosen Zeitgenossen
ermordet zu werden,
dass Gott aus Mitgefühl seinem Leben
vorzeitig ein Ende setzte.
Die Leute würden sehen,
was Noah tat.
Und sie würden bald erfahren,
warum er es tat.
Diese Menschen verachteten Gott
und standen unter dem Einfluss
der gewalttätigen Nephilim.
Doch Noah vertraute auf Jehova
und machte sich an die Arbeit.
Er führte alles aus, was Gott ihm
aufgetragen hatte.
Die Arche zu bauen
dauerte sehr lange –
vielleicht 40 oder sogar 50 Jahre.
Es gab sicher Herausforderungen.
Aber nirgendwo lesen wir,
dass sich Noah beschwert hätte.
Die Familie hatte auch keinerlei
Unterstützung von anderen.
Wie Jesus später sagte,
nahmen die Menschen
„keine Notiz von allem,
bis die Sintflut kam
und sie alle mit sich riss“.
Natürlich sahen die Menschen,
dass Noah eine Arche baute.
Sie müssen ihn gefragt haben,
warum er ein so riesiges Bauprojekt
in Gang gesetzt hatte.
Und Noah hat es ihnen erklärt.
Doch sie nahmen keine Notiz davon,
dass Jehova Noah beistand und
dieses Bauprojekt unterstützte.
Und sie nahmen keine Notiz davon,
was das für sie bedeuten würde.
Stattdessen ließen sie sich
von alltäglichen Dingen
völlig vereinnahmen:
essen, trinken, heiraten,
das war alles,
was sie interessierte.
Für diese gottlosen Menschen
waren Noah und seine Familie
„Dummköpfe“, „Spinner“.
Die kleine Gruppe war
die Zielscheibe von Spott
und vermutlich auch von Drohungen.
Dann war die Arche endlich fertig.
Stellen wir uns vor,
wie Noah und seine Familie das Werk
voller Stolz betrachten
und sich daran erinnern,
wie Jehova ihnen geholfen hat.
Jehova gibt seinen Dienern immer
die Anleitung, die sie brauchen.
Und jetzt sprach Jehova
wieder mit Noah.
Wir lesen darüber in Kapitel 7
und dort ab Vers 1:
„Danach sagte Jehova zu Noah:
,Geh mit deiner ganzen
Hausgemeinschaft in die Arche,
denn dich betrachte ich als gerecht
unter den Menschen dieser Generation.
Nimm von allen Arten der reinen Tiere
je sieben mit,
das Männchen und sein Weibchen,
und von allen unreinen Tieren
nur zwei,
das Männchen und sein Weibchen,
außerdem je sieben von den Tieren,
die am Himmel fliegen,
Männchen und Weibchen,
damit sie überleben
und sich ihre Nachkommen
überall auf der Erde ausbreiten.
In nur noch 7 Tagen
lasse ich es nämlich 40 Tage und
40 Nächte auf die Erde regnen.
Ich werde alle Lebewesen,
die ich gemacht habe,
von der Erdoberfläche wegwischen.‘
Noah tat dann alles, was Jehova
ihm aufgetragen hatte.“
Sie hatten keine Zeit zu verlieren –
es gab noch viel zu tun.
Und in nur sieben Tagen würde es
zu regnen anfangen.
Tiere, viele Tiere mussten in der Arche
untergebracht werden
und Vorräte mussten verstaut werden.
Und aus Glauben hörte Noah auf Gott.
Schon zum zweiten Mal
in diesem Bericht
ist davon die Rede,
dass Noah alles tat,
was ihm aufgetragen wurde.
Wir wollen sehen,
was als Nächstes geschah,
in 1. Mose 7, ab Vers 6:
„Noah war 600 Jahre alt, als die Erde
mit Wasser überflutet wurde.
Bevor die Flut kam, ging Noah
mit seinen Söhnen
seiner Frau und den Frauen
seiner Söhne in die Arche.
Die reinen und die unreinen Tiere,
die fliegenden Tiere
und die Tiere, die sich auf
dem Erdboden fortbewegen,
gingen paarweise zu Noah
in die Arche hinein,
Männchen und Weibchen, so wie Gott
es Noah aufgetragen hatte.
Und 7 Tage später wurde die Erde
mit Wasser überflutet.
Im 600. Lebensjahr Noahs,
am 17. Tag des 2. Monats –
an diesem Tag brachen alle Quellen
des großen, tiefen Wassers auf
und die Schleusen des Himmels
wurden geöffnet.
Es regnete 40 Tage und 40 Nächte lang
in Strömen auf die Erde.
Genau an dem Tag ging Noah mit
seinen Söhnen Sem, Ham und Japhet,
mit seiner Frau und den drei Frauen
seiner Söhne in die Arche.
Sie gingen mit jeder Art
von Wildtieren hinein,
jeder Art von Haustieren,
jeder Art von Tieren,
die auf der Erde kriechen,
jeder Art von Vögeln und
anderen geflügelten Tieren.
Sie gingen zu Noah in die Arche –
immer zwei von jeder Art von Tieren,
in denen Lebensatem ist.
So gingen sie hinein, Männchen und
Weibchen von jeder Art von Tieren,
wie Gott es Noah aufgetragen hatte.
Danach schloss Jehova
die Tür hinter ihm zu.
Die Flut ergoss sich 40 Tage lang
auf die Erde
und das Wasser stieg immer weiter.
Die Arche wurde angehoben
und trieb hoch über der Erde.
Das Wasser stieg und stieg, und alles
auf der Erde wurde überflutet,
aber die Arche schwamm auf
der Wasseroberfläche.
Es war so viel Wasser auf der Erde,
dass alle hohen Berge
unter dem Himmel bedeckt waren.
Die Berge standen schließlich
bis zu 15 Ellen unter Wasser.
Alle Lebewesen auf der Erde kamen um:
die fliegenden Tiere, die Haustiere,
die Wildtiere, das Kleingetier
und alle Menschen.
Alles auf dem trockenen Land,
was lebte und atmete, starb.
So wischte Gott sämtliche Lebewesen
von der Erdoberfläche weg –
Menschen und Tiere,
auch die kriechenden Tiere
und die fliegenden Tiere am Himmel.
Sie wurden alle
von der Erde weggewischt.
Nur Noah und die, die mit ihm
in der Arche waren, überlebten.
Die Erde war 150 Tage
mit Wasser überflutet.“
Falls Noah sich gefragt hatte,
wie er all diese Tiere zusammen-
bringen sollte, wusste er es jetzt:
Sie würden zu ihm kommen,
Jehova würde dafür sorgen.
Noah musste sich nicht
auf die Suche machen.
Die Tiere kamen einfach,
jede Art war vertreten,
von manchen kamen sieben
und von anderen zwei.
Stellen wir uns das vor:
Dutzende und Aberdutzende Tiere
stolzieren, hüpfen, kriechen,
watscheln in die Arche!
Noahs Familie ist emsig dabei,
sie alle irgendwo unterzubringen.
Das weiche Fell einiger Tiere
streicheln sie,
den Stacheln und Hörnern
anderer Tiere weichen sie aus,
und dann müssen sie mal beherzt
auf die Seite springen,
wenn eins
der ganz großen Tiere vorbeitrottet.
Und da – auch die Vögel flattern
und schweben herbei!
Die Farben, die Gerüche,
die Geräusche!
Bei dem Trubel müssen sich Noah
und seine Familie förmlich
angeschrien haben,
um einander zu verstehen.
Dann, als alle drinnen sind,
schließt Jehova die Tür zu.
Die Familie
sitzt ganz eng beieinander
und lauscht angestrengt,
was außerhalb der Arche passiert.
Und dann geht es los.
Regen!
Vielleicht war es am Anfang
kaum wahrnehmbar,
doch schon bald
regnete es in Strömen.
Der Lärm war ohrenbetäubend –
sie hatten das so lange erwartet
und jetzt passierte es!
Sie waren müde, abgekämpft,
aber an schlafen
war wahrscheinlich kaum zu denken
in dieser Nacht.
Sie mussten nach den Tieren sehen.
Der Regen hielt sie wach und
sie werden intensiv gebetet haben.
Haben sie wohl an die Menschen
draußen gedacht?
Mit Sicherheit.
Sie kannten diese Menschen,
sie hatten ihnen gepredigt,
viele von ihnen waren nahe Verwandte.
Was für ein trauriger Moment!
So wie Jehova hatte Noah keine Freude
am Tod schlechter Menschen.
Es machte ihn traurig,
dass so viele sterben mussten.
Aber er wusste auch,
dass sie eine deutliche Warnung
vor dem drohenden Unglück
erhalten hatten.
Und selbst wenn sie die Arche,
die Noah baute,
nicht selbst gesehen hatten,
so hatten sie doch davon gehört.
Und sie wussten, warum er sie baute.
Aber jetzt war es zu spät,
Jehova hatte die Tür verschlossen.
Noahs Familie hörte zu,
wie der Regen unaufhörlich
auf die Arche niederprasselte.
Und dann kam ein Moment, den sie
wohl niemals vergessen haben –
alles bewegte sich!
Ihre riesige Arche hob sich
langsam vom Boden.
Sie schwamm auf dem Wasser!
Das Herz schlug ihnen bis zum Hals.
Würde ihre Konstruktion halten?
Wir wollen sehen, wie es weitergeht,
in 1. Mose 8:1.
Wir können gespannt sein.
„Gott wandte dann Noah und allen
Wild- und Haustieren,
die mit ihm in der Arche waren,
seine Aufmerksamkeit zu.
Er ließ einen Wind
über die Erde wehen
und das Wasser begann zu sinken.
Die Quellen des tiefen Wassers
und die Schleusen des Himmels
wurden verschlossen
und es hörte auf zu regnen.
Das Wasser auf der Erde ging
nach und nach zurück.
Nach 150 Tagen war es
deutlich weniger geworden.
Am 17. Tag des 7. Monats setzte
die Arche auf dem Gebirge Ararat auf.
Bis zum 10. Monat
nahm das Wasser ständig ab.
Am Ersten des 10. Monats
erschienen die Berggipfel.
Nach 40 Tagen
öffnete Noah das Fenster,
das er in die Arche gemacht hatte,
und ließ einen Raben fliegen.
Dieser flog draußen herum
und kam immer wieder zurück,
bis das Wasser
von der Erde wegtrocknete.
Später ließ Noah eine Taube fliegen,
um zu sehen,
ob das Wasser auf der Erdoberfläche
zurückgegangen war.
Doch weil die Erdoberfläche noch
ganz mit Wasser bedeckt war,
fand die Taube keinen Platz, wo sie
sich hinsetzen und ausruhen konnte.
Deshalb kam sie zu Noah zurück.
Er streckte seine Hand aus
und holte sie in die Arche.
Nachdem er weitere 7 Tage
gewartet hatte,
ließ er die Taube
wieder aus der Arche.
Als die Taube gegen Abend
zu ihm zurückkam,
sah er ein frisches Olivenblatt
in ihrem Schnabel.
Da wusste Noah, dass sich das Wasser
von der Erde zurückgezogen hatte.
Nach weiteren 7 Tagen ließ er
die Taube noch einmal fliegen,
aber diesmal kam sie
nicht mehr zu ihm zurück.“
40 Tage und 40 Nächte lang
war die Arche
von den Geräuschen
strömenden Regens erfüllt.
Doch auf einmal hörte es auf.
Stellen wir uns vor, wie sie
neugierig nach draußen schauen
und nichts als Wasser sehen.
Nirgendwo war Land!
Dann kam Wind auf und das Wasser
begann zu sinken.
Und schließlich, 150 Tage nachdem
es angefangen hatte zu regnen,
setzte die Arche auf Land auf.
Wie sehr sich die Familie
gefreut haben muss!
Konnten sie schon rausgehen?
Nein.
Das Wasser musste
noch weiter abnehmen.
Aber die Familie hatte in der Arche
auch noch genug zu tun.
Sie mussten sich
weiter um die Tiere kümmern.
Und doch müssen sie sich danach
gesehnt haben herauszukommen,
endlich nicht mehr
eingesperrt zu sein
und festen Boden
unter den Füßen zu spüren.
Jetzt war Geduld gefragt.
Während sie Zeit
miteinander verbrachten,
haben sie bestimmt überlegt,
was sie machen,
wenn sie aus der Arche kommen.
Es vergingen weitere 73 Tage.
Mittlerweile konnten sie
die Berggipfel sehen.
Könnte man jetzt den Schritt
nach draußen wagen?
Noah spähte aus dem Fenster.
Dann suchte er einen Raben aus
und ließ ihn fliegen.
Aber er kam wieder zurück.
Noah brachte den Raben wieder
an seinen Platz und nahm eine Taube.
Auch sie flog weg
und kam wieder zurück,
weil sie sich nirgendwo
niederlassen konnte.
Eine Woche später ließ er sie
erneut fliegen.
Und siehe da – sie kam mit einem
Olivenblatt im Schnabel zurück!
Weitere sieben Tage später
ließ Noah sie wieder frei.
Diesmal kehrte sie nicht zurück.
Wie ging es weiter?
Steigen wir wieder ein
in unseren Bericht,
in Kapitel 8, ab Vers 13:
„Im 601. Jahr,
am ersten Tag des ersten Monats,
war das Wasser abgelaufen.
Noah entfernte die Abdeckung
der Arche und sah,
dass der Erdboden abtrocknete.
Am 27. Tag des 2. Monats
war die Erde trocken.
Da sagte Gott zu Noah:
,Geh mit deiner Frau, deinen Söhnen
und den Frauen deiner Söhne
aus der Arche hinaus.
Lass auch alle Tiere heraus:
die fliegenden Tiere, die Haustiere
und all die Tiere, die sich auf
dem Erdboden fortbewegen.
Sie sollen sich
auf der Erde vermehren,
fruchtbar sein und viele werden.‘
Noah ging also
mit seinen Söhnen, seiner Frau
und den Frauen seiner Söhne hinaus.
Alle Tiere verließen nach Gattungen
geordnet die Arche –
alles, was kriecht und fliegt und
sich auf der Erde fortbewegt.
Noah baute dann
einen Altar für Jehova.
Er nahm von allen
reinen fliegenden Tieren
und von allen anderen
reinen Tieren einige
und opferte Brandopfer auf dem Altar.
Da nahm Jehova einen
angenehmen Geruch wahr.
Und Jehova sagte sich:
,Nie wieder werde ich
wegen der Menschen
den Erdboden verfluchen,
denn der Mensch hat von Jugend an
den Hang zum Schlechten im Herzen.
Ich werde nie wieder
alles Leben vernichten,
wie ich es getan habe.
Von jetzt an werden auf der Erde
Saat und Ernte, Kälte und Hitze,
Sommer und Winter, Tag und Nacht
niemals aufhören.‘“
Die Taube kam nicht mehr zurück.
Also entfernte Noah
einen Teil des Dachs.
Er sah, dass große Landflächen
bereits trocken waren.
Vielleicht sah er die Vegetation
auf eine Weise wachsen und gedeihen,
wie es vor der Flut gar nicht
möglich gewesen ist,
als der Erdboden noch verflucht war.
Aber Noah wartete, bis Jehova
weitere Anweisungen gab.
Dann war es soweit;
Jehova sagte:
„Geh ... aus der Arche.“
Na endlich!
Was das für ein Freudentag
gewesen sein muss!
Sie waren 370 Tage lang
in der Arche gewesen.
Stellen wir uns vor, wie die Familie
aus der Arche kommt
und ihr neues Leben
willkommen heißt –
wie sie die frische Luft einatmen,
lachen und sich freuen.
Auch die Tiere kommen heraus
und die Familie sieht zu, wie sie in
alle Himmelsrichtungen ausschwärmen.
Einige Tiere waren ihnen bestimmt
ans Herz gewachsen –
und jetzt hieß es Abschied nehmen.
Doch sie ließen sie gern gehen.
Es gab keine
materialisierten Engel mehr,
keine Nephilim
und keine schlechten Menschen.
Sie müssen Jehova unglaublich
dankbar gewesen sein.
Und Noah hat keine Zeit verloren.
Er baute einen Altar, um Jehova
Opfer darzubringen.
Und Jehova ließ die Familie
seine Anerkennung spüren.
Er versicherte ihnen,
dass er nie wieder alles Leben
auf der Erde vernichten würde.
Aber er hat noch mehr getan.
Er schloss einen Bund mit Noah
und seinen Söhnen
und gab ihnen ein Zeichen,
das auch wir heute sehen können.
Lasst uns das gemeinsam nachlesen,
in 1. Mose, Kapitel 9, ab Vers 8:
„Dann sagte Gott
zu Noah und seinen Söhnen:
,Ich schließe nun einen Bund mit euch
und euren Nachkommen
und mit allen Lebewesen, die mit euch
aus der Arche gekommen sind –
den Vögeln, den Haustieren
und den Wildtieren –,
also mit allen Lebewesen
auf der Erde.
Ja, ich schließe einen Bund mit euch:
Nie wieder wird eine Flut
alles Leben auslöschen
und nie wieder wird eine Flut
die Erde vernichten.‘
Weiter sagte Gott:
,Das ist das Zeichen für den Bund
zwischen mir und euch und allen
Lebewesen, die bei euch sind,
für alle zukünftigen Generationen:
Ich setze meinen Regenbogen
in die Wolken.
Er soll das Zeichen für den Bund
zwischen mir und der Erde sein.
Immer wenn ich Wolken
über die Erde ziehen lasse
und der Regenbogen darin erscheint,
werde ich mich ganz bestimmt
an den Bund zwischen mir und euch
und jeder Art Lebewesen erinnern.
Nie wieder wird das Wasser
zu einer Flut werden,
die alles Leben auslöscht.
Wenn der Regenbogen
in den Wolken entsteht,
werde ich ihn ganz bestimmt sehen
und mich an den ewigen Bund
zwischen mir und jeder Art Lebewesen
auf der Erde erinnern.‘“
Was für ein wundervolles Zeichen
Jehova den Menschen gegeben hat!
Jeder Regenbogen sollte sowohl Gott,
als auch die Menschen
an sein Versprechen erinnern.
Stellen wir uns vor,
wie die Familie Noahs
die Farben bestaunt,
die sich über den Himmel erstrecken –
Rot, Orange, Gelb, Grün,
Blau, Indigo und Violett!
Nie wieder würde die Erde
durch eine Flut zerstört werden.
Aber natürlich wird Jehova
Schlechtigkeit
nicht für immer tolerieren.
Lesen wir,
was der Apostel Petrus dazu schrieb.
Schlagen wir gemeinsam
2. Petrus 2:5 auf.
Petrus schrieb:
Wir leben heute in einer Welt,
die der Zeit vor der Flut
sehr ähnlich ist.
Es gibt Gewalt.
Und die Menschen tun
alle möglichen Dinge,
die Gott verabscheut.
Viele lassen sich von ihrem Alltag
völlig vereinnahmen
und nehmen keine Notiz
von der rettenden Botschaft,
die wir bekannt machen.
Gottes Diener müssen sich spöttische
Bemerkungen anhören, wie:
„Wo ist denn seine
versprochene Gegenwart?
[Es] geht doch ... genauso weiter
wie seit Anfang der Schöpfung.“
Sie irren sich!
Jehova ist in der Zeit von Noah gegen
die Schlechtigkeit vorgegangen
und er wird wieder dagegen vorgehen.
Doch auch dann werden
die gerettet, die zu Gott halten.
Gottes Wort versichert uns:
„Jehova weiß ...,
wie er gottergebene Menschen
aus der Prüfung rettet,
Ungerechte dagegen aufbewahrt,
damit sie am Tag des Gerichts
vernichtet werden.“
Jehova wird die Erde
zu einem Paradies machen –
genau wie er es schon immer vorhatte.
In diesem Paradies werden
nur gute Menschen leben,
keine Rebellen mehr,
die sich gegen Gott stellen.
Und was ist mit
den bösen Geistgeschöpfen?
Als zur Zeit Noahs
die Flut über die Erde kam,
verließen die rebellischen Engel
ihre menschlichen Körper
und kehrten gedemütigt
in den unsichtbaren Bereich zurück.
Doch diese Dämonen
haben nie aufgehört,
einen negativen Einfluss
auf die Menschen auszuüben,
bis heute.
Doch wenn Jehova wieder eingreift,
werden die Dämonen
und ihr Herrscher, Satan,
handlungsunfähig gemacht werden.
In Gottes Wort lesen wir:
Aus Glauben hörte Noah auf Jehova.
Dadurch konnten er und seine Familie
die Flut überleben.
Noah lebte sehr lange – 950 Jahre.
Doch wenn dieser treue Diener Gottes
auferweckt wird,
hat er die Aussicht, ewig zu leben –
für immer!
Wenn wir wie Noah Glauben beweisen
und auf Jehova hören,
können auch wir unseren Weg
mit Jehova gehen.
Er kann unser Freund sein –
und das bis in alle Ewigkeit!