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Wie Gottes Wort aufgeschrieben wurde

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Gott ließ die Bibel
von etwa 40 Männern aufschreiben.
Hast du dich schon mal gefragt, 
worauf sie geschrieben haben?
Immerhin entstanden
die ältesten Teile der Bibel
über 1000 Jahre
vor Erfindung des Papiers.
Die frühesten Manuskripte der Bibel
 bestanden aus Papyrus.
Papyrus wächst in flachem Wasser
und kann eine Höhe
von bis zu fünf Metern erreichen.
Die Ägypter stellten daraus 
schon vor über 4000 Jahren
ein glattes, 
stabiles Schreibmaterial her,
das Papier ähnelt.
Die Herstellung war sehr aufwendig.
Feine Streifen des Pflanzenmarks
 wurden eingeweicht,
flachgeklopft
und dann übereinander gelegt.
Durch Schlagen und Pressen verbanden
sich die Schichten miteinander.
Die trockenen Blätter
wurden mit einem Stück Elfenbein,
einer glatten Muschel
oder auch einem Stein poliert.
Das Resultat war
eine relativ glatte Schreibfläche.
Für eine Buchrolle klebte man
einzelne Papyrusblätter aneinander.
So eine Rolle konnte
mehr als sechs Meter lang sein.
Doch um das 2. Jahrhundert
setzte sich ein neues Format durch,
das die Handhabung
deutlich vereinfachte:
der Kodex.
Die Papyrusblätter wurden gefaltet,
zusammengenäht
und zu einer Art Buch zusammengefügt.
Die Herstellung
von Schreibmaterialien
war wirklich zeitaufwendig.
Welche Art Stifte
wurden damals eigentlich verwendet?
Sie bestanden aus Schilfrohr,
das an einem Ende sorgfältig
geschnitten und gespalten wurde.
In biblischer Zeit
war eine Tinte in Gebrauch,
die aus Ruß bestand.
Als Bindemittel
mischte man Gummi bei.
Anschließend kam noch Wasser hinzu.
Ob in Form einer Buchrolle
 oder eines Kodex –
Papyrus war nicht lange haltbar.
Dennoch haben erstaunlich viele 
Fragmente von Bibelmanuskripten
bis heute überlebt.
Hier sieht man Reproduktionen
 von Fragmenten,
die über 2000 Jahre alt sind.
Später verwendete man
 langlebigeres Material.
Um das 4. Jahrhundert
hatte sich Pergament etabliert,
das zumeist aus Schafs-, Kalbs-
 oder Ziegenhäuten bestand.
Zuerst weicht man
die Tierhaut in Wasser und Kalk ein.
Anschließend entfernt man
 Haare und Fette.
Dann spannt man die Haut
 auf einen Rahmen
und schabt alle
unerwünschten Rückstände ab.
Als Nächstes wird sie weiter
 gedehnt und getrocknet,
sodass eine feste, 
glatte Oberfläche entsteht.
Zum Schluss wird die Tierhaut
 mit Kreidepulver bestreut
und mit einem Bimsstein geschliffen.
Auch nur ein Pergament herzustellen,
ist mit sehr großem Aufwand
 verbunden.
Dennoch gibt es 
viele Bibelmanuskripte
aus diesem Material,
wie zum Beispiel
diese beiden Originale.
Ein berühmtes Manuskript
ist auch der Codex Amiatinus.
Er befindet sich in Italien
und ist über 1300 Jahre alt.
Es ist die älteste vollständige
lateinische Bibel in einem Band.
Man schätzt, dass die Herstellung
 über 400 Tierhäute erforderte.
Diese Nachbildung ist groß,
aber das Original ist noch größer.
Es wiegt sage und schreibe 34 kg.
Was für eine Arbeit es war,
nur diese eine Bibel herzustellen!
Leider zersetzen sich
all diese Materialien mit der Zeit.
Doch um die Bibel zu bewahren,
 hat Jehova dafür gesorgt,
dass sie über
die Jahrhunderte
immer wieder sorgfältig
 abgeschrieben wurde,
sodass wir heute
Tausende Manuskripte
von verschiedenen Bibelteilen haben.
Wenn du also das nächste Mal
 einen Bibelvers anklickst,
dann denk an den Aufwand
der Niederschrift
und daran,
was für ein Wunder es ist,
dass Gottes Wort
trotz der vergänglichen Materialien
bis heute erhalten geblieben ist.