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Unsere Geschichte in Bewegung: Filme und Videos als Lehrmittel

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Heute sind Videos im Dienst
und in den Zusammenkünften
gar nicht mehr wegzudenken.
Aber wusstet ihr,
dass Jehovas Volk schon 
seit mehr als 100 Jahren
Verfilmungen und Videos
im Predigt- und Lehrwerk einsetzt?
Finden wir heraus,
 wie und warum –
in dieser Folge von
Unsere Geschichte in Bewegung.
Als die ersten Bibelforscher
im späten 19. Jahrhundert
mit dem Predigen anfingen,
steckte die Filmindustrie
noch in ihren Kinderschuhen.
Doch schon damals erkannten
 Charles Taze Russell
und seine Weggefährten,
was für ein Potenzial
dieses neue Medium haben würde.
Mit bewegten Bildern
 könnte nicht nur
ein breiteres Publikum
 erreicht werden,
sondern auch die Herzen von Menschen.
Auf einem Kongress im Juni 1913
 haben die Bibelforscher
eine Resolution angenommen:
Die Nutzung von bewegten Bildern
 im Predigt- und Lehrwerk
soll unterstützt werden.
Weniger als ein Jahr später,
 im Januar 1914,
fand die Premiere des „Photo-Dramas
 der Schöpfung“ statt.
Diese achtstündige Produktion
enthielt kolorierte Glasbilder
 und Filmsequenzen.
Die meisten davon
hatte Bruder Russell
bei kommerziellen
Filmstudios eingekauft.
Stellt euch vor, ihr sitzt
in einem vollbesetzten Saal
und seht 
– vielleicht zum allerersten Mal –
bewegte Bilder
von Szenen aus der Bibel.
Und es gab noch etwas
 beim „Photo-Drama“,
womit das Publikum
nicht gerechnet hat:
Synchronisation.
Das „Photo-Drama“ wurde weltweit
in Theatern und großen Sälen gezeigt.
Aber wie wäre es,
wenn man solche Filme
nicht bloß in großen Theatern,
sondern direkt in den Wohnzimmern
 der Menschen zeigen könnte?
Genau das war die Idee
hinter einer Reihe von Kurzfilmen,
die in den 1920ern
veröffentlicht wurden.
In diesen Stummfilmen ging es
um die Reise von Bruder Rutherford
in die Länder der Bibel.
Sie waren dafür gemacht,
bei den Menschen zu Hause
 gezeigt zu werden.
Man brauchte dafür den sogenannten
 Kinemo-Projektor,
ein tragbarer,
günstiger Filmprojektor,
der eigens für diesen Zweck
entwickelt wurde.
Die Zuschauer
erhielten auf diese Weise
einen Einblick
in die Länder der Bibel
und in viele
biblische Prophezeiungen.
In den folgenden zwei Jahrzehnten
nutzte die Organisation dann
eher das Radio und Grammofone,
um mehr Menschen mit der 
Königreichsbotschaft zu erreichen.
Doch in den 1950er-Jahren
erkannte die Leitende Körperschaft,
dass es gut wäre, wenn Interessierte
 mit eigenen Augen sehen könnten,
dass Gottes Organisation
 international tätig ist.
Hierzu veröffentlichten sie
 wieder einen Film:
Die Neue-Welt-Gesellschaft
 in Tätigkeit.
Er dauerte 1 Stunde
 und 20 Minuten
und nahm die Zuschauer
 mit auf eine Reise
zu unseren Betheleinrichtungen 
und internationalen Kongressen.
Man bekam auch einen Eindruck davon,
 wie es sich anfühlt,
in den entferntesten Teilen der Erde
 zu predigen.
Weitere Filme,
die in den darauffolgenden Jahren
 veröffentlicht wurden,
stellten die Tätigkeit
 des Volkes Gottes
und die Erfüllung 
biblischer Prophezeiungen heraus.
Im Jahr 1966 wurde dann
 Heritage veröffentlicht.
Diese 28-minütige Verfilmung
zeigte auf realistische Weise,
welchen Herausforderungen junge
Menschen damals gegenüberstanden.
Heritage wurde bei Kreiskongressen
und anderen
größeren Zusammenkünften gezeigt.
Außerdem wurde die Verfilmung
 von über 150 Fernsehsendern
in den Vereinigten Staaten
 ausgestrahlt.
Nach 1966 gab es zunächst
 keine Filme mehr.
Stattdessen wurden Dramen
 aus biblischer Zeit
und der Neuzeit 
bei Kongressen live aufgeführt.
Diese Dramen ließen Bibelberichte
 für Jung und Alt lebendig werden
und waren viele Jahre lang
einer der Höhepunkte 
unserer Bezirkskongresse.
Doch neue technologische
 Entwicklungen
veranlassten unsere Brüder
 Ende der 80er-Jahre,
Filmprojekte
erneut in Angriff zu nehmen.
Mittlerweile verfügten immer mehr
 Haushalte über Videorekorder.
Und so wurde 1990
unser erstes Video veröffentlicht:
Jehovas Zeugen – die Organisation,
die hinter dem Namen steht.
Es ermöglichte den Zuschauern
 einen Blick hinter die Kulissen
und half ihnen zu verstehen,
wie unsere Literatur produziert
und im weltweiten Predigtwerk
 eingesetzt wird.
Seitdem macht der „treue
und verständige Sklave“
regen Gebrauch von Videos.
In den vergangenen 100 Jahren
gab es große Veränderungen
im Bereich der Filmproduktion,
aber das Ziel
von Jehovas Organisation
bei der Nutzung von bewegten Bildern
 hat sich nicht verändert,
nämlich die Herzen
aufrichtiger Menschen
mit der biblischen Wahrheit
 zu erreichen.