JW subtitle extractor

Der Betheldienst – ein wichtiger Bestandteil von dem, was wir für Jehova tun

Video Other languages Share text Share link Show times

In Jesaja 60:17 sagt Jehova:
„Statt des Kupfers werde ich
Gold herbeibringen
und statt des Eisens werde ich
Silber herbeibringen.“
Mit diesen Worten
hat Jehova versprochen,
dass der irdische Teil
seiner Organisation
sich immer weiterentwickeln würde.
In den vergangenen Jahren
gab es viele Veränderungen
innerhalb Jehovas Organisation.
Und das hat auch
die wichtige Tätigkeit im Bethel betroffen.
Was im Bethel getan wird,
dient 2 wichtigen Zielen:
Es soll geistige Nahrung
für so viele Menschen wie möglich
produziert werden
und die weltweite Predigttätigkeit
unterstützt werden.
Immer wenn die Leitende Körperschaft
Anpassungen im Bethel vorgenommen hat,
hatte sie diese Ziele im Sinn.
Über die Jahre gab es Veränderungen
im Druckwesen,
beim Einsatz von Technologien,
bei der Bautätigkeit,
die Zweigorganisation wurde vereinfacht
und noch vieles mehr.
Die weltweite Bethelfamilie hat
diese Veränderungen treu unterstützt
und dabei den Rat
aus Kolosser 3:23 befolgt:
„Arbeitet an allem, was ihr tut,
mit ganzer Seele,
als wäre es für Jehova
und nicht für Menschen.“
Viele Brüder und Schwestern
setzen sich schon
seit Jahrzehnten im Bethel ein
und haben diese Veränderungen
hautnah miterlebt.
Wie Jehova schätzen wir die,
die sich für den heiligen Dienst zur
Verfügung stellen, von ganzem Herzen.
Sie haben die gleiche Einstellung
wie Jesaja, der ausrief:
„Hier bin ich! Sende mich!“
Rund um den Globus bewerben sich
immer mehr junge Brüder
für den Betheldienst.
Gleichzeitig werden nach wie vor
gut geschulte Brüder und Schwestern
mit der richtigen Einstellung
in den Versammlungen gebraucht.
Unter Berücksichtigung der Bedürfnisse
im Bethel und im Gebiet
hat die Leitende Körperschaft
entschieden,
die Sicht auf den Betheldienst
in Zukunft anzupassen.
Von nun an wird der Betheldienst
nicht länger
als lebenslange Zuteilung angesehen.
Das Bethel wird ein Ort bleiben,
an dem Diener Jehovas sich
mit ganzem Herzen einsetzen
und an dem sie geschult werden,
um überall dienen zu können.
Das heißt, die Brüder und Schwestern
werden die Schulung, die sie bekommen,
im Gebiet einsetzen
oder wo auch immer Jehovas
Organisation sie gebrauchen kann.
Im Einklang mit dieser Entscheidung
freuen wir uns,
euch über ein paar Veränderungen
im Bethel zu informieren.
Erstens: Es wird einen regelmäßigen
Personalaustausch geben.
Das heißt, Brüder und Schwestern
werden ins Bethel kommen
und auch wieder ins Gebiet geschickt.
Wie bereits erwähnt,
wird der Betheldienst
nicht länger als Zuteilung
fürs Leben angesehen werden.
Natürlich wird es immer einen Bedarf
an Älteren im Bethel geben,
damit sie ihr Wissen
und ihren Erfahrungsschatz
an die Jüngeren weitergeben können.
Doch viele, die ins Bethel kommen,
werden nur eine Zeit lang bleiben.
Sie werden geschult,
sammeln wertvolle Erfahrung,
geben ihr Wissen weiter und können
ihre Schulung dann woanders einsetzen.
Künftig wird
bei jedem Betheldiener also
nach bestimmten Zeiträumen überlegt,
wo sein Erfahrungsschatz
und sein Wissen
im Moment
am besten eingesetzt werden können.
Welche positiven Auswirkungen
hat das auf Jehovas Organisation?
Lassen wir dazu einige Brüder
zu Wort kommen.
Was haben sie uns zu berichten?
Durch die Schulung im Bethel hab ich
viel über Vertraulichkeit gelernt.
Ich habe mit vielen reifen Brüdern
und Schwestern zusammengearbeitet,
die viel Erfahrung haben
und voll auf Jehova vertrauen.
Das hilft mir jetzt als Ältester
in meiner Versammlung.
Bei meinen Aufgaben
verlasse ich mich voll auf Jehova
und kann so noch besser
für die Brüder und Schwestern da sein,
genauso, wie ich es auch damals
im Bethel erlebt habe.
Als wir unsere
neue Zuteilung bekommen haben,
haben wir noch einmal
die Evangelien gelesen, von Anfang an.
Das war genau das, was wir
in dem Moment gebraucht haben.
Durch diese Worte hat Jehova
seine Liebe zu uns bestätigt
und wir haben verstanden,
dass es darum geht,
was für seine Organisation
am besten ist.
Und wenn wir die Veränderung
unterstützen und treu mitmachen,
dann wird Jehova uns weiterhin segnen,
auch in unserer neuen Zuteilung.
Durch das Bethel lernt man
viele Brüder und Schwestern kennen.
Da sind die Brüder in der Abteilung,
mit denen man Freundschaften schließt.
Und dann sind da ja auch noch
die ganzen Besucher.
Man bekommt einen Eindruck,
wie groß die Organisation ist,
viel größer als die Versammlung,
aus der man kommt.
Und man versteht, dass man Teil einer
großen und weltweiten Familie ist.
Ich hab so viel erlebt und ich durfte
so viele Erfahrungen machen.
Davon kann ich jetzt den Brüdern
in meiner Versammlung berichten.
Dadurch sehen sie, was man alles
in Jehovas Organisation machen kann,
und es ermuntert sie,
sich Ziele zu setzen.
Jehovas große Organisation
steht hinter uns.
Das ist
ein Beweis für seine Liebe zu uns
und dass er sich um uns kümmert.
Und wer das erlebt hat,
kann das an andere weitergeben.
Man kann andere an diesen
wertvollen Erfahrungen teilhaben lassen.
Wie diese Beispiele zeigen,
ist der Betheldienst zwar
keine Zuteilung für das ganze Leben,
aber eine,
die das ganze Leben verändern kann.
Bedeutet diese Anpassung,
dass jeder, der im Bethel dient,
irgendwann eine Zuteilung
außerhalb des Bethels bekommt?
Nein. Es wird weiterhin
einen Bedarf an älteren
und jüngeren Betheldienern geben.
Das ist im Einklang mit
Sprüche 20:29:
„Die Herrlichkeit junger Menschen
ist ihre Kraft
und die Pracht alter Menschen
ist ihr graues Haar.“
Im Wachtturm vom 15. März 1993
hieß es zu diesem Vers:
„Jugendliche Kraft mit
in langen Jahren erworbener Erfahrung
und Weisheit zu verknüpfen
ergibt eine äußerst solide Verbindung.“
Im Bethel kann man beobachten,
wie wahr diese Aussage ist.
Der tiefe Glaube und immense Erfahrungsschatz
Älterer ist unersetzlich.
Aber man könnte sich fragen:
Wenn es einen
noch regelmäßigeren Austausch gibt,
wie wird sichergestellt, dass die
wichtige Arbeit im Bethel auch erledigt wird?
Das führt uns
zu unserer zweiten Änderung:
Es wird mehr Wert darauf gelegt,
schneller und früher zu schulen.
Wir wollen Brüdern
und Schwestern helfen,
sich die nötigen Fähigkeiten
anzueignen,
um sie noch früher in den
verschiedenen Bereichen einzusetzen.
Diese Schulung beinhaltet,
junge Brüder
schneller mit Verantwortung zu betrauen.
Ältere Brüder werden ihnen
als Mentoren zur Seite stehen.
Sie werden ihnen helfen,
verantwortungsvolle Arbeiten im Bethel
zu übernehmen
und als Aufseher zu dienen.
Die Schulung macht sie zu einem
echten Gewinn für das Bethel.
Es bereitet sie auf künftige Aufgaben
in Jehovas Organisation vor
und es hilft ihnen, Fähigkeiten
und Eigenschaften zu entwickeln,
die in der neuen Welt
gebraucht werden.
Welche guten Ergebnisse hat dieses
Schulungsprogramm bereits gebracht?
Lassen wir auch zu diesem Thema wieder
einige Brüder zu Wort kommen.
Es wird mehr geschult
und die Qualität der Schulung
wird immer besser.
Anstatt alle
auf die gleiche Weise zu schulen,
geht man viel mehr auf
die Persönlichkeit jedes Einzelnen ein,
welche Stärken er hat
und welche Fähigkeiten
oder auch, wo jemand
noch Unterstützung braucht.
So überlässt man es also
nicht einfach dem Zufall,
sondern passt die Schulung an.
Und dadurch ist diese Schulung
auch erfolgreich.
Als ich jung war,
wurde ich nicht wirklich geschult.
Ich habe Aufgaben bekommen,
aber keine Schulung.
Das ist heute ganz anders.
Es wird viel schneller geschult.
Und das ist so wichtig,
weil Jehovas Organisation wächst.
Die Organisation profitiert sehr davon,
wenn junge Brüder geschult werden
und wenn sie 
schon früh Verantwortung bekommen.
Während unsere jüngeren Brüder
Kraft und frische Ideen haben,
bringen Ältere
Weisheit und Erfahrung mit.
Wenn man das miteinander kombiniert,
kann die Organisation weiter wachsen
und zukünftigen Herausforderungen
besser begegnen.
Kommen wir jetzt zur
dritten Anpassung.
Sie hat damit zu tun,
wie wir diejenigen einsetzen,
die sich beworben haben,
um ihren Dienst auszuweiten
und sich als Helfer einzusetzen.
Wir richten unseren Fokus
hierbei also auf
Teilzeitpendler sowie
auswärtige und zeitweilige Helfer.
Ziel ist es,
sie noch sinnvoller einzusetzen.
Das bedeutet, zu überprüfen,
wie viele Helfer wir wirklich brauchen,
damit sich so viele wie möglich
der wichtigsten Aufgabe widmen können –
dem Predigen der guten Botschaft.
Helfer sinnvoll einzusetzen,
hat viele Vorteile.
Sehen wir uns dazu
die folgenden Erfahrungen an.
Bei der Arbeit fürs Bethel
kommt es nicht darauf an,
von wo aus sie erledigt wird,
sondern dass sie erledigt wird.
Vieles kann weltweit 
von jedem Ort aus gemacht werden.
Ich bin als junger Bruder
ins Bethel gekommen, mit 19.
Und dann war ich einige Zeit dort.
Dann bin ich rausgegangen, hab
geheiratet und eine Familie gegründet.
Und jetzt bin ich
wieder fürs Bethel tätig.
Ich arbeite von zu Hause
in Teilzeit fürs Bethel.
Ich merke,
wie gut es sich auf mich auswirkt,
dass ich weiter geschult werde;
dass es mir hilft,
als Christ weiter zu wachsen.
Als Helfer bekomme ich einen Einblick,
wie Jehova seine Organisation leitet.
Das erfordert natürlich Flexibilität.
Wir müssen berücksichtigen,
was für einen Zeitplan jemand hat
und von wo aus er mithilft.
Wir müssen kreativ werden
und Lösungen dafür finden,
dass auswärtige Helfer entsprechend
ihrer Umständen mithelfen können.
Auch wenn man in einer anderen
Zeitzone ist, sorgen sie dafür,
dass man bei den Besprechungen
dabei sein kann.
Sie geben einem das Gefühl,
dass man dazugehört,
dass sie einem vertrauen.
Wir können unser Team oft
nicht selbst zusammenstellen.
Aber Jehova sorgt immer für
großartige Brüder und Schwestern,
die uns helfen können.
Sie haben so wertvolle Fähigkeiten.
Wenn man für neue Wege,
die Arbeit zu erledigen, offen ist,
stellt man oft fest,
dass man weniger 
Brüder und Schwestern im Bethel braucht
und dass die Qualität der Arbeit
trotzdem genauso gut ist.
Wenn die Brüder und Schwestern in der
Versammlung darauf Rücksicht nehmen,
dass man fürs Bethel tätig ist,
ist das eine große Hilfe.
Wir haben schon damit begonnen,
diese Änderungen nach und nach in
verschiedenen Zweigen umzusetzen,
und wir sehen bereits
erste positive Ergebnisse.
Den Zweigkomitees haben sich
dadurch mehr Möglichkeiten eröffnet,
Brüder und Schwestern
in bestimmten Bereichen zu schulen.
Und junge Leute motiviert
dieser neue Ansatz noch mehr,
ihren Dienst auszuweiten
und sich für Jehovas Organisation
zur Verfügung zu stellen.
Aber das ist noch nicht alles.
Die Zweigkomitees berichten auch,
was für einen positiven Einfluss
ehemalige Betheldiener
auf das weltweite Werk haben.
Viele haben sich
zur Verfügung gestellt, um sich
in den verschiedensten Bereichen
von Jehovas Organisation einzubringen,
zum Beispiel in der Bautätigkeit
(also im LDC),
in Krankenhaus-Verbindungskomitees
oder beim öffentlichen Zeugnisgeben
in Ballungszentren.
Manche waren bereit,
in ein Gebiet zu ziehen,
wo mehr Verkündiger gebraucht werden,
haben die
Schule für Königreichsverkündiger besucht
und noch vieles mehr.
Diese 3 Anpassungen ermöglichen es
noch mehr Brüdern und Schwestern,
von der Schulung im Bethel
zu profitieren.
Und später können sie die Erfahrung,
die sie gesammelt haben,
auf vielfältige Weise einbringen.
Epheser 4:16 beschreibt,
dass der Körper Christi
„harmonisch zusammengefügt“ ist
und dass jeder Körperteil
eine ganz bestimmte Funktion erfüllt.
Wir hoffen, dass diese Anpassungen
dazu beitragen werden,
dass alle liebevoll
und harmonisch zusammenarbeiten
und sich weiter von unserem Haupt
Jesus Christus leiten lassen.
Ihr Jüngeren, bitte denkt unter Gebet
darüber nach,
ob ihr die Möglichkeit habt,
euch für den Betheldienst zu bewerben.
Als 1960 eines der Bethelgebäude
in Brooklyn
seiner Bestimmung übergeben wurde,
beschrieb Bruder Franz, ein früheres
Mitglied der Leitenden Körperschaft,
das Bethel als „das großartigste
Bildungsinstitut der ganzen Erde“.
Und auch noch 65 Jahre später
können wir dem von Herzen zustimmen.
Wenn man im Bethel dient,
hat man die Gelegenheit,
eine wertvolle Schulung zu bekommen.
Diese Schulung hilft nicht nur dir,
sondern auch der Organisation,
und das nicht nur heute, sondern
auch in der Zukunft, in der neuen Welt.
Liebe Eltern,
bitte helft euren Kindern,
sich den Betheldienst
zum Ziel zu setzen,
damit sie auch diese 
wertvolle Schulung erhalten können.
Das ist eine Möglichkeit,
wie sie sich bei allem, was sie tun,
„mit ganzer Seele ... für Jehova“
einsetzen können.
Und diejenigen von euch,
die im Bethel waren
und jetzt außerhalb dienen:
Wir lieben euch sehr
und schätzen alles, was ihr tut!
Ihr besitzt einen großen Schatz:
eure Erfahrung im Bethel.
Gebt diesen Schatz großzügig
an andere weiter.
Ermuntert eure Brüder und Schwestern,
alles, was sie für Jehova tun,
mit ganzer Seele zu tun.
Dann können sie selbst auch so viele
schöne Erfahrungen sammeln wie ihr.
Euer gutes Vorbild kann einen
großen Unterschied machen.
Andere werden sich immer
daran erinnern,
dass ihr sie motiviert habt
und für sie da wart.
Wenn wir an Jesaja 60:17 denken,
sind wir sicher,
dass Jehova auch weiter für
Veränderungen im Bethel sorgen wird,
damit die Bedürfnisse der Organisation
bestmöglich abgedeckt werden.
Und noch etwas ist sicher:
Die Liebe und die Hingabe gegenüber Jehova
und seiner Organisation
wird jeden von uns motivieren,
sich weiter mit ganzer Seele
für Jehova einzusetzen –
heute und in der Zukunft.