00:00:09
Der Festmonat Tischri hatte begonnen.00:00:12
00:00:13
Wir hatten gerade die Mauer der
Stadt Jehovas wieder aufgebaut.00:00:17
00:00:18
Jetzt war es an der Zeit,00:00:20
00:00:20
den Glauben von Gottes Volk
wieder aufzubauen.00:00:23
00:00:25
Viele kannten das Gesetz Gottes nicht.00:00:28
00:00:29
Und wer wäre besser geeignet,
uns dabei weiterzuhelfen,00:00:32
00:00:32
als ein Mann, der vor mir gekommen war –00:00:35
00:00:35
Esra!00:00:36
00:00:37
... die Vorschriften und Rechts-
entscheidungen Jehovas.00:00:41
00:00:42
Er und andere Leviten00:00:44
00:00:44
lasen aus dem Gesetz von Moses vor.00:00:47
00:00:47
Aber nicht nur das.00:00:48
00:00:49
Sie erklärten auch,00:00:50
00:00:50
was die Worte bedeuteten.00:00:52
00:00:55
Als Volk wurde uns bewusst,00:00:57
00:00:57
wie sehr wir Jehova enttäuscht hatten.00:00:59
00:01:00
Wir hatten am Sabbat gearbeitet,00:01:02
00:01:03
lahme, kranke Tiere als Opfer dargebracht00:01:06
00:01:06
und uns scheiden lassen,00:01:07
00:01:07
um Ausländerinnen zu heiraten.00:01:09
00:01:10
Das tat uns im Herzen weh.00:01:12
00:01:13
Aber als aus Gottes Gesetz
vorgelesen wurde, begriffen wir,00:01:16
00:01:16
wie wir wieder Jehovas Volk sein könnten.00:01:19
00:01:19
Trauert nicht und weint nicht.00:01:22
00:01:22
Jetzt, wo ihr wisst, was Jehova nicht gefällt,00:01:25
00:01:25
könnt ihr etwas ändern.00:01:27
00:01:28
Geht!00:01:29
00:01:29
Und haltet Festmahl!00:01:31
00:01:31
Trinkt süße Getränke00:01:33
00:01:33
und teilt mit denen, die nichts haben.00:01:36
00:01:36
Und seid nicht traurig,00:01:38
00:01:38
denn Jehova schenkt euch Freude,
die euch stark macht.00:01:42
00:01:49
Wir befolgten die Anweisung Jehovas00:01:51
00:01:51
und feierten das Laubhüttenfest.00:01:54
00:02:07
Es waren Tage,00:02:08
00:02:08
in denen wir uns einfach nur freuten00:02:10
00:02:11
und Jehova für seinen Segen dankten.00:02:13
00:02:14
Dann, am 24. Tag,00:02:17
00:02:17
versammelten wir uns,00:02:19
00:02:19
um in Gottes Gesetz zu lesen,00:02:21
00:02:21
unsere Sünden zu bekennen00:02:24
00:02:24
und über unseren verkehrten Weg zu trauern.00:02:27
00:02:35
Wir trafen eine bindende,
schriftliche Vereinbarung.00:02:39
00:02:54
Wir waren fest entschlossen,00:02:56
00:02:56
uns an Jehovas Gesetz zu halten.00:02:59
00:02:59
Amen! Amen!00:03:02
00:03:04
Manche vergaßen allerdings schnell,00:03:06
00:03:06
was sie versprochen hatten.00:03:08
00:03:08
Peleth!00:03:09
00:03:09
Raham,00:03:11
00:03:16
hier unsere Zahlung.00:03:17
00:03:18
Tu es in einen Beutel.00:03:18
00:03:19
Der Korb lässt sich nicht gut tragen.00:03:20
00:03:24
Hast du gehört, was Nehemia
jetzt schon wieder vorhat?00:03:27
00:03:27
Du meinst den Plan,
Jerusalem wieder zu bevölkern?00:03:29
00:03:30
Ich meine diesen Unsinn,00:03:31
00:03:31
dass jeder Zehnte mit seiner Familie
in die Stadt ziehen muss –00:03:33
00:03:33
und das wird ausgelost.00:03:35
00:03:37
Ja, hab ich gehört.00:03:38
00:03:38
Mich hat’s getroffen.00:03:40
00:03:40
Warum mich?00:03:42
00:03:42
Weiß er nicht, was er
Landbesitzern wie mir damit antut?00:03:45
00:03:45
Oh!00:03:47
00:03:48
Wann zieht ihr denn um?00:03:49
00:03:51
Umziehen? Ich ziehe nirgendwohin.00:03:53
00:03:53
Ich wohne, wo ich will,00:03:55
00:03:55
und das Recht hast du auch.00:03:56
00:03:57
Mich betrifft’s ja nicht.00:03:59
00:03:59
Noch nicht. Aber wenn es soweit ist,00:04:01
00:04:01
brauche ich dich als Verbündeten.00:04:03
00:04:06
Raham,00:04:07
00:04:09
Nehemia ist Statthalter und
handelt im Auftrag des Königs.00:04:12
00:04:14
Er soll die Stadt wieder aufbauen.00:04:16
00:04:16
Statthalter kommen und gehen.00:04:18
00:04:18
Der König wartet auf Nehemias Rückkehr,00:04:20
00:04:21
und wenn er weg ist, wird alles wieder normal.00:04:23
00:04:23
Nehemia geht vielleicht weg, das stimmt.00:04:25
00:04:26
Aber Jehova bleibt hier,00:04:27
00:04:27
und er will, dass Jerusalem
wieder aufgebaut wird.00:04:31
00:04:32
Glaubst du das nicht?00:04:34
00:04:34
Du hältst also zu Nehemia?00:04:36
00:04:37
Wie kann man nur so undankbar sein!00:04:39
00:04:42
Raham!00:04:44
00:04:46
Du hast was vergessen.00:04:48
00:04:59
Was war denn da los?00:05:01
00:05:01
Raham will nicht nach Jerusalem ziehen.00:05:04
00:05:08
Und wir sollen ihn unterstützen.00:05:10
00:05:10
Was hast du gesagt?00:05:12
00:05:13
Na ja, dass Nehemia das tut, was Jehova will.00:05:16
00:05:19
Raham könnte so glücklich sein,00:05:21
00:05:21
wenn er einfach auf Jehova hören würde.00:05:24
00:05:27
Das heißt, wir ziehen um,
wenn uns das Los trifft?00:05:30
00:05:31
Ja.00:05:33
00:05:34
Ich möchte lieber wie Nehemia sein,00:05:37
00:05:38
nicht wie Raham.00:05:39
00:05:40
Was meinst du?00:05:41
00:05:41
Ja.00:05:41
00:05:43
Finde ich auch.00:05:44
00:05:51
Bei der Einweihung der Mauer00:05:53
00:05:53
war Jerusalem von Freude erfüllt,00:05:55
00:05:55
und Danklieder stiegen zu Jehova auf.00:05:59
00:06:03
Man konnte bis in die Ferne hören,00:06:05
00:06:05
wie Jerusalem jubelte.00:06:07
00:06:10
Nach meiner Rückkehr zum König00:06:12
00:06:12
dachte ich noch oft an diesen Tag.00:06:15
00:06:16
Doch im Nachhinein wünsche ich mir,00:06:18
00:06:18
ich wäre nie weggegangen.00:06:20
00:06:33
Jehova beauftragte einen Boten aufzuzeichnen,00:06:37
00:06:37
was während meiner Abwesenheit00:06:38
00:06:39
in Jerusalem geschah.00:06:40
00:06:41
Sein Name war Maleachi.00:06:44
00:06:48
Tobija verschaffte sich Zugang zum Tempel,00:06:50
00:06:50
obwohl er kein Jude war.00:06:53
00:06:54
Er nutzte seine verwandtschaftlichen
Beziehungen zu den Juden aus,00:06:57
00:06:57
um sich auf Kosten anderer Vorteile zu sichern.00:07:01
00:07:01
Was führt dich in den Tempel?00:07:03
00:07:03
Du warst lange nicht hier.00:07:04
00:07:04
Ich wollte dich sehen.00:07:06
00:07:06
Und hier, eine Kleinigkeit für dich.00:07:08
00:07:11
Tobija, du bist immer so großzügig.00:07:14
00:07:14
Nicht der Rede wert.00:07:15
00:07:17
Ähm, und kann ich auch was für dich tun?00:07:19
00:07:19
Wenn du mich so fragst,00:07:21
00:07:21
da gäbe es schon eine Kleinigkeit.00:07:23
00:07:23
Raus mit der Sprache. Was ist es?00:07:25
00:07:26
Wir sind doch eine Familie.00:07:27
00:07:29
Wenn meine Verwandten und deine00:07:31
00:07:31
aus Samaria zu Besuch kommen,00:07:33
00:07:33
dann wäre das so schön, einen Ort zu haben,00:07:34
00:07:35
wo wir gemeinsam essen könnten.00:07:36
00:07:37
Am besten direkt hier im Tempel.00:07:39
00:07:39
Ich meine, sie beten auch Jehova an –00:07:42
00:07:42
ganz oft.00:07:44
00:07:44
Na gut, manchmal.00:07:46
00:07:47
Ein Raum hier im Tempel?00:07:49
00:07:49
Das kann ich nicht machen.00:07:51
00:07:53
Außerdem sind die Räume alle in Gebrauch.00:07:56
00:07:56
Alle?00:07:57
00:07:58
Manche sind doch nur Lagerräume.00:07:59
00:08:00
Die sind aber für die Leviten gedacht.00:08:02
00:08:03
Kannst du nicht einen für mich ausräumen?00:08:06
00:08:06
Einen.00:08:07
00:08:07
Ich brauch nur einen.00:08:09
00:08:10
Was wird Nehemia dazu sagen?00:08:12
00:08:12
Wen interessiert das?00:08:14
00:08:15
Nehemia, der ist doch weit weg in Susa.00:08:17
00:08:18
Aber was, wenn er es herausfindet?00:08:19
00:08:20
Er braucht’s ja nicht erfahren.00:08:21
00:08:21
Oder willst du es ihm erzählen?00:08:23
00:08:23
Nein, nein!00:08:24
00:08:24
Also, wovor hast du Angst?00:08:26
00:08:39
Hat sich unser Hoher Priester
mal wieder von Tobija einwickeln lassen.00:08:43
00:08:44
Wo soll das Getreide hin?00:08:46
00:08:46
Hier in die Ecke. Sei vorsichtig!00:08:48
00:08:48
Ich hab schon.00:08:49
00:08:51
Na, wen haben wir denn da?00:08:53
00:08:58
Könnt ihr euch mal beeilen?00:08:59
00:09:00
Wenn die hier uns endlich mal Platz machen,00:09:02
00:09:02
können wir vielleicht den Tisch hierhin stellen,00:09:04
00:09:04
und die Stühle hier an die Wand.00:09:06
00:09:07
Tobija, kannst du mir bitte mal sagen,00:09:09
00:09:09
wo wir unsere Sachen jetzt lagern sollen?00:09:11
00:09:11
Mir egal. Das ist euer Problem.00:09:13
00:09:14
Jetzt bewegt euch.00:09:15
00:09:16
Bitte, heute noch.00:09:18
00:09:19
Gut, wir laden hier ab,00:09:20
00:09:20
und dann so, wie ich’s gesagt hab.
Hier den Tisch hin, ....00:09:24
00:09:25
Wie kommt Eliaschib dazu, jemandem
hier einfach einen Raum zu überlassen?00:09:29
00:09:32
Und vor allem jemandem wie Tobija –00:09:34
00:09:35
nach allem, was Nehemia für die
Heiligkeit des Tempels getan hat.00:09:38
00:09:38
Gibt ja sowieso kaum einer noch den Zehnten.00:09:40
00:09:40
Wenn wir was zu essen haben wollen,00:09:41
00:09:42
müssen wir uns um unsere eigenen
Herden und Felder kümmern.00:09:44
00:09:44
Es bringt überhaupt nichts, Gott zu dienen.00:09:46
00:09:47
Moment mal, Brüder!00:09:49
00:09:50
Nur weil sie sich falsch verhalten,00:09:51
00:09:51
dürfen wir nicht unsere Freude verlieren.00:09:53
00:09:53
Ach ja? Was hat’s uns denn gebracht,
Jehova zu dienen?00:09:55
00:09:56
Eben. Außerdem heißt es ja:00:09:58
00:09:58
„Kümmere dich gut um deine Schafe.“00:10:00
00:10:02
In den Schriften steht aber auch:00:10:04
00:10:04
„Ein treuer Mann wird reich gesegnet.“00:10:06
00:10:07
Wir müssen auf Jehova warten.00:10:09
00:10:09
Er wird zur richtigen Zeit
alles in Ordnung bringen.00:10:12
00:10:15
Maleachi sah, wie weit sich das Volk
von Jehova entfernt hatte.00:10:18
00:10:19
Die Leviten,00:10:20
00:10:20
die einst voller Stolz
Jehovas Maßstäbe hochhielten,00:10:23
00:10:24
zweifelten jetzt daran,00:10:25
00:10:25
ob ihr Dienst überhaupt noch einen Wert hatte.00:10:28
00:10:53
Junger Mann!00:10:55
00:10:56
Wie wär’s mit einem Schaf?00:10:58
00:10:59
Je größer das Opfer,00:11:00
00:11:00
desto größer der Segen.00:11:02
00:11:04
Außerdem,00:11:05
00:11:06
bei den Nachbarn macht das
auch mehr Eindruck, he?00:11:09
00:11:10
Danke, ich hab schon ein Opfer.00:11:12
00:11:12
Ja, ja, aber warte!00:11:14
00:11:14
Du bist mir irgendwie sympathisch.00:11:16
00:11:17
Für dich heute ein Sonderpreis, he?00:11:19
00:11:20
Kostet kaum mehr als deine Tauben da.00:11:22
00:11:22
Komm, schau’s dir an.00:11:23
00:11:25
Das Schaf hier ist blind!00:11:27
00:11:27
Und es hinkt auch noch!00:11:28
00:11:28
Junger Mann,00:11:29
00:11:30
das ist völlig normal bei dieser Rasse.00:11:32
00:11:33
Gottes Gesetz verbietet, lahme,
kranke oder blinde Tiere zu opfern.00:11:37
00:11:37
Wenn ich je ein Schaf opfern kann,
dann kauf ich ein gesundes.00:11:40
00:11:40
Das ist doch Geldverschwendung!00:11:42
00:11:42
Das Schaf ist in Ordnung, und der Preis auch.00:11:44
00:11:44
Ich muss gehen.00:11:45
00:11:45
Sei doch vernünftig!00:11:46
00:11:47
Überhaupt, wen interessiert das schon!00:11:50
00:11:52
Im Tempel ist es nicht mehr wie früher.00:11:54
00:11:55
Als ob sie gar nicht an Jehova denken.00:11:58
00:12:03
Asuba!00:12:04
00:12:05
Was ist los?00:12:07
00:12:08
Asuba, was ist passiert?00:12:11
00:12:12
Was ist mit Raham?00:12:14
00:12:23
Eine Scheidungsurkunde.00:12:25
00:12:26
**[Weint]** Ich ...00:12:27
00:12:27
ich wollte eine gute Frau sein,00:12:30
00:12:30
aber es war nicht genug.00:12:32
00:12:35
Raham hat mich weggeschickt.00:12:37
00:12:37
Hab keine Angst, Asuba.00:12:39
00:12:39
Du kannst hier wohnen, bei uns.00:12:41
00:12:42
Wir teilen einfach.00:12:44
00:12:45
O Gott! Es ist alles meine Schuld.00:12:48
00:12:48
Das darfst du nicht denken.00:12:50
00:12:50
Aber ich habe ihm keine Kinder geboren.00:12:53
00:12:53
Mit oder ohne Kinder,00:12:55
00:12:56
die Ehe ist heilig.00:12:58
00:12:59
Vertraue auf Jehova.00:13:01
00:13:01
Er wird dich nie wegschicken.00:13:03
00:13:07
Danke.00:13:09
00:13:36
Raham!00:13:37
00:13:39
Wir hatten Besuch gestern Abend.00:13:41
00:13:43
Deine Frau,00:13:45
00:13:47
oder soll ich sagen, deine ehemalige Frau.00:13:50
00:13:51
Raham,00:13:53
00:13:53
wie kannst du ihr nur so wehtun?
Sie kann doch nichts dafür.00:13:56
00:13:56
Bist du wirklich so herzlos?00:13:57
00:13:57
Moses hat gesagt: Wenn du etwas
Anstößiges an deiner Frau findest,00:14:01
00:14:01
sollst du ihr eine Scheidungsurkunde ausstellen,00:14:03
00:14:03
sie ihr geben und sie wegschicken.00:14:05
00:14:05
Sie hat mir keine Kinder geboren.00:14:07
00:14:07
Ist das vielleicht nicht anstößig?00:14:09
00:14:09
Und außerdem langweilt sie mich.00:14:11
00:14:11
Ich heirate heute Schimrith.00:14:13
00:14:13
Schimrith?00:14:14
00:14:15
Die Moabiterin?00:14:17
00:14:17
Ich hab genau gehört,00:14:18
00:14:18
wie du geschworen hast, dir keine Frau
von den anderen Völkern zu nehmen.00:14:22
00:14:22
Gottes Gesetz sagt:00:14:23
00:14:23
„Sie werden eure Söhne dazu bringen,00:14:24
00:14:24
sich von mir abzuwenden
und anderen Göttern zu dienen.00:14:28
00:14:28
Dann wird Jehovas Zorn
gegen euch aufflammen!“00:14:30
00:14:30
Du hast mir gar nichts zu sagen.00:14:32
00:14:32
Jeder muss sein Glück
selbst in die Hand nehmen,00:14:34
00:14:34
und genau das habe ich vor.00:14:36
00:14:36
Raham,00:14:38
00:14:38
echte Freude kommt nur von Jehova.00:14:41
00:14:41
Denkst du nicht, er kann dich viel
glücklicher machen als du dich selbst?00:14:45
00:15:06
Jehova,00:15:08
00:15:08
warum gehen wir so treulos miteinander um00:15:11
00:15:12
und entweihen deinen Bund?00:15:14
00:15:24
Maleachi!00:15:26
00:15:27
Sag zu den Priestern,
die meinen Namen verachten:00:15:30
00:15:31
„Ein Sohn ehrt einen Vater00:15:33
00:15:34
und ein Diener seinen Herrn.00:15:36
00:15:36
Wenn ich also ein Vater bin,00:15:39
00:15:39
wo ist dann die Ehre, die mir zusteht?00:15:41
00:15:42
Und wenn ich ein Herr bin,00:15:44
00:15:44
wo ist dann der Respekt der mir zusteht?”00:15:47
00:15:58
Guter Mann!00:16:00
00:16:00
Guter Mann, ich sehe, du hast kein Opfer.00:16:03
00:16:29
Warum verachtet ihr Leviten Jehovas Namen?00:16:31
00:16:31
Verachten?00:16:32
00:16:33
Wie?00:16:34
00:16:34
Ihr bringt ein blindes, lahmes00:16:36
00:16:36
oder krankes Tier als Opfer dar
und sagt, es ist nichts Schlechtes.00:16:40
00:16:41
Soll Jehova das etwa annehmen?00:16:42
00:16:42
Wenn das Fleisch im Topf ist,00:16:44
00:16:44
sieht doch keiner mehr, ob
das Tier lahm oder gesund war.00:16:47
00:16:47
Und Jehova? Sieht er das auch nicht?00:16:50
00:16:51
Eines Tages wird Jehova
zu seinem Tempel kommen,00:16:53
00:16:53
und er wird euch Söhne Levis
reinigen – durch Feuer.00:16:56
00:16:56
Maleachi, was ist in dich gefahren?00:16:58
00:16:58
Was muss du dich beschweren,00:16:59
00:16:59
wenn kein anderer ein Problem damit hat?00:17:02
00:17:03
„O, ihr Priester,00:17:05
00:17:05
wenn ihr euch das nicht zu
Herzen nehmt“, sagt Jehova,00:17:08
00:17:08
„dann werde ich den Fluch über euch schicken,00:17:11
00:17:11
und ich werde eure Segnungen
in Flüche verwandeln.00:17:14
00:17:14
Kehrt um zu mir,00:17:16
00:17:17
und ich werde zu euch umkehren“, sagt Jehova.00:17:20
00:17:20
Wie sollen wir umkehren?00:17:22
00:17:22
„Wird ein Mensch Gott berauben?00:17:25
00:17:25
Ihr aber beraubt mich“, sagt Jehova.00:17:28
00:17:28
Wie haben wir ihn beraubt?00:17:29
00:17:29
„Bei den Zehnten00:17:30
00:17:30
und bei den Beträgen beraubt ihr mich.00:17:33
00:17:33
Ja, das ganze Volk tut das“, sagt Jehova.00:17:35
00:17:35
„Bringt den ganzen Zehnten ins Vorratshaus,00:17:38
00:17:38
damit Nahrung in meinem Haus ist,00:17:40
00:17:40
und stellt mich so bitte auf die Probe00:17:42
00:17:42
und seht, ob ich euch nicht die
Schleusen des Himmels öffnen00:17:45
00:17:45
und Segen über euch ausschütten werde,00:17:47
00:17:47
bis es an nichts mehr fehlt.“00:17:49
00:17:50
Und noch etwas macht ihr,00:17:52
00:17:52
sodass er an nichts Gefallen findet,
an keinem eurer Opfer.00:17:55
00:17:55
Wieso?00:17:56
00:17:56
Ihr behandelt die Ehefrau eurer Jugend treulos.00:17:59
00:18:00
Eure Partnerin,00:18:01
00:18:01
mit der ihr einen Bund geschlossen habt.00:18:03
00:18:03
Manche tun das nicht,00:18:05
00:18:05
weil sie einen Rest von Gottes Geist haben.00:18:08
00:18:08
Achtet deshalb auf euren Geist,00:18:11
00:18:12
und behandelt die Ehefrau
eurer Jugend nicht treulos.00:18:16
00:18:16
„Denn ich hasse Ehescheidung“,00:18:17
00:18:17
sagt Jehova, der Gott Israels.00:18:20
00:18:20
Die Lippen eines Priesters
sollten Erkenntnis bewahren,00:18:23
00:18:23
und ihn sollte man über das Gesetz befragen.00:18:26
00:18:27
Aber ihr,00:18:28
00:18:28
ihr habt viele zum Stolpern gebracht.00:18:30
00:18:39
Jehovas Botschaft machte deutlich,00:18:41
00:18:41
dass sie sich in ihrem Herzen
von ihm entfernt hatten.00:18:44
00:18:49
Doch Maleachi entdeckte auch einige,00:18:51
00:18:51
denen es Freude machte, das Richtige zu tun.00:18:54
00:19:01
Peleth.00:19:02
00:19:03
Maleachi.00:19:04
00:19:04
Wie geht’s euch?00:19:05
00:19:06
Asuba,00:19:07
00:19:07
verzweifle nicht.00:19:08
00:19:09
Du wirst den Unterschied
zwischen einem Gerechten00:19:12
00:19:12
und einem Bösen sehen,00:19:14
00:19:14
zwischen einem, der Gott dient,00:19:16
00:19:16
und einem, der ihm nicht dient.00:19:17
00:19:17
Du musst ein Prophet sein.00:19:19
00:19:19
Ich diene Jehova genau wie ihr.00:19:21
00:19:21
Und glaubt mir:00:19:22
00:19:23
Wenn ihr miteinander über Jehova redet,00:19:25
00:19:26
dann hört er zu.00:19:27
00:19:27
Vor ihm wird ein Gedenkbuch geschrieben00:19:29
00:19:29
für die, die Ehrfurcht vor ihm haben00:19:31
00:19:31
und über seinen Namen nachdenken.00:19:33
00:19:37
Jehova sei an eurer Seite.00:19:39
00:19:53
Jahrelang war ich nicht in Jerusalem gewesen,00:19:56
00:19:56
aber in Gedanken00:19:57
00:19:57
war ich immer bei meinem Volk.00:19:59
00:20:00
Ich bat um Erlaubnis zurückzukehren.00:20:03
00:20:03
Doch was ich dort vorfand,00:20:05
00:20:05
schockierte mich.00:20:06
00:20:07
Eljaschib!00:20:08
00:20:10
Friede sei mit dir.00:20:11
00:20:11
Nehemia!00:20:12
00:20:13
Was für eine Überraschung.00:20:15
00:20:15
Wo sind denn die Leviten und die Sänger?00:20:17
00:20:17
Ja, viele sind nicht da zurzeit.00:20:20
00:20:20
Nicht da?00:20:21
00:20:22
Warum sind sie nicht da?00:20:23
00:20:24
Ähm, Pedaja ist hier!00:20:26
00:20:26
Pedaja,00:20:27
00:20:27
führe unseren Statthalter
Nehemia doch mal herum.00:20:31
00:20:32
Ähm, du entschuldigst mich.00:20:35
00:20:36
Natürlich.00:20:37
00:20:43
Pedaja, wie sieht es mit dem Tempeldienst aus?00:20:46
00:20:46
Habt ihr alles, was ihr braucht?00:20:48
00:20:48
Die Vorräte sind fast aufgebraucht,
Statthalter Nehemia.00:20:51
00:20:51
Wie kann das sein?00:20:52
00:20:53
Die Priester und die Leviten haben
ihre Aufgabe lange Zeit vernachlässigt.00:20:56
00:20:57
Als die Leute das gemerkt haben,00:20:58
00:20:58
haben sie aufgehört, den Zehnten zu geben.00:21:00
00:21:00
Und deshalb00:21:02
00:21:02
sind die meisten zu ihren Feldern zurückgegangen.00:21:05
00:21:05
Warum bist du noch hier?00:21:07
00:21:08
Ich komme zurecht, mein Herr.00:21:10
00:21:10
Ich weiß,00:21:11
00:21:11
Jehova hilft denen, die ihm vertrauen.00:21:13
00:21:14
Und er wird zu seiner Zeit
alles in Ordnung bringen.00:21:17
00:21:17
Hat Eljaschib dem Volk nicht gesagt,
es soll euch versorgen?00:21:21
00:21:21
Der Prophet Maleachi hat deutliche Worte
an ihn und die anderen Priester gerichtet.00:21:25
00:21:27
Aber Eljaschib,00:21:28
00:21:29
er hat uns den Lagerraum weggenommen,00:21:30
00:21:30
alle unsere Vorräte rausgeschafft00:21:32
00:21:32
und ihn Tobija gegeben, als Speisesaal.00:21:35
00:21:48
Pedaja, lass uns hier aufräumen.00:21:50
00:21:56
Was macht ihr da?00:21:58
00:22:02
Was hast du gemacht?00:22:04
00:22:04
Warum habt ihr das Haus Gottes vernachlässigt,00:22:06
00:22:06
du und die Untervorsteher?
– Nehemia.00:22:08
00:22:08
Pedaja, könnt ihr das hier alles rausschaffen?00:22:10
00:22:10
Und bringt die Utensilien zurück.
– Ja, mein Herr.00:22:12
00:22:12
Und alle Leviten, Sänger und Unter-
vorsteher sollen zu mir kommen.00:22:16
00:22:16
Sie sollen zurück auf ihre Posten.00:22:17
00:22:18
Pedaja, du, Schelemja und Zadok,00:22:20
00:22:20
ihr seid ab jetzt für die
Lagerräume verantwortlich.00:22:22
00:22:22
Hanan steht euch zur Seite.00:22:24
00:22:24
Ihr seid für die Verteilung der Vorräte zuständig.00:22:26
00:22:27
Nehemia, warte einen Moment.
Ich kann das erklären.00:22:31
00:22:31
Und ich werde ganz Juda auffordern,00:22:33
00:22:33
ein Zehntel vom Getreide,00:22:34
00:22:35
vom neuen Wein und vom Öl herzubringen.00:22:37
00:22:38
Ich, ich kann das erklären.00:22:40
00:22:40
Nein, nein, wartet.00:22:42
00:22:54
Vergiss mich nicht, o mein Gott,00:22:56
00:22:57
und lösch nicht aus deinem Gedächtnis,00:22:59
00:22:59
was ich aus loyaler Liebe00:23:00
00:23:00
für dein Haus getan habe.00:23:02
00:23:08
Nicht nur, dass Jehovas Haus
vernachlässigt worden war,00:23:11
00:23:11
es gab immer noch Juden,00:23:12
00:23:12
die am Sabbat Handel trieben –00:23:14
00:23:16
einem Tag, den Jehova für heilig erklärt hatte.00:23:19
00:23:23
Was hast du heute im Angebot?00:23:24
00:23:24
Fisch, beste Qualität, von Tyrus.00:23:28
00:23:29
Was macht ihr da?00:23:31
00:23:31
Wisst ihr nicht, dass heute Sabbat ist?00:23:33
00:23:33
Nehemia.00:23:34
00:23:38
Wie könnt ihr nur so etwas Schlechtes tun?00:23:40
00:23:40
Genau deswegen hat Gott
Unglück über die Stadt gebracht!00:23:42
00:23:42
Die Leute finden nichts mehr Schlimmes dran.00:23:44
00:23:44
Und wie findet Jehova das?00:23:45
00:23:47
Ich verbot den Handel am Sabbat00:23:49
00:23:49
und befahl, die Tore zu schließen,00:23:51
00:23:51
damit dieser Tag heilig gehalten würde.00:23:53
00:24:02
Doch in der Woche darauf00:24:03
00:24:03
versuchten es die Händler wieder.00:24:05
00:24:07
Was soll das?00:24:08
00:24:08
Ich musste letzte Nacht
auf dem Boden schlafen.00:24:11
00:24:11
Ihr kennt das Gesetz.00:24:13
00:24:13
Keine Arbeit, kein Handel am Sabbat!00:24:16
00:24:17
Geht!00:24:18
00:24:18
Du und die anderen Leviten,00:24:19
00:24:19
bewacht die Tore,00:24:20
00:24:20
und haltet den Sabbat heilig.00:24:21
00:24:21
Lasst keinen hier rein.00:24:23
00:24:32
Vergiss mich nicht, o mein Gott,00:24:34
00:24:34
und rechne mir auch das an,00:24:37
00:24:37
und hab in deiner großzügigen
loyalen Liebe Mitleid mit mir.00:24:40
00:24:45
Doch es gab noch etwas zu tun.00:24:47
00:24:47
Komm jetzt.00:24:49
00:24:49
Ana la mitbayen.00:24:51
00:24:51
Wirst du wohl herkommen!00:24:53
00:24:53
Du musst auf mich hören.00:24:54
00:24:54
Ich bin dein Vater!00:24:56
00:24:56
Was ist mit deinen Kindern?00:24:58
00:24:58
Sie gehen nicht gerne in den Tempel.00:25:00
00:25:01
Na Kleine,00:25:03
00:25:03
warum gefällt’s dir da nicht?00:25:05
00:25:05
Shvok Y-ati!00:25:06
00:25:07
Komm auf der Stelle zurück!00:25:09
00:25:12
Entschuldige, mein Herr.00:25:14
00:25:14
Meine Frau spricht kaum Hebräisch.00:25:17
00:25:18
Hast du nicht geschworen,00:25:19
00:25:19
keine Frau zu heiraten, die nicht Jehova dient?00:25:22
00:25:22
Da hält sich doch keiner mehr dran.00:25:24
00:25:25
Du hast geschworen!
– Ja! Ja!00:25:27
00:25:27
Warum hast du dann das
Gebot Jehovas missachtet00:25:30
00:25:30
und deinen Eid gebrochen?00:25:32
00:25:32
Lass mich!00:25:33
00:25:33
Kein Wunder, dass deine Kinder
Jehova nicht lieben.00:25:36
00:25:37
Hast du wirklich gedacht, du kannst
ohne Jehovas Segen glücklich werden?00:25:40
00:25:40
Ich hab um Segen gebetet!00:25:42
00:25:42
Wirklich? Aber du hast nicht auf Jehova gehört.00:25:45
00:25:45
Raham,00:25:46
00:25:46
Jehova kann doch nichts segnen,
was gegen seinen Willen ist.00:25:50
00:25:53
Eigentlich hätte mich das
nicht überraschen dürfen.00:25:55
00:25:56
Die Leute folgten einfach dem
Beispiel der führenden Männer.00:25:59
00:26:00
Eljaschibs Enkel hat eine Horoniterin geheiratet,00:26:03
00:26:03
die Tochter von Sanballat.00:26:05
00:26:14
Habt ihr keine Achtung vor Gottes Gesetz?00:26:17
00:26:19
Ihr sollt eure Töchter nicht ihren Söhnen geben00:26:21
00:26:21
und keine ihrer Töchter für eure Söhne nehmen!00:26:24
00:26:25
Oder für euch selbst.00:26:27
00:26:28
Hat nicht auch König Salomo
wegen solcher Frauen gesündigt?00:26:32
00:26:34
Großvater, sag doch was.00:26:36
00:26:36
Sei still, mein Sohn.00:26:38
00:26:38
Es ist nicht zu fassen!00:26:40
00:26:40
Wie könnt ihr nur so unverschämt sein00:26:42
00:26:42
und ausländische Frauen heiraten!00:26:44
00:26:48
Du hast das Priestertum verunreinigt!00:26:51
00:26:52
Du darfst nicht als Priester dienen00:26:54
00:26:54
und auch nicht in Jerusalem bleiben.00:26:56
00:27:00
Gut.00:27:02
00:27:02
Dann geh ich halt nach Samaria.00:27:04
00:27:05
Die sind da aufgeschlossener.00:27:06
00:27:10
Aber er ist mein Enkel.00:27:13
00:27:13
Warum hast du dann zugelassen,00:27:15
00:27:15
dass er Jehovas Gesetze bricht?00:27:17
00:27:19
Du weißt doch,00:27:20
00:27:20
unser Verhältnis zu Gott00:27:22
00:27:22
hängt von den Tempeldiensten ab.00:27:24
00:27:26
Aber kaum war ich weg,00:27:28
00:27:29
habt ihr00:27:30
00:27:31
alles zugrunde gehen lassen.00:27:33
00:27:45
Es dauerte einige Zeit,00:27:47
00:27:47
aber die wahre Anbetung
wurde wiederhergestellt.00:27:50
00:28:04
Wenn ich so zurückdenke,00:28:05
00:28:06
wird mir bewusst, was wir mit
Jehovas Hilfe alles geschafft haben.00:28:09
00:28:13
Wir hatten mit Gegnerschaft zu kämpfen.00:28:15
00:28:15
Mein Vorschlag wäre,00:28:17
00:28:18
wir klagen Nehemia des Aufruhrs an.00:28:20
00:28:22
Das nächste, was sie hören,
wird unser Kriegsgeschrei sein.00:28:25
00:28:25
Willst du etwa warten, bis sie uns umbringen?00:28:28
00:28:28
Es gab schlechte Einflüsse.00:28:30
00:28:30
Ich wohne, wo ich will,00:28:31
00:28:31
und das Recht hast du auch.00:28:33
00:28:33
Aber wenn es soweit ist,
brauche ich dich als Verbündeten.00:28:35
00:28:35
Das ist doch Geldverschwendung!00:28:36
00:28:36
Sei doch vernünftig!00:28:38
00:28:38
Überhaupt, wen interessiert das schon.00:28:40
00:28:40
Wenn wir was zu essen haben wollen,00:28:41
00:28:41
müssen wir uns um unsere eigenen
Herden und Felder kümmern.00:28:43
00:28:44
Es bringt überhaupt nichts, Gott zu dienen.00:28:45
00:28:45
Wir hatten schlaflose Nächte.00:28:47
00:28:47
Wir gehen nach Jerusalem
und behalten Nehemia im Auge.00:28:49
00:28:50
Merkst du’s nicht? Die wollen das nicht.00:28:52
00:28:52
Die hassen uns.00:28:53
00:28:53
Du weißt doch gar nicht, wie das Leben hier ist.00:28:55
00:28:55
Und die Arbeit war schweißtreibend.00:28:57
00:28:57
Und außerdem ist das viel zu anstrengend.00:28:59
00:28:59
Wir können nicht mehr.00:29:00
00:29:00
Wozu brauchen wir überhaupt ’ne Mauer?00:29:03
00:29:04
Doch vor allem00:29:05
00:29:05
erinnere ich mich an die Freude,00:29:07
00:29:07
die wir verspürten,00:29:08
00:29:09
weil wir Jehova so dienten, wie es ihm gefällt.00:29:12
00:29:14
Wir dachten,00:29:15
00:29:15
wir bauen eine Mauer wieder auf,00:29:17
00:29:17
aber Jehova baute unseren Glauben wieder auf.00:29:21
00:29:28
Ich werde nie vergessen,00:29:30
00:29:30
wie Jehova uns vereint hat,00:29:32
00:29:32
damit wir seinen Willen ausführen.00:29:34
00:29:36
Jehova hat uns beigebracht,
auf ihn zu vertrauen,00:29:40
00:29:42
und er hat uns stark gemacht.00:29:43
00:29:44
Und haltet Festmahl!00:29:45
00:29:45
Trinkt süße Getränke00:29:47
00:29:47
und teilt mit denen, die nichts haben.00:29:50
00:29:50
Und seid nicht traurig,00:29:52
00:29:52
denn Jehova schenkt euch Freude,
die euch stark macht.00:29:56
00:30:07
Vergiss mich nicht,00:30:08
00:30:08
und segne mich, o mein Gott.00:30:12
00:30:22
Nehemia war ein mutiger Mann.00:30:25
00:30:25
Er hätte in dem prächtigen Palast Susa bleiben00:30:28
00:30:28
und Jehova von dort aus dienen können.00:30:31
00:30:31
Aber das hat er nicht getan.00:30:33
00:30:33
Als er gebraucht wurde, machte er sich
gern auf die lange Reise nach Jerusalem,00:30:38
00:30:38
um seine Brüder zu unterstützen.00:30:40
00:30:40
Doch schon vorher gab es einige
Herausforderungen zu meistern.00:30:45
00:30:45
Er musste den König von Persien
um Erlaubnis bitten.00:30:48
00:30:49
Woher nahm er den Mut dazu?00:30:51
00:30:51
Verließ er sich auf seine Fähigkeiten
und sein Ansehen beim König?00:30:56
00:30:56
Sehen wir uns diesen Teil noch einmal an.00:30:59
00:30:59
Wenn die Stadt,00:31:00
00:31:00
in der meine Vorfahren begraben sind,
in Trümmern liegt00:31:03
00:31:03
und die Stadttore verbrannt sind.00:31:05
00:31:05
Nehemia, was –00:31:07
00:31:08
was möchtest du? Sag es mir.00:31:10
00:31:12
Sofort betete ich zum Gott des Himmels.00:31:15
00:31:19
Wenn du einverstanden bist00:31:21
00:31:22
und du Gefallen an mir gefunden hast, o König,00:31:25
00:31:26
dann schick mich in die Stadt,00:31:28
00:31:29
wo meine Vorfahren begraben liegen.00:31:31
00:31:31
Lass sie mich aufbauen.00:31:33
00:31:39
Du darfst gehen.00:31:41
00:31:42
Wir hatten Jehovas Unterstützung.00:31:44
00:31:46
Nehemia wusste, dass nur Jehova
ihm echten Mut geben konnte.00:31:51
00:31:51
Und so betete er augenblicklich
voller Demut zu ihm.00:31:55
00:31:56
Das tat er auch später immer wieder00:31:58
00:31:58
und er wurde dafür gesegnet.00:32:00
00:32:02
Lektion Nummer 1 für uns heute:00:32:05
00:32:05
In schweren Zeiten fällt es uns leicht,00:32:07
00:32:07
uns auf Jehova zu stützen.00:32:09
00:32:09
Aber wie ist es, wenn alles gut läuft?00:32:12
00:32:12
Verlassen wir uns dann auch auf ihn?00:32:15
00:32:15
Oder werden wir dann bequem und sagen uns:00:32:19
00:32:19
„Mir geht’s gerade richtig gut.00:32:21
00:32:21
Ich weiß, es gibt viel zu tun.00:32:24
00:32:24
Aber ich diene Jehova schon so lange.00:32:27
00:32:27
Ich hab meinen Teil getan.00:32:29
00:32:29
Jetzt sollen mal die anderen ran.“ 00:32:32
00:32:36
Kann Jehova so eine Einstellung segnen?00:32:39
00:32:40
Warum bitten wir ihn nicht um Mut und Freude,00:32:43
00:32:43
damit wir uns weiter nach besten
Kräften für ihn einsetzen können?00:32:47
00:32:49
Wir werden vielleicht überrascht sein,00:32:51
00:32:51
welche Türen Jehova für uns öffnet.00:32:54
00:32:58
Als Nehemia in Jerusalem ankam,00:33:00
00:33:00
hat er nicht einfach nur Befehle erteilt.00:33:04
00:33:04
Wie die Bibel berichtet,00:33:06
00:33:06
arbeitete er täglich Seite an Seite
mit seinen Brüdern,00:33:10
00:33:10
„von der Morgendämmerung00:33:12
00:33:12
bis die Sterne sichtbar wurden“.00:33:14
00:33:15
Wenn wir dieselbe Opferbereitschaft zeigen,00:33:19
00:33:19
wird uns Jehova die Kraft geben,00:33:21
00:33:21
unsere Aufgaben zu bewältigen.00:33:24
00:33:26
In nur 52 Tagen00:33:28
00:33:29
bauten die Israeliten die Mauer wieder auf.00:33:31
00:33:32
Was für eine Leistung!00:33:34
00:33:35
Und das trotz anhaltenden Widerstands!00:33:38
00:33:39
Am Anfang wurden sie verspottet.00:33:42
00:33:43
Dann drohten die Gegner mit einem Angriff!00:33:45
00:33:46
Da waren die Samariter im Norden,00:33:49
00:33:49
die Ammoniter im Osten,00:33:51
00:33:51
die Araber im Süden00:33:53
00:33:53
und im Westen die Aschdoditer.00:33:55
00:33:55
Jerusalem war von Feinden umgeben.00:33:58
00:33:59
Man hätte leicht das Gefühl haben können,
in der Falle zu sitzen,00:34:03
00:34:03
und die Angst hätte einen lähmen können.00:34:05
00:34:06
Was tat Nehemia?00:34:08
00:34:08
Na ja, was war denn seine übliche Strategie?00:34:12
00:34:12
Er berichtet:00:34:14
00:34:14
„Wir beteten zu unserem Gott.“00:34:17
00:34:17
Dann machte er dem Volk Mut
und sagte zu ihnen:00:34:21
00:34:21
„Habt keine Angst vor ihnen.00:34:23
00:34:23
Denkt an Jehova,00:34:24
00:34:24
der groß und Ehrfurcht einflößend ist.“00:34:27
00:34:28
Und so bauten sie weiter.00:34:30
00:34:31
Gaben die Feinde auf,00:34:33
00:34:33
als sie sahen, dass sie mit ihren
offenen Drohungen nichts erreichten?00:34:37
00:34:38
Nein,00:34:39
00:34:39
sie gingen zu anderen Formen
des Widerstands über.00:34:42
00:34:43
Genauer gesagt, versuchten sie mit
drei Strategien, Nehemia aufzuhalten.00:34:48
00:34:48
Sind sie dir aufgefallen?00:34:50
00:34:50
Schauen wir uns die Szenen noch einmal an.00:34:53
00:34:55
Sie wollten Nehemia zu sich locken.00:34:58
00:35:02
Richte Nehemia aus:00:35:04
00:35:05
„Komm,00:35:06
00:35:06
wir verabreden einen Zeitpunkt und
treffen uns in der Talebene Ono.“00:35:10
00:35:11
Sie wollen mich aus der Stadt locken
und mir etwas antun.00:35:13
00:35:17
Sie haben Gerüchte verbreitet.00:35:20
00:35:20
Geschem,00:35:21
00:35:21
es ist Zeit, deinen Plan umzusetzen.00:35:24
00:35:24
Tobija,00:35:25
00:35:26
schreib auf:00:35:27
00:35:28
„Unter den Völkern hört man,00:35:31
00:35:32
und Geschem sagt das auch,00:35:34
00:35:35
dass du zusammen mit den Juden
einen Aufstand planst.00:35:39
00:35:40
Deshalb baust du die Mauer.“00:35:42
00:35:44
Und sie haben einen Verräter benutzt,00:35:46
00:35:47
um Nehemia in die Falle zu locken.00:35:49
00:35:49
Sie wollen kommen, in der Nacht –00:35:50
00:35:50
und dich umbringen!00:35:52
00:35:52
Wir müssen in den Tempel gehen
und die Türen verschließen.00:35:55
00:35:55
Schemaja,00:35:57
00:35:57
ein Mann wie ich läuft nicht weg.00:35:59
00:35:59
Du verstehst nicht.00:36:01
00:36:01
Nein, das würde im ganzen Volk
Unsicherheit auslösen.00:36:03
00:36:04
Es ist der einzige sichere Ort.00:36:06
00:36:06
Außerdem bin ich kein Priester.00:36:08
00:36:08
Wenn ich den Tempel betrete,00:36:10
00:36:10
hätte man Grund, mich zu töten.00:36:12
00:36:12
Das werde ich nicht tun.00:36:14
00:36:15
Das ist ein großer Fehler, Nehemia.00:36:17
00:36:23
Ach, ich verstehe!00:36:24
00:36:25
Tobija und Sanballat stecken dahinter.00:36:28
00:36:28
Gib’s zu, du Heuchler.00:36:30
00:36:30
Jehova soll es ihnen heimzahlen00:36:32
00:36:32
und auch euch falschen Propheten,00:36:34
00:36:34
die mir ständig Angst einjagen wollen.00:36:36
00:36:36
Komm, Hanani,00:36:38
00:36:38
wir haben zu tun.00:36:39
00:36:43
Drei Taktiken,00:36:45
00:36:45
drei Fehlschläge.00:36:47
00:36:47
Unsere Lektion Nummer 2:00:36:50
00:36:50
Auch wir könnten es mit
Gegnern zu tun bekommen,00:36:53
00:36:53
die uns durch verschiedene Taktiken00:36:55
00:36:55
von unserem Dienst für
Jehova abbringen wollen.00:36:58
00:36:59
Manche wollen uns vielleicht
sozusagen zu sich locken00:37:02
00:37:02
und uns überreden, dass wir ihnen
auf halbem Wege entgegenkommen,00:37:06
00:37:06
also in unserem Dienst für Jehova
ein paar Abstriche machen,00:37:10
00:37:10
um in der Welt mehr zu erreichen.00:37:13
00:37:13
Doch weil Gottes Königreich
für uns an der ersten Stelle steht,00:37:17
00:37:17
können wir wie Nehemia sein.00:37:19
00:37:19
Wir lassen uns nicht auf
falsche Kompromisse ein,00:37:22
00:37:22
denn wir wissen, wo diese Welt hinsteuert.00:37:25
00:37:27
Gegner attackieren uns auch
mit falschen Anschuldigungen.00:37:31
00:37:31
In manchen Ländern werden wir
als staatsgefährdend hingestellt.00:37:35
00:37:35
Einige Vorwürfe konnten
vor Gericht widerlegt werden.00:37:39
00:37:39
Doch egal, wie ein einzelner Rechtsfall ausgeht,00:37:42
00:37:42
wir sind uns sicher,00:37:43
00:37:43
dass Jehova alles gemäß
seinem Willen lenken wird.00:37:47
00:37:47
Widerstand kann auch von Personen kommen,00:37:50
00:37:50
die nur vorgeben, Jehova zu dienen.00:37:52
00:37:53
Genauso wie ein anderer Jude
Nehemia einreden wollte,00:37:56
00:37:56
er müsste Gottes Gesetz übertreten,00:37:58
00:37:59
um sein Leben zu retten,00:38:00
00:38:00
könnten ehemalige Zeugen Jehovas00:38:02
00:38:03
auch versuchen, uns zu
Kompromissen zu überreden.00:38:07
00:38:08
Wir weisen Abtrünnige jedoch ab.00:38:10
00:38:11
Es rettet nämlich nicht unser Leben,00:38:13
00:38:13
die Gesetze Gottes zu übertreten,00:38:15
00:38:15
sondern sie zu befolgen.00:38:17
00:38:19
Nehemia ging den Gegnern
jedoch nie in die Falle.00:38:22
00:38:23
Wie kam das?00:38:25
00:38:25
Weil er so ein schlauer Kopf war?00:38:28
00:38:28
Nein!00:38:29
00:38:29
Er stützte sich auf Jehova,00:38:32
00:38:32
und Jehova half ihm,00:38:34
00:38:34
die Taktiken zu durchschauen.00:38:36
00:38:38
Nach dem Wiederaufbau der Mauer00:38:41
00:38:41
verließ Nehemia Jerusalem für eine Weile.00:38:44
00:38:44
Doch was musste er bei
seiner Rückkehr feststellen?00:38:47
00:38:47
Die wahre Anbetung erlebte
nicht etwa eine Blütezeit,00:38:51
00:38:51
sondern sie war am Absterben.00:38:54
00:38:54
Nach allem, was er getan hatte,00:38:56
00:38:56
damit das Volk Jehova vertraut –00:38:59
00:38:59
wie hat er sich da jetzt wohl gefühlt?00:39:02
00:39:03
Er hätte jetzt sagen können:00:39:04
00:39:04
„Das war’s! Ich bin raus!00:39:06
00:39:07
Soll jemand anders hier aufräumen.“00:39:09
00:39:09
Aber hat er so gedacht?00:39:11
00:39:11
Sehen wir uns die Szene noch einmal an.00:39:14
00:39:14
Warum habt ihr das Haus Gottes vernachlässigt,00:39:16
00:39:16
du und die Untervorsteher?00:39:18
00:39:18
Pedaja, könnt ihr das hier alles rausschaffen?00:39:20
00:39:21
Ihr kennt das Gesetz.00:39:23
00:39:23
Keine Arbeit, kein Handel am Sabbat!00:39:26
00:39:27
Geht!00:39:28
00:39:28
Hast du nicht geschworen, keine Frau
zu heiraten, die nicht Jehova dient?00:39:33
00:39:33
Warum hast du dann das
Gebot Jehovas missachtet00:39:36
00:39:36
und deinen Eid gebrochen?00:39:38
00:39:39
Eljaschibs Enkel hat eine Horoniterin geheiratet,00:39:42
00:39:43
die Tochter von Sanballat.00:39:45
00:39:47
Ihr sollt eure Töchter nicht ihren Söhnen geben00:39:50
00:39:50
und keine ihrer Töchter für eure Söhne nehmen!00:39:52
00:39:52
Du hast das Priestertum verunreinigt!00:39:54
00:39:54
Du darfst nicht als Priester dienen00:39:56
00:39:56
und auch nicht in Jerusalem bleiben.00:39:58
00:40:10
Nehemia hat nicht einfach alles hingeworfen.00:40:13
00:40:13
Nein,00:40:14
00:40:15
er ist an seiner Aufgabe drangeblieben.00:40:18
00:40:19
Wie hat er das geschafft?00:40:21
00:40:21
Er hat seine Freude behalten.00:40:24
00:40:24
Und seine Freude hing nicht
von seinen Leistungen ab,00:40:27
00:40:27
von der Sicherheit einer Mauer00:40:29
00:40:29
oder von dem, was andere taten.00:40:31
00:40:32
Woher kommt denn echte Freude?00:40:35
00:40:36
Nehemia selbst hat die Antwort gegeben:00:40:39
00:40:40
„Jehova schenkt euch Freude,
die euch stark macht.“00:40:43
00:40:45
Damit kommen wir zu unserer
Lektion Nummer 3:00:40:48
00:40:48
Herausforderungen und Rückschläge00:40:50
00:40:50
müssen uns nicht die Freude nehmen.00:40:52
00:40:52
Denn echte Freude kommt von
einem guten Verhältnis zu Jehova.00:40:57
00:40:58
Nehemia war ein Mensch wie du und ich.00:41:00
00:41:01
Er hat keine besonderen Wunder von
Jehova gesehen wie Moses und Josua.00:41:06
00:41:07
Doch worauf konnte er sich stützen?00:41:10
00:41:10
Er hatte das Gebet,00:41:12
00:41:12
er hatte Glauben00:41:14
00:41:14
und er hatte Vertrauen.00:41:16
00:41:16
Das war seine Ausrüstung.00:41:18
00:41:18
Und Jehova stand ihm zur Seite,00:41:20
00:41:20
das steht außer Frage.00:41:22
00:41:22
Er leitete ihn an00:41:24
00:41:24
und unterstützte ihn mit seinem Segen.00:41:27
00:41:27
Uns steht heute dieselbe
Ausrüstung zur Verfügung.00:41:30
00:41:31
Bete zu Jehova,00:41:32
00:41:32
glaube fest an ihn00:41:34
00:41:34
und vertraue darauf, dass er deinen
selbstlosen Einsatz segnen wird.00:41:39
00:41:39
Jehova gab Nehemia Mut, Kraft,00:41:42
00:41:42
Weisheit und Durchhaltevermögen,00:41:44
00:41:44
damit er seinen Auftrag erfüllen konnte.00:41:47
00:41:47
Und er wird dasselbe für dich tun.00:41:50
Nehemia: „Jehova schenkt euch Freude, die euch stark macht“ (Teil 2)
-
Nehemia: „Jehova schenkt euch Freude, die euch stark macht“ (Teil 2)
Der Festmonat Tischri hatte begonnen.
Wir hatten gerade die Mauer der
Stadt Jehovas wieder aufgebaut.
Jetzt war es an der Zeit,
den Glauben von Gottes Volk
wieder aufzubauen.
Viele kannten das Gesetz Gottes nicht.
Und wer wäre besser geeignet,
uns dabei weiterzuhelfen,
als ein Mann, der vor mir gekommen war –
Esra!
... die Vorschriften und Rechts-
entscheidungen Jehovas.
Er und andere Leviten
lasen aus dem Gesetz von Moses vor.
Aber nicht nur das.
Sie erklärten auch,
was die Worte bedeuteten.
Als Volk wurde uns bewusst,
wie sehr wir Jehova enttäuscht hatten.
Wir hatten am Sabbat gearbeitet,
lahme, kranke Tiere als Opfer dargebracht
und uns scheiden lassen,
um Ausländerinnen zu heiraten.
Das tat uns im Herzen weh.
Aber als aus Gottes Gesetz
vorgelesen wurde, begriffen wir,
wie wir wieder Jehovas Volk sein könnten.
Trauert nicht und weint nicht.
Jetzt, wo ihr wisst, was Jehova nicht gefällt,
könnt ihr etwas ändern.
Geht!
Und haltet Festmahl!
Trinkt süße Getränke
und teilt mit denen, die nichts haben.
Und seid nicht traurig,
denn Jehova schenkt euch Freude,
die euch stark macht.
Wir befolgten die Anweisung Jehovas
und feierten das Laubhüttenfest.
Es waren Tage,
in denen wir uns einfach nur freuten
und Jehova für seinen Segen dankten.
Dann, am 24. Tag,
versammelten wir uns,
um in Gottes Gesetz zu lesen,
unsere Sünden zu bekennen
und über unseren verkehrten Weg zu trauern.
Wir trafen eine bindende,
schriftliche Vereinbarung.
Wir waren fest entschlossen,
uns an Jehovas Gesetz zu halten.
Amen! Amen!
Manche vergaßen allerdings schnell,
was sie versprochen hatten.
Peleth!
Raham,
hier unsere Zahlung.
Tu es in einen Beutel.
Der Korb lässt sich nicht gut tragen.
Hast du gehört, was Nehemia
jetzt schon wieder vorhat?
Du meinst den Plan,
Jerusalem wieder zu bevölkern?
Ich meine diesen Unsinn,
dass jeder Zehnte mit seiner Familie
in die Stadt ziehen muss –
und das wird ausgelost.
Ja, hab ich gehört.
Mich hat’s getroffen.
Warum mich?
Weiß er nicht, was er
Landbesitzern wie mir damit antut?
Oh!
Wann zieht ihr denn um?
Umziehen? Ich ziehe nirgendwohin.
Ich wohne, wo ich will,
und das Recht hast du auch.
Mich betrifft’s ja nicht.
Noch nicht. Aber wenn es soweit ist,
brauche ich dich als Verbündeten.
Raham,
Nehemia ist Statthalter und
handelt im Auftrag des Königs.
Er soll die Stadt wieder aufbauen.
Statthalter kommen und gehen.
Der König wartet auf Nehemias Rückkehr,
und wenn er weg ist, wird alles wieder normal.
Nehemia geht vielleicht weg, das stimmt.
Aber Jehova bleibt hier,
und er will, dass Jerusalem
wieder aufgebaut wird.
Glaubst du das nicht?
Du hältst also zu Nehemia?
Wie kann man nur so undankbar sein!
Raham!
Du hast was vergessen.
Was war denn da los?
Raham will nicht nach Jerusalem ziehen.
Und wir sollen ihn unterstützen.
Was hast du gesagt?
Na ja, dass Nehemia das tut, was Jehova will.
Raham könnte so glücklich sein,
wenn er einfach auf Jehova hören würde.
Das heißt, wir ziehen um,
wenn uns das Los trifft?
Ja.
Ich möchte lieber wie Nehemia sein,
nicht wie Raham.
Was meinst du?
Ja.
Finde ich auch.
Bei der Einweihung der Mauer
war Jerusalem von Freude erfüllt,
und Danklieder stiegen zu Jehova auf.
Man konnte bis in die Ferne hören,
wie Jerusalem jubelte.
Nach meiner Rückkehr zum König
dachte ich noch oft an diesen Tag.
Doch im Nachhinein wünsche ich mir,
ich wäre nie weggegangen.
Jehova beauftragte einen Boten aufzuzeichnen,
was während meiner Abwesenheit
in Jerusalem geschah.
Sein Name war Maleachi.
Tobija verschaffte sich Zugang zum Tempel,
obwohl er kein Jude war.
Er nutzte seine verwandtschaftlichen
Beziehungen zu den Juden aus,
um sich auf Kosten anderer Vorteile zu sichern.
Was führt dich in den Tempel?
Du warst lange nicht hier.
Ich wollte dich sehen.
Und hier, eine Kleinigkeit für dich.
Tobija, du bist immer so großzügig.
Nicht der Rede wert.
Ähm, und kann ich auch was für dich tun?
Wenn du mich so fragst,
da gäbe es schon eine Kleinigkeit.
Raus mit der Sprache. Was ist es?
Wir sind doch eine Familie.
Wenn meine Verwandten und deine
aus Samaria zu Besuch kommen,
dann wäre das so schön, einen Ort zu haben,
wo wir gemeinsam essen könnten.
Am besten direkt hier im Tempel.
Ich meine, sie beten auch Jehova an –
ganz oft.
Na gut, manchmal.
Ein Raum hier im Tempel?
Das kann ich nicht machen.
Außerdem sind die Räume alle in Gebrauch.
Alle?
Manche sind doch nur Lagerräume.
Die sind aber für die Leviten gedacht.
Kannst du nicht einen für mich ausräumen?
Einen.
Ich brauch nur einen.
Was wird Nehemia dazu sagen?
Wen interessiert das?
Nehemia, der ist doch weit weg in Susa.
Aber was, wenn er es herausfindet?
Er braucht’s ja nicht erfahren.
Oder willst du es ihm erzählen?
Nein, nein!
Also, wovor hast du Angst?
Hat sich unser Hoher Priester
mal wieder von Tobija einwickeln lassen.
Wo soll das Getreide hin?
Hier in die Ecke. Sei vorsichtig!
Ich hab schon.
Na, wen haben wir denn da?
Könnt ihr euch mal beeilen?
Wenn die hier uns endlich mal Platz machen,
können wir vielleicht den Tisch hierhin stellen,
und die Stühle hier an die Wand.
Tobija, kannst du mir bitte mal sagen,
wo wir unsere Sachen jetzt lagern sollen?
Mir egal. Das ist euer Problem.
Jetzt bewegt euch.
Bitte, heute noch.
Gut, wir laden hier ab,
und dann so, wie ich’s gesagt hab.
Hier den Tisch hin, ....
Wie kommt Eliaschib dazu, jemandem
hier einfach einen Raum zu überlassen?
Und vor allem jemandem wie Tobija –
nach allem, was Nehemia für die
Heiligkeit des Tempels getan hat.
Gibt ja sowieso kaum einer noch den Zehnten.
Wenn wir was zu essen haben wollen,
müssen wir uns um unsere eigenen
Herden und Felder kümmern.
Es bringt überhaupt nichts, Gott zu dienen.
Moment mal, Brüder!
Nur weil sie sich falsch verhalten,
dürfen wir nicht unsere Freude verlieren.
Ach ja? Was hat’s uns denn gebracht,
Jehova zu dienen?
Eben. Außerdem heißt es ja:
„Kümmere dich gut um deine Schafe.“
In den Schriften steht aber auch:
„Ein treuer Mann wird reich gesegnet.“
Wir müssen auf Jehova warten.
Er wird zur richtigen Zeit
alles in Ordnung bringen.
Maleachi sah, wie weit sich das Volk
von Jehova entfernt hatte.
Die Leviten,
die einst voller Stolz
Jehovas Maßstäbe hochhielten,
zweifelten jetzt daran,
ob ihr Dienst überhaupt noch einen Wert hatte.
Junger Mann!
Wie wär’s mit einem Schaf?
Je größer das Opfer,
desto größer der Segen.
Außerdem,
bei den Nachbarn macht das
auch mehr Eindruck, he?
Danke, ich hab schon ein Opfer.
Ja, ja, aber warte!
Du bist mir irgendwie sympathisch.
Für dich heute ein Sonderpreis, he?
Kostet kaum mehr als deine Tauben da.
Komm, schau’s dir an.
Das Schaf hier ist blind!
Und es hinkt auch noch!
Junger Mann,
das ist völlig normal bei dieser Rasse.
Gottes Gesetz verbietet, lahme,
kranke oder blinde Tiere zu opfern.
Wenn ich je ein Schaf opfern kann,
dann kauf ich ein gesundes.
Das ist doch Geldverschwendung!
Das Schaf ist in Ordnung, und der Preis auch.
Ich muss gehen.
Sei doch vernünftig!
Überhaupt, wen interessiert das schon!
Im Tempel ist es nicht mehr wie früher.
Als ob sie gar nicht an Jehova denken.
Asuba!
Was ist los?
Asuba, was ist passiert?
Was ist mit Raham?
Eine Scheidungsurkunde.
**[<i>Weint</i>]<i>**</i> Ich ...
ich wollte eine gute Frau sein,
aber es war nicht genug.
Raham hat mich weggeschickt.
Hab keine Angst, Asuba.
Du kannst hier wohnen, bei uns.
Wir teilen einfach.
O Gott! Es ist alles meine Schuld.
Das darfst du nicht denken.
Aber ich habe ihm keine Kinder geboren.
Mit oder ohne Kinder,
die Ehe ist heilig.
Vertraue auf Jehova.
Er wird dich nie wegschicken.
Danke.
Raham!
Wir hatten Besuch gestern Abend.
Deine Frau,
oder soll ich sagen, deine ehemalige Frau.
Raham,
wie kannst du ihr nur so wehtun?
Sie kann doch nichts dafür.
Bist du wirklich so herzlos?
Moses hat gesagt: Wenn du etwas
Anstößiges an deiner Frau findest,
sollst du ihr eine Scheidungsurkunde ausstellen,
sie ihr geben und sie wegschicken.
Sie hat mir keine Kinder geboren.
Ist das vielleicht nicht anstößig?
Und außerdem langweilt sie mich.
Ich heirate heute Schimrith.
Schimrith?
Die Moabiterin?
Ich hab genau gehört,
wie du geschworen hast, dir keine Frau
von den anderen Völkern zu nehmen.
Gottes Gesetz sagt:
„Sie werden eure Söhne dazu bringen,
sich von mir abzuwenden
und anderen Göttern zu dienen.
Dann wird Jehovas Zorn
gegen euch aufflammen!“
Du hast mir gar nichts zu sagen.
Jeder muss sein Glück
selbst in die Hand nehmen,
und genau das habe ich vor.
Raham,
echte Freude kommt nur von Jehova.
Denkst du nicht, er kann dich viel
glücklicher machen als du dich selbst?
Jehova,
warum gehen wir so treulos miteinander um
und entweihen deinen Bund?
Maleachi!
Sag zu den Priestern,
die meinen Namen verachten:
„Ein Sohn ehrt einen Vater
und ein Diener seinen Herrn.
Wenn ich also ein Vater bin,
wo ist dann die Ehre, die mir zusteht?
Und wenn ich ein Herr bin,
wo ist dann der Respekt der mir zusteht?”
Guter Mann!
Guter Mann, ich sehe, du hast kein Opfer.
Warum verachtet ihr Leviten Jehovas Namen?
Verachten?
Wie?
Ihr bringt ein blindes, lahmes
oder krankes Tier als Opfer dar
und sagt, es ist nichts Schlechtes.
Soll Jehova das etwa annehmen?
Wenn das Fleisch im Topf ist,
sieht doch keiner mehr, ob
das Tier lahm oder gesund war.
Und Jehova? Sieht er das auch nicht?
Eines Tages wird Jehova
zu seinem Tempel kommen,
und er wird euch Söhne Levis
reinigen – durch Feuer.
Maleachi, was ist in dich gefahren?
Was muss du dich beschweren,
wenn kein anderer ein Problem damit hat?
„O, ihr Priester,
wenn ihr euch das nicht zu
Herzen nehmt“, sagt Jehova,
„dann werde ich den Fluch über euch schicken,
und ich werde eure Segnungen
in Flüche verwandeln.
Kehrt um zu mir,
und ich werde zu euch umkehren“, sagt Jehova.
Wie sollen wir umkehren?
„Wird ein Mensch Gott berauben?
Ihr aber beraubt mich“, sagt Jehova.
Wie haben wir ihn beraubt?
„Bei den Zehnten
und bei den Beträgen beraubt ihr mich.
Ja, das ganze Volk tut das“, sagt Jehova.
„Bringt den ganzen Zehnten ins Vorratshaus,
damit Nahrung in meinem Haus ist,
und stellt mich so bitte auf die Probe
und seht, ob ich euch nicht die
Schleusen des Himmels öffnen
und Segen über euch ausschütten werde,
bis es an nichts mehr fehlt.“
Und noch etwas macht ihr,
sodass er an nichts Gefallen findet,
an keinem eurer Opfer.
Wieso?
Ihr behandelt die Ehefrau eurer Jugend treulos.
Eure Partnerin,
mit der ihr einen Bund geschlossen habt.
Manche tun das nicht,
weil sie einen Rest von Gottes Geist haben.
Achtet deshalb auf euren Geist,
und behandelt die Ehefrau
eurer Jugend nicht treulos.
„Denn ich hasse Ehescheidung“,
sagt Jehova, der Gott Israels.
Die Lippen eines Priesters
sollten Erkenntnis bewahren,
und ihn sollte man über das Gesetz befragen.
Aber ihr,
ihr habt viele zum Stolpern gebracht.
Jehovas Botschaft machte deutlich,
dass sie sich in ihrem Herzen
von ihm entfernt hatten.
Doch Maleachi entdeckte auch einige,
denen es Freude machte, das Richtige zu tun.
Peleth.
Maleachi.
Wie geht’s euch?
Asuba,
verzweifle nicht.
Du wirst den Unterschied
zwischen einem Gerechten
und einem Bösen sehen,
zwischen einem, der Gott dient,
und einem, der ihm nicht dient.
Du musst ein Prophet sein.
Ich diene Jehova genau wie ihr.
Und glaubt mir:
Wenn ihr miteinander über Jehova redet,
dann hört er zu.
Vor ihm wird ein Gedenkbuch geschrieben
für die, die Ehrfurcht vor ihm haben
und über seinen Namen nachdenken.
Jehova sei an eurer Seite.
Jahrelang war ich nicht in Jerusalem gewesen,
aber in Gedanken
war ich immer bei meinem Volk.
Ich bat um Erlaubnis zurückzukehren.
Doch was ich dort vorfand,
schockierte mich.
Eljaschib!
Friede sei mit dir.
Nehemia!
Was für eine Überraschung.
Wo sind denn die Leviten und die Sänger?
Ja, viele sind nicht da zurzeit.
Nicht da?
Warum sind sie nicht da?
Ähm, Pedaja ist hier!
Pedaja,
führe unseren Statthalter
Nehemia doch mal herum.
Ähm, du entschuldigst mich.
Natürlich.
Pedaja, wie sieht es mit dem Tempeldienst aus?
Habt ihr alles, was ihr braucht?
Die Vorräte sind fast aufgebraucht,
Statthalter Nehemia.
Wie kann das sein?
Die Priester und die Leviten haben
ihre Aufgabe lange Zeit vernachlässigt.
Als die Leute das gemerkt haben,
haben sie aufgehört, den Zehnten zu geben.
Und deshalb
sind die meisten zu ihren Feldern zurückgegangen.
Warum bist du noch hier?
Ich komme zurecht, mein Herr.
Ich weiß,
Jehova hilft denen, die ihm vertrauen.
Und er wird zu seiner Zeit
alles in Ordnung bringen.
Hat Eljaschib dem Volk nicht gesagt,
es soll euch versorgen?
Der Prophet Maleachi hat deutliche Worte
an ihn und die anderen Priester gerichtet.
Aber Eljaschib,
er hat uns den Lagerraum weggenommen,
alle unsere Vorräte rausgeschafft
und ihn Tobija gegeben, als Speisesaal.
Pedaja, lass uns hier aufräumen.
Was macht ihr da?
Was hast du gemacht?
Warum habt ihr das Haus Gottes vernachlässigt,
du und die Untervorsteher?
– Nehemia.
Pedaja, könnt ihr das hier alles rausschaffen?
Und bringt die Utensilien zurück.
– Ja, mein Herr.
Und alle Leviten, Sänger und Unter-
vorsteher sollen zu mir kommen.
Sie sollen zurück auf ihre Posten.
Pedaja, du, Schelemja und Zadok,
ihr seid ab jetzt für die
Lagerräume verantwortlich.
Hanan steht euch zur Seite.
Ihr seid für die Verteilung der Vorräte zuständig.
Nehemia, warte einen Moment.
Ich kann das erklären.
Und ich werde ganz Juda auffordern,
ein Zehntel vom Getreide,
vom neuen Wein und vom Öl herzubringen.
Ich, ich kann das erklären.
Nein, nein, wartet.
Vergiss mich nicht, o mein Gott,
und lösch nicht aus deinem Gedächtnis,
was ich aus loyaler Liebe
für dein Haus getan habe.
Nicht nur, dass Jehovas Haus
vernachlässigt worden war,
es gab immer noch Juden,
die am Sabbat Handel trieben –
einem Tag, den Jehova für heilig erklärt hatte.
Was hast du heute im Angebot?
Fisch, beste Qualität, von Tyrus.
Was macht ihr da?
Wisst ihr nicht, dass heute Sabbat ist?
Nehemia.
Wie könnt ihr nur so etwas Schlechtes tun?
Genau deswegen hat Gott
Unglück über die Stadt gebracht!
Die Leute finden nichts mehr Schlimmes dran.
Und wie findet Jehova das?
Ich verbot den Handel am Sabbat
und befahl, die Tore zu schließen,
damit dieser Tag heilig gehalten würde.
Doch in der Woche darauf
versuchten es die Händler wieder.
Was soll das?
Ich musste letzte Nacht
auf dem Boden schlafen.
Ihr kennt das Gesetz.
Keine Arbeit, kein Handel am Sabbat!
Geht!
Du und die anderen Leviten,
bewacht die Tore,
und haltet den Sabbat heilig.
Lasst keinen hier rein.
Vergiss mich nicht, o mein Gott,
und rechne mir auch das an,
und hab in deiner großzügigen
loyalen Liebe Mitleid mit mir.
Doch es gab noch etwas zu tun.
Komm jetzt.
<i>Ana la mitbayen.</i>
Wirst du wohl herkommen!
Du musst auf mich hören.
Ich bin dein Vater!
Was ist mit deinen Kindern?
Sie gehen nicht gerne in den Tempel.
Na Kleine,
warum gefällt’s dir da nicht?
<i>Shvok Y-ati!</i>
Komm auf der Stelle zurück!
Entschuldige, mein Herr.
Meine Frau spricht kaum Hebräisch.
Hast du nicht geschworen,
keine Frau zu heiraten, die nicht Jehova dient?
Da hält sich doch keiner mehr dran.
Du hast geschworen!
– Ja! Ja!
Warum hast du dann das
Gebot Jehovas missachtet
und deinen Eid gebrochen?
Lass mich!
Kein Wunder, dass deine Kinder
Jehova nicht lieben.
Hast du wirklich gedacht, du kannst
ohne Jehovas Segen glücklich werden?
Ich hab um Segen gebetet!
Wirklich? Aber du hast nicht auf Jehova gehört.
Raham,
Jehova kann doch nichts segnen,
was gegen seinen Willen ist.
Eigentlich hätte mich das
nicht überraschen dürfen.
Die Leute folgten einfach dem
Beispiel der führenden Männer.
Eljaschibs Enkel hat eine Horoniterin geheiratet,
die Tochter von Sanballat.
Habt ihr keine Achtung vor Gottes Gesetz?
Ihr sollt eure Töchter nicht ihren Söhnen geben
und keine ihrer Töchter für eure Söhne nehmen!
Oder für euch selbst.
Hat nicht auch König Salomo
wegen solcher Frauen gesündigt?
Großvater, sag doch was.
Sei still, mein Sohn.
Es ist nicht zu fassen!
Wie könnt ihr nur so unverschämt sein
und ausländische Frauen heiraten!
Du hast das Priestertum verunreinigt!
Du darfst nicht als Priester dienen
und auch nicht in Jerusalem bleiben.
Gut.
Dann geh ich halt nach Samaria.
Die sind da aufgeschlossener.
Aber er ist mein Enkel.
Warum hast du dann zugelassen,
dass er Jehovas Gesetze bricht?
Du weißt doch,
unser Verhältnis zu Gott
hängt von den Tempeldiensten ab.
Aber kaum war ich weg,
habt ihr
alles zugrunde gehen lassen.
Es dauerte einige Zeit,
aber die wahre Anbetung
wurde wiederhergestellt.
Wenn ich so zurückdenke,
wird mir bewusst, was wir mit
Jehovas Hilfe alles geschafft haben.
Wir hatten mit Gegnerschaft zu kämpfen.
Mein Vorschlag wäre,
wir klagen Nehemia des Aufruhrs an.
Das nächste, was sie hören,
wird unser Kriegsgeschrei sein.
Willst du etwa warten, bis sie uns umbringen?
Es gab schlechte Einflüsse.
Ich wohne, wo ich will,
und das Recht hast du auch.
Aber wenn es soweit ist,
brauche ich dich als Verbündeten.
Das ist doch Geldverschwendung!
Sei doch vernünftig!
Überhaupt, wen interessiert das schon.
Wenn wir was zu essen haben wollen,
müssen wir uns um unsere eigenen
Herden und Felder kümmern.
Es bringt überhaupt nichts, Gott zu dienen.
Wir hatten schlaflose Nächte.
Wir gehen nach Jerusalem
und behalten Nehemia im Auge.
Merkst du’s nicht? Die wollen das nicht.
Die hassen uns.
Du weißt doch gar nicht, wie das Leben hier ist.
Und die Arbeit war schweißtreibend.
Und außerdem ist das viel zu anstrengend.
Wir können nicht mehr.
Wozu brauchen wir überhaupt ’ne Mauer?
Doch vor allem
erinnere ich mich an die Freude,
die wir verspürten,
weil wir Jehova so dienten, wie es ihm gefällt.
Wir dachten,
wir bauen eine Mauer wieder auf,
aber Jehova baute unseren Glauben wieder auf.
Ich werde nie vergessen,
wie Jehova uns vereint hat,
damit wir seinen Willen ausführen.
Jehova hat uns beigebracht,
auf ihn zu vertrauen,
und er hat uns stark gemacht.
Und haltet Festmahl!
Trinkt süße Getränke
und teilt mit denen, die nichts haben.
Und seid nicht traurig,
denn Jehova schenkt euch Freude,
die euch stark macht.
Vergiss mich nicht,
und segne mich, o mein Gott.
Nehemia war ein mutiger Mann.
Er hätte in dem prächtigen Palast Susa bleiben
und Jehova von dort aus dienen können.
Aber das hat er nicht getan.
Als er gebraucht wurde, machte er sich
gern auf die lange Reise nach Jerusalem,
um seine Brüder zu unterstützen.
Doch schon vorher gab es einige
Herausforderungen zu meistern.
Er musste den König von Persien
um Erlaubnis bitten.
Woher nahm er den Mut dazu?
Verließ er sich auf seine Fähigkeiten
und sein Ansehen beim König?
Sehen wir uns diesen Teil noch einmal an.
Wenn die Stadt,
in der meine Vorfahren begraben sind,
in Trümmern liegt
und die Stadttore verbrannt sind.
Nehemia, was –
was möchtest du? Sag es mir.
Sofort betete ich zum Gott des Himmels.
Wenn du einverstanden bist
und du Gefallen an mir gefunden hast, o König,
dann schick mich in die Stadt,
wo meine Vorfahren begraben liegen.
Lass sie mich aufbauen.
Du darfst gehen.
Wir hatten Jehovas Unterstützung.
Nehemia wusste, dass nur Jehova
ihm echten Mut geben konnte.
Und so betete er augenblicklich
voller Demut zu ihm.
Das tat er auch später immer wieder
und er wurde dafür gesegnet.
Lektion Nummer 1 für uns heute:
In schweren Zeiten fällt es uns leicht,
uns auf Jehova zu stützen.
Aber wie ist es, wenn alles gut läuft?
Verlassen wir uns dann auch auf ihn?
Oder werden wir dann bequem und sagen uns:
„Mir geht’s gerade richtig gut.
Ich weiß, es gibt viel zu tun.
Aber ich diene Jehova schon so lange.
Ich hab meinen Teil getan.
Jetzt sollen mal die anderen ran.“
Kann Jehova so eine Einstellung segnen?
Warum bitten wir ihn nicht um Mut und Freude,
damit wir uns weiter nach besten
Kräften für ihn einsetzen können?
Wir werden vielleicht überrascht sein,
welche Türen Jehova für uns öffnet.
Als Nehemia in Jerusalem ankam,
hat er nicht einfach nur Befehle erteilt.
Wie die Bibel berichtet,
arbeitete er täglich Seite an Seite
mit seinen Brüdern,
„von der Morgendämmerung
bis die Sterne sichtbar wurden“.
Wenn wir dieselbe Opferbereitschaft zeigen,
wird uns Jehova die Kraft geben,
unsere Aufgaben zu bewältigen.
In nur 52 Tagen
bauten die Israeliten die Mauer wieder auf.
Was für eine Leistung!
Und das trotz anhaltenden Widerstands!
Am Anfang wurden sie verspottet.
Dann drohten die Gegner mit einem Angriff!
Da waren die Samariter im Norden,
die Ammoniter im Osten,
die Araber im Süden
und im Westen die Aschdoditer.
Jerusalem war von Feinden umgeben.
Man hätte leicht das Gefühl haben können,
in der Falle zu sitzen,
und die Angst hätte einen lähmen können.
Was tat Nehemia?
Na ja, was war denn seine übliche Strategie?
Er berichtet:
„Wir beteten zu unserem Gott.“
Dann machte er dem Volk Mut
und sagte zu ihnen:
„Habt keine Angst vor ihnen.
Denkt an Jehova,
der groß und Ehrfurcht einflößend ist.“
Und so bauten sie weiter.
Gaben die Feinde auf,
als sie sahen, dass sie mit ihren
offenen Drohungen nichts erreichten?
Nein,
sie gingen zu anderen Formen
des Widerstands über.
Genauer gesagt, versuchten sie mit
drei Strategien, Nehemia aufzuhalten.
Sind sie dir aufgefallen?
Schauen wir uns die Szenen noch einmal an.
Sie wollten Nehemia zu sich locken.
Richte Nehemia aus:
„Komm,
wir verabreden einen Zeitpunkt und
treffen uns in der Talebene Ono.“
Sie wollen mich aus der Stadt locken
und mir etwas antun.
Sie haben Gerüchte verbreitet.
Geschem,
es ist Zeit, deinen Plan umzusetzen.
Tobija,
schreib auf:
„Unter den Völkern hört man,
und Geschem sagt das auch,
dass du zusammen mit den Juden
einen Aufstand planst.
Deshalb baust du die Mauer.“
Und sie haben einen Verräter benutzt,
um Nehemia in die Falle zu locken.
Sie wollen kommen, in der Nacht –
und dich umbringen!
Wir müssen in den Tempel gehen
und die Türen verschließen.
Schemaja,
ein Mann wie ich läuft nicht weg.
Du verstehst nicht.
Nein, das würde im ganzen Volk
Unsicherheit auslösen.
Es ist der einzige sichere Ort.
Außerdem bin ich kein Priester.
Wenn ich den Tempel betrete,
hätte man Grund, mich zu töten.
Das werde ich nicht tun.
Das ist ein großer Fehler, Nehemia.
Ach, ich verstehe!
Tobija und Sanballat stecken dahinter.
Gib’s zu, du Heuchler.
Jehova soll es ihnen heimzahlen
und auch euch falschen Propheten,
die mir ständig Angst einjagen wollen.
Komm, Hanani,
wir haben zu tun.
Drei Taktiken,
drei Fehlschläge.
Unsere Lektion Nummer 2:
Auch wir könnten es mit
Gegnern zu tun bekommen,
die uns durch verschiedene Taktiken
von unserem Dienst für
Jehova abbringen wollen.
Manche wollen uns vielleicht
sozusagen zu sich locken
und uns überreden, dass wir ihnen
auf halbem Wege entgegenkommen,
also in unserem Dienst für Jehova
ein paar Abstriche machen,
um in der Welt mehr zu erreichen.
Doch weil Gottes Königreich
für uns an der ersten Stelle steht,
können wir wie Nehemia sein.
Wir lassen uns nicht auf
falsche Kompromisse ein,
denn wir wissen, wo diese Welt hinsteuert.
Gegner attackieren uns auch
mit falschen Anschuldigungen.
In manchen Ländern werden wir
als staatsgefährdend hingestellt.
Einige Vorwürfe konnten
vor Gericht widerlegt werden.
Doch egal, wie ein einzelner Rechtsfall ausgeht,
wir sind uns sicher,
dass Jehova alles gemäß
seinem Willen lenken wird.
Widerstand kann auch von Personen kommen,
die nur vorgeben, Jehova zu dienen.
Genauso wie ein anderer Jude
Nehemia einreden wollte,
er müsste Gottes Gesetz übertreten,
um sein Leben zu retten,
könnten ehemalige Zeugen Jehovas
auch versuchen, uns zu
Kompromissen zu überreden.
Wir weisen Abtrünnige jedoch ab.
Es rettet nämlich nicht unser Leben,
die Gesetze Gottes zu übertreten,
sondern sie zu befolgen.
Nehemia ging den Gegnern
jedoch nie in die Falle.
Wie kam das?
Weil er so ein schlauer Kopf war?
Nein!
Er stützte sich auf Jehova,
und Jehova half ihm,
die Taktiken zu durchschauen.
Nach dem Wiederaufbau der Mauer
verließ Nehemia Jerusalem für eine Weile.
Doch was musste er bei
seiner Rückkehr feststellen?
Die wahre Anbetung erlebte
nicht etwa eine Blütezeit,
sondern sie war am Absterben.
Nach allem, was er getan hatte,
damit das Volk Jehova vertraut –
wie hat er sich da jetzt wohl gefühlt?
Er hätte jetzt sagen können:
„Das war’s! Ich bin raus!
Soll jemand anders hier aufräumen.“
Aber hat er so gedacht?
Sehen wir uns die Szene noch einmal an.
Warum habt ihr das Haus Gottes vernachlässigt,
du und die Untervorsteher?
Pedaja, könnt ihr das hier alles rausschaffen?
Ihr kennt das Gesetz.
Keine Arbeit, kein Handel am Sabbat!
Geht!
Hast du nicht geschworen, keine Frau
zu heiraten, die nicht Jehova dient?
Warum hast du dann das
Gebot Jehovas missachtet
und deinen Eid gebrochen?
Eljaschibs Enkel hat eine Horoniterin geheiratet,
die Tochter von Sanballat.
Ihr sollt eure Töchter nicht ihren Söhnen geben
und keine ihrer Töchter für eure Söhne nehmen!
Du hast das Priestertum verunreinigt!
Du darfst nicht als Priester dienen
und auch nicht in Jerusalem bleiben.
Nehemia hat nicht einfach alles hingeworfen.
Nein,
er ist an seiner Aufgabe drangeblieben.
Wie hat er das geschafft?
Er hat seine Freude behalten.
Und seine Freude hing nicht
von seinen Leistungen ab,
von der Sicherheit einer Mauer
oder von dem, was andere taten.
Woher kommt denn echte Freude?
Nehemia selbst hat die Antwort gegeben:
„Jehova schenkt euch Freude,
die euch stark macht.“
Damit kommen wir zu unserer
Lektion Nummer 3:
Herausforderungen und Rückschläge
müssen uns nicht die Freude nehmen.
Denn echte Freude kommt von
einem guten Verhältnis zu Jehova.
Nehemia war ein Mensch wie du und ich.
Er hat keine besonderen Wunder von
Jehova gesehen wie Moses und Josua.
Doch worauf konnte er sich stützen?
Er hatte das Gebet,
er hatte Glauben
und er hatte Vertrauen.
Das war seine Ausrüstung.
Und Jehova stand ihm zur Seite,
das steht außer Frage.
Er leitete ihn an
und unterstützte ihn mit seinem Segen.
Uns steht heute dieselbe
Ausrüstung zur Verfügung.
Bete zu Jehova,
glaube fest an ihn
und vertraue darauf, dass er deinen
selbstlosen Einsatz segnen wird.
Jehova gab Nehemia Mut, Kraft,
Weisheit und Durchhaltevermögen,
damit er seinen Auftrag erfüllen konnte.
Und er wird dasselbe für dich tun.
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