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JW Broadcasting März 2026

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Willkommen zu JW Broadcasting®.
Manchmal werden wir
mit Situationen konfrontiert,
die uns im ersten Moment überfordern.
Wie schaffen wir es,
bei solchen Herausforderungen
unser emotionales Gleichgewicht
zu bewahren?
Wir werden tief
in das Bibelbuch Jona eintauchen
und etwas über loyale Liebe lernen.
Die Aussicht,
berühmt und reich zu werden,
ist für viele sehr verlockend.
Wir lernen eine Schwester kennen,
die sich entscheiden musste
zwischen einem Leben als Star
und einem Leben mit Jehova.
Und in unserem Musikvideo
sehen wir einige unserer Brüder,
die in Haft sind und trotzdem
einen starken Glauben haben.
Das ist JW Broadcasting.
„Lasst euer Herz
nicht beunruhigt werden.“
Jesus sagte diese Worte
zu seinen Aposteln,
kurz nachdem er ihnen gesagt hatte,
dass er nicht mehr lange
bei ihnen sein würde.
Wahrscheinlich konnte er sehen,
wie erschüttert und traurig sie waren.
Um ihnen zu helfen, sagte er
die Worte aus Johannes 14:1:
„Lasst euer Herz
nicht beunruhigt werden.
Glaubt an Gott, glaubt auch an mich.“
In der Bibel werden
schlechte Menschen häufig
mit einem unruhigen
oder stürmischen Meer verglichen.
Und manchmal fühlt sich unser Leben
vielleicht auch so an.
Manchmal trifft uns eine schlechte
Nachricht wie eine Welle –
und dann kommt auch
schon die nächste.
Was in der Welt los ist und
unsere persönlichen Herausforderungen
kosten uns viel Kraft.
Und am Ende eines Tages fühlen wir
uns oft emotional ausgelaugt.
Jedem von uns geht es manchmal so.
Wie kann das, was Jesus
seinen Aposteln gesagt hat,
uns heute helfen,
unsere Kraft nicht zu verschwenden,
sondern sie gut zu nutzen?
Überlegen wir mal, wie uns
die 2 Aussagen Jesu helfen können.
Beginnen wir mit der Aussage:
„Lasst euer Herz
nicht beunruhigt werden.“
Jesus sagte:
„Lasst euer Herz nicht ...“
Die Apostel hatten es
selbst in der Hand,
wie sie mit der Situation
umgehen würden.
Sie könnten sich beunruhigen lassen.
Aber sie könnten auch versuchen,
ihr Herz nicht beunruhigen zu lassen.
Oft sind unsere Gefühle
das Ergebnis unserer Gedanken.
Häufig fühlen wir etwas, weil wir
an eine bestimmte Person denken
oder an etwas, das wir erlebt haben.
Jesu Worte „Lasst euer Herz nicht ...“
bedeuten also,
dass wir versuchen müssen,
unser Denken zu kontrollieren.
Einfach gesagt:
Wenn wir an etwas Trauriges denken,
dann werden wir auch traurig.
Wenn wir an etwas Gefährliches denken,
dann fühlen wir uns ängstlich.
Man könnte unser Denken mit einem
großen Haus veranschaulichen,
mit vielen Zimmern.
Jedes dieser Zimmer steht für etwas,
das wir erlebt haben.
Und wenn wir uns
in einem dieser Räume aufhalten,
dann kommen die Gefühle in uns hoch,
die wir damals empfunden haben.
Jesu Apostel befanden sich jetzt in dem
Jesus-wird-uns-verlassen-Zimmer.
Sie waren traurig und hatten Angst.
Aber Jesus versicherte ihnen,
dass sie beeinflussen konnten,
wie sie sich fühlten.
Sie könnten sich voll
auf ihre Trauer konzentrieren
und ihre ganze Kraft dafür nutzen.
Oder sie könnten sich
auf ihre Freundschaft
zu Jehova und Jesus konzentrieren
und ihnen vertrauen.
Wie ist es bei uns?
Durch unsere Gedanken
beeinflussen wir, wie wir uns fühlen.
Manchmal fühlt es sich so an,
als wären wir wie die Apostel
in einem dunklen Raum
voller Schmerz und Angst.
Dann denken wir daran:
Wir sind nur vorübergehend dort;
wir wollen hier nicht einziehen.
Eine andere Möglichkeit, wie wir
unser Herz nicht beunruhigen lassen,
ist, darauf zu achten, wofür wir
unsere emotionale Kraft einsetzen.
In Jesaja 55:2 steht:
„Warum bezahlt ihr ständig Geld
für etwas, was kein Brot ist,
und warum gebt ihr euren Verdienst
für etwas aus, was nicht satt macht?“
Genauso wie wir kein Geld für
etwas Wertloses ausgeben würden,
würden wir auch nicht unsere Kraft
für etwas verschwenden,
das uns nichts bringt.
Man könnte das so vergleichen:
Stell dir mal vor, du hast am Tag
10 Euro, um dir davon Essen zu kaufen.
Dann gibst du aber schon 8 Euro
fürs Frühstück aus.
Jetzt hast du nicht mehr genug
fürs Mittag- und Abendessen.
Genauso ist auch
die emotionale Kraft,
die uns jeden Tag zur Verfügung steht,
begrenzt.
Deshalb müssen wir aufpassen,
wofür wir sie nutzen.
Wofür nutzt du deine emotionale Kraft?
Fragen wir uns:
Verschwende ich meine Kraft für Dinge,
die es eigentlich nicht wert sind?
Zum Beispiel, wenn uns jemand
beim Autofahren die Vorfahrt nimmt,
wenn wir unfair behandelt werden
oder uns jemand enttäuscht –
wir könnten uns sehr darüber aufregen
und uns die Kraft davon rauben lassen.
Überlegen wir: Ist es gut,
so viel Kraft dafür einzusetzen?
Verschwende ich einen großen Teil
der Kraft,
die mir jeden Tag
zur Verfügung steht,
für Dinge, die mir nicht guttun?
Würdest du jemand dein volles
Portemonnaie in die Hand drücken
und sagen:
„Nimm dir, was du willst.“?
Vielleicht – wenn es jemand ist,
dem du vertraust.
Aber wenn das nicht der Fall ist,
würdest du das niemals tun.
Genauso heben wir unsere emotionale
Kraft für die auf, die wir lieben.
Wir nutzen sie für die,
die uns wichtig sind:
für unsere Familie,
unsere Brüder und Schwestern
und ganz besonders
für unsere Freundschaft mit Jehova.
Soziale Medien, Politik,
die Nachrichten, die Unterhaltung –
all das kann uns
die emotionale Kraft rauben.
Wir dürfen diesen Dingen nicht
unser emotionales Portemonnaie
in die Hand drücken und sagen:
„Hier, nimm, was du willst“,
sonst haben wir am Ende des Tages
nichts mehr übrig für die Menschen,
die wir lieben
und die uns am Herzen liegen.
Setzen wir unsere Kraft für
die Menschen und die Dinge ein,
die uns wirklich wichtig sind.
Das ist der Schlüssel zu wahrem Glück.
Viele Menschen denken,
dass sie glücklich werden,
wenn sie Geld für sich selbst ausgeben
oder Dinge tun, die ihnen gefallen.
Aber nur an sich zu denken,
macht nicht glücklich.
Jesus sagte: „Geben macht glücklicher
als Empfangen.“
Aus dieser einfachen Aussage von Jesus
können wir viel darüber lernen,
wie wir unsere Kraft gut nutzen können.
Wir lernen etwas über Zufriedenheit.
Zufriedenheit entsteht,
wenn wir anderen Liebe zeigen.
Dazu ein Vergleich: Wenn du
ein Feuer machst, was entsteht dann?
Wärme und Licht.
Wir werden keine Wärme
und kein Licht bekommen,
wenn wir kein Feuer machen.
Man muss sich anstrengen,
um ein Feuer zu machen.
Und das Ergebnis davon
sind Wärme und Licht.
Wenn wir unsere Kraft darin
investieren, anderen Liebe zu zeigen,
dann spüren wir als Ergebnis
Wärme und Zufriedenheit.
Jesu Worte „Lasst euer Herz
nicht beunruhigt werden“ zeigen,
dass wir in der Lage sind,
unsere Gefühle durch das, worüber wir
nachdenken, positiv zu beeinflussen.
Und wir können selbst entscheiden,
für wen wir unsere Kraft einsetzen:
für unsere Familie,
unsere Brüder und Schwestern
und vor allem
für unsere Freundschaft mit Jehova.
Schauen wir uns jetzt die zweite Hälfte
von Johannes 14:1 an.
Jesus sagt:
„Glaubt an Gott, glaubt auch an mich.“
Jesus hat nicht einfach nur gesagt:
„Glaubt“,
als ob Glaube etwas wäre,
das nur mit uns selbst zu tun hat.
Nein, er verknüpfte den Glauben eng
mit sich selbst und Jehova.
Wenn uns also etwas
Sorgen oder Angst macht,
dann denken wir daran,
dass sie wissen, wie es uns geht.
Und sie arbeiten bereits
an einer dauerhaften Lösung.
Es ist so, als wären sie
im Zimmer nebenan.
Wir können jederzeit
in dieses Zimmer gehen,
wenn wir beten und nachdenken.
Wenn wir daran glauben,
dass Jehova alle Probleme dieser Welt
lösen kann und wird,
kann uns das sehr beruhigen.
Jesus wusste, dass wir als
unvollkommene Menschen oft denken,
wir müssten alles selbst lösen.
Er sagte in der Bergpredigt:
„Hört auf, euch ... Sorgen zu machen.“
Warum?
Weil „euer himmlischer Vater [doch]
weiß ..., dass ihr das alles braucht“.
Glaubst du, dass Jehova dich versteht,
dass er weiß, was du brauchst?
Diesen Glauben brauchen wir, um
unser Herz nicht beunruhigen zu lassen.
Probleme selbst lösen zu wollen,
die wir eigentlich
Jehova überlassen sollten,
macht unsere Angst nur größer.
Zum Beispiel:
Kannst du etwas gegen Armut tun?
Gegen das Altwerden, Kriege,
Verbrechen, Bürgerunruhen?
Wenn wir darüber nachdenken,
ist uns klar,
dass wir diese Probleme
nicht lösen können.
Wir wissen aber,
dass Jehova und Jesus sie lösen
können – durch Gottes Königreich.
Der Glaube an Jehova und Jesus
ist der beste Weg,
um unser emotionales Gleichgewicht
zu bewahren,
besonders bei schlechten Nachrichten
und Schwierigkeiten.
Ich mache mir auch manchmal Sorgen,
wenn ich mitbekomme,
was unsere Brüder und Schwestern
auf der ganzen Welt durchmachen,
zum Beispiel in Russland oder Eritrea.
Und wahrscheinlich
geht es euch ähnlich.
Das nimmt uns einfach emotional mit.
Aber wie schaffen wir es,
dass unser Herz nicht beunruhigt wird,
wie Jesus sagte?
Eine Sache, die mir dann hilft, ist,
mich zu fragen:
Hat die Versammlung alles getan,
was sie konnte?
Haben das Zweigbüro und die
Weltzentrale getan, was sie konnten?
Hab ich für sie gebetet?
Wenn das so ist, dann kann ich sagen:
„Jehova, wir haben getan,
was wir konnten.
Jetzt liegt es in deiner Hand.“
Psalm 112:7 beschreibt gut,
wie der Gerechte mit schlechten
Nachrichten zurechtkommen kann.
„Vor schlechter Nachricht
wird er sich nicht fürchten.
Fest ist sein Herz,
es vertraut auf Jehova.“
Wie können wir mit schlechten
Nachrichten zurechtkommen?
Vertrauen wir darauf,
dass Jehova uns durch seinen
heiligen Geist helfen wird.
Wenn wir uns emotional erschöpft
oder überfordert fühlen,
dann vergessen wir nicht,
dass Jehova uns Kraft geben kann,
„die über das Normale hinausgeht“.
Vertrau darauf, dass er das
auch für dich tun wird.
Wenn wir Jehova im Gebet sagen,
wie wir uns fühlen,
hört er uns zu und gleicht die
Kraft aus, die uns gerade fehlt.
Das heißt nicht unbedingt, dass er
das Problem aus der Welt schafft.
Aber er hilft uns auf jeden Fall,
erfolgreich damit fertigzuwerden.
In Römer 12:11 werden wir aufgefordert:
„Seid glühend im Geist.“
Glühend im Geist zu sein,
erinnert mich an einen Stein
mit einer ganz besonderen Eigenschaft.
Wenn man ihn
mit Schwarzlicht anleuchtet,
sieht es so aus,
als würde er glühen.
Wenn ich es ausmache, sieht er
wie ein normaler Stein aus.
Aber mit dem Schwarzlicht
glüht er plötzlich.
Und genau das passiert auch mit uns,
wenn Jehova uns seinen Geist schenkt.
Jehova nutzt seinen heiligen Geist,
um uns jeden Tag wieder
neue Kraft zu geben.
Wir können sozusagen
von innen heraus leuchten.
Was macht ein kleines Kind,
wenn es nachts Angst bekommt?
Wo läuft es dann hin?
Ins Zimmer von Mama und Papa.
„Sie können mir helfen!“
Durch das Gebet können wir
in Jehovas Zimmer laufen
und ihm sagen, wie wir uns fühlen.
Und er tröstet uns dann
durch seinen Geist, durch die Bibel
und unsere Brüder und Schwestern.
Es ist so, als würde er
sein Licht auf uns scheinen lassen.
Er gibt uns „Kraft, die
über das Normale hinausgeht“.
Wenn wir gerade etwas
Beunruhigendes durchmachen,
dann denken wir daran:
Das ist nicht das einzige
Zimmer im Haus.
Wenn du zu Jehova betest
und in der Bibel liest,
dann stell dir vor, wie Jehova
dich an die Hand nimmt
und mit dir Zeit in den anderen
Zimmern des Hauses verbringt.
Du bist im Trauerzimmer – er bringt
dich ins Auferstehungszimmer;
du bist krank –
ins Perfekte-Gesundheit-Zimmer;
das Schuldgefühlezimmer –
ins Vergebungszimmer.
Wie haben sich die Apostel
wohl gefühlt,
als sie Jesus nach seiner Auferstehung
wiedergesehen haben?
Sie waren jetzt nicht mehr in dem
Jesus-wird-uns-verlassen-Zimmer,
sondern in dem
Jesus-ist-wieder-bei-uns-Zimmer.
Ihr Glaube an Jehova und Jesus
wurde belohnt.
Fassen wir noch einmal zusammen.
Was haben wir aus Jesu Worten
aus Johannes 14:1 gelernt?
Jesu Worte „Lasst euer Herz
nicht beunruhigt werden“ zeigen uns,
dass wir in der Lage sind,
unsere Gefühle durch das, worüber wir
nachdenken, positiv zu beeinflussen,
und dass wir uns gut
überlegen müssen,
für wen wir unsere Kraft einsetzen –
für unsere Familie,
unsere Brüder und Schwestern
und vor allem
für unsere Freundschaft mit Jehova.
Und dann war da noch
der zweite Teil von Jesu Aussage:
„Glaubt an Gott, glaubt auch an mich.“
Vertrauen wir darauf, dass Jehova
und Jesus für alles eine Lösung haben.
Jehova hat eine dauerhafte Lösung
für alles, was uns heute
zu schaffen macht.
Bis es so weit ist,
vertrauen wir darauf,
dass Jehova uns Kraft gibt,
„die über das Normale hinausgeht“,
damit wir mit allem fertigwerden,
womit uns dieses System konfrontiert.
Wenn du dich das nächste Mal emotional
erschöpft oder überfordert fühlst,
dann denk über die Worte von Jesus
aus Johannes 14:1 nach:
„Lasst euer Herz
nicht beunruhigt werden.
Glaubt an Gott, glaubt auch an mich.“
Jona war ein Anbeter Jehovas,
der lernen musste,
auf ihn zu vertrauen.
Je mehr er Jehova vertraut hat,
desto besser konnte er
seine Gefühle kontrollieren.
Was können wir noch von ihm lernen?
Das sehen wir in der nächsten Folge
von Such nach Schätzen.
Das Video mit der Geschichte über Jona
mag ich so gern, Papa.
Aus dem Video kann man
echt viel lernen.
Aber aus der Bibel
erfahren wir noch mehr,
wenn wir uns eine
einfache Frage stellen:
Was lerne ich über Jehova?
Okay, das schreibe ich auf.
Ist dir dazu was aufgefallen?
Ja, Jehova vergibt uns gern
und er hat viel Geduld.
Genau.
Jona hatte noch sehr viel zu lernen
und Jehova war geduldig mit ihm.
In Kapitel 3, Vers 1, steht,
dass er ihm eine zweite Chance gab.
Als Jona einen Fehler gemacht hat,
hat er ihn trotzdem beschützt,
und später hat er ihm geholfen,
seine Einstellung zu ändern.
Echt toll, dass er ihn
nicht aufgegeben hat.
Ja, diese Eigenschaft nennt man auch
loyale Liebe.
Weißt du noch, was das ist?
Ich glaub schon.
Hier noch ein Tipp:
Schlag unbekannte Begriffe nach.
Lass uns mal in die
Worterklärungen schauen.
Gib mal im Suchfeld in der Bibel
„loyale Liebe“ ein.
Siehst du da den Link
zu den Worterklärungen?
Ja, hier ist er.
Kannst du es mal vorlesen?
Eine „Liebe, die gern
eine Verpflichtung eingeht,
die auf Integrität und Treue beruht
und sich durch enge
Verbundenheit auszeichnet“.
Ja, so war das ja bei Jona.
Jehova will seinen Dienern
unbedingt helfen, weil er sie liebt.
Aber Jona hat das nicht kapiert.
Sogar nach dem Sturm,
den 3 Tagen im Fisch
und nachdem die Niniviten
bereut haben,
hat er nur an sich selbst gedacht.
Und als Jehova dann
die Niniviten verschont hat,
wurde er richtig wütend.
Vielleicht kam er sich
wie ein Lügner vor.
Obwohl er selbst so viel erlebt hatte,
wollte er lieber,
dass die Niniviten sterben,
als dass er schlecht dasteht.
Das war wohl nicht
Jonas bester Moment.
Wie ist Jehova damit umgegangen?
Besser, als ich’s hingekriegt hätte.
Ja, und trotzdem war Jona
deswegen kein schlechter Mensch.
Jehova hat ihm etwas
Wichtiges beigebracht
mit einer Flaschenkürbispflanze.
Was steht in Kapitel 4, Vers 6?
Da steht, dass Jehova
die Pflanze wachsen ließ,
damit Jona Schatten hat
und es ihm besser geht.
Das war so lieb von Jehova, weil Jona
sich ja echt schlecht verhalten hat.
Und der Vers sagt:
„Jona freute sich sehr.“
Jehovas loyale Liebe hat also
dazu beigetragen,
dass sich seine Einstellung
langsam veränderte.
Und jetzt hatte er ihn da,
wo er ihn haben wollte.
Ja, er konnte jetzt was Neues lernen.
Jehova schickte einen kleinen Wurm,
und die Pflanze ging ein.
Jehova ließ nur eine Pflanze sterben,
aber keine Menschen.
Und Jona?
Er hat sich wieder aufgeregt.
Und damit bringt Jehova
Jona etwas bei.
Ja, in Vers 10 und 11.
Jehova fragte ihn:
„Wenn es dir schon
um diese Pflanze leidtut,
sollte es mir dann nicht auch leidtun
um die Menschen und Tiere in Ninive?“
Und damit endet der Bericht.
Jona überlässt Jehova das letzte Wort
und legt seinen Stift zur Seite.
Er hat es verstanden.
Er hat gelernt, die Menschen so
zu sehen, wie Jehova sie sieht.
Jehova hat Jona echt geholfen.
Er hat ihm loyale Liebe gezeigt,
egal was Jona gemacht hat.
Überlegen wir mal weiter.
Wer hat in diesem Bericht noch
von Jehovas Liebe profitiert?
Wir können ja mal den Tipp aus
Ahmt ihren Glauben nach ausprobieren:
„Lasst eure Fantasie spielen;
... versucht euch auszumalen,
was diese biblischen Personen
fühlten und sahen.
Achtet darauf, was sie in einer
bestimmten Situation gemacht haben,
und überlegt, was ihr getan hättet.“
Kannst du dir vorstellen,
wie es Jona ging,
als die Seeleute zu ihren
falschen Göttern geschrien haben
und keine Antwort bekamen?
Und selbst als er zugegeben hat,
dass der Sturm seine Schuld war,
wollten sie ihn nicht
über Bord werfen.
Ja, sie wollten unbedingt
sein Leben retten.
Jehova wollte, dass Jona merkt,
dass die Seeleute
gute Eigenschaften hatten,
obwohl sie ihm nicht gedient haben.
Sie hatten einfach nur Angst.
Denkst du, Jona konnte diese Seeleute
schon so sehen, wie Jehova sie sah?
Ah ...
Steigen wir noch tiefer ein.
Warum hat Jehova Jona überhaupt
zu einem Volk geschickt,
das ihn nicht angebetet hat?
Vielleicht um den Niniviten
die Chance zu geben, sich zu ändern?
Wer alles hatte also etwas
von Jehovas Liebe?
Hm, also Jona hat er auf jeden Fall
loyale Liebe gezeigt.
Aber auch den Seeleuten und
den Niniviten hat er Liebe gezeigt.
Ja, richtig.
Und jetzt denk noch mal
über Folgendes nach:
Jona hat ja viele Fehler gemacht,
aber wenn er aufersteht,
wird er erfahren,
dass Jehova seinen schwächsten
Moment dafür genutzt hat,
dass die Menschen etwas
über seinen Sohn lernen.
Wie wird es Jona wohl gehen,
wenn er erfährt,
dass Jesus ihn mit Namen genannt
und sich sogar mit ihm verglichen hat?
Wow!
Wenn es um Liebe geht,
ist Jehova das beste Beispiel.
Aber wie können wir
es ihm nachmachen?
Wenn wir in den Dienst gehen,
von Haus zu Haus.
Das fällt mir nicht so leicht.
Manchmal ist es echt schlimm,
wenn keiner zuhören möchte.
Aber dann überlege ich mir,
dass es ja nicht um mich geht,
es geht um etwas viel Wichtigeres.
Wenn Jehova Menschen nicht aufgibt,
dann darf ich das auch nicht.
Das hast du richtig gut gesagt.
Du weißt, worauf es ankommt.
Ich bin echt stolz auf dich!
Bei der Geschichte über Jona
muss ich daran denken,
wie es mir manchmal ging, wenn ich
eine neue Aufgabe bekommen habe.
Ich war überfordert
und hab nicht immer gut reagiert.
Und später hat mir leidgetan,
was ich gesagt habe.
Aber ich bin froh,
dass Jehova auf mehr achtet
als auf unsere erste Reaktion.
Er sieht, wie wir wirklich sind,
und hilft uns geduldig,
uns weiterzuentwickeln.
Wir haben so viel gelernt über Jehova,
über ein neues Wort
und wie man seine Fantasie gebraucht.
Und es gibt noch viel mehr zu lernen.
Wir könnten uns auch ausmalen,
wie es für Jona gewesen sein muss,
als er in dem Bauch des Fisches war,
ganz allein,
und wie er dann zu Jehova gebetet hat.
Und was können wir daraus lernen,
dass das Predigen in Ninive
am Ende gar nicht so schlimm war,
wie Jona anfangs gedacht hatte?
Wir könnten zum Beispiel
noch mal nachlesen ...
Was für wertvolle Punkte!
Nur weil Jona nicht gleich
richtig reagiert hat,
war er kein schlechter Mensch.
Und wir werden noch mehr
Schätze entdecken,
wenn wir uns mit Jehovas Liebe zu Jona
und den Niniviten beschäftigen.
Zwei Mal im Jahr
besucht der Kreisaufseher –
wenn er verheiratet ist,
gemeinsam mit seiner Frau –
die Versammlungen.
Diese Besuche sind immer
ein großer Grund zur Freude.
Seit wann gibt es
Kreisaufseher eigentlich?
Reisen wir gemeinsam
in der Zeit zurück.
Der Besuch des Kreisaufsehers:
eine besondere Woche für die
Versammlungen von Jehovas Zeugen –
mit Predigtdienst,
ermutigenden Vorträgen
und vielen schönen Momenten.
Wie ging das
mit dem Kreisdienst eigentlich los?
Und wie hat er sich verändert?
Das erfahren wir in dieser Folge von
Unsere Geschichte in Bewegung.
Die ersten reisenden Aufseher
gab es schon im 1. Jahrhundert.
Zum Beispiel wurden Paulus, Barnabas
und Timotheus ausgesandt,
um die Versammlungen zu stärken.
Jehovas Zeugen in der Neuzeit
sind diesem Beispiel gefolgt.
1894 begann man,
Brüder damit zu beauftragen,
Gruppen der Bibelforscher
zu besuchen und zu stärken.
Diese Brüder wurden
Pilgerbrüder genannt.
Sie reisten von Versammlung
zu Versammlung
und blieben 1 oder 2 Tage,
um die Gruppe im Glauben zu stärken.
Und solche Reisen waren
alles andere als leicht.
Stell dir vor, du wärst einer
dieser ersten Pilgerbrüder,
wie Edward Brenisen.
Du bist auf dem Weg
in ein abgelegenes Dorf
im Westen der Vereinigten Staaten –
zuerst mit dem Zug,
dann über Nacht in der Postkutsche
und zuletzt sitzt du
auf einem Pferdewagen
und wirst auf dem Weg durch die Berge
noch mal so richtig durchgeschüttelt.
Pilgerbrüder mussten nicht nur
hervorragende Lehrer sein,
sondern auch demütig,
wie Alexander Graham.
Bruder Graham war ein Redner,
der begeistern konnte.
Aber manchmal waren seine Vorträge,
na ja, etwas lang –
sie haben sich
über Stunden hingezogen.
Als Bruder Russell davon erfuhr,
schrieb er Bruder Graham einen Brief
und gab ihm Rat:
„Ich weiß um deine Liebe,
mein Bruder,
und um deinen Eifer und dass du
wohl gar die Zeit vergisst,
wenn du von den kostbaren Dingen
redest, die dein Herz erfüllen.“
Bruder Graham nahm den Rat
demütig an.
Und wurde zu einem
beliebten Pilgerbruder,
der wunderbare, kürzere Vorträge hielt.
Damals war die Hauptaufgabe eines
Pilgerbruders, Vorträge zu halten.
Das änderte sich
in den 1920er-Jahren.
Jetzt sollten sie bei ihren Besuchen
die Führung im Predigtdienst
von Haus zu Haus übernehmen.
Deswegen wurden sie
zunächst Bezirksdienstleiter
und später Bezirksdiener genannt –
schließlich sollten sie ihren Brüdern
dienen und sie unterstützen.
Aber dann kam eine
noch größere Veränderung.
In den 1930er-Jahren
wurden die Brüder
in den Vereinigten Staaten
heftig verfolgt.
Deshalb schlossen sich
einige Versammlungen
zu besonderen Predigteinsätzen zusammen.
Diese Zusammenarbeit hat die Brüder
und Schwestern noch mehr vereint.
Um organisierter vorgehen zu können,
hat man daher
sogenannte Zonen eingerichtet.
Sie bestanden aus etwa 20 Versammlungen.
Diese Versammlungen wurden
von einem Zonendiener besucht.
Und von Zeit zu Zeit gab es
Zonenversammlungen –
die Vorläufer
der heutigen Kreiskongresse.
In den 1940er-Jahren
wurden die reisenden Aufseher dann
Diener für die Brüder genannt.
Einer von ihnen war Angelo Catanzaro.
Er war erst 19 Jahre alt,
als er ernannt wurde.
Bruder Catanzaro beschrieb sich später
als „Prediger auf Reisen“.
Er war über 60 Jahre im Reisedienst
und bereiste zusammen mit seiner Frau
einen Großteil der Vereinigten Staaten.
Sie haben die Brüder gestärkt
und Tausenden von Neuen geholfen,
Jehova näherzukommen.
Reisende Aufseher wurden dann
Kreisdiener und später
Kreisaufseher genannt.
Diese Brüder und ihre Frauen
waren bereit,
auf vieles zu verzichten,
um den Versammlungen zu dienen.
Sie tauschten ein eigenes Zuhause gegen
ein Leben auf Reisen – weiten Reisen.
Vielen erging es wie Winston Payne
und seiner Frau Pam,
die in ihren Zwanzigern waren,
als sie im Südpazifik
mit dem Reisedienst begannen.
Sie mussten mit enormer Hitze,
Moskitoschwärmen
und mitunter
mit wenig Essen zurechtkommen.
Trotzdem haben die Paynes
ihre Zuteilung lieben gelernt.
Die Herzlichkeit und Wertschätzung
der Brüder und Schwestern
hat sie tief bewegt.
Heute gibt es
Tausende von Kreisaufsehern.
Um sie für ihre Aufgabe auszurüsten,
wurde 1999 eine besondere
Schule ins Leben gerufen.
Die Schule für Kreisaufseher
und ihre Frauen
gibt es heute auf der ganzen Erde.
Die Bezeichnung für reisende Aufseher
hat sich zwar im Laufe der Jahre
immer wieder verändert,
aber eins hat sich nicht geändert.
Wie zur Zeit von Paulus sind
diese Brüder und ihre Frauen bereit,
sich zu „verausgaben und ...
[sich] völlig auf[zu]opfern“,
um andere im Dienst zu schulen,
Jüngere zu ermutigen
und die Versammlungen zu stärken.
Wenn der Kreisaufseher
deine Versammlung wieder besucht,
dann überleg doch mal,
wie du ihm für seine Opferbereitschaft
deine Dankbarkeit zeigen kannst.
Bis zum nächsten Mal,
wenn wir einen weiteren Aspekt
unseres theokratischen Erbes entdecken
in Unsere Geschichte in Bewegung.
Wir sind so froh, unsere Kreisaufseher
und ihre Frauen zu haben.
Sie setzen sich so fleißig
und selbstlos ein.
Kennst du auch so ein
Ehepaar im Reisedienst,
von dem du dir viel
abschauen konntest?
Vielleicht hat dich
ein Kreisaufseher dazu motiviert,
dir Ziele zu setzen
und mehr für Jehova zu tun.
Natürlich können wir nicht
alle Kreisaufseher sein.
Aber wir können ihre Liebe
zu den Menschen nachahmen.
Sehen wir uns jetzt an,
wie Flexibilität einigen geholfen hat,
ihren Dienst auszuweiten.
Wir haben gemerkt, dass es in
dem Gebiet einen großen Bedarf gibt.
Jehova hat uns deutlich gezeigt,
dass er uns da
gut gebrauchen könnte.
Wir sind seit 4 Jahren
in der bolivianisch-
quechuasprachigen Versammlung. 
Ich bin Fernando.
Und ich bin Micaela.
Wir sind in der bolivianisch-
quechuasprachigen Versammlung
in Indienero Huego, in Argentinien.
In vielen Teilen von Bolivien ist es
schwer, genug Geld zu verdienen,
um davon zu leben.
Deswegen ziehen viele hierher
nach Argentinien,
um auf den Feldern zu arbeiten.
Diese Arbeit
ist ganz schön anstrengend.
Die Menschen arbeiten manchmal
bis in die Nacht, bis 11 oder 12 Uhr.
Sie sind bereit, für ihre Arbeit
viel auf sich zu nehmen.
Die beste Zeit, sie auf den Feldern
anzusprechen, ist nachmittags,
kurz bevor sie
mit der Arbeit beginnen.
Um diese Tageszeit ist es
manchmal 40 Grad heiß.
Dann in den Dienst zu gehen,
das ist gar nicht so einfach.
Wenn wir mit ihnen
die Bibel studieren,
funktioniert das oft nur,
während sie weiterarbeiten.
Sie ernten also
oder tun irgendetwas anderes
und wir laufen neben ihnen her
und lesen einen Absatz
oder einen Bibeltext.
Wir zeigen ihnen zum Beispiel
Gottes Namen,
von dem sie noch nie gehört haben.
Wenn sie das hören oder irgendetwas
anderes, was sie interessiert,
halten sie inne
und hören auf zu arbeiten.
Man merkt,
dass es sie neugierig macht.
Und so sehen wir,
dass sie genau zuhören,
obwohl sie weiterarbeiten müssen.
Oft haben sie uns dann gebeten,
auf sie zu warten,
bis sie Feierabend haben.
Also haben wir uns entschieden,
mitzuarbeiten,
damit sie schneller fertig werden.
Erst waren sie ganz verwundert:
„Wie, ihr wollt uns helfen?“
Sie meinten: „Aber eure Kleidung
wird doch dann ganz schmutzig.“
Aber uns hat das
gar nichts ausgemacht.
Und es hat sich gut ausgewirkt.
Mit der Zeit haben wir
uns angefreundet.
Und darum geht es ja auch.
Wir wollen Freunde von
unseren Bibelschülern werden,
um ihnen zu helfen,
Fortschritte zu machen.
Und so merken sie, dass wir uns
ganz aufrichtig für sie interessieren.
Was ich am Predigen am meisten mag,
ist, zu sehen,
wie es sich auf
aufrichtige Menschen auswirkt.
Ich liebe den Dienst,
für mich ist das kein Opfer.
Ich heiße Toni Marrero.
Und ich bin Maryluz.
Wir kommen aus Spanien
und leben momentan in Paraguay.
Während der Pandemie haben
wir versucht, Kontakte zu vermeiden.
Wir mussten unser Leben
komplett umstellen.
Also, am Telefon mit jemandem zu
sprechen, den ich nicht sehen kann,
das macht mir ganz schön Angst.
Aber trotzdem habe ich
gleich beim ersten Gespräch
einem Mann einen Bibelkurs angeboten –
und er hat tatsächlich Ja gesagt.
Ich habe ihn gefragt, ob es für ihn
in Ordnung wäre,
wenn ich ihm am nächsten Tag
eine Nachricht schreibe
mit einer Frage, über die
er nachdenken kann –
und er war einverstanden.
Weil er nicht gleich geantwortet hat,
habe ich gedacht, er ignoriert mich.
Aber er schrieb dann nachts.
Ich habe gemerkt, dass er
extrem viel zu tun hatte.
Egal zu welcher Uhrzeit,
er hat eigentlich immer gearbeitet.
Als ich das verstanden habe,
habe ich mich angepasst.
Ich habe ihn dann einmal gefragt,
ob seine Frau gern
beim Studium dabei sein würde,
und er stimmte zu.
Und dann fing das Warten an.
Ja, weil wir auf seinen Anruf
gewartet haben.
Wir waren immer bereit.
Weil wir wussten,
dass er auf jeden Fall anrufen würde –
um 9, um 10 oder vielleicht
sogar erst um 11 Uhr.
Dann hat er auf einmal geschrieben:
„Ich bin in 5 Minuten so weit.“
Wir haben dann den Videocall
gestartet, er hat kurz Hallo gesagt
und sich dann umgezogen.
Danach ging’s dann
mit dem Studium los.
Zuerst war es schon anstrengend.
Am Anfang schon, ja.
Aber mit der Zeit wurde es
richtig schön,
weil wir danach
eigentlich immer so ...
... glücklich waren.
Wirklich glücklich.
Wir haben uns danach angesehen
und uns gefragt:
„Passiert das gerade wirklich?“
Ja.
„Haben sie wirklich
so großes Interesse?“
Aber tatsächlich,
sie waren interessiert
und wollten Jehova kennenlernen.
Sie haben das, was sie
gelernt haben, gleich umgesetzt.
Und nach einem Jahr
haben sie sich taufen lassen.
Das macht mich so glücklich.
Ich danke Jehova jeden Tag dafür.
Alles hat sich gelohnt.
Danke, Jehova.
Wenn wir mit jemandem
die Bibel studieren,
müssen wir mitunter Opfer bringen,
was die Uhrzeit oder den Ort angeht.
Aber uns anzupassen und jemandem
zu helfen, Jehova kennenzulernen,
ist jede Mühe wert.
Vor über 20 Jahren
erschien im Erwachet
der Lebensbericht von Rosalía Phillips.
Was ist seitdem geschehen?
Wie hat sich ihre Entscheidung,
Jehova zu dienen,
auf sie und ihr Umfeld ausgewirkt?
Ich wurde in einer
Künstlerfamilie geboren.
Wir sind Sänger und Schauspieler.
Der berühmteste von uns
war wahrscheinlich mein Vater,
Germán Valdés,
besser bekannt als Tin Tán.
Musik gehörte schon immer
zu meinem Leben.
Schon von klein auf wollte ich mich
durch Musik ausdrücken,
also nahm ich meine Gitarre
und fing an zu komponieren.
Eigentlich wollte ich nie
eine Karriere in der Musikwelt machen.
Das war absolut nicht mein Ziel.
Aber dann starb mein Vater,
und weil wir
finanziell unter Druck standen,
musste ich eine Arbeit finden.
Ich schloss mich einer Musikgruppe an,
und das führte dazu,
dass ich als Schauspielerin
und Sängerin bekannt wurde.
Mit der Zeit merkte ich, dass mir
dieses Umfeld nicht guttat.
Die Leute um mich herum
waren unmoralisch und unehrlich,
und so verlor ich
das Vertrauen in die Menschen.
Als ich die Wahrheit kennenlernte,
lernte ich auch wunderbare, 
ehrliche Menschen kennen,
die mich
wirklich liebten und schätzten.
Und das hat bewirkt,
dass ich mich verändert habe.
Ich wurde ganz anders:
freudig, glücklich und viel offener.
Mein Mann und ich wurden dann Eltern,
und irgendwann beschlossen wir,
mit unseren Kindern
nach Mexiko zurückzukehren.
Aber wir machten uns Sorgen,
dass es sie in die Musik- oder
Schauspielwelt ziehen könnte.
Mein Mann und ich haben uns
sehr viel Mühe gegeben,
das zu verhindern.
Als meine Tochter Gianna
17 Jahre alt war, habe ich sie gebeten,
mich zu einem Termin bei einem der
wichtigsten Fernsehunternehmen
in Mexico City zu begleiten.
Und da sind wir diesem Mann begegnet,
einem Talentscout.
Er hat sie gesehen und gefragt:
„Singst du auch?“
Sie sagte „Ja“,
und hat ihm etwas vorgesungen.
Er war total hingerissen 
von ihrer Stimme, und zwar so sehr,
dass er sie gleich eingeladen hat,
mit in sein Büro zu kommen.
Ich hörte, wie er zu ihr sagte:
„Weißt du, du kannst hier bei uns
im Fernsehen Karriere machen.
Wir werden dich berühmt machen.
Komm am Montag vorbei und dann
unterschreiben wir den Vertrag.“
Ich war ziemlich beunruhigt,
und als Gianna zurückkam,
habe ich sie gleich gefragt:
„Hast du das Angebot angenommen?“
Und Gianna sagte: „Nein, Mama. 
Wie könnte ich so ein Angebot annehmen?
Ich liebe, was ich für Jehova tun kann.
Ich bin so gerne Pionier.“ 
Völlig überraschend bekam sie
eine Woche später
einen Anruf aus dem Bethel.
Sie wurde eingeladen,
an einem Musikprojekt teilzunehmen.
Bis heute darf sie ihre wundervolle
Stimme für Jehova nutzen.
Im Laufe der Jahre durften wir sogar
zusammen an mehreren
Musikprojekten im Bethel mitwirken.
Der Teufel hat immer wieder versucht,
mir Hindernisse in den Weg zu legen.
Wegen meines berühmten Vaters
wurden mir Verträge angeboten,
die aber viel von meiner Zeit
in Anspruch genommen hätten.
Dafür hätte ich dann meinen
Pionierdienst aufgeben müssen.
Deswegen hab ich
jedes Mal abgelehnt.
Und Jehova hat mich all die Jahre
immer wieder beschenkt.
Jedes Mal, wenn ich einen
Vertrag abgelehnt habe,
hat Jehova mir etwas anderes
Schönes dafür gegeben.
Zum Beispiel durften wir bei
verschiedenen theokratischen Schulen
bei der Verpflegung mithelfen.
Mein Vertrauen in Jehova
ist durch all diese Herausforderungen
gewachsen,
so ähnlich,
wie Paulus es ausdrückte:
„Ohne Glauben ... ist es unmöglich,
Gott zu gefallen“
und „dass er alle, die ihn wirklich
suchen, belohnen wird“.
Ich freu mich jedes Mal,
wenn ich mit meiner Mama
im Dienst sein kann,
und sie ist inzwischen über 90.
Dabei nutzen wir gern
die unterschiedlichsten Predigtmethoden.
Im Laufe der Jahre
haben einige aus meiner Familie
um ein Bibelstudium gebeten
und einige von ihnen sind sogar
Zeugen Jehovas geworden.
Ich liebe es, mit meiner Mama und
meiner Tochter zusammen zu sein,
Gitarre zu spielen, zu singen
und zu sehen, wie alle
eine tolle Zeit haben.
Ich freue mich auf den Tag,
wenn ich meinen Papa 
in der neuen Welt wiedersehe.
Das wird
ein großes Wiedersehen geben.
Ich kann ihm meine Kinder vorstellen
und er trifft Mama wieder.
Ich hoffe, es wird am Meer sein.
Und was ich mir
wirklich wünsche, ist,
dass wir dann alle wieder 
zusammen singen, genau wie früher.
Ich bin fest entschlossen,
Jehova treu zu bleiben – für immer.
Was für ein schöner Bericht!
Rosalía hat sich auf Jehova verlassen,
und sowohl sie als auch ihre Familie
wurden von Jehova dafür sehr gesegnet.
Jehova wünscht sich,
dass wir uns auf ihn verlassen,
besonders wenn wir
schwere Zeiten durchmachen.
Wie wir das auch unter
Verfolgung schaffen können,
erklärt Bruder Stephen Lett im
folgenden biblischen Morgenprogramm.
Unser Thema heute ist
„Der heilige Geist gibt uns die Kraft,
unter Verfolgung treu zu bleiben“.
Im Wachtturm-Artikel werden
verschiedene Formen
von Verfolgung erwähnt,
die Gottes Volk schon erlebt hat.
Aber unser Tagestext, Sacharja 4:6,
versichert uns,
dass wir bei jeder Art von Verfolgung
treu bleiben können,
wenn wir Jehovas Geist haben.
Was möchte der Teufel denn
mit Verfolgung erreichen?
Er möchte, dass
Jehovas Diener aufgeben
oder zumindest Zugeständnisse machen.
Ein Vergleich:
Denkt mal an einen Löwen.
Der Teufel ist ja so wie ein Löwe.
Er möchte etwas verschlingen.
Na ja, was passiert denn mit
der Beute, die ein Löwe verschlingt?
Der Löwe nimmt sie in sich auf
und sie wird ein Teil von ihm.
Und das möchte der Teufel auch.
Er will, dass die,
die noch kein Teil der Welt sind,
ein Teil davon werden,
ein Teil seines Systems
und sozusagen ein Teil von ihm selbst.
Aber wir sind entschlossen,
das nicht zuzulassen,
und dabei hilft uns der heilige Geist.
Was sind denn einige
Formen von Verfolgung,
die schon gegen Gottes Volk
eingesetzt wurden
und heute noch werden?
Schauen wir uns 5 genauer an.
Wir wissen nicht,
welche davon uns selbst
oder auch unsere Lieben vor
Armageddon noch treffen werden.
Aber wenn es so kommt,
dass uns tatsächlich
eine dieser Formen trifft,
wollen wir unbedingt treu bleiben
und auch anderen helfen,
treu zu bleiben.
Sprechen wir als Erstes über Verbote.
Das Werk von Jehovas Zeugen wurde bis
heute in über 100 Ländern verboten,
auf verschiedenen Kontinenten
rund um den Globus,
und das vonseiten unterschiedlichster
Regierungsformen.
Verbote gab es ja auch schon
in biblischer Zeit,
zum Beispiel das Verbot, den Tempel
zu bauen, 522 v.u.Z.
Und im 1. Jahrhundert wurde es
den Jüngern Jesu
in mehreren Gegenden verboten,
zu predigen.
Und weil sie sich nicht daran
gehalten haben,
wurden sie „vor Könige und
Statthalter“ gestellt.
Als sie das durchmachten, wie hat
ihnen der heilige Geist da geholfen?
Und wie hilft er uns heute?
Schlagen wir dazu Matthäus,
Kapitel 10, auf
und finden wir es heraus.
Also wie kann
der heilige Geist uns helfen?
In Kapitel 10 lesen wir ab Vers 19.
Jesus sagt hier Folgendes:
„Wenn man euch ausliefert,
dann macht euch keine Sorgen,
wie oder was ihr reden sollt.“
Aber warum soll man sich
keine Sorgen machen?
„In dieser Stunde wird euch
eingegeben, was ihr sagen sollt,
denn ihr redet dann nicht allein,
sondern der Geist eures Vaters
redet durch euch.“
Wir sind also nicht allein.
Wir müssen zwar reden, aber
der heilige Geist gibt uns Kraft
und unseren Worten, so wie
die Bibel es uns hier zusichert.
Eine zweite Form von Verfolgung:
Inhaftierung.
Davon waren die Christen im
1. Jahrhundert sehr oft betroffen.
Jesus hatte das vorausgesagt
in Lukas 21:12:
„Man ... [wird] gegen euch
vorgehen ...,
indem man euch ...
in Gefängnisse bringt.“
Genauso ist es gekommen.
Jehovas Diener wurden im Laufe
der Zeit sehr oft inhaftiert.
Russland und seine Verbündeten
setzen diese Form von Verfolgung
massiv ein,
und auch andere Regierungen
haben es ihnen gleichgetan.
Es ist so wichtig, für unsere Brüder
im Gefängnis zu beten.
Wir denken da zum Beispiel an
diejenigen in Eritrea,
Turkmenistan, Russland
oder woanders.
Dazu fordert uns ja auch
Hebräer 13:3 auf:
„Denkt an die, die im Gefängnis sind,
als wärt ihr mit ihnen eingesperrt.“
Jetzt sind wir selbst vielleicht noch
frei, aber das könnte sich ändern.
Und wie glücklich
werden wir dann sein,
wenn unsere Brüder so für uns beten,
„als...[wären sie]
mit ... [uns] eingesperrt“.
Die dritte Form von Verfolgung:
Unsere Kinder werden
von der Schule verwiesen.
Der Teufel weiß: Wenn es um
unsere Kinder geht,
tastet er die Pupille der Eltern an.
Und er hofft, dass dieser Schmerz
sie dazu bringt, einzuknicken.
In den 1940er-Jahren zum Beispiel
wurden viele unserer Kinder
in den Vereinigten Staaten
von der Schule verwiesen
und im Laufe der Jahrzehnte auch
in vielen anderen Ländern.
Da muss man an den
jungen Mann denken,
der aus der Synagoge ausgeschlossen
wurde, weil er an Jesus glaubte.
Sprechen wir jetzt über die vierte
Form der Verfolgung.
Sie wird in Offenbarung 13:16, 17
beschrieben.
Dort steht: „Es [also das politische
System Satans] übt auf alle Menschen
Druck aus ...: Sie sollen auf der ...
Hand oder ... der Stirn
ein Kennzeichen erhalten, ...
[um zu] kaufen oder [zu] verkaufen.“
Was wird hier also beschrieben?
Wirtschaftlicher Druck, der unsere
Brüder und Schwestern
dazu bringen soll,
ihre Neutralität aufzugeben.
Auch das gehört zu den Methoden,
die der Teufel immer wieder nutzt.
Weil Brüder neutral bleiben wollten,
wurde ihnen sogar gekündigt
oder ihre Geschäfte
wurden boykottiert.
Das ist zum Beispiel
in Malawi passiert,
wo unsere Brüder auch wirtschaftlich
unter enormen Druck gesetzt wurden.
Sie wollten nämlich
keine Parteimitgliedskarte kaufen.
So eine Karte kostete nur 25 Cent.
Aber sie wussten, was es sie
wirklich hätte kosten können:
ihr Verhältnis zu Jehova.
Jetzt zu unserer fünften und letzten
Form von Verfolgung.
In Matthäus 5:11 sagte Jesus:
„Glücklich seid ihr, wenn man
euch meinetwegen beschimpft,
verfolgt und alle möglichen boshaften
Lügen über euch erzählt.“
Also, worum geht es?
Verleumdung.
In den Medien werden wir
immer wieder verleumdet.
Auch Jesus wurde verleumdet.
Er wurde als Gotteslästerer oder
als Besessener bezeichnet,
als Fresser und Säufer.
Die ersten Christen wurden
ebenfalls verleumdet.
Die Juden sagten zu Paulus
in Apostelgeschichte 28:22:
„Tatsächlich ist uns von
dieser Sekte bekannt,
dass ihr überall widersprochen wird.“
Das war Verleumdung.
Aber der heilige Geist hilft uns,
auch damit zurechtzukommen.
Fassen wir zusammen:
Wir haben über 5 Formen von
Verfolgung gesprochen.
Es ging um Verbot, Inhaftierung,
darum, dass unsere Kinder
von der Schule verwiesen werden,
um wirtschaftlichen Druck, damit wir
unsere Neutralität aufgeben,
und Verleumdung.
Und natürlich gibt es noch viel mehr.
Aber welche Art von Verfolgung
wir auch erleben mögen:
Mit heiligem Geist können wir
standhaft und treu bleiben.
Aber eine wichtige Frage ist:
Wie bekommen und behalten wir
diesen heiligen Geist?
Drei Wege wollen wir kurz besprechen.
In Lukas 11:13 sagt Jesus:
„Der Vater im Himmel [wird] denen,
die ihn bitten, heiligen Geist geben!“
Wir beten also darum.
Zweitens arbeiten wir
mit dem Geist zusammen:
Wir gehen zu den Zusammenkünften,
lesen in der Bibel und
gehen in den Dienst.
Drittens: Epheser 4:30:
„Betrübt nicht Gottes ... Geist.“
Wir versuchen also,
nichts zu tun,
was den heiligen Geist
hindert, zu fließen.
Also: Wir beten,
arbeiten mit dem Geist zusammen
und tun nichts, was ihn
irgendwie behindern könnte.
Und dann wird die stärkste Kraft
im Universum uns helfen,
und zwar auf 4 verschiedene Arten.
Drei davon erklärt Jesus
in Johannes 14:26:
Der heilige Geist ist ein Helfer.
Und zweitens lehrt er uns.
Und er erinnert uns an das,
was Jesus gelehrt hat.
Man könnte ihn „Erinnerer“ nennen –
erinnert euch an den Erinnerer.
Wenn du von Verfolgung betroffen bist,
dann bitte Jehova darum,
dass der Geist dich an das erinnert,
was du in diesem Moment brauchst.
Eine vierte Art erklärt Jesus
in Johannes 16:13:
„Der Geist ... wird ... [uns]
hineinführen“ in die ganze Wahrheit.
Noch mal die 4 Arten:
Der Geist hilft uns, lehrt uns,
erinnert uns und führt uns.
Stell dir vor, du müsstest ein
gefährliches Minenfeld durchqueren.
Wärst du nicht dankbar, wenn dich
jemand sicher ans andere Ende bringt?
Und so ähnlich hilft uns
der heilige Geist.
Was auch immer wir noch
durchmachen werden:
Der Teufel wird uns
nicht verschlingen,
und er wird es nicht schaffen,
uns zum Teil seiner Welt zu machen.
Wir werden aus vollem Herzen
Jehovas Worten zustimmen können:
„Nicht durch militärische Macht
noch durch Kraft,
sondern durch ...
[Jehovas heiligen] Geist“
konnten wir unter Verfolgung
treu bleiben.
Es fasziniert mich
immer wieder aufs Neue,
dass wir jeden Tag
die mächtigste Kraft im Universum,
den heiligen Geist,
anzapfen dürfen.
In unserem Musikvideo
für diesen Monat sehen wir,
wie der heilige Geist
einem jungen Bruder hilft,
seine Hoffnung in einer
schweren Zeit stark zu halten.
♪ Jehova, steh mir bei. ♪
♪ Ich will nicht resigniern. ♪
♪ Bei Gegnerschaft und Widerstand ♪
♪ will ich treu zu dir stehn. ♪
♪ Die Zeit ist nah, das glaube ich, ♪
♪ da trittst du für mich ein. ♪
♪ Voll Zuversicht schau ich auf dich. ♪
♪ Lass mich standhaft sein. ♪
♪ Ich werde auf dich warten, ♪
♪ auch in der schwersten Zeit. ♪
♪ Denn ich weiß: ♪
♪ Mein Vater sorgt für Gerechtigkeit. ♪
♪ Verfolgt zu werden, ist ein Kampf, ♪
♪ egal in welcher Form. ♪
♪ Doch weiß ich, was dahintersteckt: ♪
♪ der Teufel und sein Zorn. ♪
♪ Mit deiner Hilfe siegen wir, ♪
♪ vereiteln seinen Plan. ♪
♪ Und auch in Haft gibst du uns Kraft, ♪
♪ die Freude zu bewahrn. ♪
♪ Ich werde auf dich warten, ♪
♪ auch in der schwersten Zeit. ♪
♪ Denn ich weiß: ♪
♪ Mein Vater sorgt für Gerechtigkeit. ♪
♪ Freiheit bis in alle Zeit – ♪
♪ das ist, was du uns versprichst. ♪
♪ Freiheit und Gerechtigkeit – ♪
♪ ich stütz mich ganz auf dich, ♪
♪ denn du wirst mich befrein. ♪
♪ Ich werde auf dich warten, ♪
♪ auch in der schwersten Zeit. ♪
♪ Denn ich weiß: ♪
♪ Mein Vater sorgt für Gerechtigkeit. ♪
Selbst die Gefängnismauern
konnten der Hoffnung des Bruders
nichts anhaben.
In Gedanken hat er das Zimmer
der Ausweglosigkeit verlassen
und hat Orte besucht,
die ihm Kraft gegeben haben.
Er war im Königreichssaal,
im Predigtdienst
und bei Freunden zu Hause.
Hast du aus dem Programm
etwas für dich mitgenommen,
was dir in den nächsten Tagen
und Wochen helfen kann?
Wir haben darüber gesprochen,
wie wichtig es ist,
dass wir mit unserer emotionalen Kraft
gut haushalten.
Wenn wir das machen, haben wir
genug Kraft, um für andere da zu sein.
Wir haben auch gesehen,
wie viel Freude einige hatten,
weil sie ihren Zeitplan angepasst haben,
um Bibelkurse durchzuführen.
Und wir sind tief in das
Bibelbuch Jona eingetaucht
und haben auch dort
wertvolle Schätze gefunden.
Unsere Videopostkarte kommt
diesen Monat aus Montenegro.
Der Name Montenegro kommt aus
dem Venezianischen und bedeutet
„schwarzes Gebirge“.
Vermutlich bezieht er sich
auf die dunklen Wälder,
die Montenegros Berge bedecken.
Aber dieses kleine Land, das wie
ein Edelstein an der Adria liegt,
ist voller Farben und voller Leben.
Die Taraschlucht ist
eine der tiefsten Schluchten Europas.
Der Skutarisee ist der größte
See der Balkanhalbinsel.
Dort befindet sich ein
beeindruckendes Vogelschutzgebiet
mit fast 280 Arten.
Viele Touristen besuchen
die historische Stadt Kotor.
Sie bewundern die Aussicht,
schlendern durch malerische Gassen
oder erklimmen mit dem Fahrrad
die Serpentinen.
Die Geschichte Montenegros ist
geprägt von Kriegen und Leid.
1918 wurde Montenegro
in das Königreich der Serben,
Kroaten und Slowenen einbezogen,
das dann 1929 in Königreich
Jugoslawien umbenannt wurde.
Dieses umfasste die heutigen Staaten
Bosnien-Herzegowina,
Kroatien, Kosovo, Nordmazedonien,
Montenegro, Serbien und Slowenien.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand
daraus ein sozialistischer Staat,
der gegen Ende
des 20. Jahrhunderts zerfiel.
2006 erklärte Montenegro
seine Unabhängigkeit von Serbien.
Durch die vielen Leiden, die das
montenegrinische Volk erdulden musste,
entstand eine Kultur,
in der Aufrichtigkeit, Bescheidenheit,
Selbstlosigkeit und Respekt
sehr geschätzt werden.
Wie begann dort die Geschichte
von Jehovas Volk?
In den 1920ern erfuhr
der junge Serbe Franz Brandt
das erste Mal in Österreich
von der guten Botschaft.
Er hörte einen Vortrag, der plötzlich
von Gegnern gestört wurde.
Franz konnte nicht vergessen,
was er gehört hatte,
und begann über die
Wahrheit zu sprechen.
Er kehrte dann
in seine Heimatstadt zurück
und begann dort, in einer Gruppe
die Bibel zu studieren.
Später zog er dann nach Maribor
in Slowenien,
wo er in einem Friseursalon arbeitete.
Seine Kunden hörten
ihm aufmerksam zu,
wenn er während der Rasur
über seinen Glauben redete.
In Herzegowina bekam Alfred Tuček,
der Dirigent des Militärorchesters,
biblische Literatur von einem Kollegen.
Er gab seine gut bezahlte Stelle auf
und wurde einer der ersten Pioniere
im ehemaligen Jugoslawien.
Anfang der 30er reiste er mit
anderen Brüdern durch die Lande
und zeigte das
„Photo-Drama der Schöpfung“.
Mit seiner Frau Frida predigte er
in Teilen von Kroatien, Makedonien,
Montenegro und Serbien.
Ihre wichtigsten Fortbewegungsmittel
waren das Fahrrad und das Motorrad.
Heute gibt es in Montenegro
432 eifrige Verkündiger;
das sind 4 Prozent mehr als 2024.
Fast ein Drittel von ihnen
sind Pioniere.
So sehr, wie sich die Landschaften
im Norden und Süden unterscheiden,
so sehr unterscheiden sich
auch die Predigtmethoden.
In Podgorica,
der Hauptstadt Montenegros,
bearbeitet die Versammlung
Podgorica-Nord ein riesiges Gebiet.
Manche der Verkündiger leben ungefähr
100 km vom Königreichssaal entfernt
und brauchen bis zu 2 Stunden, um
zu den Zusammenkünften zu kommen.
Ein bis zwei Mal im Monat organisieren
die Verkündiger aus Podgorica
Aktionen in weit entfernten Ortschaften,
um dort zusammen mit den
einheimischen Brüdern und Schwestern
zu predigen und so viele
wie möglich zu erreichen.
Ein typischer Tag startet mit einer
Predigtdienstzusammenkunft im Park.
Man geht zusammen in den Dienst,
besucht eine Zusammenkunft
per Videokonferenz
und übernachtet
bei den Brüdern vor Ort.
Dann geht es zurück nach Hause.
Der Süden ist für seine
wunderschönen Strände bekannt,
und in manchen Monaten gibt es hier
doppelt so viele Touristen
wie Einheimische.
Deshalb konzentrieren sich
die Versammlungen in dieser Zeit
auf das Zeugnisgeben
in Touristengegenden,
und in den restlichen Monaten
sind sie mehr von Haus zu Haus
und in Geschäftsvierteln unterwegs.
Ihr Einsatz zahlt sich aus.
2024 besuchten 769 Personen
das Gedächtnismahl.
Die 37 Verkündiger
der Versammlung Herceg Novi
lassen euch alle ganz herzlich grüßen!
Das war JW Broadcasting
aus der Weltzentrale
von Jehovas Zeugen.