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Moses Maphoto: Ich habe wahres Glück gefunden

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Eines Nachts ist die Polizei 
bei uns zu Hause aufgetaucht.
Sie haben die Tür eingetreten 
und die Fenster eingeschlagen.
Sie sagten, dass das Haus jetzt ihnen
 und nicht mehr uns gehören würde.
Nach diesem Vorfall verspürte ich
 große Wut.
Ich war so wütend, 
dass ich mir schwor,
alles zu tun, um für Gerechtigkeit
 und Freiheit zu kämpfen.
Die Apartheid hat die Gesellschaft
 gespalten.
Zum Beispiel hat sich
die Schulbildung für Weiße
von der für Schwarze unterschieden.
Die Schulbildung für Schwarze 
hatte ein sehr niedriges Niveau.
Die Regierung investierte
 das meiste Geld
in Bildungsmöglichkeiten für Weiße.
Das machte sich auch 
in den Klassenzimmern bemerkbar.
Anders als die Klassenzimmer
 der weißen Kinder
waren die der schwarzen überfüllt.
In meiner Jugend war ich
 fest entschlossen,
Rechtsanwalt zu werden,
um auf juristischem Weg 
gegen die Apartheid vorzugehen.
Aber nach diesem brutalen Vorfall 
und dieser ungerechten Behandlung
hat sich meine Einstellung
 schlagartig verändert.
Ich wollte eine sofortige Lösung.
Eine Lösung,
die jetzt für Frieden, Freiheit 
und Gerechtigkeit sorgen würde.
Ich schloss mich deshalb 
einer politischen Organisation an
und reiste in ein anderes Land,
um dort 
militärisch ausgebildet zu werden.
Ich wurde von dieser Organisation
zu einem Befehlshaber
über eine Gruppe Soldaten ernannt,
die für Freiheit kämpfen sollten.
Zu meinen Aufgaben gehörte es
 unter anderem,
geheime Verstecke einzurichten.
Dort lagerten wir unsere Waffen.
Außerdem konnten wir in diesen
Verstecken diejenigen ausbilden,
die sich unserer Organisation
 angeschlossen hatten.
Sie wurden trainiert und 
zu Widerstandskämpfern ausgebildet.
Wir zeigten ihnen, 
wie man Schusswaffen verwendet
und wie man mit den verschiedenen
 Sprengstoffen umgeht,
die wir in unseren Verstecken
 lagerten.
Ich war ein sehr brutaler Mensch, 
der vor niemandem Respekt hatte
und der sich vor nichts fürchtete.
Meine Erwartungen wurden aber
 nicht erfüllt,
denn ich hätte gedacht,
dass wir als Organisation
vereint sein würden,
weil wir dasselbe Ziel hatten.
Aber so wie es in Wirklichkeit lief,
 war ich nicht glücklich.
Was ich erlebte, 
war geprägt von Hass,
Vorurteilen und Auseinandersetzungen.
Meine Frau war damals schon
 eine Zeugin Jehovas,
und wir hielten es beide
 für eine gute Idee,
dass mir jemand 
die Bibel näherbringt.
Sie lud also eine Schwester ein,
die mir von der guten Botschaft 
über Gottes Königreich erzählte.
Ich wurde sehr wütend,
 als sie sagte,
dass Gottes Königreich 
alle anderen Königreiche,
also auch 
meine politische Organisation,
zertrümmern würde.
Ich war wirklich aufgebracht.
Aber als ich sah, dass sie lächelte,
nicht laut wurde 
und nicht einmal verärgert war,
überraschte mich das.
Das berührte mich.
Sie luden mich zu einer 
Zusammenkunft im Königreichssaal ein.
Mir fiel auf, dass sich 
jeder am Programm beteiligte.
Sogar Kinder meldeten sich
und trugen offen ihren Teil
 zur Zusammenkunft bei.
Man konnte sehen, 
dass sie gut vorbereitet waren
und ihre Kommentare 
immer zum Thema passten.
Jeder konnte die Bibeltexte
 schnell aufschlagen.
Obwohl ich an der Universität
 studiert hatte,
konnte ich die Bibeltexte
 nicht finden.
Ich dachte: 
„Hey, ich will genauso sein wie sie!“
Mir fiel auf,
dass die Bildung, die sie 
von Jehovas Organisation erhielten,
ein sehr hohes Niveau hatte.
Das war etwas ganz anderes,
als man es aus den Schulen 
zur Zeit der Apartheid kannte.
Ich habe etwas 
in meinem Leben gelernt:
Wenn man auf Menschen vertraut,
 ist es so,
„als wollte man den Wind einfangen“.
Wenn man aber auf Jehova vertraut,
 macht das glücklich.
Seit meiner Kindheit wollte ich
 in Freiheit leben,
Frieden finden 
und ein glücklicher Mensch werden.
Aber ich habe all diese Dinge
 erst dann gefunden,
als ich einen Königreichssaal betrat.
Hier habe ich echte Freiheit,
Gerechtigkeit
und wahres Glück verspürt.
Und mir wurde gezeigt, 
was echte Liebe ausmacht.
Mein Leben hat sich
 komplett verändert.
Jetzt habe ich eine 
enge Freundschaft zu Jehova.
Durch diese Freundschaft bin ich 
ein liebevoller Mensch geworden –
ein Mensch, der mit anderen mitfühlt.
Jemand, der sich sehr bemüht,
 demütig zu sein.
Jemand, der mit anderen
in Frieden lebt.
Ich habe mich vollständig
„mit der neuen Persönlichkeit“
gekleidet.