00:00:09
Als ich auf die Welt kam, waren
meine Eltern schon Zeugen Jehovas.00:00:12
00:00:13
Sie haben mit mir studiert,00:00:14
00:00:14
und ich bin mit ihnen
in die Zusammenkünfte00:00:16
00:00:16
und in den Dienst gegangen.00:00:18
00:00:20
Ich bin in der Wahrheit aufgewachsen00:00:22
00:00:22
und ich wusste, dass es das Beste
für mich ist, nach der Bibel zu leben.00:00:25
00:00:26
Meine Eltern haben sich
immer sehr eingesetzt.00:00:28
00:00:28
Und wenn ich so überleg:00:00:30
00:00:30
Ich wollt sie damals
einfach nicht enttäuschen.00:00:33
00:00:34
Nach der Bibel zu leben
ist keine Belastung.00:00:36
00:00:36
Es macht das Leben nicht schwerer.00:00:38
00:00:39
Ganz im Gegenteil:00:00:40
00:00:40
Wenn man das macht,
was in der Bibel steht,00:00:42
00:00:42
wird das Leben sogar besser.00:00:44
00:00:45
Aber manchmal war ich neugierig,
wie mein Leben aussehen würde,00:00:48
00:00:48
wenn ich nicht in der Wahrheit wäre.00:00:50
00:00:51
Mit meinen Schulfreunden hatte ich
immer so viel Spaß.00:00:54
00:00:55
In der Schule lief es immer ganz gut.00:00:57
00:00:58
Ich kam mit allen gut zurecht,00:01:00
00:01:00
und meine Lehrer
haben mich auch gemocht.00:01:02
00:01:02
Ich bin eigentlich
ganz gerne in die Schule gegangen.00:01:05
00:01:05
Meine Eltern haben mich
immer davor gewarnt,00:01:07
00:01:07
mit meinen Schulfreunden
zu eng befreundet zu sein.00:01:10
00:01:10
Aber ich fand, meine Freunde
waren kein schlechter Umgang.00:01:13
00:01:13
Ich fand sie anständig.00:01:14
00:01:14
Deshalb hab ich nicht verstanden,00:01:16
00:01:16
weshalb sie sich solche Sorgen
gemacht haben.00:01:18
00:01:19
Viele meiner Mitschüler
in der Oberstufe gingen in die Kirche00:01:22
00:01:22
und auch viele meiner Lehrer
waren religiös.00:01:25
00:01:26
Es gab einen Tag,
da hat die ganze Schule mitbekommen,00:01:29
00:01:29
dass ich Zeuge Jehovas bin.00:01:31
00:01:32
Mir war immer klar,00:01:33
00:01:33
dass die Leute uns gegenüber
Vorurteile haben,00:01:35
00:01:35
aber ich hätte nicht gedacht,00:01:36
00:01:36
dass ich so plötzlich ganz anders
von allen behandelt werde.00:01:40
00:01:40
Ich hab dann immer mehr mit meinen
Klassenkameraden unternommen.00:01:43
00:01:43
Aber je mehr Zeit ich
mit ihnen verbracht hab,00:01:45
00:01:45
desto deutlicher hab ich gesehen,00:01:47
00:01:47
dass sie ein komplett anderes Leben
gelebt haben als ich.00:01:50
00:01:50
Sie haben darüber geredet,
wo sie am Wochenende waren00:01:53
00:01:53
und was sie beim Shoppen
alles gekauft haben.00:01:55
00:01:55
Aber ich war bloß im Dienst
und in der Versammlung.00:01:58
00:01:58
Ich hatte das Gefühl,
ich verpasse was.00:02:01
00:02:01
Ich hab mich gefühlt
wie ein Ausgestoßener.00:02:04
00:02:05
Verstandesmäßig wusste ich zwar,00:02:07
00:02:07
dass es gut und richtig ist,
nach der Bibel zu leben, 00:02:10
00:02:10
aber als ich in dieser Situation war,00:02:12
00:02:12
war ich mir auf einmal
nicht mehr so sicher.00:02:14
00:02:16
Irgendwie fand ich mich
nicht so cool wie die anderen.00:02:19
00:02:20
Wenn sie dann von ihren Zielen
im Leben geredet haben,00:02:23
00:02:23
hab ich mich nicht getraut,
ihnen von meinen zu erzählen.00:02:26
00:02:27
Ich hab dann
über die Frage nachgedacht:00:02:29
00:02:29
Wie verhalte ich mich jetzt
am besten?00:02:31
00:02:32
Und was mir wirklich
dabei geholfen hat, war,00:02:34
00:02:34
mit meinen Eltern
darüber zu sprechen.00:02:36
00:02:37
Das war dann auch Thema
bei unserem Familienstudium.00:02:40
00:02:41
Wir haben Matthäus 5:11 gelesen:00:02:44
00:02:53
Aber ich dachte:00:02:54
00:02:54
Wie soll man sich unter solchen
Umständen glücklich fühlen?00:02:57
00:02:57
Ich bin alles andere als glücklich.00:02:59
00:03:00
Meine Mama hat mir
Markus 8:38 gezeigt:00:03:03
00:03:04
Wer sich für Jesus schämt,
für den wird er sich auch schämen.00:03:08
00:03:09
Das hat mich echt
zum Nachdenken gebracht.00:03:11
00:03:11
In Wirklichkeit hab ich mich
dafür geschämt,00:03:14
00:03:14
eine Zeugin Jehovas zu sein.00:03:16
00:03:16
Zu der Zeit hat ein Bruder
bei uns in der Versammlung00:03:19
00:03:19
auch einen Vortrag gehalten,00:03:20
00:03:21
in dem er Matthäus 19:29
vorgelesen hat.00:03:24
00:03:25
Dort wird gesagt, dass jeder,
der für Jehova Opfer bringt,00:03:28
00:03:28
„100-mal“ mehr bekommen wird,
als er hinter sich gelassen hat.00:03:31
00:03:32
Also hab ich beschlossen,
es zu versuchen.00:03:35
00:03:35
Ich hab Dinge, die mir
wichtig erschienen, aufgegeben00:03:37
00:03:37
und wollte sehen,
wie Jehova das segnet.00:03:39
00:03:41
Meine Eltern
haben Gelegenheiten geschaffen,00:03:43
00:03:43
bei denen ich mit Vollzeitdienern
zusammen sein konnte.00:03:46
00:03:48
Zu hören, was sie
in den verschiedenen Formen00:03:50
00:03:50
des Vollzeitdienstes erlebt haben,00:03:52
00:03:52
das hat mir geholfen zu entscheiden,
welchen Lebensweg ich gehen möchte.00:03:55
00:03:56
Ein Riesenvorteil war, dass ich jetzt
mehr Möglichkeiten hatte,00:03:59
00:04:00
neue Brüder und Schwestern
kennenzulernen.00:04:02
00:04:02
Ich hab festgestellt, dass es
um mich herum so viele gibt,00:04:06
00:04:06
die dieselben Vorstellungen und Ziele
haben wie ich.00:04:09
00:04:09
Und das macht echte Freunde aus.00:04:11
00:04:12
Als meine Klassenkameraden
das nächste Mal00:04:13
00:04:14
über ihre Ziele geredet haben,00:04:15
00:04:16
war ich selbstbewusst genug,
auch über meine zu sprechen.00:04:18
00:04:18
Ich bin meinen Eltern so dankbar,00:04:20
00:04:20
dass sie mir geholfen haben,
mutiger zu werden.00:04:22
00:04:23
Jehova hält immer Wort.00:04:26
00:04:27
Und auch dieses Versprechen
hat er gehalten:00:04:29
00:04:30
Er hat mir 100-mal mehr gegeben,
als ich zurückgelassen habe,00:04:33
00:04:34
weil ich mich dafür entschieden habe,
nach der Bibel zu leben.00:04:37
00:04:38
Ich bin richtig glücklich
und ich bin überzeugt,00:04:42
00:04:42
die besten Ergebnisse
erzielt man immer dann,00:04:45
00:04:45
wenn man sich
bei seinen Entscheidungen00:04:46
00:04:46
von der Bibel leiten lässt.00:04:48
Mein Leben als Teenager: Was bringt es mir, nach der Bibel zu leben?
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Mein Leben als Teenager: Was bringt es mir, nach der Bibel zu leben?
Als ich auf die Welt kam, waren
meine Eltern schon Zeugen Jehovas.
Sie haben mit mir studiert,
und ich bin mit ihnen
in die Zusammenkünfte
und in den Dienst gegangen.
Ich bin in der Wahrheit aufgewachsen
und ich wusste, dass es das Beste
für mich ist, nach der Bibel zu leben.
Meine Eltern haben sich
immer sehr eingesetzt.
Und wenn ich so überleg:
Ich wollt sie damals
einfach nicht enttäuschen.
Nach der Bibel zu leben
ist keine Belastung.
Es macht das Leben nicht schwerer.
Ganz im Gegenteil:
Wenn man das macht,
was in der Bibel steht,
wird das Leben sogar besser.
Aber manchmal war ich neugierig,
wie mein Leben aussehen würde,
wenn ich nicht in der Wahrheit wäre.
Mit meinen Schulfreunden hatte ich
immer so viel Spaß.
In der Schule lief es immer ganz gut.
Ich kam mit allen gut zurecht,
und meine Lehrer
haben mich auch gemocht.
Ich bin eigentlich
ganz gerne in die Schule gegangen.
Meine Eltern haben mich
immer davor gewarnt,
mit meinen Schulfreunden
zu eng befreundet zu sein.
Aber ich fand, meine Freunde
waren kein schlechter Umgang.
Ich fand sie anständig.
Deshalb hab ich nicht verstanden,
weshalb sie sich solche Sorgen
gemacht haben.
Viele meiner Mitschüler
in der Oberstufe gingen in die Kirche
und auch viele meiner Lehrer
waren religiös.
Es gab einen Tag,
da hat die ganze Schule mitbekommen,
dass ich Zeuge Jehovas bin.
Mir war immer klar,
dass die Leute uns gegenüber
Vorurteile haben,
aber ich hätte nicht gedacht,
dass ich so plötzlich ganz anders
von allen behandelt werde.
Ich hab dann immer mehr mit meinen
Klassenkameraden unternommen.
Aber je mehr Zeit ich
mit ihnen verbracht hab,
desto deutlicher hab ich gesehen,
dass sie ein komplett anderes Leben
gelebt haben als ich.
Sie haben darüber geredet,
wo sie am Wochenende waren
und was sie beim Shoppen
alles gekauft haben.
Aber ich war bloß im Dienst
und in der Versammlung.
Ich hatte das Gefühl,
ich verpasse was.
Ich hab mich gefühlt
wie ein Ausgestoßener.
Verstandesmäßig wusste ich zwar,
dass es gut und richtig ist,
nach der Bibel zu leben,
aber als ich in dieser Situation war,
war ich mir auf einmal
nicht mehr so sicher.
Irgendwie fand ich mich
nicht so cool wie die anderen.
Wenn sie dann von ihren Zielen
im Leben geredet haben,
hab ich mich nicht getraut,
ihnen von meinen zu erzählen.
Ich hab dann
über die Frage nachgedacht:
Wie verhalte ich mich jetzt
am besten?
Und was mir wirklich
dabei geholfen hat, war,
mit meinen Eltern
darüber zu sprechen.
Das war dann auch Thema
bei unserem Familienstudium.
Wir haben Matthäus 5:11 gelesen:
Aber ich dachte:
Wie soll man sich unter solchen
Umständen glücklich fühlen?
Ich bin alles andere als glücklich.
Meine Mama hat mir
Markus 8:38 gezeigt:
Wer sich für Jesus schämt,
für den wird er sich auch schämen.
Das hat mich echt
zum Nachdenken gebracht.
In Wirklichkeit hab ich mich
dafür geschämt,
eine Zeugin Jehovas zu sein.
Zu der Zeit hat ein Bruder
bei uns in der Versammlung
auch einen Vortrag gehalten,
in dem er Matthäus 19:29
vorgelesen hat.
Dort wird gesagt, dass jeder,
der für Jehova Opfer bringt,
„100-mal“ mehr bekommen wird,
als er hinter sich gelassen hat.
Also hab ich beschlossen,
es zu versuchen.
Ich hab Dinge, die mir
wichtig erschienen, aufgegeben
und wollte sehen,
wie Jehova das segnet.
Meine Eltern
haben Gelegenheiten geschaffen,
bei denen ich mit Vollzeitdienern
zusammen sein konnte.
Zu hören, was sie
in den verschiedenen Formen
des Vollzeitdienstes erlebt haben,
das hat mir geholfen zu entscheiden,
welchen Lebensweg ich gehen möchte.
Ein Riesenvorteil war, dass ich jetzt
mehr Möglichkeiten hatte,
neue Brüder und Schwestern
kennenzulernen.
Ich hab festgestellt, dass es
um mich herum so viele gibt,
die dieselben Vorstellungen und Ziele
haben wie ich.
Und das macht echte Freunde aus.
Als meine Klassenkameraden
das nächste Mal
über ihre Ziele geredet haben,
war ich selbstbewusst genug,
auch über meine zu sprechen.
Ich bin meinen Eltern so dankbar,
dass sie mir geholfen haben,
mutiger zu werden.
Jehova hält immer Wort.
Und auch dieses Versprechen
hat er gehalten:
Er hat mir 100-mal mehr gegeben,
als ich zurückgelassen habe,
weil ich mich dafür entschieden habe,
nach der Bibel zu leben.
Ich bin richtig glücklich
und ich bin überzeugt,
die besten Ergebnisse
erzielt man immer dann,
wenn man sich
bei seinen Entscheidungen
von der Bibel leiten lässt.
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