JW subtitle extractor

Gary Breaux: Geschichten beeinflussen uns (1. Joh. 5:19)

Video Other languages Share text Share link Show times

Unser heutiger Kommentar
enthält eine deutliche Aussage.
Wir lesen:
„Außerdem verbreitet Satan
seine Denkweise
durch Filme und Fernsehsendungen.“
Schon dieser Gedanke allein
sollte alle, die Jehova lieben,
dazu veranlassen,
sich wirklich gut zu überlegen,
was sie sich ansehen.
Was diese Methode Satans betrifft,
mit der er sein Gedankengut
verbreitet,
steht im Wachtturm weiter:
„Er hat erkannt: Geschichten erzählen
ist mehr als nur Unterhaltung.
Die Geschichten beeinflussen,
wie wir denken,
empfinden und uns verhalten.“
Das heißt, bei der Wahl
unserer Unterhaltung
müssen wir immer daran denken,
dass Satan mit seinen Geschichten
Menschen schon zu allen Zeiten
zum Schlechten beeinflusst hat.
Wozu es führt, wenn Menschen
Satans Geschichten zuhören,
können wir in Jesaja 55:7 nachlesen:
„Der böse Mensch
soll seinen Weg verlassen,
der schlechte Mensch
soll seine Gedanken aufgeben.“
Unter Satans Einfluss
wird die Denkweise
eines Menschen also verdorben,
und früher oder später
wird aus ihm dann
ein schlechter oder böser Mensch.
In Vers 8 und 9
wird erklärt, wie sehr sich
unsere unvollkommenen Gedanken
von den Gedanken Jehovas
unterscheiden
Hier in Vers 8 steht Folgendes:
„‚Meine Gedanken
sind nicht eure Gedanken
und eure Wege sind nicht meine Wege‘,
erklärt Jehova.
‚Wie der Himmel höher ist
als die Erde,
so sind meine Wege erhabener
als eure Wege
und meine Gedanken …
als eure Gedanken.‘“
In diesem Vers geht es zwar um
jemand, der böse oder schlecht ist,
aber das ist erst im Laufe der Zeit
aus ihm geworden.
Vorher war er lediglich unvollkommen.
Aber was hat denn dazu geführt,
dass er sich zum Schlechten hin
entwickelt hat?
Er hat sich vom Teufel
beeinflussen lassen –
das ist passiert.
Fakt ist,
wir sind auch alle unvollkommen.
Wie kann es uns denn gelingen,
so zu denken wie Jehova,
damit wir uns nicht
zu Menschen entwickeln,
die schlecht sind oder böse?
Interessanterweise benutzt Jehova
auch Geschichten,
um uns dabei zu helfen,
seine Denkweise zu übernehmen.
Deshalb ist die Bibel
voll von Erlebnisberichten –
von guten und
von schlechten Menschen.
Sie enthält auch viele
Veranschaulichungen und Geschichten,
die das Herz berühren.
Durch sie können wir
wichtige Grundsätze
und biblische Gebote
besser verstehen.
So sind wir in der Lage,
gute Entscheidungen zu treffen
und können unsere Wege
den Wegen Jehovas angleichen.
Ein Beispiel dazu:
Überall in der Bibel wird hervor-
gehoben, wie gern Jehova vergibt.
Schlagen wir dazu zunächst mal
2. Mose, Kapitel 34 auf.
Wir lesen Vers 7.
Was sagt uns dieser Text darüber,
wie großzügig Jehova vergibt?
Wir lesen hier:
„Er zeigt Tausenden loyale Liebe
und verzeiht Vergehen,
Übertretung und Sünde.“
So ist unser Gott Jehova.
Und wenn wir jetzt noch
Jesaja 1:18 aufschlagen,
da finden wir ein Bild
für seine Vergebung.
Jesaja 1:18.
Hier steht:
„‚Kommt nun und lasst uns die Sache
zwischen uns klären‘, sagt Jehova.
‚Wenn eure Sünden
auch scharlachrot sind,
werden sie so weiß werden wie Schnee.
Wenn sie auch rot sind
wie Karmesinstoff,
werden sie so weiß werden
wie Wolle.‘“
Und auch hier wird wieder klar,
dass Jehova gern vergibt.
Damit wir auch mit dem Herzen
das Wesen der Vergebung begreifen,
wird in der Bibel
eine Geschichte erzählt.
Jesus erzählt sie uns,
und zwar in Lukas, Kapitel 15.
Es ist die Geschichte
vom verlorenen Sohn.
Lukas 15:11 –
also das lesen wir jetzt nicht,
ich fasse es einfach nur mal
kurz zusammen.
Hier in Vers 11 steht:
„Ein Mann hatte zwei Söhne.“
Vers 12 sagt, der jüngere Sohn
ließ sich seine Erbschaft auszahlen.
Vers 13:
Er „reiste in ein fernes Land“
und „verschleuderte alles“.
Die nächsten Verse sagen,
dass er völlig verarmte.
Vers 17: Er kam „zur Besinnung“.
Er ging zurück nach Hause.
Und Vers 20 sagt:
Sein Vater „entdeckte ihn“
und „empfand tiefes Mitgefühl“.
„Er rannte ... [ihm] entgegen,
fiel ihm um den Hals
und küsste ihn liebevoll.“
Was möchte Jehova uns
hier eigentlich vermitteln?
Wozu diese Geschichte?
Das Erste ist:
Jehova vergibt gern, es ist
ihm sogar ein Herzensbedürfnis.
Wie der Vater in der Geschichte
beobachten wir oft,
dass Sünder ihr Erbe
als Diener Jehovas verschleudern.
Doch wir verlieren nie die Hoffnung,
dass sie eines Tages zurückkommen.
Und wenn sie wieder da sind,
heißen wir sie
mit offenen Armen willkommen.
Sünder, die ihr Leben geändert haben,
können wieder in Jehovas Familie
aufgenommen werden.
Noch ein Punkt:
Manche müssen erst ganz tief fallen,
bevor sie endlich
zur Besinnung kommen.
Was meint ihr,
sind das nicht wertvolle Lektionen?
Sie helfen uns,
Jehovas Denkweise zu verstehen
und wir lernen als unvollkommene
Menschen so zu denken wie er.
Wie Jehova denkt,
wird auch an Folgendem deutlich:
Die Geschichte wird
in der Neuen-Welt-Übersetzung
in knapp 500 Wörtern erzählt.
Aber nur etwa zehn Wörter
beschreiben das Fehlverhalten
des verlorenen Sohns.
Zum Beispiel lesen wir in Vers 13,
dass er
ein „ausschweifendes Leben“ führte.
Und in Vers 30 wird noch ergänzt,
dass er seinen „Besitz
mit Prostituierten verprasst hat“.
Also, wir haben hier zwar
eine Geschichte,
in der es um Fehlverhalten geht,
doch das steht keineswegs
im Mittelpunkt.
Und es wird auch nicht
in schillernden Farben ausgemalt.
Vielmehr bringt uns
diese Geschichte Jehova näher,
weil sie uns hilft zu verstehen,
wie großzügig er vergibt.
Genau darum
geht es in der Geschichte.
Lasst uns doch einmal
für einen Moment überlegen,
wie Satan wohl die Geschichte
vom verlorenen Sohn erzählt hätte.
Hätte er das Bild eines strengen
und intoleranten Vaters gezeichnet?
Hätte er die Atmosphäre in der
Familie als einengend dargestellt,
so dass der Sohn
sich nicht frei entfalten konnte?
Hätte er vielleicht
einige Ausdrücke eingestreut,
die respektlos oder vulgär sind?
Wie ausführlich hätte er wohl
die unmoralischen Aspekte
der Geschichte ausgeschmückt?
Und wäre der Sohn
bei seiner Rückkehr reumütig gewesen?
Oder hätte bei ihm nicht eher der Vater
einen Sinneswandel gehabt –
hin zu mehr Toleranz?
Hätte der Sohn am Ende noch
eine dieser Frauen
mit nach Hause gebracht?
Wer weiß …
Bei Satans Geschichten
steckt zwischen den Zeilen
immer sehr viel Schmutziges
und Unwahres.
Ein Blick auf die Handlung zeigt,
dass es eigentlich
immer um dasselbe geht:
Es geht immer um Rebellion,
um Gewalt und Unmoral.
Die Geschichte ist immer dieselbe,
und sie wird immer
und immer wieder erzählt,
nur mit anderen Figuren.
Bei Jehova ist das anders.
Lesen wir in seinem Wort,
entdecken wir jedes Mal etwas Neues.
Und wenn wir dann beim Lesen
nachdenken,
also zwischen den Zeilen lesen,
wird die Geschichte richtig lebendig.
Ganz gleich, wie oft wir
eine Geschichte schon gelesen haben,
wir lernen immer etwas,
das uns hilft,
die Denkweise Jehovas zu übernehmen.
Worauf kommt es also bei der Wahl
unserer Unterhaltung an?
Wir sollten Folgendes überlegen:
Wer steckt dahinter?
Fühle ich mich
durch diese Unterhaltung erfrischt
oder hat sie andere
gute Auswirkungen auf mich?
Oder könnte es sein,
dass dadurch mein Glaube
an Jehova geschwächt wird?
Wenn du dir nicht sicher bist,
lass es lieber sein.
In der heutigen Zeit
müssen wir sorgfältig auswählen,
wovon wir uns unterhalten lassen.
Hören wir also Jehova aufmerksam zu,
damit wir lernen, so zu denken
und zu fühlen wie er.
Und freuen wir uns darauf,
dass es bald nur noch
Unterhaltung gibt,
die uns erfrischt
und uns wirklich guttut.