00:00:03
Ich wurde in einer
Künstlerfamilie geboren.00:00:06
00:00:07
Wir sind Sänger und Schauspieler.00:00:09
00:00:09
Der berühmteste von uns
war wahrscheinlich mein Vater,00:00:12
00:00:13
Germán Valdés,
besser bekannt als Tin Tán.00:00:17
00:00:17
Musik gehörte schon immer
zu meinem Leben.00:00:20
00:00:20
Schon von klein auf wollte ich mich
durch Musik ausdrücken,00:00:23
00:00:23
also nahm ich meine Gitarre
und fing an zu komponieren.00:00:27
00:00:30
Eigentlich wollte ich nie
eine Karriere in der Musikwelt machen.00:00:34
00:00:36
Das war absolut nicht mein Ziel.00:00:38
00:00:38
Aber dann starb mein Vater,00:00:39
00:00:39
und weil wir
finanziell unter Druck standen,00:00:43
00:00:43
musste ich eine Arbeit finden.00:00:45
00:00:47
Ich schloss mich einer Musikgruppe an,
und das führte dazu,00:00:50
00:00:50
dass ich als Schauspielerin
und Sängerin bekannt wurde.00:00:54
00:00:55
Mit der Zeit merkte ich, dass mir
dieses Umfeld nicht guttat.00:00:58
00:00:58
Die Leute um mich herum
waren unmoralisch und unehrlich,00:01:03
00:01:04
und so verlor ich
das Vertrauen in die Menschen.00:01:07
00:01:07
Als ich die Wahrheit kennenlernte,00:01:10
00:01:10
lernte ich auch wunderbare,
ehrliche Menschen kennen,00:01:13
00:01:13
die mich
wirklich liebten und schätzten.00:01:16
00:01:16
Und das hat bewirkt,
dass ich mich verändert habe.00:01:18
00:01:18
Ich wurde ganz anders:
freudig, glücklich und viel offener.00:01:23
00:01:29
Mein Mann und ich wurden dann Eltern,
und irgendwann beschlossen wir,00:01:32
00:01:32
mit unseren Kindern
nach Mexiko zurückzukehren.00:01:35
00:01:35
Aber wir machten uns Sorgen,00:01:36
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dass es sie in die Musik- oder
Schauspielwelt ziehen könnte.00:01:40
00:01:40
Mein Mann und ich haben uns00:01:42
00:01:42
sehr viel Mühe gegeben,
das zu verhindern.00:01:45
00:01:47
Als meine Tochter, Gianna,
17 Jahre alt war, habe ich sie gebeten,00:01:51
00:01:51
mich zu einem Termin bei einem der
wichtigsten Fernsehunternehmen00:01:54
00:01:54
in Mexico City zu begleiten.00:01:56
00:01:57
Und da sind wir diesem Mann begegnet,
einem Talentscout.00:02:00
00:02:00
Er hat sie gesehen und gefragt:
„Singst du auch?“00:02:03
00:02:03
Sie sagte „Ja“,
und hat ihm etwas vorgesungen.00:02:06
00:02:06
Er war total hingerissen
von ihrer Stimme, und zwar so sehr,00:02:10
00:02:10
dass er sie gleich eingeladen hat,
mit in sein Büro zu kommen.00:02:13
00:02:14
Ich hörte, wie er zu ihr sagte:00:02:16
00:02:16
„Weißt du, du kannst hier bei uns
im Fernsehen Karriere machen.00:02:20
00:02:20
Wir werden dich berühmt machen.00:02:22
00:02:22
Komm am Montag vorbei und dann
unterschreiben wir den Vertrag.“00:02:26
00:02:26
Ich war ziemlich beunruhigt,
und als Gianna zurückkam,00:02:29
00:02:29
habe ich sie gleich gefragt:
„Hast du das Angebot angenommen?“00:02:33
00:02:33
Und Gianna sagte: „Nein, Mama.
Wie könnte ich so ein Angebot annehmen?00:02:37
00:02:38
Ich liebe, was ich für Jehova tun kann.
Ich bin so gerne Pionier.“ 00:02:42
00:02:42
Völlig überraschend bekam sie
eine Woche später00:02:45
00:02:45
einen Anruf aus dem Bethel.00:02:47
00:02:47
Sie wurde eingeladen,
an einem Musikprojekt teilzunehmen.00:02:51
00:02:51
Bis heute darf sie ihre wundervolle
Stimme für Jehova nutzen.00:02:56
00:02:57
Im Laufe der Jahre durften wir sogar00:03:00
00:03:00
zusammen an mehreren
Musikprojekten im Bethel mitwirken.00:03:04
00:03:08
Der Teufel hat immer wieder versucht,00:03:09
00:03:10
mir Hindernisse in den Weg zu legen.00:03:12
00:03:12
Wegen meines berühmten Vaters
wurden mir Verträge angeboten,00:03:15
00:03:15
die aber viel von meiner Zeit
in Anspruch genommen hätten.00:03:19
00:03:19
Dafür hätte ich dann meinen
Pionierdienst aufgeben müssen.00:03:22
00:03:22
Deswegen hab ich
jedes Mal abgelehnt.00:03:24
00:03:25
Und Jehova hat mich all die Jahre
immer wieder beschenkt.00:03:29
00:03:29
Jedes Mal, wenn ich einen
Vertrag abgelehnt habe,00:03:32
00:03:32
hat Jehova mir etwas anderes
Schönes dafür gegeben.00:03:35
00:03:36
Zum Beispiel durften wir bei
verschiedenen theokratischen Schulen00:03:39
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bei der Verpflegung mithelfen.00:03:41
00:03:43
Mein Vertrauen in Jehova00:03:44
00:03:44
ist durch all diese Herausforderungen
gewachsen,00:03:47
00:03:47
so ähnlich,
wie Paulus es ausdrückte:00:03:50
00:03:50
„Ohne Glauben ... ist es unmöglich,
Gott zu gefallen“00:03:53
00:03:53
und „dass er alle, die ihn wirklich
suchen, belohnen wird“.00:03:56
00:03:58
Ich freu mich jedes Mal,00:03:59
00:03:59
wenn ich mit meiner Mama
im Dienst sein kann,00:04:01
00:04:01
und sie ist inzwischen über 90.00:04:04
00:04:04
Dabei nutzen wir gern
die unterschiedlichsten Predigtmethoden.00:04:08
00:04:08
Im Laufe der Jahre haben00:04:09
00:04:10
einige aus meiner Familie
um ein Bibelstudium gebeten00:04:13
00:04:13
und einige von ihnen sind sogar
Zeugen Jehovas geworden.00:04:17
00:04:18
Ich liebe es, mit meiner Mama und
meiner Tochter zusammen zu sein,00:04:22
00:04:22
Gitarre zu spielen, zu singen00:04:24
00:04:24
und zu sehen, wie alle
eine tolle Zeit haben.00:04:28
00:04:33
Ich freue mich auf den Tag,00:04:34
00:04:34
wenn ich meinen Papa
in der neuen Welt wiedersehe.00:04:37
00:04:37
Das wird
ein großes Wiedersehen geben.00:04:39
00:04:39
Ich kann ihm meine Kinder vorstellen
und er trifft Mama wieder.00:04:43
00:04:44
Ich hoffe, es wird am Meer sein.00:04:45
00:04:46
Und was ich mir
wirklich wünsche, ist,00:04:48
00:04:48
dass wir dann alle wieder
zusammen singen, genau wie früher.00:04:52
00:04:52
Ich bin fest entschlossen,
Jehova treu zu bleiben – für immer.00:04:58
Was wurde eigentlich aus ...? Rosalía Phillips: „Es steht geschrieben, ich werde ihn wiedersehen“
-
Was wurde eigentlich aus ...? Rosalía Phillips: „Es steht geschrieben, ich werde ihn wiedersehen“
Ich wurde in einer
Künstlerfamilie geboren.
Wir sind Sänger und Schauspieler.
Der berühmteste von uns
war wahrscheinlich mein Vater,
Germán Valdés,
besser bekannt als Tin Tán.
Musik gehörte schon immer
zu meinem Leben.
Schon von klein auf wollte ich mich
durch Musik ausdrücken,
also nahm ich meine Gitarre
und fing an zu komponieren.
Eigentlich wollte ich nie
eine Karriere in der Musikwelt machen.
Das war absolut nicht mein Ziel.
Aber dann starb mein Vater,
und weil wir
finanziell unter Druck standen,
musste ich eine Arbeit finden.
Ich schloss mich einer Musikgruppe an,
und das führte dazu,
dass ich als Schauspielerin
und Sängerin bekannt wurde.
Mit der Zeit merkte ich, dass mir
dieses Umfeld nicht guttat.
Die Leute um mich herum
waren unmoralisch und unehrlich,
und so verlor ich
das Vertrauen in die Menschen.
Als ich die Wahrheit kennenlernte,
lernte ich auch wunderbare,
ehrliche Menschen kennen,
die mich
wirklich liebten und schätzten.
Und das hat bewirkt,
dass ich mich verändert habe.
Ich wurde ganz anders:
freudig, glücklich und viel offener.
Mein Mann und ich wurden dann Eltern,
und irgendwann beschlossen wir,
mit unseren Kindern
nach Mexiko zurückzukehren.
Aber wir machten uns Sorgen,
dass es sie in die Musik- oder
Schauspielwelt ziehen könnte.
Mein Mann und ich haben uns
sehr viel Mühe gegeben,
das zu verhindern.
Als meine Tochter, Gianna,
17 Jahre alt war, habe ich sie gebeten,
mich zu einem Termin bei einem der
wichtigsten Fernsehunternehmen
in Mexico City zu begleiten.
Und da sind wir diesem Mann begegnet,
einem Talentscout.
Er hat sie gesehen und gefragt:
„Singst du auch?“
Sie sagte „Ja“,
und hat ihm etwas vorgesungen.
Er war total hingerissen
von ihrer Stimme, und zwar so sehr,
dass er sie gleich eingeladen hat,
mit in sein Büro zu kommen.
Ich hörte, wie er zu ihr sagte:
„Weißt du, du kannst hier bei uns
im Fernsehen Karriere machen.
Wir werden dich berühmt machen.
Komm am Montag vorbei und dann
unterschreiben wir den Vertrag.“
Ich war ziemlich beunruhigt,
und als Gianna zurückkam,
habe ich sie gleich gefragt:
„Hast du das Angebot angenommen?“
Und Gianna sagte: „Nein, Mama.
Wie könnte ich so ein Angebot annehmen?
Ich liebe, was ich für Jehova tun kann.
Ich bin so gerne Pionier.“
Völlig überraschend bekam sie
eine Woche später
einen Anruf aus dem Bethel.
Sie wurde eingeladen,
an einem Musikprojekt teilzunehmen.
Bis heute darf sie ihre wundervolle
Stimme für Jehova nutzen.
Im Laufe der Jahre durften wir sogar
zusammen an mehreren
Musikprojekten im Bethel mitwirken.
Der Teufel hat immer wieder versucht,
mir Hindernisse in den Weg zu legen.
Wegen meines berühmten Vaters
wurden mir Verträge angeboten,
die aber viel von meiner Zeit
in Anspruch genommen hätten.
Dafür hätte ich dann meinen
Pionierdienst aufgeben müssen.
Deswegen hab ich
jedes Mal abgelehnt.
Und Jehova hat mich all die Jahre
immer wieder beschenkt.
Jedes Mal, wenn ich einen
Vertrag abgelehnt habe,
hat Jehova mir etwas anderes
Schönes dafür gegeben.
Zum Beispiel durften wir bei
verschiedenen theokratischen Schulen
bei der Verpflegung mithelfen.
Mein Vertrauen in Jehova
ist durch all diese Herausforderungen
gewachsen,
so ähnlich,
wie Paulus es ausdrückte:
„Ohne Glauben ... ist es unmöglich,
Gott zu gefallen“
und „dass er alle, die ihn wirklich
suchen, belohnen wird“.
Ich freu mich jedes Mal,
wenn ich mit meiner Mama
im Dienst sein kann,
und sie ist inzwischen über 90.
Dabei nutzen wir gern
die unterschiedlichsten Predigtmethoden.
Im Laufe der Jahre haben
einige aus meiner Familie
um ein Bibelstudium gebeten
und einige von ihnen sind sogar
Zeugen Jehovas geworden.
Ich liebe es, mit meiner Mama und
meiner Tochter zusammen zu sein,
Gitarre zu spielen, zu singen
und zu sehen, wie alle
eine tolle Zeit haben.
Ich freue mich auf den Tag,
wenn ich meinen Papa
in der neuen Welt wiedersehe.
Das wird
ein großes Wiedersehen geben.
Ich kann ihm meine Kinder vorstellen
und er trifft Mama wieder.
Ich hoffe, es wird am Meer sein.
Und was ich mir
wirklich wünsche, ist,
dass wir dann alle wieder
zusammen singen, genau wie früher.
Ich bin fest entschlossen,
Jehova treu zu bleiben – für immer.
-