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Willkommen zu JW Broadcasting®!00:00:05
00:00:05
Diesen Monat erfahren wir,00:00:07
00:00:07
wie wir uns in demselben
guten Licht sehen können,00:00:10
00:00:10
in dem Jehova uns sieht.00:00:12
00:00:14
Wir werden uns näher
mit dem Bibelbuch Micha beschäftigen.00:00:17
00:00:17
Dabei werden wir etwas
über Aufrichtigkeit00:00:20
00:00:20
und Bescheidenheit lernen.00:00:22
00:00:23
Und es geht darum,
wie schon eine kleine freundliche Geste00:00:27
00:00:27
eine große Wirkung haben kann.00:00:29
00:00:31
Das ist JW Broadcasting!00:00:34
00:00:55
Kennt ihr das?00:00:56
00:00:56
Ging es euch auch schon einmal so
wie einer Schwester,00:00:59
00:00:59
die in einem Brief
das Folgende schrieb:00:01:02
00:01:02
„Ganz gleich, wie sehr ich mich bemühe,
die Liebe zu Jehova zu vertiefen,00:01:06
00:01:06
oder wie sehr ich mich anstrenge,
ihm zu dienen –00:01:09
00:01:09
ich habe ständig das Gefühl,
es sei nicht gut genug.“00:01:13
00:01:14
Leider sagt uns
unser unvollkommenes Herz manchmal,00:01:17
00:01:17
dass egal wie sehr wir uns anstrengen,
wir nie gut genug sind,00:01:22
00:01:22
um Jehova zu gefallen.00:01:24
00:01:24
Oder, obwohl wir wissen,
dass Jehova ein Gott ist,00:01:27
00:01:27
der gern vergibt, fühlen wir uns
trotzdem schlecht wegen Dingen,00:01:31
00:01:31
die wir in der Vergangenheit
gesagt oder getan haben.00:01:34
00:01:35
Es kann sein, dass Fehler,
die lange zurückliegen,00:01:38
00:01:38
immer wieder in uns hochkommen –
wie eine Dauerschleife in unserem Kopf.00:01:42
00:01:43
Sie können dazu führen,
dass wir traurig sind oder entmutigt.00:01:47
00:01:48
Wahrscheinlich kennen wir alle
solche Gefühle;00:01:50
00:01:50
den meisten von uns
geht es von Zeit zu Zeit so.00:01:53
00:01:53
Woran liegt das?00:01:55
00:01:55
Na ja, schauen wir uns an,
was Jehova den Apostel Johannes00:02:00
00:02:00
in 1. Johannes 3:19, 20
aufschreiben ließ.00:02:06
00:02:06
Diese Verse bilden die Grundlage
für unseren Vortrag,00:02:09
00:02:09
der das Thema hat:
„Gott ist größer als unser Herz“.00:02:14
00:02:15
In 1. Johannes 3:19, 20 steht:00:02:19
00:02:19
„So werden wir wissen, dass wir
auf der Seite der Wahrheit sind.00:02:24
00:02:24
Und wir werden unser Herz vor ihm
beruhigen in allem,00:02:27
00:02:27
worin unser Herz uns verurteilen mag,00:02:31
00:02:31
weil Gott größer ist als unser Herz
und alles weiß.“00:02:38
00:02:39
Ist euch aufgefallen,
dass Johannes schreibt „unser Herz“:00:02:44
00:02:44
„Wir werden unser Herz
vor ihm beruhigen in allem,00:02:48
00:02:48
worin unser Herz
uns verurteilen mag.“00:02:52
00:02:52
Ja, es kann sein, dass es sogar
dem Apostel Johannes so ging;00:02:56
00:02:56
vielleicht hat er manchmal
schlecht von sich gedacht.00:02:59
00:03:00
Aber Johannes liefert uns
gute Gründe dafür, sicher zu sein,00:03:03
00:03:04
dass Jehova uns
in einem guten Licht sieht.00:03:07
00:03:07
Er sagt, dass wir wissen, dass „wir
auf der Seite der Wahrheit sind“.00:03:13
00:03:14
Wie hast du
die Wahrheit kennengelernt?00:03:16
00:03:16
Wie fing alles an?00:03:18
00:03:18
Wir haben verstanden,
dass die Bibel von Gott kommt00:03:20
00:03:20
und die Wahrheit enthält.00:03:22
00:03:22
Wir haben Jesus und das,
was er lehrte, kennengelernt.00:03:26
00:03:26
Wir haben die falschen Lehren
der Welt hinter uns gelassen.00:03:30
00:03:30
Wir haben angefangen,
Jesus nachzuahmen,00:03:32
00:03:33
unsere Brüder zu lieben
und das Richtige zu tun.00:03:36
00:03:36
Deswegen sind wir
„auf der Seite der Wahrheit“.00:03:40
00:03:40
Die Wahrheit hat dich und mich
zu dem gemacht, was wir sind.00:03:44
00:03:44
Allein diese Tatsache
ist ein Beweis dafür,00:03:48
00:03:48
dass Jehova uns
als Teil seiner Familie ansieht.00:03:53
00:03:54
Und trotzdem verurteilt
unser Herz uns manchmal.00:03:59
00:03:59
Aber warum ist das so?00:04:02
00:04:02
Das hat mit unserem Gewissen zu tun.00:04:05
00:04:05
Wenn in Gottes Wort
das Herz erwähnt wird,00:04:08
00:04:08
bezieht es sich oft auf das,
was man von außen nicht sieht,00:04:12
00:04:12
unser ganzes Inneres,
also unsere ganze Persönlichkeit.00:04:16
00:04:16
Im Wachtturm vom 1. August 1997
heißt es:00:04:21
00:04:21
„Die Bibel bringt das Gewissen00:04:23
00:04:23
auch mit dem sinnbildlichen Herzen
in Verbindung,00:04:26
00:04:26
bei dem Gefühle und Emotionen
eine Rolle spielen.“00:04:30
00:04:30
Dann wird Römer 2:15 angeführt,
wo Paulus erklärt,00:04:34
00:04:34
wie das Gewissen funktioniert,
als er über Personen spricht,00:04:38
00:04:38
die nicht unter
dem Gesetz von Moses stehen.00:04:40
00:04:40
Lesen wir das mal.
Römer 2:15 sagt:00:04:45
00:04:46
„Sie zeigen ja,00:04:47
00:04:47
dass ihnen der Inhalt des Gesetzes
ins Herz geschrieben ist,00:04:52
00:04:52
wobei auch ihr Gewissen Zeuge ist
und sie durch ihre eigenen Gedanken00:04:56
00:04:56
angeklagt
oder auch entschuldigt werden.“00:05:00
00:05:00
Das Gewissen,
das Jehova uns gegeben hat,00:05:02
00:05:03
kann uns also anklagen
oder entschuldigen.00:05:06
00:05:06
Es kann uns davor warnen,
einen falschen Weg einzuschlagen.00:05:09
00:05:09
Und unser Gewissen
meldet sich auch dann,00:05:12
00:05:12
wenn wir etwas falsch gemacht haben.00:05:15
00:05:15
Als David auf der Flucht
vor König Saul war,00:05:18
00:05:18
schnitt er in einer Höhle ein Stück
von Sauls Obergewand ab.00:05:22
00:05:23
1. Samuel 24:5 sagt,00:05:26
00:05:26
dass David
hinterher Herzklopfen hatte.00:05:29
00:05:30
Statt von Herzklopfen00:05:32
00:05:32
könnte man hier auch von
einem schlechten Gewissen sprechen.00:05:36
00:05:36
Davids Gewissen hat sich geregt,
weil er mit Saul,00:05:38
00:05:38
dem von Jehova eingesetzten König,
respektlos umgegangen ist.00:05:44
00:05:44
Mithilfe unseres Gewissens00:05:46
00:05:46
können wir uns selbst beurteilen
und unser Handeln bewerten.00:05:50
00:05:50
Wenn wir
ein schlechtes Gewissen haben,00:05:52
00:05:52
kann uns das motivieren zu bereuen
und umzukehren.00:05:56
00:05:56
Wenn unser Gewissen andererseits
zu kritisch ist,00:05:59
00:05:59
kann das gefährlich sein.00:06:00
00:06:00
Es könnten uns Schuldgefühle quälen00:06:02
00:06:02
und wir könnten
zu der Überzeugung kommen,00:06:04
00:06:05
dass Jehova uns niemals vergeben kann,
egal wie sehr wir uns anstrengen.00:06:10
00:06:10
Wenn wir ein zu kritisches Gewissen
haben, könnten wir auch denken,00:06:13
00:06:13
wir müssten perfekt sein,
um Jehova zu gefallen.00:06:18
00:06:18
Paulus erklärt in Römer 2:15, dass
unser Gewissen wie ein Richter ist,00:06:23
00:06:23
der uns verurteilt oder freispricht.00:06:26
00:06:26
Stellen wir uns mal vor,
wir wären angeklagt00:06:29
00:06:29
und müssten vor Gericht erscheinen.00:06:31
00:06:31
Der Richter steht für unser Gewissen.00:06:34
00:06:34
Er hört sich alle Fakten
und Beweise an, die von den Zeugen,00:06:38
00:06:38
also von unseren Gedanken,
vorgebracht werden.00:06:42
00:06:42
Ein guter Richter
hört sich immer beide Seiten an,00:06:45
00:06:45
damit er ein richtiges
und faires Urteil fällen kann.00:06:49
00:06:49
Was wäre aber,
wenn sich der Richter00:06:51
00:06:51
nur die Zeugen der Gegenseite
anhören würde, die uns anklagt?00:06:57
00:06:57
Diese Zeugen fordern ein hartes Urteil
und eine harte Strafe.00:07:02
00:07:02
Es ist, als würden sie
zum Richter sagen:00:07:04
00:07:04
„Der Angeklagte sollte nie vergessen,
was er getan hat.00:07:07
00:07:07
Er hätte es besser wissen müssen.00:07:09
00:07:09
Er ist schwach
und hat schlechte Motive.00:07:12
00:07:12
Er sollte für lange Zeit
ins Gefängnis gehen.“00:07:15
00:07:16
Dieser Richter, der sich nur
die Zeugen der Gegenseite,00:07:20
00:07:20
aber nicht die Zeugen
der Verteidigung angehört hat,00:07:23
00:07:23
würde zu dem Urteil kommen:00:07:25
00:07:25
„Schuldig im Sinne der Anklage!
Sie gehören ins Gefängnis!“00:07:30
00:07:30
Genauso ist es mit unserem Gewissen,
wenn es nicht richtig geschult ist.00:07:35
00:07:35
Es kann wie dieser
unfaire Richter sein00:07:38
00:07:38
und uns sozusagen
ins Gefängnis schicken –00:07:40
00:07:40
in ein Gefängnis
voller Schuldgefühle.00:07:43
00:07:43
Wir sind gefangen in einem Strudel
von negativen Emotionen,00:07:47
00:07:47
die uns daran hindern,
nach vorne zu schauen.00:07:50
00:07:51
Was für ein Richter
ist dein Gewissen?00:07:55
00:07:56
Überlegen wir mal:00:07:57
00:07:57
Wenn unser Gewissen gut geschult ist,
kann es uns in Schutz nehmen,00:08:01
00:08:01
wenn ein überkritischer Gedanke
in uns aufkommt.00:08:05
00:08:05
Damit uns unser Gewissen
also richtig beurteilt,00:08:09
00:08:09
müssen wir es trainieren.00:08:11
00:08:11
Es darf sich nicht nur
nach Jehovas Gesetzen richten,00:08:13
00:08:13
sondern muss auch den Gesetzgeber
berücksichtigen, den höchsten Richter.00:08:18
00:08:18
Interessant ist dazu
ein Satz aus dem Artikel00:08:21
00:08:21
„Unser Gewissen schulen,
damit es besser reagiert“00:08:24
00:08:25
aus dem Wachtturm
vom 1. Dezember 1976.00:08:29
00:08:29
Dort heißt es:00:08:31
00:08:31
„Ein gut funktionierendes Gewissen00:08:33
00:08:33
[muss] nach der Persönlichkeit
Jehovas ausgerichtet werden,00:08:36
00:08:36
die aus seinem Wort
und aus seinem Verhalten00:08:39
00:08:39
gegenüber seinen Dienern
zu erkennen ist.“00:08:42
00:08:44
Das ist der Schlüssel.00:08:46
00:08:46
Aus der Bibel erfahren wir,
dass Jehova Gerechtigkeit liebt,00:08:50
00:08:50
aber dass er immer vernünftig ist,
wenn er urteilt.00:08:53
00:08:53
Seine Barmherzigkeit und loyale Liebe
sind unglaublich groß.00:08:58
00:08:58
Jehova ist die Liebe in Person.00:09:01
00:09:02
Wenn wir Jehovas Eigenschaften gut
kennen, hilft es unserem Gewissen,00:09:06
00:09:06
uns selbst in einem
ausgeglichenen Licht zu sehen.00:09:10
00:09:10
Es wird ein schlechtes Verhalten
nicht entschuldigen oder rechtfertigen,00:09:13
00:09:13
uns auf der anderen Seite aber auch
nicht zu streng oder unfair beurteilen.00:09:20
00:09:20
Kommen wir noch mal zurück
zu unserem Vergleich.00:09:23
00:09:23
Ein guter Richter, der Jehova kennt,00:09:26
00:09:26
hört sich auch die Zeugen
der Verteidigung an.00:09:29
00:09:29
Diese Zeugen oder Gedanken
würden sagen:00:09:32
00:09:32
„Moment, euer Ehren. Dieser Mensch
ist mehr als seine vergangenen Fehler.00:09:36
00:09:37
Es ist Zeit zu vergeben
und sie aus den Akten zu löschen.00:09:40
00:09:40
Er hat für seine Fehler bezahlt00:09:42
00:09:42
und seine Schuld lange genug
mit sich herumgetragen.00:09:45
00:09:45
Er hat bereut.00:09:47
00:09:47
Er kann die Vergangenheit
nicht ändern,00:09:48
00:09:49
aber schauen Sie,
was er alles unternommen hat.00:09:51
00:09:51
Er ist jetzt
ein ganz anderer Mensch.“00:09:54
00:09:55
Wenn wir Jehova kennen
und begreifen, dass er uns versteht,00:09:59
00:09:59
sind wir uns sicher, dass er gut
von uns denkt und uns vergibt.00:10:03
00:10:03
Das beruhigt uns „in allem,
worin unser Herz uns verurteilen mag,00:10:08
00:10:08
weil Gott größer ist als unser Herz
und alles weiß“.00:10:13
00:10:14
Und macht es nicht Mut –
Jehova kennt unser Herz.00:10:18
00:10:19
Er weiß,
wer wir im Innern wirklich sind.00:10:21
00:10:21
Er sieht unsere Fehler.00:10:23
00:10:23
Aber er sieht auch
unsere Beweggründe,00:10:25
00:10:25
unsere Gefühle, unseren Wunsch,
das Richtige zu tun, unser Potenzial.00:10:32
00:10:32
Er kennt all die Umstände,
die beeinflussen, wie wir handeln,00:10:36
00:10:36
einschließlich unserer Gene00:10:38
00:10:38
und der Unzulänglichkeiten,
die wir geerbt haben.00:10:42
00:10:43
Im Einsichten-Buch heißt es
unter dem Stichwort „Barmherzigkeit“:00:10:50
00:10:50
„Offensichtlich ist die elementarste
... Unzulänglichkeit der Menschheit00:10:54
00:10:54
in der Sünde begründet, die sie
von ihrem Vorvater Adam geerbt hat.00:10:58
00:10:58
Demnach befinden sich alle
in einem bedauernswerten Zustand.00:11:01
00:11:02
Die Befreiung davon
ist ein dringendes Bedürfnis.00:11:06
00:11:06
Jehova hat der Menschheit
Barmherzigkeit erwiesen,00:11:08
00:11:09
indem er das Mittel bereitstellte,00:11:10
00:11:11
damit sie von dieser großen
Unzulänglichkeit ... befreit würde.“00:11:15
00:11:15
Jehova berücksichtigt also,00:11:17
00:11:17
dass wir in unseren Möglichkeiten
eingeschränkt sind00:11:21
00:11:21
und das bewegt ihn dazu,
barmherzig zu sein.00:11:24
00:11:25
Schauen wir uns ein Beispiel an,00:11:27
00:11:27
das zeigt, dass Jehova größer ist
als das Herz von seinen Dienern.00:11:32
00:11:32
Ich denke da an Petrus:00:11:34
00:11:35
In der schlimmsten Nacht seines Lebens
hat Petrus nicht nur einmal,00:11:39
00:11:39
sondern dreimal Jesus verleugnet –
behauptet, dass er ihn nicht kennt.00:11:44
00:11:45
Als sich der Herr
in dieser Nacht umdrehte00:11:47
00:11:47
und zu Petrus hinsah,
trafen sich ihre Blicke.00:11:52
00:11:52
Denkt ihr, Petrus konnte diesen Moment
jemals vergessen?00:11:57
00:11:57
Und wie war es später für Petrus –00:11:59
00:11:59
hat es ihn immer wieder eingeholt,
wenn er einen Hahn krähen gehört hat?00:12:04
00:12:04
Hat er dann in Gedanken
immer wieder durchgespielt,00:12:07
00:12:07
was in dieser Nacht passiert ist,
und hat sich selbst sagen gehört:00:12:10
00:12:11
„Ich kenne ihn nicht,
ich kenne ihn nicht“?00:12:14
00:12:14
Wir wissen nicht, ob es so war.00:12:16
00:12:16
Aber was wir wissen,
ist, wie Jesus Petrus half00:12:20
00:12:20
gegen seine starken Schuldgefühle
anzukommen.00:12:24
00:12:24
Noch am Tag seiner Auferstehung
hat Jesus allein mit Petrus geredet –00:12:29
00:12:29
offensichtlich um ihm
die Gelegenheit zu geben,00:12:31
00:12:31
ihm zu sagen, wie leid ihm alles tat.00:12:34
00:12:34
Wir wissen nicht,
was Jesus ihm genau gesagt hat,00:12:37
00:12:37
aber man kann sich vorstellen,00:12:38
00:12:38
dass Petrus dieses Gespräch
nie wieder vergessen hat.00:12:42
00:12:43
Später gab Jesus Petrus gemäß
Johannes, Kapitel 21,00:12:47
00:12:47
die Gelegenheit, ihm vor den anderen
Jüngern seine Liebe zu beteuern –00:12:51
00:12:51
was er auch tat, insgesamt dreimal.00:12:55
00:12:55
Und dann hat Jesus ihm00:12:57
00:12:57
in Anwesenheit der anderen
eine besondere Aufgabe gegeben.00:13:01
00:13:02
Und so hatte Petrus
statt der Worte00:13:04
00:13:04
„Ich kenne ihn nicht,
ich kenne ihn nicht“00:13:07
00:13:07
eine neue, wunderschöne Erinnerung,00:13:10
00:13:10
die er sich immer und immer wieder
in den Sinn rufen konnte.00:13:14
00:13:15
Jehova hat Petrus
durch seinen Sohn Jesus versichert,00:13:19
00:13:19
dass er größer ist
als sein unvollkommenes Herz.00:13:23
00:13:23
Also, worüber haben wir heute
gesprochen?00:13:26
00:13:27
Ein gut funktionierendes Gewissen00:13:29
00:13:29
ist weder zu nachgiebig
noch überkritisch.00:13:32
00:13:32
Wir müssen lernen, uns so zu sehen,
wie Jehova uns sieht,00:13:36
00:13:36
und darauf vertrauen,
dass er alle unsere Anstrengungen00:13:40
00:13:40
im Dienst für ihn schätzt
und dass er uns nicht streng beurteilt.00:13:45
00:13:45
Es ist absolut sicher:00:13:47
00:13:47
Gott ist größer als unser Herz!00:13:51
00:13:51
Glauben wir Jehova,
wenn er uns sagt, dass er uns liebt00:13:54
00:13:54
und nutzen wir alles,
was er uns gibt,00:13:56
00:13:56
um ihm ohne Selbstzweifel
und voller Freude zu dienen.00:14:00
00:14:02
Schauen wir uns jetzt an,00:14:03
00:14:03
wie einige Brüder und Schwestern
es geschafft haben,00:14:06
00:14:06
mit Gefühlen der Wertlosigkeit
umzugehen.00:14:09
00:14:11
Es ist nicht so leicht,
mit etwas zu leben,00:14:13
00:14:13
von dem man weiß,
dass man es nie wieder los wird.00:14:15
00:14:15
Man kann es nicht sehen,
aber es ist immer da.00:14:19
00:14:20
Wir hatten so viel Spaß zusammen.00:14:22
00:14:23
Wir hatten 2 Töchter,00:14:24
00:14:24
mein Mann war Ältester
und ich war Pionier.00:14:27
00:14:28
Und dann ist mein Mann ganz unerwartet
und plötzlich gestorben.00:14:33
00:14:35
Innerhalb von Minuten
war ich eine Witwe.00:14:39
00:14:39
Und ich habe dieses Wort gehasst.
Es hat mich so schwach gemacht.00:14:43
00:14:44
Ich wusste gar nicht mehr,
wer ich war.00:14:46
00:14:46
Ich hab mich wertlos gefühlt
und war völlig verloren.00:14:51
00:14:52
- Mein Vater
war kein wirklicher Vater.00:14:54
00:14:54
Er war nie für mich da.00:14:56
00:14:56
Er hat sich eigentlich
nicht um mich gekümmert.00:14:59
00:14:59
Wenn du damit aufwächst,
dass dir immer wieder jemand sagt:00:15:02
00:15:02
„Du bist nicht gut genug“,00:15:04
00:15:04
dann verunsichert dich das total,
und du fühlst dich unfähig.00:15:07
00:15:07
Und diese Gefühle
sind heute immer noch da.00:15:09
00:15:09
Sie sind nie weggegangen,00:15:11
00:15:11
und ich hab damit
nach wie vor zu kämpfen.00:15:13
00:15:13
- Ich war 22,
als ich herausgefunden habe,00:15:15
00:15:15
dass ich eine Zwangsstörung habe.00:15:18
00:15:18
Man zweifelt die ganze Zeit alles an,
das hört einfach nicht auf.00:15:22
00:15:22
In deinem Kopf
arbeitet es ununterbrochen.00:15:25
00:15:25
In Gedanken
gehst du immer wieder durch,00:15:26
00:15:26
was du alles falsch gemacht hast.
Manchmal denkst du sogar,00:15:29
00:15:30
du musst die Polizei anrufen
und dich selbst anzeigen.00:15:33
00:15:33
Und das ist so furchtbar,
weil das einfach nie aufhört.00:15:37
00:15:39
- Die negativen Gefühle sind immer da.
Ich muss ständig gegen sie kämpfen.00:15:42
00:15:42
- Diese Gefühle sind nicht einfach
am nächsten Tag weg.00:15:45
00:15:45
- Ich wollte den anderen immer sagen:00:15:47
00:15:47
„Mir geht’s gut. Es ist alles okay.“
Aber das stimmte nicht.00:15:50
00:15:50
- Manchmal will man einfach aufgeben.00:15:52
00:15:52
Und wahrscheinlich
würde ich auch aufgeben,00:15:54
00:15:54
wenn ich nicht Jehova
und die Brüder hätte.00:15:57
00:15:58
- Ich hab einen Freund,
der die gleiche Krankheit hat wie ich.00:16:01
00:16:01
Als ich herausgefunden hab, dass
er mit den gleichen Sachen zu tun hat,00:16:04
00:16:04
den gleichen Gedanken,
den gleichen Zwängen und Ängsten –00:16:07
00:16:07
das hat mir so geholfen.00:16:09
00:16:09
Ich bin mir sicher, dieser Bruder
war ein Geschenk von Jehova.00:16:12
00:16:13
- Ich konnte meinen Freunden
einfach mal schreiben:00:16:14
00:16:15
„Ich bin heute traurig.“00:16:16
00:16:16
Sie sagten:
„Was brauchst du?“00:16:17
00:16:17
Und ich: „Ich weiß es nicht,
ich bin einfach traurig.“00:16:19
00:16:19
Und sie: „Okay.
Wir sind da für dich.“00:16:21
00:16:22
- Manchmal, wenn ich
eine Aufgabe vorbereite, denke ich:00:16:25
00:16:25
„Warum soll ich das machen?00:16:26
00:16:27
Da gibt’s doch bestimmt jemanden,
der das besser macht.“00:16:29
00:16:30
Und wahrscheinlich ist das auch so.00:16:32
00:16:32
Aber ich weiß, dass Jehova sieht,
dass ich mein Bestes gebe.00:16:36
00:16:36
Und Jehova verdient auch,
dass ich ihm mein Bestes gebe,00:16:38
00:16:38
wie das in Offenbarung 4:11 steht:00:16:41
00:16:41
Er verdient „den Ruhm,
die Ehre und die Macht“.00:16:44
00:16:44
Er verdient alles,
was ich ihm geben kann.00:16:46
00:16:46
Und ich weiß, er freut sich darüber.00:16:48
00:16:48
Und ich weiß,
dass er sich über jeden freut,00:16:50
00:16:50
der ihm sein Bestes gibt –00:16:52
00:16:52
ganz egal, wie schlecht
man sich selbst einschätzt.00:16:55
00:16:57
- Und du musst unbedingt
in den Königreichssaal gehen;00:17:00
00:17:00
mit deinen Brüdern und Schwestern
zusammen sein, auch wenn du weißt,00:17:03
00:17:03
dass du die ganze Zeit während
des Programms weinen musst00:17:06
00:17:07
oder während der Lieder.
Das ist okay.00:17:08
00:17:08
Es ist okay. Es ist völlig okay,
traurig zu sein. 00:17:12
00:17:12
Das hilft wirklich.
Gefühle zu zeigen,00:17:15
00:17:15
bringt dich der Versammlung näher
und auch Jehova.00:17:19
00:17:19
- Ich arbeite jeden Tag daran,
mich so zu sehen,00:17:21
00:17:21
wie Jehova mich sieht.00:17:23
00:17:23
Das Gebet hilft mir sehr,
und einfach zu wissen,00:17:26
00:17:26
dass Jehova meine Krankheit kennt
und mich versteht.00:17:29
00:17:29
- Manchmal kommt Panik in mir hoch,00:17:31
00:17:32
aber dann bete ich ganz intensiv
und bitte Jehova,00:17:34
00:17:34
dass er meine Gedanken
wieder in die richtige Richtung lenkt.00:17:37
00:17:38
- Und was mir dann noch geholfen hat,
ist zu sehen,00:17:40
00:17:40
wie Jehova meine Gebete beantwortet.00:17:43
00:17:44
Puh, das berührt mich am meisten.00:17:48
00:17:49
Denn wenn du betest,00:17:52
00:17:53
weil du irgendetwas
unbedingt brauchst,00:17:56
00:17:56
und du erzählst keinem davon00:17:58
00:17:58
und dann gibt Jehova dir genau das.00:18:01
00:18:02
Dann kann es ja nur von Jehova sein.00:18:04
00:18:04
Jehova und ich sind ein Team.00:18:07
00:18:08
- Jehova ist für mich ein Vater,
so wie er das auch für Jesus war.00:18:12
00:18:12
In Johannes 17 spricht Jesus
kurz vor seinem Tod00:18:15
00:18:15
ganz vertraut mit Jehova.00:18:17
00:18:17
Diese Nähe zwischen Jehova und Jesus,
die in Johannes 17 beschrieben wird,00:18:22
00:18:22
so eine Nähe, diese enge Freundschaft
mit Jehova, die will ich auch haben.00:18:27
00:18:30
- Ich habe verschiedene
Bibelberichte gelesen,00:18:32
00:18:32
in denen Witwen erwähnt werden.00:18:34
00:18:34
Mit der Zeit habe ich verstanden,00:18:36
00:18:36
dass Jehovas Sicht auf Witwen00:18:39
00:18:39
sich komplett
von der Sicht der Welt unterscheidet.00:18:42
00:18:43
Jehova hat ja den Israeliten
extra Gesetze gegeben,00:18:46
00:18:46
damit sie Witwen gut behandeln.00:18:48
00:18:48
Daraus habe ich für mich mitgenommen:00:18:51
00:18:51
Jehova passt auf mich auf.00:18:54
00:18:56
Ab dem Zeitpunkt war das Wort „Witwe“
für mich nicht mehr so furchtbar,00:19:00
00:19:00
denn es heißt ja, dass ich einen
ganz besonderen Platz bei Jehova habe.00:19:05
00:19:06
- Wir können uns gar nicht vorstellen,00:19:08
00:19:08
was für einen großen Wert
wir für Jehova haben.00:19:12
00:19:12
Jehova hilft uns,
uns selbst richtig einzuschätzen.00:19:16
00:19:17
Seine Liebe
gleicht die Liebe aus,00:19:19
00:19:20
die wir für uns selbst
nicht empfinden.00:19:22
00:19:23
Jehovas Gedanken sind erhabener
als unsere Gedanken.00:19:26
00:19:27
Jehova kennt alle unsere Gefühle,
jede Angst, jeden Schmerz00:19:32
00:19:32
und auch jede Freude,
die wir empfinden.00:19:35
00:19:36
Sei dir sicher,
dass Jehova dich liebt.00:19:40
00:19:45
Jehova tröstet uns zum einen
durch das Gebet00:19:48
00:19:48
und zum anderen durch Freunde,
die uns lieben.00:19:51
00:19:51
Wie Schwester Wood gesagt hat:00:19:53
00:19:53
„[Ihr habt] einen ganz besonderen Platz
bei Jehova“.00:19:57
00:19:58
Später in diesem Monat00:19:59
00:19:59
wird das komplette Video
von Holly veröffentlicht,00:20:02
00:20:02
das weitere wertvolle Punkte
für uns enthält.00:20:06
00:20:08
Wenn jemand freundlich zu uns ist,
motiviert uns das,00:20:11
00:20:11
auch freundlich zu anderen zu sein.00:20:13
00:20:13
In der neuen Folge
von Eisen schärft Eisen sehen wir,00:20:17
00:20:17
wie wir uns an Jehovas Freundlichkeit
ein Beispiel nehmen können.00:20:21
00:20:23
Hi, ich bin Jonathan.
Willkommen bei Eisen schärft Eisen.00:20:27
00:20:38
Die Eigenschaft,
über die wir heute sprechen,00:20:40
00:20:40
hat die unterschiedlichsten Menschen –00:20:42
00:20:42
Sünder, Kranke und Kinder
zu Jesus hingezogen: Freundlichkeit.00:20:50
00:20:50
Wie Jehova war Jesus freundlich
zu guten und schlechten Menschen.00:20:55
00:20:55
Jesu Freundlichkeit
hing nicht davon ab,00:20:57
00:20:57
ob andere auch freundlich
zu ihm waren oder ob sie ihn mochten.00:21:02
00:21:03
Im Gegenteil:
Jesus war immer freundlich.00:21:07
00:21:07
Er war sich bewusst, wie diese
Eigenschaft auf Menschen wirkt00:21:11
00:21:11
und dass sie Jehova ehrt.00:21:14
00:21:16
Und was ist mit uns? Zu wem können
wir freundlich sein und wann?00:21:21
00:21:40
Tschuldigung, die Besuchszeit ist um.
Sie müssen jetzt alle gehen.00:21:44
00:21:44
Oh, Entschuldigung.00:21:45
00:21:45
Ich dachte, wir haben noch Zeit.
Es sind doch noch 5 Minuten.00:21:48
00:21:48
Schon okay, Emily. Torri wir gehen
besser, aber wir kommen bald wieder.00:21:53
00:22:10
Unsere Schwester
hat wirklich Größe gezeigt.00:22:13
00:22:14
Sie ist mit den anderen
einfach ruhig weggegangen,00:22:16
00:22:16
obwohl sie noch
ein paar Minuten gehabt hätten.00:22:20
00:22:20
Aber hätte sie noch mehr tun können?00:22:23
00:22:24
Ja, und das bringt uns zu unserem
ersten Punkt: Einfühlungsvermögen.00:22:29
00:22:29
Frag dich,
was beschäftigt dein Gegenüber.00:22:33
00:22:33
Was könnte er oder sie brauchen?00:22:36
00:22:37
Dann hör gut zu und zeig,
dass es dir nicht egal ist.00:22:43
00:22:51
Geht schon mal weiter.
Ich will noch kurz ...00:22:54
00:22:58
Hi.00:22:59
00:23:00
Hi.00:23:00
00:23:00
Ich wollte mich
einfach nur kurz bedanken,00:23:03
00:23:03
dass Sie sich so gut
um meine Freundin kümmern.00:23:05
00:23:05
Gern.00:23:07
00:23:09
Tut mir leid,
dass ich eben so unfreundlich war.00:23:11
00:23:11
Es ist nur, wir sind unterbesetzt
und haben so viel zu tun.00:23:15
00:23:16
Großartig, was ein einfaches
„Danke“ bewirken kann.00:23:20
00:23:20
Der Krankenschwester
hat das bestimmt gut getan.00:23:23
00:23:24
Wenn sich jemand öffnet,
über seine Gefühle spricht,00:23:27
00:23:27
dann wollen wir freundlich
und respektvoll sein.00:23:31
00:23:31
Das ist unser zweiter Punkt:00:23:33
00:23:33
Wenn wir mit anderen
aufrichtig mitfühlen,00:23:36
00:23:36
zeigt sich das an der Art,
wie wir reden.00:23:39
00:23:40
Wir achten auf unsere Wortwahl
und unseren Tonfall00:23:43
00:23:43
und würden nichts sagen,
was andere vor den Kopf stößt.00:23:46
00:23:47
Es ist nur, wir sind unterbesetzt
und haben so viel zu tun.00:23:51
00:23:51
Sie brauchen sich
nicht zu entschuldigen.00:23:54
00:23:54
Ihre Arbeit ist so wertvoll,
aber bestimmt nicht immer einfach.00:23:59
00:24:00
Ja, das können Sie laut sagen!00:24:02
00:24:03
Da tut ein Tee bestimmt gut.00:24:06
00:24:06
Ja, wenn ich ihn
nicht verschüttet hätte.00:24:08
00:24:08
Und ich konnte mir
noch keinen neuen holen.00:24:10
00:24:10
Oha, das klingt wirklich
nach nem harten Tag.00:24:14
00:24:14
Ja.00:24:15
00:24:16
Ich bin übrigens Mandy.00:24:18
00:24:18
Mary.
War nett, Sie kennenzulernen.00:24:20
00:24:20
Dann lasse ich Sie
mal weiterarbeiten.00:24:22
00:24:24
Hat Mandy das nicht klasse gemacht?
Sie hat Mary den Tag versüßt.00:24:28
00:24:29
Und jetzt, da sie mehr über sie weiß,
könnte sie etwas für sie tun.00:24:33
00:24:33
Das ist unser dritter Punkt: 00:24:36
00:24:36
Zum Freundlichsein gehört mehr
als Gedanken und Worte,00:24:40
00:24:40
dazu gehören auch Taten.00:24:42
00:24:42
Wir suchen also nach Gelegenheiten,
anderen zu helfen.00:24:47
00:24:47
Aber wird uns das nicht etwas kosten,
vielleicht Zeit und Energie?00:24:53
00:24:53
Kann schon sein,
aber es wird sich lohnen.00:24:57
00:25:01
Hier, den haben Sie sich verdient.00:25:04
00:25:04
Oh, das wär doch nicht nötig gewesen.00:25:08
00:25:08
Doch, ich wollte das gern.00:25:10
00:25:10
Vielen Dank.00:25:12
00:25:14
Darf ich Sie noch was fragen?00:25:16
00:25:16
Die Frau, die Sie besucht haben –
wer ist das?00:25:19
00:25:20
Ich sehe, dass sie immer
so viel Besuch bekommt.00:25:22
00:25:22
Sie ist eine sehr gute Freundin
von uns –00:25:25
00:25:25
eigentlich Familie.00:25:28
00:25:28
Wir sind Zeugen Jehovas.00:25:29
00:25:30
Ah, Sie sind immer alle so nett.00:25:33
00:25:33
Danke.00:25:35
00:25:35
Tori ist für mich
eine richtig gute Freundin.00:25:37
00:25:37
Unser Beweggrund, freundlich zu sein, ist Liebe zu den Menschen.00:25:42
00:25:42
Das heißt, wir sind freundlich,00:25:43
00:25:43
auch wenn es nicht zu einem Gespräch
über die Bibel führt.00:25:46
00:25:46
Auf jeden Fall
hören uns andere eher zu,00:25:49
00:25:50
wenn sie spüren,
dass uns etwas an ihnen liegt.00:25:53
00:25:54
So, fassen wir zusammen: Wir hatten
3 Punkte zum Thema Freundlichkeit.00:25:59
00:25:59
Erstens:
Versetz dich in den anderen hinein.00:26:03
00:26:03
Frag dich, was ihn beschäftigt
und was er brauchen könnte.00:26:07
00:26:07
Und wenn die Person über
ihre Gefühle spricht, hör gut zu.00:26:11
00:26:12
Zweitens:
Sei freundlich und respektvoll.00:26:16
00:26:16
Andere merken an unserem Tonfall
und an unserer Wortwahl,00:26:20
00:26:20
ob wir wirklich mitfühlen.00:26:22
00:26:22
Drittens:
Sei hilfsbereit.00:26:25
00:26:25
Achten wir
auf Gelegenheiten zu helfen00:26:28
00:26:28
und vielleicht können wir am Ende
auch über die Wahrheit sprechen.00:26:32
00:26:33
Aber wichtiger
als irgendeine Methode ist es,00:26:37
00:26:38
genau wie Jesus,
Menschen zu lieben.00:26:41
00:26:41
So wie es in der Bibel heißt:00:26:44
00:26:44
„Die Liebe ist ... gütig“ –
also freundlich.00:26:47
00:26:48
Selbstloses Interesse
an anderen entsteht,00:26:52
00:26:52
wenn man sich
von Gottes Wort formen lässt.00:26:55
00:26:55
Wie man bei einzelnen Bibelversen00:26:57
00:26:57
auf Details achten
und darüber nachdenken kann,00:27:00
00:27:00
erfahren wir bei unserer Suche nach Schätzen00:27:03
00:27:03
im Bibelbuch Micha.00:27:05
00:27:10
Okay, also jetzt Micha:
Was ist dein Eindruck?00:27:13
00:27:13
- Also, außer dass Micha 6:8
Mamas Lieblingstext war,00:27:16
00:27:16
war mir gar nicht so klar,00:27:18
00:27:18
wie sich das Buch
in den Rest der Bibel einfügt.00:27:20
00:27:20
- Ja, stimmt. Und wie bist du
ans Studium rangegangen?00:27:24
00:27:24
- Also, zuerst habe ich mich
damit beschäftigt,00:27:26
00:27:26
was alles passiert ist, während
Micha das Buch geschrieben hat.00:27:29
00:27:29
- Ja, das ist ein richtig guter Tipp.
Hintergründe sind wichtig.00:27:33
00:27:33
Und wie bist du vorgegangen?00:27:34
00:27:34
- Als Erstes hab ich mir
die Querverweise angesehen.00:27:36
00:27:37
Und so bin ich
bei 2. Chronika 27 bis 29 gelandet.00:27:41
00:27:41
Da geht es genau um die Zeit,
in der Micha prophezeit hat.00:27:44
00:27:45
In dieser Zeit regierten 3 Könige:
Jotham, Ahas und Hiskia.00:27:52
00:27:52
- Als Ahas an der Macht war, war es
für die Juden echt nicht leicht.00:27:55
00:27:55
- Oh ja. Er war furchtbar.
Er hat sogar seine Kinder geopfert.00:28:00
00:28:00
- Aber das Volk war
auch nicht wirklich besser.00:28:02
00:28:02
Die Bibel sagt, dass sie selbst unter
einem guten König wie Jotham00:28:06
00:28:06
„immer noch verwerflich“
gehandelt haben.00:28:09
00:28:09
- Ja, und Michas Aufgabe war es,
das alles anzusprechen.00:28:12
00:28:12
Er hat vorausgesagt, dass Samaria
und Jerusalem zerstört werden würden.00:28:17
00:28:17
- Aber mit Jehova gibt es auch
immer eine Hoffnung.00:28:20
00:28:20
- Das stimmt.
Jehova ist super geduldig.00:28:23
00:28:23
Aber seine Geduld
hat auch ihre Grenzen.00:28:25
00:28:25
- Mm-hmm.00:28:26
00:28:26
- Das hat
mit seiner Gerechtigkeit zu tun00:28:28
00:28:28
und weil er Unschuldige
schützen möchte.00:28:30
00:28:30
Deswegen musste er eingreifen
und Israel eine Lektion erteilen.00:28:34
00:28:34
Trotzdem gab er sie nicht auf.00:28:35
00:28:36
Die Wiederherstellungsprophezeiungen
in Micha zeigen,00:28:38
00:28:38
dass er unbedingt wieder ein gutes
Verhältnis zu ihnen haben wollte.00:28:41
00:28:41
- Stimmt.00:28:42
00:28:43
- Okay, was haben wir bis jetzt?00:28:44
00:28:44
Micha übermittelt treu diese
ernste Botschaft von Jehova.00:28:48
00:28:48
Und das ist im Prinzip genau das,
was auch Jesaja gemacht hat.00:28:52
00:28:52
Ich hab da ein interessantes
Beispiel gefunden.00:28:55
00:28:55
Mir ist aufgefallen,
dass Micha 4:1-3 fast Wort für Wort00:28:59
00:28:59
mit Jesaja 2:2-4 übereinstimmt.00:29:03
00:29:03
Das ist cool, oder?00:29:05
00:29:05
- Wirklich spannend!
Und ich finde es richtig gut,00:29:08
00:29:08
wie du die verschiedenen Berichte
miteinander verglichen hast.00:29:11
00:29:11
Das sollte man echt häufiger tun.00:29:13
00:29:13
- Mm-hhm. Und Jesaja hat noch
vor Micha prophezeit.00:29:17
00:29:17
Also beide haben ganz treu
das gemacht,00:29:20
00:29:20
was Jehova ihnen gesagt hat,
auch wenn es so aussah,00:29:23
00:29:23
als würden sie beide haargenau
das Gleiche sagen.00:29:27
00:29:27
- Du meinst, dass die Leute
vielleicht gedacht haben:00:29:29
00:29:29
„Micha, das haben wir doch
alles schon von Jesaja gehört!“00:29:32
00:29:32
- Ja, genau.
Und Micha hat sich vielleicht gedacht:00:29:35
00:29:36
„Jehova muss diese Menschen
wirklich lieben;00:29:38
00:29:38
er will unbedingt,
dass sie es verstehen.“00:29:41
00:29:41
Also ich hab für mich
daraus mitgenommen,00:29:43
00:29:43
dass ich wie Micha
weiter treu predigen möchte,00:29:45
00:29:45
auch wenn sich unsere Botschaft
über die Jahre nicht verändert hat.00:29:48
00:29:49
Und du, was war dein Highlight?00:29:51
00:29:51
- Hm, also mir ist
ein Text aufgefallen,00:29:54
00:29:54
ich glaub, den müssen wir lesen;
Micha 3:5:00:29:58
00:29:58
„Folgendes sagt Jehova zu den
Propheten, die ... Frieden ausrufen,00:30:02
00:30:02
wenn sie etwas zu beißen haben,00:30:04
00:30:04
die aber demjenigen
den Krieg erklären,00:30:06
00:30:06
der ihnen nichts in den Mund steckt.“00:30:08
00:30:08
- Ah. Und das heißt?00:30:09
00:30:10
- Tja, nicht so einfach, oder?
- Wirklich nicht.00:30:12
00:30:12
Ich finde es eigentlich richtig gut,00:30:13
00:30:13
wenn ich nicht immer alles
sofort verstehe beim Bibellesen.00:30:16
00:30:16
Das zwingt mich, auch mal
zu stoppen und nachzudenken.00:30:20
00:30:20
Wenn es kaum Querverweise gibt
oder ich nicht alles sofort verstehe,00:30:23
00:30:23
versuche ich,
Stück für Stück vorzugehen.00:30:26
00:30:26
Ich frage mich, was das bedeutet,
was da steht.00:30:29
00:30:29
- Uh, das ist toll,
das schreib ich mir auf:00:30:31
00:30:32
Anhalten
und Stück für Stück vorgehen.00:30:37
00:30:37
- Okay, machen wir das mal.00:30:39
00:30:39
Jehova verurteilt
diese falschen Propheten,00:30:41
00:30:41
weil sie „Frieden ausrufen,
wenn sie etwas zu beißen haben“.00:30:45
00:30:45
Das fand ich total interessant.00:30:48
00:30:48
Die Propheten,
von denen hier die Rede ist,00:30:50
00:30:50
haben also etwas Positives verkündet,
wenn sie etwas zu essen bekamen.00:30:55
00:30:56
- Ich mag,
wie du das auseinandernimmst.00:30:58
00:30:58
Das heißt, wenn die Leute
dem Propheten etwas zu essen gaben,00:31:01
00:31:01
dann haben sie nur Gutes gehört?00:31:03
00:31:03
- Ja. Wenn sie den Propheten
etwas Gutes gegeben haben,00:31:06
00:31:06
zum Beispiel Essen, haben die
ihnen etwas Gutes prophezeit.00:31:10
00:31:10
Haben sie ihnen aber nichts gegeben,00:31:12
00:31:12
haben die Propheten ihnen
sozusagen den Krieg erklärt.00:31:15
00:31:15
- Das ist also die typische
Was-hab-ich-davon-Mentalität,00:31:18
00:31:18
die heute auch noch
gang und gäbe ist.00:31:20
00:31:20
- Ich hab dann darüber nachgedacht,
wie wichtig Jehova00:31:23
00:31:23
meine Beweggründe sind
und dass er darauf achtet,00:31:25
00:31:25
wie ich andere behandle.
Er bekommt das alles mit.00:31:29
00:31:29
Ich hab mich dann gefragt:00:31:30
00:31:30
Wie ist das bei mir, wenn ich
etwas für andere tue?00:31:33
00:31:33
Ist das dann wirklich selbstlos
oder erwarte ich etwas zurück?00:31:36
00:31:37
Oder auch im Predigtdienst –00:31:38
00:31:38
bin ich wirklich bereit,
meine Zeit und Kraft einzusetzen00:31:42
00:31:42
und vielleicht
etwas Neues auszuprobieren,00:31:44
00:31:44
wie eine neue Sprache zu lernen,
oder dann in den Dienst zu gehen,00:31:47
00:31:47
wenn ich die Menschen erreichen kann?00:31:49
00:31:49
- Das hätten die falschen Propheten
niemals gemacht.00:31:51
00:31:51
Sie hatten kein Verantwortungsgefühl00:31:53
00:31:53
und auch keine Wertschätzung dafür,
Jehova zu dienen.00:31:56
00:31:56
Und er hat sie dafür
zur Rechenschaft gezogen.00:31:58
00:31:59
Das macht Mut,
enthält aber auch eine Warnung.00:32:01
00:32:01
Es zeigt, wie sehr Jehova uns liebt,00:32:03
00:32:03
aber dass er auch
an seiner Gerechtigkeit festhält.00:32:06
00:32:06
- Ja, und das bringt uns wieder
zu Mamas Lieblingstext, Micha 6:8:00:32:10
00:32:10
„Er hat dir mitgeteilt,
o Mensch, was gut ist.00:32:13
00:32:13
Und was erwartet Jehova von dir?
Nur dies:00:32:16
00:32:16
Recht zu üben,
Loyalität von Herzen zu lieben00:32:19
00:32:19
und deinen Weg bescheiden
mit deinem Gott zu gehen!“00:32:21
00:32:22
- Ich liebe diesen Vers!00:32:24
00:32:24
Als würde Jehova zu mir sagen:
„Mach dich nicht verrückt!00:32:28
00:32:28
Wenn du so lebst,
hat dein Leben einen Sinn.“00:32:31
00:32:31
- Ein schöner Gedanke.
Und da schließt sich der Kreis.00:32:34
00:32:34
Denn wie war das denn zu Michas Zeit?00:32:36
00:32:36
Das Volk übte kein Recht,
und Jehova schickte Micha,00:32:39
00:32:39
um ihre schlechten Taten
und ihre Selbstsucht aufzudecken.00:32:42
00:32:42
Micha dagegen wollte Jehova
unbedingt loyal dienen.00:32:46
00:32:46
Und es ging ihm nicht
um die Anerkennung von Menschen.00:32:49
00:32:49
Er ging seinen Weg
bescheiden mit Gott.00:32:51
00:32:51
- Wow! Im Bibelbuch Micha
kann man so viel entdecken,00:32:54
00:32:54
wenn man sich einfach
ein bisschen Zeit nimmt.00:32:56
00:32:56
- Das stimmt. Und wir haben
das alles herausgefunden,00:32:58
00:32:58
weil wir uns die Hintergründe
angeschaut haben,00:33:01
00:33:01
Bibelberichte miteinander verglichen00:33:03
00:33:03
und uns die Zeit genommen haben,
Stück für Stück vorzugehen.00:33:06
00:33:07
- Das hat so viel Spaß gemacht!00:33:08
00:33:08
Wollen wir uns noch ein paar mehr
Verse ansehen?00:33:11
00:33:11
- Auf jeden Fall.00:33:12
00:33:12
Ich glaub, im Bibelbuch Micha
gibt es noch viele Schätze zu finden.00:33:16
00:33:16
Wenn wir über das,
was wir in der Bibel lesen,00:33:18
00:33:18
nachdenken,
hilft uns das im Alltag.00:33:21
00:33:21
Was für Schätze
wirst du in Micha finden?00:33:24
00:33:25
Darüber, wie gut es sich auswirkt,00:33:27
00:33:27
wenn man über
Jehovas Liebe nachdenkt,00:33:29
00:33:29
hat Bruder Malenfant in einem biblischen
Morgenprogramm gesprochen.00:33:34
00:33:35
Das Gedächtnismahl erinnert uns00:33:37
00:33:37
auf eindrucksvolle Art
und Weise an das,00:33:40
00:33:40
was Jehova und Jesus
aus Liebe für uns getan haben.00:33:46
00:33:46
Und diese Liebe
fordert eine Reaktion von uns.00:33:49
00:33:49
Wir müssen auf die Liebe,00:33:50
00:33:50
die Jehova und Jesus
uns gezeigt haben, reagieren,00:33:54
00:33:54
denn wir möchten unsere Wertschätzung
für das Loskaufsopfer zeigen,00:33:57
00:33:57
für das Jehova gesorgt hat.00:34:00
00:34:00
In 2. Korinther 5:14 finden wir dazu
eine sehr interessante Formulierung.00:34:06
00:34:06
Schlagt das doch mal bitte auf –00:34:09
00:34:09
2. Korinther 5:14, 15.00:34:12
00:34:12
Wir lesen dort:00:34:14
00:34:15
„Denn die Liebe,
die der Christus hat, treibt uns an.00:34:19
00:34:19
Wir sind nämlich
zu dem Schluss gekommen,00:34:23
00:34:23
dass ein Mensch für alle
gestorben ist –00:34:27
00:34:27
also waren alle gestorben.00:34:29
00:34:29
Und er ist für alle gestorben,00:34:31
00:34:31
damit die Lebenden nicht mehr
für sich selbst leben,00:34:36
00:34:36
sondern für den, der für sie starb
und auferweckt wurde.“00:34:41
00:34:41
Ist das nicht interessant,
mit welchen Worten Vers 14 beginnt?00:34:45
00:34:45
„Die Liebe, die der Christus hat,
treibt uns an“,00:34:48
00:34:49
nicht länger für uns selbst zu leben.00:34:51
00:34:51
Der Ausdruck „treibt uns an“
bedeutet nicht,00:34:55
00:34:55
dass wir gezwungen werden,
nicht mehr für uns selbst zu leben,00:34:58
00:34:59
oder dass es unsere Pflicht wäre,
Jehovas Willen zu tun.00:35:02
00:35:02
Nein, hier geht es
um etwas viel Tieferes.00:35:06
00:35:06
In einem Wörterbuch
wird das Wort „antreiben“00:35:10
00:35:10
unter anderem wie folgt definiert:00:35:12
00:35:12
„In einer Person ein starkes Gefühl
oder eine starke Reaktion auslösen“.00:35:18
00:35:18
Ist das nicht genau das,
was Jesu Opfer mit uns macht?00:35:23
00:35:23
Wir haben starke Gefühle
der Wertschätzung für das,00:35:26
00:35:26
was er für uns getan hat.00:35:27
00:35:27
Und unsere Reaktion:00:35:29
00:35:29
Wir wollen für den Rest unseres Lebens
den Willen Gottes tun.00:35:33
00:35:33
So reagieren wir auf das Wunderbare,00:35:36
00:35:36
das Jehova durch das Lösegeld
für uns getan hat.00:35:40
00:35:41
Genauso ging es auch
dem Apostel Paulus.00:35:44
00:35:44
Ganz offen sprach er
über seine tiefen Empfindungen00:35:48
00:35:48
in Bezug auf das Opfer Jesu
und über das, was es in ihm auslöste.00:35:53
00:35:53
Schlagt doch bitte mit mir
Galater auf, Kapitel 2.00:35:58
00:35:59
Wir lesen Galater 2:20.00:36:06
00:36:07
Paulus beschreibt hier, wie sich das,
was Jesus für ihn getan hat,00:36:12
00:36:12
auf ihn auswirkte.00:36:13
00:36:13
Er schreibt:00:36:14
00:36:14
„Ich bin mit Christus
an den Pfahl genagelt worden.00:36:19
00:36:19
Nun lebe nicht mehr ich,00:36:22
00:36:22
sondern es ist Christus,
der in mir lebt.00:36:26
00:36:26
Ja, das Leben,
das ich jetzt als Mensch führe,00:36:31
00:36:31
führe ich im Glauben an den Sohn Gottes,00:36:34
00:36:34
der mich geliebt
und sich selbst für mich geopfert hat.“00:36:38
00:36:38
Ist das nicht schön,
wie Paulus empfand?00:36:41
00:36:41
Für ihn war es so, als ob sich Jesus
für ihn persönlich geopfert hat.00:36:45
00:36:45
Und genauso ist es auch für uns.00:36:47
00:36:47
Was Jesus tat,
war etwas sehr Persönliches.00:36:50
00:36:50
Er ist für alle gestorben,
er starb für jeden Einzelnen.00:36:56
00:36:56
Ein anderer Punkt,
den wir nicht vergessen sollten, ist,00:36:59
00:36:59
dass Jesu Opfer der größte Beweis
für Jehovas Großzügigkeit ist.00:37:05
00:37:05
Das ist auch ein schöner Gedanke.00:37:08
00:37:08
Wir leben im Glauben
an den Sohn Gottes.00:37:11
00:37:11
Und Jehova ist der größte Geber
im Universum, das wissen wir.00:37:16
00:37:16
Er hat uns
das größte Geschenk gemacht.00:37:18
00:37:18
Und es ist interessant,
wie dieses wunderbare Geschenk,00:37:21
00:37:21
das wir bekommen haben,
hier beschrieben wird.00:37:24
00:37:24
In 2. Korinther 9,
und zwar im Vers 15. Dort steht:00:37:29
00:37:29
„Dank sei Gott
für sein unbeschreibliches Geschenk.“00:37:36
00:37:36
Eine faszinierende Aussage:00:37:38
00:37:38
„sein unbeschreibliches Geschenk“.00:37:41
00:37:41
Das Lösegeld ist so großartig,
dass wir nicht in der Lage sind,00:37:45
00:37:46
alle Segnungen, die dazugehören,
und alles, was es bewirkt,00:37:50
00:37:50
vollständig zu beschreiben.00:37:52
00:37:52
In der Öffentlichkeitsausgabe
des Wachtturms Nr. 2 von 201700:37:59
00:37:59
wird auf Seite 6
über das Lösegeld gesprochen,00:38:02
00:38:02
und ich fand diese Aussage sehr schön:00:38:05
00:38:05
„Kein Geschenk
kam jemals von höherer Stelle,00:38:10
00:38:10
keines wurde aus größerer Liebe
gegeben als das Opfer Jesu.00:38:16
00:38:16
Noch nie hat sich jemand ein Geschenk
so viel kosten lassen wie Jehova.00:38:22
00:38:22
Und kein anderes Geschenk wurde
dringender benötigt als dieses Opfer,00:38:27
00:38:27
das uns von Sünde und Tod befreit.00:38:30
00:38:30
Ohne Frage:00:38:32
00:38:32
Kein Geschenk ist auch nur ansatzweise
so wertvoll wie das Lösegeld.“00:38:38
00:38:39
Das ist doch eine richtig
schöne Beschreibung des Lösegelds.00:38:43
00:38:43
Das Lösegeld ermöglicht es nicht nur,
dass wir gerettet werden,00:38:47
00:38:47
sondern beinhaltet noch viele
weitere Segnungen,00:38:50
00:38:50
die durch das Opfer Jesu möglich werden:00:38:53
00:38:53
Zum Beispiel, dass alle
unsere Krankheiten geheilt werden;00:38:57
00:38:58
oder dass unser Planet00:38:59
00:38:59
in ein wunderschönes Paradies
verwandelt wird –00:39:02
00:39:02
auch das gehört dazu.00:39:03
00:39:03
Und dann natürlich die wunderbarste
Hoffnung, die wir haben:00:39:06
00:39:06
die Auferstehung der Toten.00:39:09
00:39:10
Was Jesus für uns getan hat,00:39:12
00:39:12
ist wirklich
ein „unbeschreibliches Geschenk“.00:39:16
00:39:17
Und wie beschreibt der Apostel Petrus
unsere Reaktion auf dieses Geschenk?00:39:21
00:39:21
Er erklärt, wozu uns00:39:23
00:39:23
unsere Wertschätzung
für das Lösegeld bewegen sollte,00:39:26
00:39:26
und zwar in 1. Petrus.00:39:29
00:39:30
1. Petrus 1:8, 9.00:39:36
00:39:37
Petrus schrieb –00:39:38
00:39:38
und das ist wirklich bemerkenswert,
wie er das beschreibt:00:39:40
00:39:41
„Obwohl ihr ihn nie gesehen habt00:39:43
00:39:43
[und das stimmt,
wir haben Jesus nie gesehen],00:39:46
00:39:46
liebt ihr ihn.00:39:48
00:39:48
Obwohl ihr ihn jetzt nicht seht,
glaubt ihr doch an ihn 00:39:53
00:39:53
und freut euch sehr mit unbeschreiblicher,
herrlicher Freude,00:39:58
00:39:58
da ihr das Ziel eures Glaubens,
eure Rettung, erreicht.“00:40:04
00:40:04
Es ist wirklich
eine unbeschreibliche Freude.00:40:07
00:40:07
Es fehlen uns einfach die Worte,00:40:09
00:40:09
wenn wir mal einen Moment innehalten
und darüber nachdenken,00:40:12
00:40:12
was Jehova schon alles
für uns getan hat00:40:15
00:40:15
und in der Zukunft
noch für uns tun wird00:40:17
00:40:17
und wie das Leben dann sein wird.00:40:19
00:40:19
Oder denken wir an all das Gute,00:40:21
00:40:21
das uns Jehova heute schon gibt
mit dem heiligen Geist,00:40:24
00:40:24
der uns hilft, ihm zu dienen,
ihn zu ehren00:40:27
00:40:27
und das Leben heute schon
zu genießen.00:40:30
00:40:30
Das ist einfach großartig.00:40:32
00:40:32
Bestimmt haben wir
das alles schon erlebt,00:40:34
00:40:34
wie uns ein tiefes Gefühl der Freude
überkommt und Herzensfrieden,00:40:39
00:40:39
wenn wir uns die Zeit nehmen
und darüber nachdenken,00:40:42
00:40:42
was Jehova schon alles
für uns getan hat00:40:45
00:40:45
und noch tun wird.00:40:47
00:40:47
Der heilige Geist erfüllt uns
mit unbeschreiblicher Freude,00:40:52
00:40:52
Wertschätzung und Vertrauen
in unseren großen Gott.00:40:56
00:40:56
Und genau das steht in Römer 15:13:00:41:02
00:41:02
„Der Gott, der Hoffnung gibt,
erfülle euch dadurch,00:41:06
00:41:06
dass ihr auf ihn vertraut,
mit aller Freude und mit Frieden,00:41:11
00:41:11
damit ihr durch die Kraft
des heiligen Geistes00:41:14
00:41:14
an Hoffnung überströmt.“00:41:17
00:41:17
Was für ein Segen!00:41:19
00:41:19
Jehova und Jesus
haben Großartiges für uns getan.00:41:22
00:41:23
Wir möchten darauf reagieren
und unser Möglichstes tun,00:41:26
00:41:26
seinen heiligen Namen zu ehren.00:41:28
00:41:28
Den Willen Gottes zu tun,
ist das Wichtigste in unserem Leben.00:41:32
00:41:32
Unsere Empfindungen werden gut
in den Psalmen beschrieben.00:41:36
00:41:36
Schlagt doch mal
die Psalmen mit mir auf.00:41:39
00:41:39
Psalm 116:12, 14.00:41:47
00:41:47
Es heißt dort –
zunächst der Vers 12:00:41:51
00:41:51
„Wie kann ich mich bei Jehova
erkenntlich zeigen00:41:55
00:41:55
für all das Gute,
das er für mich getan hat?“00:41:58
00:41:58
Ein Stück weiter unten, in Vers 14,
können wir lesen,00:42:01
00:42:01
wie wir das tun können:00:42:03
00:42:03
„Meine Gelübde gegenüber Jehova
werde ich erfüllen00:42:07
00:42:07
[wir haben uns ihm ja hingegeben]00:42:09
00:42:09
in Gegenwart seines ganzen Volkes.“00:42:13
00:42:13
Unsere Antwort auf die Frage00:42:15
00:42:15
„Wie kann ich mich bei Jehova
erkenntlich zeigen?“:00:42:18
00:42:18
Wir geben Jehova die Ehre,
die ihm gebührt,00:42:21
00:42:21
und wir ehren den Christus.00:42:23
00:42:23
Den Christus und Jehova zu ehren
und Gottes Willen zu tun,00:42:27
00:42:27
ist der ganze Wille Gottes für uns00:42:29
00:42:29
und das Beste,
das wir in unserem Leben tun können.00:42:33
00:42:33
Wie kann ich mich bei Jehova
erkenntlich zeigen?00:42:37
00:42:37
Claude und Sandra Sauvageau00:42:39
00:42:39
haben sich diese Frage
auch immer wieder gestellt.00:42:42
00:42:42
Wie ihre Antworten darauf zu einem
Leben voller Segnungen geführt haben,00:42:46
00:42:46
sehen wir jetzt.00:42:48
00:42:54
Meine Eltern haben
viel dazu beigetragen,00:42:56
00:42:56
dass ich den Predigtdienst
von klein auf mochte.00:42:59
00:42:59
Ein, zwei Mal pro Woche
hat sich mein Papa00:43:02
00:43:02
gleich nach der Arbeit umgezogen00:43:04
00:43:04
und dann sind wir noch
zusammen in den Dienst gegangen.00:43:07
00:43:07
Ich bin zur Wahrheit gekommen,00:43:08
00:43:08
weil meine Mama Rita
die Wahrheit angenommen hat.00:43:11
00:43:11
Sie hat im ganzen Haus
Bücher verteilt.00:43:13
00:43:13
Also hab ich angefangen,
sie zu lesen.00:43:15
00:43:15
Und da hab ich so gedacht:00:43:16
00:43:16
„Wow, das ist es! Das ist genial.
So will ich leben.“00:43:21
00:43:22
Als wir frisch verheiratet waren, ja,
da hatten wir keine Verpflichtungen,00:43:28
00:43:28
und wir persönlich hatten das Gefühl,
wir könnten eigentlich mehr tun.00:43:34
00:43:34
Und weil wir eben
diesen Wunsch hatten, mehr zu tun,00:43:38
00:43:38
haben wir uns schließlich
für die Gileadschule beworben.00:43:41
00:43:41
Und so kamen wir dann in die Zentralafrikanische Republik00:43:45
00:43:45
und haben eine neue Sprache gelernt.00:43:48
00:43:48
Wir hatten Wartelisten für Bibelstudien,
das war unbeschreiblich!00:43:53
00:43:54
Und dann bin ich krank geworden.00:43:57
00:43:57
Und der Arzt meinte,
er könnte nichts für mich tun,00:44:01
00:44:01
und so waren wir gezwungen,
in unsere Heimat zurückzukehren.00:44:05
00:44:05
Das war ein Schlag für uns.00:44:07
00:44:07
Ich muss wirklich sagen,00:44:08
00:44:08
das war hart,
weil unser Traum geplatzt war00:44:13
00:44:13
und wir gar nicht wussten,
wie wir weitermachen sollen.00:44:15
00:44:16
Ich erinnere mich noch an00:44:17
00:44:17
einen der ersten Kreiskongresse
nach unserer Rückkehr.00:44:21
00:44:21
Da war ein Kreisaufseher als
Gastredner eingeladen,00:44:25
00:44:25
der mich schon kannte,
als ich noch ein kleines Mädchen war.00:44:28
00:44:29
Er hat wohl gesehen, wie es mir ging,
und dann hat er mich angesprochen.00:44:33
00:44:34
Er sagte: „Du hast
so ne tolle Schulung bekommen.00:44:38
00:44:38
Nutze sie immer weiter.00:44:40
00:44:40
Schau nicht zurück auf das,
was du nicht mehr tun kannst.00:44:43
00:44:44
Schau nach vorn auf das,
was du tun kannst.“00:44:47
00:44:47
Und das hat alles verändert.00:44:50
00:44:50
Mit der Zeit ging es mir
gesundheitlich besser,00:44:53
00:44:53
sodass wir schließlich wieder mit
dem Pionierdienst anfangen konnten.00:44:56
00:44:57
Später gab es dann Veränderungen
bei meiner Arbeitsstelle00:45:00
00:45:00
und wir mussten deshalb in
die Vereinigten Staaten umziehen.00:45:03
00:45:03
Hier hatten wir jetzt 3 Versammlungen
zur Auswahl:00:45:07
00:45:07
Englisch, Französisch oder Spanisch.00:45:10
00:45:10
Die spanische Versammlung gab es
erst seit ein paar Monaten,00:45:13
00:45:13
also haben wir beide uns
zusammengesetzt und gesagt:00:45:16
00:45:16
„Warum fangen wir nicht noch einmal
von vorne an und tun das,00:45:20
00:45:21
wofür wir eigentlich mal
ausgebildet wurden?“ 00:45:23
00:45:24
Sandra hat so ein Talent,
Sprachen zu lernen.00:45:26
00:45:26
Sie hat es wirklich schnell gelernt.00:45:27
00:45:27
Aber ich, ich kam mir vor
wie ein Esel.00:45:30
00:45:30
Ich musste mich immer und immer wieder hinsetzen und lernen.00:45:33
00:45:33
Wir sind jetzt seit 25 Jahren
in dieser Versammlung00:45:36
00:45:36
und wir sind so gerne hier.00:45:38
00:45:38
Jetzt sprechen wir auch Spanisch,00:45:40
00:45:40
na ja,
wir versuchen es auf jeden Fall.00:45:43
00:45:43
Und wir haben wirklich
viel Schönes erlebt.00:45:45
00:45:45
Das Alter bringt dann auch wieder
neue Herausforderungen mit sich.00:45:49
00:45:50
Man macht sich Sorgen,
wie alles werden soll.00:45:53
00:45:53
Aber Jehova hat uns bisher
immer geholfen 00:45:56
00:45:57
und er möchte nur das von uns,
was wir geben können,00:45:59
00:45:59
nicht mehr als das.00:46:01
00:46:01
Eines Tages hat uns Jehova tatsächlich
noch eine Tür geöffnet00:46:04
00:46:04
und wir sind durchgegangen.00:46:05
00:46:05
Wir waren damals in unseren Fünfzigern
und in der Bauregion tätig.00:46:10
00:46:10
Und dann kam Warwick,00:46:11
00:46:11
und so viele Brüder und Schwestern
haben die Bewerbungen ausgefüllt,00:46:15
00:46:15
sind hingegangen und kamen
überglücklich zurück.00:46:18
00:46:18
Aber sie meinten auch, dass es
körperlich sehr anstrengend war.00:46:22
00:46:22
Also habe ich gedacht:00:46:23
00:46:23
„Dann muss ich wohl
an meiner Fitness arbeiten.“00:46:25
00:46:25
Eins hat sie noch vergessen.00:46:27
00:46:28
Sie hat eine kleine Leiter
ins Wohnzimmer gestellt.00:46:31
00:46:31
Das war ihr Sportgerät.00:46:32
00:46:32
Da ist sie immer hoch und runter,
hoch und runter,00:46:35
00:46:36
hoch und runter,
so ne Viertelstunde.00:46:38
00:46:38
Sie hat für die Arbeit trainiert,
immer wieder.00:46:40
00:46:41
Das war schon ein lustiger Anblick,
sie da so zu sehen.00:46:44
00:46:44
Aber hey, sie hat sich vorbereitet
und das war richtig gut.00:46:49
00:46:51
Zusammengerechnet dienen wir beide
Jehova jetzt seit über 100 Jahren.00:46:56
00:46:56
Wir konnten beim LDC mithelfen,
beim Predigen in Gefängnissen,00:47:01
00:47:01
beim Hafendienst,
und wir haben wirklich erlebt:00:47:05
00:47:05
Egal wie viel man für Jehova tut,
er gibt einem immer viel mehr zurück!00:47:10
00:47:10
Er hat uns ein Leben geschenkt,
das nicht schöner hätte sein können.00:47:14
00:47:15
Wir können so viel
an andere weitergeben – 00:47:17
00:47:17
unseren Eifer
und unsere Begeisterung.00:47:19
00:47:19
Das können wir Jüngeren vorleben.00:47:22
00:47:22
Und das ist das Schöne:00:47:23
00:47:23
Wir gehen nicht in den Ruhestand;00:47:25
00:47:25
wir hören nicht auf,
Jehova zu dienen.00:47:27
00:47:27
Das ist das Beste, was man
im Leben machen kann.00:47:30
00:47:30
Also warum aufhören?
Mach einfach weiter!00:47:34
00:47:42
Ihren Wunsch, Jehova etwas
zurückgeben zu wollen,00:47:45
00:47:45
haben die Sauvageaus nie verloren.00:47:48
00:47:48
Passend dazu ist unser Musikvideo
für diesen Monat00:47:51
00:47:51
ein von Herzen kommendes Dankeschön
für Jehovas Großzügigkeit.00:47:56
00:48:25
♪ Sonnenstrahlen glitzern in der Bucht.
Der Duft von Salz liegt in der Luft. ♪00:48:32
00:48:32
♪ Der Himmel ist das reinste Farbenspiel,
und mich erfüllt ein Glücksgefühl. ♪00:48:39
00:48:39
♪ Was du gibst,
berührt mein Herz so sehr. ♪00:48:42
00:48:42
♪ Du machst Geschenke
wie Sand am Meer. ♪00:48:46
00:48:46
♪ Ich halte inne und danke dir,
denn alles, was ich liebe, kommt von dir. ♪00:48:55
00:48:55
♪ Jehova, du bist so gut –
ja, du öffnest deine Hand. ♪00:49:02
00:49:02
♪ Es gibt so viel, was du tust,
was mich überglücklich macht. ♪00:49:09
00:49:09
♪ In allem zeigt sich deine Liebe
und Freundlichkeit, ♪00:49:12
00:49:13
♪ allen Menschen schenkst du Licht
und Sonnenschein. ♪00:49:16
00:49:16
♪ Jehova, du bist so gut –
genauso will ich sein. ♪00:49:26
00:49:28
♪ Genauso will ich sein. ♪00:49:33
00:49:37
♪ Du zeigst mir,
welchen Weg ich gehen soll, ♪00:49:41
00:49:41
♪ und leitest mich dabei so liebevoll. ♪00:49:44
00:49:44
♪ Dein Wort erfrischt mich
und treibt mich an, ♪00:49:47
00:49:47
♪ zu geben, was ich geben kann. ♪00:49:51
00:49:51
♪ Du willst,
dass alle Menschen glücklich sind ♪00:49:55
00:49:55
♪ und jeder Wasser des Lebens nimmt. ♪00:49:58
00:49:58
♪ Deswegen geh ich von Tür zu Tür ♪00:50:01
00:50:01
♪ und erzähle allen Menschen
so gern von dir – ich sag: ♪00:50:07
00:50:08
♪ Jehova, du bist so gut –
ja, du öffnest deine Hand. ♪00:50:15
00:50:15
♪ Es gibt so viel, was du tust,
was mich überglücklich macht. ♪00:50:21
00:50:21
♪ In allem zeigt sich deine Liebe
und Freundlichkeit, ♪00:50:25
00:50:25
♪ allen Menschen schenkst du Licht
und Sonnenschein. ♪00:50:29
00:50:29
♪ Jehova, du bist so gut –
genauso will ich sein. ♪00:50:37
00:50:40
♪ Genauso will ich sein. ♪00:50:45
00:50:47
♪ Genauso will ich sein. ♪00:50:52
00:50:54
♪ Genauso will ich sein. ♪00:51:00
00:51:04
♪ Jehova, du bist so gut –
ja, du öffnest deine Hand. ♪00:51:11
00:51:11
♪ Es gibt so viel, was du tust,
was mich überglücklich macht. ♪00:51:18
00:51:19
♪ In allem zeigt sich deine Liebe
und Freundlichkeit, ♪00:51:21
00:51:21
♪ allen Menschen schenkst du Licht
und Sonnenschein. ♪00:51:25
00:51:25
♪ Jehova, du bist so gut –
genauso will sein. ♪00:51:34
00:51:36
♪ Genauso will ich sein. ♪00:51:43
00:51:43
♪ Genauso will ich sein. ♪00:51:48
00:51:54
Diesem Gott, der uns so viel gibt,
müssen wir uns einfach nah fühlen.00:52:00
00:52:00
Er hat uns die Bibel geschenkt,
die so viele wertvolle Lehren enthält.00:52:05
00:52:07
Er schenkt uns Gelegenheiten,00:52:09
00:52:09
anderen Mitgefühl
und Freundlichkeit zu zeigen.00:52:12
00:52:15
Und er erinnert uns daran,
wie wertvoll wir sind.00:52:19
00:52:21
Jetzt haben wir noch etwas
ganz Besonderes für euch.00:52:25
00:52:25
Hier kommt eure Einladung
zum regionalen Kongress 202600:52:30
00:52:30
mit dem Motto „Ewiges Glück“.00:52:33
00:52:37
Glück – viele denken, dass es durch
die schönen Momente im Leben entsteht.00:52:44
00:52:48
Doch was, wenn das Leben einen
plötzlich vor Herausforderungen stellt?00:52:53
00:52:55
Ist es möglich,
trotzdem glücklich zu sein?00:52:59
00:53:00
Vor fast 2000 Jahren lehrte Jesus,00:53:03
00:53:03
dass eine enge Freundschaft
mit unserem Schöpfer00:53:05
00:53:05
uns wirklich glücklich macht.00:53:08
00:53:09
Glücklich sind die, denen bewusst ist,
dass sie Gott brauchen.00:53:15
00:53:15
Glücklich sind die,
die ein mildes Wesen haben.00:53:19
00:53:19
Glücklich sind die Barmherzigen.00:53:21
00:53:22
Glücklich sind die,
die ein reines Herz haben.00:53:25
00:53:25
Glücklich sind die,
die den Frieden fördern.00:53:28
00:53:29
Diese Worte haben auch heute
noch großen Wert.00:53:33
00:53:34
Warum kann man das sagen?00:53:36
00:53:36
Das erfährt man bei dem regionalen
Kongress von Jehovas Zeugen 202600:53:40
00:53:40
mit dem Motto „Ewiges Glück“.00:53:43
00:53:44
In Vorträgen, die sich auf die Bibel
stützen, Interviews und Videos00:53:48
00:53:48
wird gezeigt, wie das,
was Jesus lehrte,00:53:50
00:53:50
heute hilft, echtes Glück zu finden.00:53:54
00:53:55
Die Kongresse finden weltweit statt
und der Eintritt ist frei.00:53:59
00:53:59
Einen Veranstaltungsort in Ihrer Nähe
finden Sie auf jw.org.00:54:03
00:54:03
Wir würden uns freuen,
wenn Sie dabei sind.00:54:06
00:54:10
Bitte teilt die Einladung
zu diesem berührenden Kongress00:54:12
00:54:13
mit eurer Familie und allen,
die ihr kennt.00:54:16
00:54:16
Wir freuen uns auch über
das Kongresslied für 2026.00:54:21
00:54:21
Es heißt:00:54:22
00:54:22
„Glücklich ist,
wer sieht und versteht“.00:54:25
00:54:26
Das Lied und den Text könnt ihr
ab sofort in der JW Library®-App00:54:30
00:54:30
und auf jw.org herunterladen.00:54:33
00:54:33
Üben wir das Lied doch zu Hause,00:54:35
00:54:35
damit wir es
auf dem Kongress dann laut00:54:37
00:54:37
und voller Gefühl
mitsingen können.00:54:40
00:54:40
Und ihr könnt euch jetzt schon freuen,00:54:42
00:54:42
denn das Lied „Glücklich ist,
wer sieht und versteht“00:54:45
00:54:45
wird in der Woche vom 20. April 202600:54:49
00:54:49
am Ende der Leben-und-Dienst-
Zusammenkunft gesungen.00:54:53
00:54:54
Unsere Videopostkarte kommt
diesen Monat aus dem karibischen Land,00:54:58
00:54:58
in das seit Jahren
die meisten Touristen reisen00:55:01
00:55:01
aus der Dominikanischen Republik.00:55:04
00:55:04
Dort liegt der höchste Berg der Karibik00:55:07
00:55:07
und man findet dort
den wertvollen blauen Bernstein.00:55:11
00:55:11
Wenn man entlang der Wasserfälle
durch die Gebirge wandert,00:55:14
00:55:14
erhascht man vielleicht
einen Blick auf Tiere,00:55:16
00:55:17
die es an kaum einem anderen Ort gibt,00:55:19
00:55:19
zum Beispiel den Nashornleguan,00:55:22
00:55:22
den Dominikanischen Schlitzrüssler,
auch Agouta genannt,00:55:26
00:55:26
und den wahnsinnig
lauten Palmschwätzer.00:55:29
00:55:30
Die Menschen im Land
sind für ihre Wärme00:55:32
00:55:32
und Lebendigkeit bekannt.00:55:34
00:55:35
Sie geben einem schnell das Gefühl,
zu Hause zu sein.00:55:39
00:55:39
Bei großen Feiern
gibt es oft Sancocho,00:55:42
00:55:42
einen herzhaften Eintopf,
der bei allen beliebt ist.00:55:46
00:55:47
Aus der Dominikanischen Republik
kommt auch der Merengue,00:55:50
00:55:50
ein Musik- und Tanzstil,
der dort einfach zum Leben dazugehört.00:55:55
00:55:56
Die dominikanische Flagge
ist die einzige Landesflagge,00:56:00
00:56:00
auf der eine Bibel abgebildet ist.00:56:02
00:56:02
Sie ist bei Johannes 8:32 aufgeschlagen:00:56:06
00:56:06
„Die Wahrheit wird euch frei machen“.00:56:09
00:56:10
Und wie es Jesus gesagt hat,00:56:11
00:56:11
haben Tausende im Land
die Wahrheit der Bibel kennengelernt00:56:15
00:56:15
und wurden vom Nationalismus
und falschen Lehren befreit.00:56:19
00:56:20
Das Predigtwerk begann im April 1945,00:56:24
00:56:24
als die Missionare Lennart
und Virginia Johnson ankamen.00:56:28
00:56:28
Sie machten sich direkt ans Werk
und haben noch am Tag ihrer Ankunft00:56:33
00:56:33
die ersten Bibelstudien begonnen.00:56:35
00:56:35
Später kamen noch
weitere Missionare ins Land00:56:38
00:56:38
und viele Menschen fingen an,00:56:40
00:56:40
die Zusammenkünfte
im Missionarheim zu besuchen.00:56:43
00:56:43
Nur drei Jahre später gab es schon
110 Verkündiger der guten Botschaft.00:56:49
00:56:49
Dieses Wachstum
blieb nicht unbemerkt.00:56:53
00:56:53
Unter der Diktatur von Rafael Trujillo
wurden unsere Brüder schwer verfolgt.00:56:59
00:56:59
Trujillo festigte seine Stellung im Land
mit Hilfe des Vatikans.00:57:04
00:57:04
Alle Kirchen im Land
mussten ein Schild aufhängen,00:57:07
00:57:07
auf dem stand:00:57:08
00:57:08
„Gott im Himmel,
Trujillo auf der Erde“00:57:12
00:57:12
Aber unsere Brüder blieben treu.00:57:15
00:57:15
Unser Werk wurde 1950
von der Regierung verboten00:57:19
00:57:19
und 1957 noch einmal.00:57:22
00:57:22
Während dieser Zeit bewiesen
unsere Brüder und Schwestern00:57:25
00:57:25
eine beeindruckende Standhaftigkeit.00:57:28
00:57:28
Sie predigten unauffällig00:57:30
00:57:30
und sie vervielfältigten
unsere Literatur im Geheimen,00:57:33
00:57:34
wie diese nachgestellte Szene zeigt.00:57:37
00:58:39
Trotz des Verbots00:58:40
00:58:40
erlebten Jehovas Zeugen
in der Dominikanischen Republik00:58:43
00:58:43
ein beeindruckendes Wachstum.00:58:46
00:58:46
1960 wurde dieses Verbot aufgehoben.00:58:50
00:58:50
Heute gibt es
mehr als 38 000 Verkündiger,00:58:54
00:58:54
die jeden Monat
über 45 000 Bibelstudien durchführen.00:58:58
00:58:59
Zusammenkünfte
finden in Spanisch statt,00:59:01
00:59:01
in Haitianisch,00:59:02
00:59:02
Amerikanischer Gebärdensprache,
Englisch, Chinesisch und Russisch.00:59:08
00:59:10
Mitten in den Bergen,00:59:11
00:59:11
ungefähr 150 Kilometer
von der Hauptstadt entfernt,00:59:15
00:59:15
liegt der Ort Constanza.00:59:17
00:59:18
Am Ende unserer Videopostkarte00:59:20
00:59:20
besuchen wir
die Versammlung Los Laureles.00:59:24
00:59:24
Zu ihr gehören 134 Verkündiger,
36 von ihnen sind allgemeine Pioniere.00:59:31
00:59:32
Die Brüder und Schwestern
führen jeden Monat00:59:34
00:59:34
durchschnittlich
170 Bibelstudien durch!00:59:38
00:59:39
Es macht richtig Freude,
hier zu predigen,00:59:41
00:59:42
nicht nur wegen der schönen Sicht
auf die Berge,00:59:44
00:59:44
sondern vor allem
wegen der vielen aufrichtigen Menschen,00:59:48
00:59:48
die Jehova gern kennenlernen möchten.00:59:50
00:59:59
Eure Brüder und Schwestern aus der
Versammlung Los Laureles-Constanza01:00:04
01:00:04
grüßen euch ganz herzlich.01:00:06
01:00:07
Das war JW Broadcasting01:00:10
01:00:10
aus der Weltzentrale
von Jehovas Zeugen.01:00:15
JW Broadcasting April 2026
-
JW Broadcasting April 2026
Willkommen zu JW Broadcasting®!
Diesen Monat erfahren wir,
wie wir uns in demselben
guten Licht sehen können,
in dem Jehova uns sieht.
Wir werden uns näher
mit dem Bibelbuch Micha beschäftigen.
Dabei werden wir etwas
über Aufrichtigkeit
und Bescheidenheit lernen.
Und es geht darum,
wie schon eine kleine freundliche Geste
eine große Wirkung haben kann.
Das ist JW Broadcasting!
Kennt ihr das?
Ging es euch auch schon einmal so
wie einer Schwester,
die in einem Brief
das Folgende schrieb:
„Ganz gleich, wie sehr ich mich bemühe,
die Liebe zu Jehova zu vertiefen,
oder wie sehr ich mich anstrenge,
ihm zu dienen –
ich habe ständig das Gefühl,
es sei nicht gut genug.“
Leider sagt uns
unser unvollkommenes Herz manchmal,
dass egal wie sehr wir uns anstrengen,
wir nie gut genug sind,
um Jehova zu gefallen.
Oder, obwohl wir wissen,
dass Jehova ein Gott ist,
der gern vergibt, fühlen wir uns
trotzdem schlecht wegen Dingen,
die wir in der Vergangenheit
gesagt oder getan haben.
Es kann sein, dass Fehler,
die lange zurückliegen,
immer wieder in uns hochkommen –
wie eine Dauerschleife in unserem Kopf.
Sie können dazu führen,
dass wir traurig sind oder entmutigt.
Wahrscheinlich kennen wir alle
solche Gefühle;
den meisten von uns
geht es von Zeit zu Zeit so.
Woran liegt das?
Na ja, schauen wir uns an,
was Jehova den Apostel Johannes
in 1. Johannes 3:19, 20
aufschreiben ließ.
Diese Verse bilden die Grundlage
für unseren Vortrag,
der das Thema hat:
„Gott ist größer als unser Herz“.
In 1. Johannes 3:19, 20 steht:
„So werden wir wissen, dass wir
auf der Seite der Wahrheit sind.
Und wir werden unser Herz vor ihm
beruhigen in allem,
worin unser Herz uns verurteilen mag,
weil Gott größer ist als unser Herz
und alles weiß.“
Ist euch aufgefallen,
dass Johannes schreibt „unser Herz“:
„Wir werden unser Herz
vor ihm beruhigen in allem,
worin unser Herz
uns verurteilen mag.“
Ja, es kann sein, dass es sogar
dem Apostel Johannes so ging;
vielleicht hat er manchmal
schlecht von sich gedacht.
Aber Johannes liefert uns
gute Gründe dafür, sicher zu sein,
dass Jehova uns
in einem guten Licht sieht.
Er sagt, dass wir wissen, dass „wir
auf der Seite der Wahrheit sind“.
Wie hast du
die Wahrheit kennengelernt?
Wie fing alles an?
Wir haben verstanden,
dass die Bibel von Gott kommt
und die Wahrheit enthält.
Wir haben Jesus und das,
was er lehrte, kennengelernt.
Wir haben die falschen Lehren
der Welt hinter uns gelassen.
Wir haben angefangen,
Jesus nachzuahmen,
unsere Brüder zu lieben
und das Richtige zu tun.
Deswegen sind wir
„auf der Seite der Wahrheit“.
Die Wahrheit hat dich und mich
zu dem gemacht, was wir sind.
Allein diese Tatsache
ist ein Beweis dafür,
dass Jehova uns
als Teil seiner Familie ansieht.
Und trotzdem verurteilt
unser Herz uns manchmal.
Aber warum ist das so?
Das hat mit unserem Gewissen zu tun.
Wenn in Gottes Wort
das Herz erwähnt wird,
bezieht es sich oft auf das,
was man von außen nicht sieht,
unser ganzes Inneres,
also unsere ganze Persönlichkeit.
Im <i>Wachtturm</i> vom 1. August 1997
heißt es:
„Die Bibel bringt das Gewissen
auch mit dem sinnbildlichen Herzen
in Verbindung,
bei dem Gefühle und Emotionen
eine Rolle spielen.“
Dann wird Römer 2:15 angeführt,
wo Paulus erklärt,
wie das Gewissen funktioniert,
als er über Personen spricht,
die nicht unter
dem Gesetz von Moses stehen.
Lesen wir das mal.
Römer 2:15 sagt:
„Sie zeigen ja,
dass ihnen der Inhalt des Gesetzes
ins Herz geschrieben ist,
wobei auch ihr Gewissen Zeuge ist
und sie durch ihre eigenen Gedanken
angeklagt
oder auch entschuldigt werden.“
Das Gewissen,
das Jehova uns gegeben hat,
kann uns also anklagen
oder entschuldigen.
Es kann uns davor warnen,
einen falschen Weg einzuschlagen.
Und unser Gewissen
meldet sich auch dann,
wenn wir etwas falsch gemacht haben.
Als David auf der Flucht
vor König Saul war,
schnitt er in einer Höhle ein Stück
von Sauls Obergewand ab.
1. Samuel 24:5 sagt,
dass David
hinterher Herzklopfen hatte.
Statt von Herzklopfen
könnte man hier auch von
einem schlechten Gewissen sprechen.
Davids Gewissen hat sich geregt,
weil er mit Saul,
dem von Jehova eingesetzten König,
respektlos umgegangen ist.
Mithilfe unseres Gewissens
können wir uns selbst beurteilen
und unser Handeln bewerten.
Wenn wir
ein schlechtes Gewissen haben,
kann uns das motivieren zu bereuen
und umzukehren.
Wenn unser Gewissen andererseits
zu kritisch ist,
kann das gefährlich sein.
Es könnten uns Schuldgefühle quälen
und wir könnten
zu der Überzeugung kommen,
dass Jehova uns niemals vergeben kann,
egal wie sehr wir uns anstrengen.
Wenn wir ein zu kritisches Gewissen
haben, könnten wir auch denken,
wir müssten perfekt sein,
um Jehova zu gefallen.
Paulus erklärt in Römer 2:15, dass
unser Gewissen wie ein Richter ist,
der uns verurteilt oder freispricht.
Stellen wir uns mal vor,
wir wären angeklagt
und müssten vor Gericht erscheinen.
Der Richter steht für unser Gewissen.
Er hört sich alle Fakten
und Beweise an, die von den Zeugen,
also von unseren Gedanken,
vorgebracht werden.
Ein guter Richter
hört sich immer beide Seiten an,
damit er ein richtiges
und faires Urteil fällen kann.
Was wäre aber,
wenn sich der Richter
nur die Zeugen der Gegenseite
anhören würde, die uns anklagt?
Diese Zeugen fordern ein hartes Urteil
und eine harte Strafe.
Es ist, als würden sie
zum Richter sagen:
„Der Angeklagte sollte nie vergessen,
was er getan hat.
Er hätte es besser wissen müssen.
Er ist schwach
und hat schlechte Motive.
Er sollte für lange Zeit
ins Gefängnis gehen.“
Dieser Richter, der sich nur
die Zeugen der Gegenseite,
aber nicht die Zeugen
der Verteidigung angehört hat,
würde zu dem Urteil kommen:
„Schuldig im Sinne der Anklage!
Sie gehören ins Gefängnis!“
Genauso ist es mit unserem Gewissen,
wenn es nicht richtig geschult ist.
Es kann wie dieser
unfaire Richter sein
und uns sozusagen
ins Gefängnis schicken –
in ein Gefängnis
voller Schuldgefühle.
Wir sind gefangen in einem Strudel
von negativen Emotionen,
die uns daran hindern,
nach vorne zu schauen.
Was für ein Richter
ist dein Gewissen?
Überlegen wir mal:
Wenn unser Gewissen gut geschult ist,
kann es uns in Schutz nehmen,
wenn ein überkritischer Gedanke
in uns aufkommt.
Damit uns unser Gewissen
also richtig beurteilt,
müssen wir es trainieren.
Es darf sich nicht nur
nach Jehovas Gesetzen richten,
sondern muss auch den Gesetzgeber
berücksichtigen, den höchsten Richter.
Interessant ist dazu
ein Satz aus dem Artikel
„Unser Gewissen schulen,
damit es besser reagiert“
aus dem <i>Wachtturm</i>
vom 1. Dezember 1976.
Dort heißt es:
„Ein gut funktionierendes Gewissen
[muss] nach der Persönlichkeit
Jehovas ausgerichtet werden,
die aus seinem Wort
und aus seinem Verhalten
gegenüber seinen Dienern
zu erkennen ist.“
Das ist der Schlüssel.
Aus der Bibel erfahren wir,
dass Jehova Gerechtigkeit liebt,
aber dass er immer vernünftig ist,
wenn er urteilt.
Seine Barmherzigkeit und loyale Liebe
sind unglaublich groß.
Jehova ist die Liebe in Person.
Wenn wir Jehovas Eigenschaften gut
kennen, hilft es unserem Gewissen,
uns selbst in einem
ausgeglichenen Licht zu sehen.
Es wird ein schlechtes Verhalten
nicht entschuldigen oder rechtfertigen,
uns auf der anderen Seite aber auch
nicht zu streng oder unfair beurteilen.
Kommen wir noch mal zurück
zu unserem Vergleich.
Ein guter Richter, der Jehova kennt,
hört sich auch die Zeugen
der Verteidigung an.
Diese Zeugen oder Gedanken
würden sagen:
„Moment, euer Ehren. Dieser Mensch
ist mehr als seine vergangenen Fehler.
Es ist Zeit zu vergeben
und sie aus den Akten zu löschen.
Er hat für seine Fehler bezahlt
und seine Schuld lange genug
mit sich herumgetragen.
Er hat bereut.
Er kann die Vergangenheit
nicht ändern,
aber schauen Sie,
was er alles unternommen hat.
Er ist jetzt
ein ganz anderer Mensch.“
Wenn wir Jehova kennen
und begreifen, dass er uns versteht,
sind wir uns sicher, dass er gut
von uns denkt und uns vergibt.
Das beruhigt uns „in allem,
worin unser Herz uns verurteilen mag,
weil Gott größer ist als unser Herz
und alles weiß“.
Und macht es nicht Mut –
Jehova kennt unser Herz.
Er weiß,
wer wir im Innern wirklich sind.
Er sieht unsere Fehler.
Aber er sieht auch
unsere Beweggründe,
unsere Gefühle, unseren Wunsch,
das Richtige zu tun, unser Potenzial.
Er kennt all die Umstände,
die beeinflussen, wie wir handeln,
einschließlich unserer Gene
und der Unzulänglichkeiten,
die wir geerbt haben.
Im <i>Einsichten</i>-Buch heißt es
unter dem Stichwort „Barmherzigkeit“:
„Offensichtlich ist die elementarste
... Unzulänglichkeit der Menschheit
in der Sünde begründet, die sie
von ihrem Vorvater Adam geerbt hat.
Demnach befinden sich alle
in einem bedauernswerten Zustand.
Die Befreiung davon
ist ein dringendes Bedürfnis.
Jehova hat der Menschheit
Barmherzigkeit erwiesen,
indem er das Mittel bereitstellte,
damit sie von dieser großen
Unzulänglichkeit ... befreit würde.“
Jehova berücksichtigt also,
dass wir in unseren Möglichkeiten
eingeschränkt sind
und das bewegt ihn dazu,
barmherzig zu sein.
Schauen wir uns ein Beispiel an,
das zeigt, dass Jehova größer ist
als das Herz von seinen Dienern.
Ich denke da an Petrus:
In der schlimmsten Nacht seines Lebens
hat Petrus nicht nur einmal,
sondern dreimal Jesus verleugnet –
behauptet, dass er ihn nicht kennt.
Als sich der Herr
in dieser Nacht umdrehte
und zu Petrus hinsah,
trafen sich ihre Blicke.
Denkt ihr, Petrus konnte diesen Moment
jemals vergessen?
Und wie war es später für Petrus –
hat es ihn immer wieder eingeholt,
wenn er einen Hahn krähen gehört hat?
Hat er dann in Gedanken
immer wieder durchgespielt,
was in dieser Nacht passiert ist,
und hat sich selbst sagen gehört:
„Ich kenne ihn nicht,
ich kenne ihn nicht“?
Wir wissen nicht, ob es so war.
Aber was wir wissen,
ist, wie Jesus Petrus half
gegen seine starken Schuldgefühle
anzukommen.
Noch am Tag seiner Auferstehung
hat Jesus allein mit Petrus geredet –
offensichtlich um ihm
die Gelegenheit zu geben,
ihm zu sagen, wie leid ihm alles tat.
Wir wissen nicht,
was Jesus ihm genau gesagt hat,
aber man kann sich vorstellen,
dass Petrus dieses Gespräch
nie wieder vergessen hat.
Später gab Jesus Petrus gemäß
Johannes, Kapitel 21,
die Gelegenheit, ihm vor den anderen
Jüngern seine Liebe zu beteuern –
was er auch tat, insgesamt dreimal.
Und dann hat Jesus ihm
in Anwesenheit der anderen
eine besondere Aufgabe gegeben.
Und so hatte Petrus
statt der Worte
„Ich kenne ihn nicht,
ich kenne ihn nicht“
eine neue, wunderschöne Erinnerung,
die er sich immer und immer wieder
in den Sinn rufen konnte.
Jehova hat Petrus
durch seinen Sohn Jesus versichert,
dass er größer ist
als sein unvollkommenes Herz.
Also, worüber haben wir heute
gesprochen?
Ein gut funktionierendes Gewissen
ist weder zu nachgiebig
noch überkritisch.
Wir müssen lernen, uns so zu sehen,
wie Jehova uns sieht,
und darauf vertrauen,
dass er alle unsere Anstrengungen
im Dienst für ihn schätzt
und dass er uns nicht streng beurteilt.
Es ist absolut sicher:
Gott ist größer als unser Herz!
Glauben wir Jehova,
wenn er uns sagt, dass er uns liebt
und nutzen wir alles,
was er uns gibt,
um ihm ohne Selbstzweifel
und voller Freude zu dienen.
Schauen wir uns jetzt an,
wie einige Brüder und Schwestern
es geschafft haben,
mit Gefühlen der Wertlosigkeit
umzugehen.
Es ist nicht so leicht,
mit etwas zu leben,
von dem man weiß,
dass man es nie wieder los wird.
Man kann es nicht sehen,
aber es ist immer da.
Wir hatten so viel Spaß zusammen.
Wir hatten 2 Töchter,
mein Mann war Ältester
und ich war Pionier.
Und dann ist mein Mann ganz unerwartet
und plötzlich gestorben.
Innerhalb von Minuten
war ich eine Witwe.
Und ich habe dieses Wort gehasst.
Es hat mich so schwach gemacht.
Ich wusste gar nicht mehr,
wer ich war.
Ich hab mich wertlos gefühlt
und war völlig verloren.
- Mein Vater
war kein wirklicher Vater.
Er war nie für mich da.
Er hat sich eigentlich
nicht um mich gekümmert.
Wenn du damit aufwächst,
dass dir immer wieder jemand sagt:
„Du bist nicht gut genug“,
dann verunsichert dich das total,
und du fühlst dich unfähig.
Und diese Gefühle
sind heute immer noch da.
Sie sind nie weggegangen,
und ich hab damit
nach wie vor zu kämpfen.
- Ich war 22,
als ich herausgefunden habe,
dass ich eine Zwangsstörung habe.
Man zweifelt die ganze Zeit alles an,
das hört einfach nicht auf.
In deinem Kopf
arbeitet es ununterbrochen.
In Gedanken
gehst du immer wieder durch,
was du alles falsch gemacht hast.
Manchmal denkst du sogar,
du musst die Polizei anrufen
und dich selbst anzeigen.
Und das ist so furchtbar,
weil das einfach nie aufhört.
- Die negativen Gefühle sind immer da.
Ich muss ständig gegen sie kämpfen.
- Diese Gefühle sind nicht einfach
am nächsten Tag weg.
- Ich wollte den anderen immer sagen:
„Mir geht’s gut. Es ist alles okay.“
Aber das stimmte nicht.
- Manchmal will man einfach aufgeben.
Und wahrscheinlich
würde ich auch aufgeben,
wenn ich nicht Jehova
und die Brüder hätte.
- Ich hab einen Freund,
der die gleiche Krankheit hat wie ich.
Als ich herausgefunden hab, dass
er mit den gleichen Sachen zu tun hat,
den gleichen Gedanken,
den gleichen Zwängen und Ängsten –
das hat mir so geholfen.
Ich bin mir sicher, dieser Bruder
war ein Geschenk von Jehova.
- Ich konnte meinen Freunden
einfach mal schreiben:
„Ich bin heute traurig.“
Sie sagten:
„Was brauchst du?“
Und ich: „Ich weiß es nicht,
ich bin einfach traurig.“
Und sie: „Okay.
Wir sind da für dich.“
- Manchmal, wenn ich
eine Aufgabe vorbereite, denke ich:
„Warum soll ich das machen?
Da gibt’s doch bestimmt jemanden,
der das besser macht.“
Und wahrscheinlich ist das auch so.
Aber ich weiß, dass Jehova sieht,
dass ich mein Bestes gebe.
Und Jehova verdient auch,
dass ich ihm mein Bestes gebe,
wie das in Offenbarung 4:11 steht:
Er verdient „den Ruhm,
die Ehre und die Macht“.
Er verdient alles,
was ich ihm geben kann.
Und ich weiß, er freut sich darüber.
Und ich weiß,
dass er sich über jeden freut,
der ihm sein Bestes gibt –
ganz egal, wie schlecht
man sich selbst einschätzt.
- Und du musst unbedingt
in den Königreichssaal gehen;
mit deinen Brüdern und Schwestern
zusammen sein, auch wenn du weißt,
dass du die ganze Zeit während
des Programms weinen musst
oder während der Lieder.
Das ist okay.
Es ist okay. Es ist völlig okay,
traurig zu sein.
Das hilft wirklich.
Gefühle zu zeigen,
bringt dich der Versammlung näher
und auch Jehova.
- Ich arbeite jeden Tag daran,
mich so zu sehen,
wie Jehova mich sieht.
Das Gebet hilft mir sehr,
und einfach zu wissen,
dass Jehova meine Krankheit kennt
und mich versteht.
- Manchmal kommt Panik in mir hoch,
aber dann bete ich ganz intensiv
und bitte Jehova,
dass er meine Gedanken
wieder in die richtige Richtung lenkt.
- Und was mir dann noch geholfen hat,
ist zu sehen,
wie Jehova meine Gebete beantwortet.
Puh, das berührt mich am meisten.
Denn wenn du betest,
weil du irgendetwas
unbedingt brauchst,
und du erzählst keinem davon
und dann gibt Jehova dir genau das.
Dann kann es ja nur von Jehova sein.
Jehova und ich sind ein Team.
- Jehova ist für mich ein Vater,
so wie er das auch für Jesus war.
In Johannes 17 spricht Jesus
kurz vor seinem Tod
ganz vertraut mit Jehova.
Diese Nähe zwischen Jehova und Jesus,
die in Johannes 17 beschrieben wird,
so eine Nähe, diese enge Freundschaft
mit Jehova, die will ich auch haben.
- Ich habe verschiedene
Bibelberichte gelesen,
in denen Witwen erwähnt werden.
Mit der Zeit habe ich verstanden,
dass Jehovas Sicht auf Witwen
sich komplett
von der Sicht der Welt unterscheidet.
Jehova hat ja den Israeliten
extra Gesetze gegeben,
damit sie Witwen gut behandeln.
Daraus habe ich für mich mitgenommen:
Jehova passt auf mich auf.
Ab dem Zeitpunkt war das Wort „Witwe“
für mich nicht mehr so furchtbar,
denn es heißt ja, dass ich einen
ganz besonderen Platz bei Jehova habe.
- Wir können uns gar nicht vorstellen,
was für einen großen Wert
wir für Jehova haben.
Jehova hilft uns,
uns selbst richtig einzuschätzen.
Seine Liebe
gleicht die Liebe aus,
die wir für uns selbst
nicht empfinden.
Jehovas Gedanken sind erhabener
als unsere Gedanken.
Jehova kennt alle unsere Gefühle,
jede Angst, jeden Schmerz
und auch jede Freude,
die wir empfinden.
Sei dir sicher,
dass Jehova dich liebt.
Jehova tröstet uns zum einen
durch das Gebet
und zum anderen durch Freunde,
die uns lieben.
Wie Schwester Wood gesagt hat:
„[Ihr habt] einen ganz besonderen Platz
bei Jehova“.
Später in diesem Monat
wird das komplette Video
von Holly veröffentlicht,
das weitere wertvolle Punkte
für uns enthält.
Wenn jemand freundlich zu uns ist,
motiviert uns das,
auch freundlich zu anderen zu sein.
In der neuen Folge
von <i>Eisen schärft Eisen </i>sehen wir,
wie wir uns an Jehovas Freundlichkeit
ein Beispiel nehmen können.
Hi, ich bin Jonathan.
Willkommen bei <i>Eisen schärft Eisen</i>.
Die Eigenschaft,
über die wir heute sprechen,
hat die unterschiedlichsten Menschen –
Sünder, Kranke und Kinder
zu Jesus hingezogen: Freundlichkeit.
Wie Jehova war Jesus freundlich
zu guten und schlechten Menschen.
Jesu Freundlichkeit
hing nicht davon ab,
ob andere auch freundlich
zu ihm waren oder ob sie ihn mochten.
Im Gegenteil:
Jesus war immer freundlich.
Er war sich bewusst, wie diese
Eigenschaft auf Menschen wirkt
und dass sie Jehova ehrt.
Und was ist mit uns? Zu wem können
wir freundlich sein und wann?
Tschuldigung, die Besuchszeit ist um.
Sie müssen jetzt alle gehen.
Oh, Entschuldigung.
Ich dachte, wir haben noch Zeit.
Es sind doch noch 5 Minuten.
Schon okay, Emily. Torri wir gehen
besser, aber wir kommen bald wieder.
Unsere Schwester
hat wirklich Größe gezeigt.
Sie ist mit den anderen
einfach ruhig weggegangen,
obwohl sie noch
ein paar Minuten gehabt hätten.
Aber hätte sie noch mehr tun können?
Ja, und das bringt uns zu unserem
ersten Punkt: Einfühlungsvermögen.
Frag dich,
was beschäftigt dein Gegenüber.
Was könnte er oder sie brauchen?
Dann hör gut zu und zeig,
dass es dir nicht egal ist.
Geht schon mal weiter.
Ich will noch kurz ...
Hi.
Hi.
Ich wollte mich
einfach nur kurz bedanken,
dass Sie sich so gut
um meine Freundin kümmern.
Gern.
Tut mir leid,
dass ich eben so unfreundlich war.
Es ist nur, wir sind unterbesetzt
und haben so viel zu tun.
Großartig, was ein einfaches
„Danke“ bewirken kann.
Der Krankenschwester
hat das bestimmt gut getan.
Wenn sich jemand öffnet,
über seine Gefühle spricht,
dann wollen wir freundlich
und respektvoll sein.
Das ist unser zweiter Punkt:
Wenn wir mit anderen
aufrichtig mitfühlen,
zeigt sich das an der Art,
wie wir reden.
Wir achten auf unsere Wortwahl
und unseren Tonfall
und würden nichts sagen,
was andere vor den Kopf stößt.
Es ist nur, wir sind unterbesetzt
und haben so viel zu tun.
Sie brauchen sich
nicht zu entschuldigen.
Ihre Arbeit ist so wertvoll,
aber bestimmt nicht immer einfach.
Ja, das können Sie laut sagen!
Da tut ein Tee bestimmt gut.
Ja, wenn ich ihn
nicht verschüttet hätte.
Und ich konnte mir
noch keinen neuen holen.
Oha, das klingt wirklich
nach nem harten Tag.
Ja.
Ich bin übrigens Mandy.
Mary.
War nett, Sie kennenzulernen.
Dann lasse ich Sie
mal weiterarbeiten.
Hat Mandy das nicht klasse gemacht?
Sie hat Mary den Tag versüßt.
Und jetzt, da sie mehr über sie weiß,
könnte sie etwas für sie tun.
Das ist unser dritter Punkt:
Zum Freundlichsein gehört mehr
als Gedanken und Worte,
dazu gehören auch Taten.
Wir suchen also nach Gelegenheiten,
anderen zu helfen.
Aber wird uns das nicht etwas kosten,
vielleicht Zeit und Energie?
Kann schon sein,
aber es wird sich lohnen.
Hier, den haben Sie sich verdient.
Oh, das wär doch nicht nötig gewesen.
Doch, ich wollte das gern.
Vielen Dank.
Darf ich Sie noch was fragen?
Die Frau, die Sie besucht haben –
wer ist das?
Ich sehe, dass sie immer
so viel Besuch bekommt.
Sie ist eine sehr gute Freundin
von uns –
eigentlich Familie.
Wir sind Zeugen Jehovas.
Ah, Sie sind immer alle so nett.
Danke.
Tori ist für mich
eine richtig gute Freundin.
<i>Unser Beweggrund, freundlich zu sein,</i>
<i>ist Liebe zu den Menschen.</i>
Das heißt, wir sind freundlich,
auch wenn es nicht zu einem Gespräch
über die Bibel führt.
Auf jeden Fall
hören uns andere eher zu,
wenn sie spüren,
dass uns etwas an ihnen liegt.
So, fassen wir zusammen: Wir hatten
3 Punkte zum Thema Freundlichkeit.
Erstens:
Versetz dich in den anderen hinein.
Frag dich, was ihn beschäftigt
und was er brauchen könnte.
Und wenn die Person über
ihre Gefühle spricht, hör gut zu.
Zweitens:
Sei freundlich und respektvoll.
Andere merken an unserem Tonfall
und an unserer Wortwahl,
ob wir wirklich mitfühlen.
Drittens:
Sei hilfsbereit.
Achten wir
auf Gelegenheiten zu helfen
und vielleicht können wir am Ende
auch über die Wahrheit sprechen.
Aber wichtiger
als irgendeine Methode ist es,
genau wie Jesus,
Menschen zu lieben.
So wie es in der Bibel heißt:
„Die Liebe ist ... gütig“ –
also freundlich.
Selbstloses Interesse
an anderen entsteht,
wenn man sich
von Gottes Wort formen lässt.
Wie man bei einzelnen Bibelversen
auf Details achten
und darüber nachdenken kann,
erfahren wir bei unserer
<i>Suche nach Schätzen</i>
im Bibelbuch Micha.
Okay, also jetzt Micha:
Was ist dein Eindruck?
- Also, außer dass Micha 6:8
Mamas Lieblingstext war,
war mir gar nicht so klar,
wie sich das Buch
in den Rest der Bibel einfügt.
- Ja, stimmt. Und wie bist du
ans Studium rangegangen?
- Also, zuerst habe ich mich
damit beschäftigt,
was alles passiert ist, während
Micha das Buch geschrieben hat.
- Ja, das ist ein richtig guter Tipp.
Hintergründe sind wichtig.
Und wie bist du vorgegangen?
- Als Erstes hab ich mir
die Querverweise angesehen.
Und so bin ich
bei 2. Chronika 27 bis 29 gelandet.
Da geht es genau um die Zeit,
in der Micha prophezeit hat.
In dieser Zeit regierten 3 Könige:
Jotham, Ahas und Hiskia.
- Als Ahas an der Macht war, war es
für die Juden echt nicht leicht.
- Oh ja. Er war furchtbar.
Er hat sogar seine Kinder geopfert.
- Aber das Volk war
auch nicht wirklich besser.
Die Bibel sagt, dass sie selbst unter
einem guten König wie Jotham
„immer noch verwerflich“
gehandelt haben.
- Ja, und Michas Aufgabe war es,
das alles anzusprechen.
Er hat vorausgesagt, dass Samaria
und Jerusalem zerstört werden würden.
- Aber mit Jehova gibt es auch
immer eine Hoffnung.
- Das stimmt.
Jehova ist super geduldig.
Aber seine Geduld
hat auch ihre Grenzen.
- Mm-hmm.
- Das hat
mit seiner Gerechtigkeit zu tun
und weil er Unschuldige
schützen möchte.
Deswegen musste er eingreifen
und Israel eine Lektion erteilen.
Trotzdem gab er sie nicht auf.
Die Wiederherstellungsprophezeiungen
in Micha zeigen,
dass er unbedingt wieder ein gutes
Verhältnis zu ihnen haben wollte.
- Stimmt.
- Okay, was haben wir bis jetzt?
Micha übermittelt treu diese
ernste Botschaft von Jehova.
Und das ist im Prinzip genau das,
was auch Jesaja gemacht hat.
Ich hab da ein interessantes
Beispiel gefunden.
Mir ist aufgefallen,
dass Micha 4:1-3 fast Wort für Wort
mit Jesaja 2:2-4 übereinstimmt.
Das ist cool, oder?
- Wirklich spannend!
Und ich finde es richtig gut,
wie du die verschiedenen Berichte
miteinander verglichen hast.
Das sollte man echt häufiger tun.
- Mm-hhm. Und Jesaja hat noch
vor Micha prophezeit.
Also beide haben ganz treu
das gemacht,
was Jehova ihnen gesagt hat,
auch wenn es so aussah,
als würden sie beide haargenau
das Gleiche sagen.
- Du meinst, dass die Leute
vielleicht gedacht haben:
„Micha, das haben wir doch
alles schon von Jesaja gehört!“
- Ja, genau.
Und Micha hat sich vielleicht gedacht:
„Jehova muss diese Menschen
wirklich lieben;
er will unbedingt,
dass sie es verstehen.“
Also ich hab für mich
daraus mitgenommen,
dass ich wie Micha
weiter treu predigen möchte,
auch wenn sich unsere Botschaft
über die Jahre nicht verändert hat.
Und du, was war dein Highlight?
- Hm, also mir ist
ein Text aufgefallen,
ich glaub, den müssen wir lesen;
Micha 3:5:
„Folgendes sagt Jehova zu den
Propheten, die ... Frieden ausrufen,
wenn sie etwas zu beißen haben,
die aber demjenigen
den Krieg erklären,
der ihnen nichts in den Mund steckt.“
- Ah. Und das heißt?
- Tja, nicht so einfach, oder?
- Wirklich nicht.
Ich finde es eigentlich richtig gut,
wenn ich nicht immer alles
sofort verstehe beim Bibellesen.
Das zwingt mich, auch mal
zu stoppen und nachzudenken.
Wenn es kaum Querverweise gibt
oder ich nicht alles sofort verstehe,
versuche ich,
Stück für Stück vorzugehen.
Ich frage mich, was das bedeutet,
was da steht.
- Uh, das ist toll,
das schreib ich mir auf:
Anhalten
und Stück für Stück vorgehen.
- Okay, machen wir das mal.
Jehova verurteilt
diese falschen Propheten,
weil sie „Frieden ausrufen,
wenn sie etwas zu beißen haben“.
Das fand ich total interessant.
Die Propheten,
von denen hier die Rede ist,
haben also etwas Positives verkündet,
wenn sie etwas zu essen bekamen.
- Ich mag,
wie du das auseinandernimmst.
Das heißt, wenn die Leute
dem Propheten etwas zu essen gaben,
dann haben sie nur Gutes gehört?
- Ja. Wenn sie den Propheten
etwas Gutes gegeben haben,
zum Beispiel Essen, haben die
ihnen etwas Gutes prophezeit.
Haben sie ihnen aber nichts gegeben,
haben die Propheten ihnen
sozusagen den Krieg erklärt.
- Das ist also die typische
Was-hab-ich-davon-Mentalität,
die heute auch noch
gang und gäbe ist.
- Ich hab dann darüber nachgedacht,
wie wichtig Jehova
meine Beweggründe sind
und dass er darauf achtet,
wie ich andere behandle.
Er bekommt das alles mit.
Ich hab mich dann gefragt:
Wie ist das bei mir, wenn ich
etwas für andere tue?
Ist das dann wirklich selbstlos
oder erwarte ich etwas zurück?
Oder auch im Predigtdienst –
bin ich wirklich bereit,
meine Zeit und Kraft einzusetzen
und vielleicht
etwas Neues auszuprobieren,
wie eine neue Sprache zu lernen,
oder dann in den Dienst zu gehen,
wenn ich die Menschen erreichen kann?
- Das hätten die falschen Propheten
niemals gemacht.
Sie hatten kein Verantwortungsgefühl
und auch keine Wertschätzung dafür,
Jehova zu dienen.
Und er hat sie dafür
zur Rechenschaft gezogen.
Das macht Mut,
enthält aber auch eine Warnung.
Es zeigt, wie sehr Jehova uns liebt,
aber dass er auch
an seiner Gerechtigkeit festhält.
- Ja, und das bringt uns wieder
zu Mamas Lieblingstext, Micha 6:8:
„Er hat dir mitgeteilt,
o Mensch, was gut ist.
Und was erwartet Jehova von dir?
Nur dies:
Recht zu üben,
Loyalität von Herzen zu lieben
und deinen Weg bescheiden
mit deinem Gott zu gehen!“
- Ich liebe diesen Vers!
Als würde Jehova zu mir sagen:
„Mach dich nicht verrückt!
Wenn du so lebst,
hat dein Leben einen Sinn.“
- Ein schöner Gedanke.
Und da schließt sich der Kreis.
Denn wie war das denn zu Michas Zeit?
Das Volk übte kein Recht,
und Jehova schickte Micha,
um ihre schlechten Taten
und ihre Selbstsucht aufzudecken.
Micha dagegen wollte Jehova
unbedingt loyal dienen.
Und es ging ihm nicht
um die Anerkennung von Menschen.
Er ging seinen Weg
bescheiden mit Gott.
- Wow! Im Bibelbuch Micha
kann man so viel entdecken,
wenn man sich einfach
ein bisschen Zeit nimmt.
- Das stimmt. Und wir haben
das alles herausgefunden,
weil wir uns die Hintergründe
angeschaut haben,
Bibelberichte miteinander verglichen
und uns die Zeit genommen haben,
Stück für Stück vorzugehen.
- Das hat so viel Spaß gemacht!
Wollen wir uns noch ein paar mehr
Verse ansehen?
- Auf jeden Fall.
Ich glaub, im Bibelbuch Micha
gibt es noch viele Schätze zu finden.
Wenn wir über das,
was wir in der Bibel lesen,
nachdenken,
hilft uns das im Alltag.
Was für Schätze
wirst du in Micha finden?
Darüber, wie gut es sich auswirkt,
wenn man über
Jehovas Liebe nachdenkt,
hat Bruder Malenfant in einem biblischen
Morgenprogramm gesprochen.
Das Gedächtnismahl erinnert uns
auf eindrucksvolle Art
und Weise an das,
was Jehova und Jesus
aus Liebe für uns getan haben.
Und diese Liebe
fordert eine Reaktion von uns.
Wir müssen auf die Liebe,
die Jehova und Jesus
uns gezeigt haben, reagieren,
denn wir möchten unsere Wertschätzung
für das Loskaufsopfer zeigen,
für das Jehova gesorgt hat.
In 2. Korinther 5:14 finden wir dazu
eine sehr interessante Formulierung.
Schlagt das doch mal bitte auf –
2. Korinther 5:14, 15.
Wir lesen dort:
„Denn die Liebe,
die der Christus hat, treibt uns an.
Wir sind nämlich
zu dem Schluss gekommen,
dass ein Mensch für alle
gestorben ist –
also waren alle gestorben.
Und er ist für alle gestorben,
damit die Lebenden nicht mehr
für sich selbst leben,
sondern für den, der für sie starb
und auferweckt wurde.“
Ist das nicht interessant,
mit welchen Worten Vers 14 beginnt?
„Die Liebe, die der Christus hat,
treibt uns an“,
nicht länger für uns selbst zu leben.
Der Ausdruck „treibt uns an“
bedeutet nicht,
dass wir gezwungen werden,
nicht mehr für uns selbst zu leben,
oder dass es unsere Pflicht wäre,
Jehovas Willen zu tun.
Nein, hier geht es
um etwas viel Tieferes.
In einem Wörterbuch
wird das Wort „antreiben“
unter anderem wie folgt definiert:
„In einer Person ein starkes Gefühl
oder eine starke Reaktion auslösen“.
Ist das nicht genau das,
was Jesu Opfer mit uns macht?
Wir haben starke Gefühle
der Wertschätzung für das,
was er für uns getan hat.
Und unsere Reaktion:
Wir wollen für den Rest unseres Lebens
den Willen Gottes tun.
So reagieren wir auf das Wunderbare,
das Jehova durch das Lösegeld
für uns getan hat.
Genauso ging es auch
dem Apostel Paulus.
Ganz offen sprach er
über seine tiefen Empfindungen
in Bezug auf das Opfer Jesu
und über das, was es in ihm auslöste.
Schlagt doch bitte mit mir
Galater auf, Kapitel 2.
Wir lesen Galater 2:20.
Paulus beschreibt hier, wie sich das,
was Jesus für ihn getan hat,
auf ihn auswirkte.
Er schreibt:
„Ich bin mit Christus
an den Pfahl genagelt worden.
Nun lebe nicht mehr ich,
sondern es ist Christus,
der in mir lebt.
Ja, das Leben,
das ich jetzt als Mensch führe,
führe ich im Glauben an den Sohn Gottes,
der mich geliebt
und sich selbst für mich geopfert hat.“
Ist das nicht schön,
wie Paulus empfand?
Für ihn war es so, als ob sich Jesus
für ihn persönlich geopfert hat.
Und genauso ist es auch für uns.
Was Jesus tat,
war etwas sehr Persönliches.
Er ist für alle gestorben,
er starb für jeden Einzelnen.
Ein anderer Punkt,
den wir nicht vergessen sollten, ist,
dass Jesu Opfer der größte Beweis
für Jehovas Großzügigkeit ist.
Das ist auch ein schöner Gedanke.
Wir leben im Glauben
an den Sohn Gottes.
Und Jehova ist der größte Geber
im Universum, das wissen wir.
Er hat uns
das größte Geschenk gemacht.
Und es ist interessant,
wie dieses wunderbare Geschenk,
das wir bekommen haben,
hier beschrieben wird.
In 2. Korinther 9,
und zwar im Vers 15. Dort steht:
„Dank sei Gott
für sein unbeschreibliches Geschenk.“
Eine faszinierende Aussage:
„sein unbeschreibliches Geschenk“.
Das Lösegeld ist so großartig,
dass wir nicht in der Lage sind,
alle Segnungen, die dazugehören,
und alles, was es bewirkt,
vollständig zu beschreiben.
In der Öffentlichkeitsausgabe
des <i>Wachtturms</i> Nr. 2 von 2017
wird auf Seite 6
über das Lösegeld gesprochen,
und ich fand diese Aussage sehr schön:
„Kein Geschenk
kam jemals von höherer Stelle,
keines wurde aus größerer Liebe
gegeben als das Opfer Jesu.
Noch nie hat sich jemand ein Geschenk
so viel kosten lassen wie Jehova.
Und kein anderes Geschenk wurde
dringender benötigt als dieses Opfer,
das uns von Sünde und Tod befreit.
Ohne Frage:
Kein Geschenk ist auch nur ansatzweise
so wertvoll wie das Lösegeld.“
Das ist doch eine richtig
schöne Beschreibung des Lösegelds.
Das Lösegeld ermöglicht es nicht nur,
dass wir gerettet werden,
sondern beinhaltet noch viele
weitere Segnungen,
die durch das Opfer Jesu möglich werden:
Zum Beispiel, dass alle
unsere Krankheiten geheilt werden;
oder dass unser Planet
in ein wunderschönes Paradies
verwandelt wird –
auch das gehört dazu.
Und dann natürlich die wunderbarste
Hoffnung, die wir haben:
die Auferstehung der Toten.
Was Jesus für uns getan hat,
ist wirklich
ein „unbeschreibliches Geschenk“.
Und wie beschreibt der Apostel Petrus
unsere Reaktion auf dieses Geschenk?
Er erklärt, wozu uns
unsere Wertschätzung
für das Lösegeld bewegen sollte,
und zwar in 1. Petrus.
1. Petrus 1:8, 9.
Petrus schrieb –
und das ist wirklich bemerkenswert,
wie er das beschreibt:
„Obwohl ihr ihn nie gesehen habt
[und das stimmt,
wir haben Jesus nie gesehen],
liebt ihr ihn.
Obwohl ihr ihn jetzt nicht seht,
glaubt ihr doch an ihn
und freut euch sehr mit unbeschreiblicher,
herrlicher Freude,
da ihr das Ziel eures Glaubens,
eure Rettung, erreicht.“
Es ist wirklich
eine unbeschreibliche Freude.
Es fehlen uns einfach die Worte,
wenn wir mal einen Moment innehalten
und darüber nachdenken,
was Jehova schon alles
für uns getan hat
und in der Zukunft
noch für uns tun wird
und wie das Leben dann sein wird.
Oder denken wir an all das Gute,
das uns Jehova heute schon gibt
mit dem heiligen Geist,
der uns hilft, ihm zu dienen,
ihn zu ehren
und das Leben heute schon
zu genießen.
Das ist einfach großartig.
Bestimmt haben wir
das alles schon erlebt,
wie uns ein tiefes Gefühl der Freude
überkommt und Herzensfrieden,
wenn wir uns die Zeit nehmen
und darüber nachdenken,
was Jehova schon alles
für uns getan hat
und noch tun wird.
Der heilige Geist erfüllt uns
mit unbeschreiblicher Freude,
Wertschätzung und Vertrauen
in unseren großen Gott.
Und genau das steht in Römer 15:13:
„Der Gott, der Hoffnung gibt,
erfülle euch dadurch,
dass ihr auf ihn vertraut,
mit aller Freude und mit Frieden,
damit ihr durch die Kraft
des heiligen Geistes
an Hoffnung überströmt.“
Was für ein Segen!
Jehova und Jesus
haben Großartiges für uns getan.
Wir möchten darauf reagieren
und unser Möglichstes tun,
seinen heiligen Namen zu ehren.
Den Willen Gottes zu tun,
ist das Wichtigste in unserem Leben.
Unsere Empfindungen werden gut
in den Psalmen beschrieben.
Schlagt doch mal
die Psalmen mit mir auf.
Psalm 116:12, 14.
Es heißt dort –
zunächst der Vers 12:
„Wie kann ich mich bei Jehova
erkenntlich zeigen
für all das Gute,
das er für mich getan hat?“
Ein Stück weiter unten, in Vers 14,
können wir lesen,
wie wir das tun können:
„Meine Gelübde gegenüber Jehova
werde ich erfüllen
[wir haben uns ihm ja hingegeben]
in Gegenwart seines ganzen Volkes.“
Unsere Antwort auf die Frage
„Wie kann ich mich bei Jehova
erkenntlich zeigen?“:
Wir geben Jehova die Ehre,
die ihm gebührt,
und wir ehren den Christus.
Den Christus und Jehova zu ehren
und Gottes Willen zu tun,
ist der ganze Wille Gottes für uns
und das Beste,
das wir in unserem Leben tun können.
Wie kann ich mich bei Jehova
erkenntlich zeigen?
Claude und Sandra Sauvageau
haben sich diese Frage
auch immer wieder gestellt.
Wie ihre Antworten darauf zu einem
Leben voller Segnungen geführt haben,
sehen wir jetzt.
Meine Eltern haben
viel dazu beigetragen,
dass ich den Predigtdienst
von klein auf mochte.
Ein, zwei Mal pro Woche
hat sich mein Papa
gleich nach der Arbeit umgezogen
und dann sind wir noch
zusammen in den Dienst gegangen.
Ich bin zur Wahrheit gekommen,
weil meine Mama Rita
die Wahrheit angenommen hat.
Sie hat im ganzen Haus
Bücher verteilt.
Also hab ich angefangen,
sie zu lesen.
Und da hab ich so gedacht:
„Wow, das ist es! Das ist genial.
So will ich leben.“
Als wir frisch verheiratet waren, ja,
da hatten wir keine Verpflichtungen,
und wir persönlich hatten das Gefühl,
wir könnten eigentlich mehr tun.
Und weil wir eben
diesen Wunsch hatten, mehr zu tun,
haben wir uns schließlich
für die Gileadschule beworben.
Und so kamen wir dann in die Zentralafrikanische Republik
und haben eine neue Sprache gelernt.
Wir hatten Wartelisten für Bibelstudien,
das war unbeschreiblich!
Und dann bin ich krank geworden.
Und der Arzt meinte,
er könnte nichts für mich tun,
und so waren wir gezwungen,
in unsere Heimat zurückzukehren.
Das war ein Schlag für uns.
Ich muss wirklich sagen,
das war hart,
weil unser Traum geplatzt war
und wir gar nicht wussten,
wie wir weitermachen sollen.
Ich erinnere mich noch an
einen der ersten Kreiskongresse
nach unserer Rückkehr.
Da war ein Kreisaufseher als
Gastredner eingeladen,
der mich schon kannte,
als ich noch ein kleines Mädchen war.
Er hat wohl gesehen, wie es mir ging,
und dann hat er mich angesprochen.
Er sagte: „Du hast
so ne tolle Schulung bekommen.
Nutze sie immer weiter.
Schau nicht zurück auf das,
was du nicht mehr tun kannst.
Schau nach vorn auf das,
was du tun kannst.“
Und das hat alles verändert.
Mit der Zeit ging es mir
gesundheitlich besser,
sodass wir schließlich wieder mit
dem Pionierdienst anfangen konnten.
Später gab es dann Veränderungen
bei meiner Arbeitsstelle
und wir mussten deshalb in
die Vereinigten Staaten umziehen.
Hier hatten wir jetzt 3 Versammlungen
zur Auswahl:
Englisch, Französisch oder Spanisch.
Die spanische Versammlung gab es
erst seit ein paar Monaten,
also haben wir beide uns
zusammengesetzt und gesagt:
„Warum fangen wir nicht noch einmal
von vorne an und tun das,
wofür wir eigentlich mal
ausgebildet wurden?“
Sandra hat so ein Talent,
Sprachen zu lernen.
Sie hat es wirklich schnell gelernt.
Aber ich, ich kam mir vor
wie ein Esel.
Ich musste mich immer und immer wieder hinsetzen und lernen.
Wir sind jetzt seit 25 Jahren
in dieser Versammlung
und wir sind so gerne hier.
Jetzt sprechen wir auch Spanisch,
na ja,
wir versuchen es auf jeden Fall.
Und wir haben wirklich
viel Schönes erlebt.
Das Alter bringt dann auch wieder
neue Herausforderungen mit sich.
Man macht sich Sorgen,
wie alles werden soll.
Aber Jehova hat uns bisher
immer geholfen
und er möchte nur das von uns,
was wir geben können,
nicht mehr als das.
Eines Tages hat uns Jehova tatsächlich
noch eine Tür geöffnet
und wir sind durchgegangen.
Wir waren damals in unseren Fünfzigern
und in der Bauregion tätig.
Und dann kam Warwick,
und so viele Brüder und Schwestern
haben die Bewerbungen ausgefüllt,
sind hingegangen und kamen
überglücklich zurück.
Aber sie meinten auch, dass es
körperlich sehr anstrengend war.
Also habe ich gedacht:
„Dann muss ich wohl
an meiner Fitness arbeiten.“
Eins hat sie noch vergessen.
Sie hat eine kleine Leiter
ins Wohnzimmer gestellt.
Das war ihr Sportgerät.
Da ist sie immer hoch und runter,
hoch und runter,
hoch und runter,
so ne Viertelstunde.
Sie hat für die Arbeit trainiert,
immer wieder.
Das war schon ein lustiger Anblick,
sie da so zu sehen.
Aber hey, sie hat sich vorbereitet
und das war richtig gut.
Zusammengerechnet dienen wir beide
Jehova jetzt seit über 100 Jahren.
Wir konnten beim LDC mithelfen,
beim Predigen in Gefängnissen,
beim Hafendienst,
und wir haben wirklich erlebt:
Egal wie viel man für Jehova tut,
er gibt einem immer viel mehr zurück!
Er hat uns ein Leben geschenkt,
das nicht schöner hätte sein können.
Wir können so viel
an andere weitergeben –
unseren Eifer
und unsere Begeisterung.
Das können wir Jüngeren vorleben.
Und das ist das Schöne:
Wir gehen nicht in den Ruhestand;
wir hören nicht auf,
Jehova zu dienen.
Das ist das Beste, was man
im Leben machen kann.
Also warum aufhören?
Mach einfach weiter!
Ihren Wunsch, Jehova etwas
zurückgeben zu wollen,
haben die Sauvageaus nie verloren.
Passend dazu ist unser Musikvideo
für diesen Monat
ein von Herzen kommendes Dankeschön
für Jehovas Großzügigkeit.
♪ Sonnenstrahlen glitzern in der Bucht.
Der Duft von Salz liegt in der Luft. ♪
♪ Der Himmel ist das reinste Farbenspiel,
und mich erfüllt ein Glücksgefühl. ♪
♪ Was du gibst,
berührt mein Herz so sehr. ♪
♪ Du machst Geschenke
wie Sand am Meer. ♪
♪ Ich halte inne und danke dir,
denn alles, was ich liebe, kommt von dir. ♪
♪ Jehova, du bist so gut –
ja, du öffnest deine Hand. ♪
♪ Es gibt so viel, was du tust,
was mich überglücklich macht. ♪
♪ In allem zeigt sich deine Liebe
und Freundlichkeit, ♪
♪ allen Menschen schenkst du Licht
und Sonnenschein. ♪
♪ Jehova, du bist so gut –
genauso will ich sein. ♪
♪ Genauso will ich sein. ♪
♪ Du zeigst mir,
welchen Weg ich gehen soll, ♪
♪ und leitest mich dabei so liebevoll. ♪
♪ Dein Wort erfrischt mich
und treibt mich an, ♪
♪ zu geben, was ich geben kann. ♪
♪ Du willst,
dass alle Menschen glücklich sind ♪
♪ und jeder Wasser des Lebens nimmt. ♪
♪ Deswegen geh ich von Tür zu Tür ♪
♪ und erzähle allen Menschen
so gern von dir – ich sag: ♪
♪ Jehova, du bist so gut –
ja, du öffnest deine Hand. ♪
♪ Es gibt so viel, was du tust,
was mich überglücklich macht. ♪
♪ In allem zeigt sich deine Liebe
und Freundlichkeit, ♪
♪ allen Menschen schenkst du Licht
und Sonnenschein. ♪
♪ Jehova, du bist so gut –
genauso will ich sein. ♪
♪ Genauso will ich sein. ♪
♪ Genauso will ich sein. ♪
♪ Genauso will ich sein. ♪
♪ Jehova, du bist so gut –
ja, du öffnest deine Hand. ♪
♪ Es gibt so viel, was du tust,
was mich überglücklich macht. ♪
♪ In allem zeigt sich deine Liebe
und Freundlichkeit, ♪
♪ allen Menschen schenkst du Licht
und Sonnenschein. ♪
♪ Jehova, du bist so gut –
genauso will sein. ♪
♪ Genauso will ich sein. ♪
♪ Genauso will ich sein. ♪
Diesem Gott, der uns so viel gibt,
müssen wir uns einfach nah fühlen.
Er hat uns die Bibel geschenkt,
die so viele wertvolle Lehren enthält.
Er schenkt uns Gelegenheiten,
anderen Mitgefühl
und Freundlichkeit zu zeigen.
Und er erinnert uns daran,
wie wertvoll wir sind.
Jetzt haben wir noch etwas
ganz Besonderes für euch.
Hier kommt eure Einladung
zum regionalen Kongress 2026
mit dem Motto „Ewiges Glück“.
Glück – viele denken, dass es durch
die schönen Momente im Leben entsteht.
Doch was, wenn das Leben einen
plötzlich vor Herausforderungen stellt?
Ist es möglich,
trotzdem glücklich zu sein?
Vor fast 2000 Jahren lehrte Jesus,
dass eine enge Freundschaft
mit unserem Schöpfer
uns wirklich glücklich macht.
Glücklich sind die, denen bewusst ist,
dass sie Gott brauchen.
Glücklich sind die,
die ein mildes Wesen haben.
Glücklich sind die Barmherzigen.
Glücklich sind die,
die ein reines Herz haben.
Glücklich sind die,
die den Frieden fördern.
Diese Worte haben auch heute
noch großen Wert.
Warum kann man das sagen?
Das erfährt man bei dem regionalen
Kongress von Jehovas Zeugen 2026
mit dem Motto „Ewiges Glück“.
In Vorträgen, die sich auf die Bibel
stützen, Interviews und Videos
wird gezeigt, wie das,
was Jesus lehrte,
heute hilft, echtes Glück zu finden.
Die Kongresse finden weltweit statt
und der Eintritt ist frei.
Einen Veranstaltungsort in Ihrer Nähe
finden Sie auf jw.org.
Wir würden uns freuen,
wenn Sie dabei sind.
Bitte teilt die Einladung
zu diesem berührenden Kongress
mit eurer Familie und allen,
die ihr kennt.
Wir freuen uns auch über
das Kongresslied für 2026.
Es heißt:
„Glücklich ist,
wer sieht und versteht“.
Das Lied und den Text könnt ihr
ab sofort in der <i>JW Library</i>®-App
und auf jw.org herunterladen.
Üben wir das Lied doch zu Hause,
damit wir es
auf dem Kongress dann laut
und voller Gefühl
mitsingen können.
Und ihr könnt euch jetzt schon freuen,
denn das Lied „Glücklich ist,
wer sieht und versteht“
wird in der Woche vom 20. April 2026
am Ende der Leben-und-Dienst-
Zusammenkunft gesungen.
Unsere Videopostkarte kommt
diesen Monat aus dem karibischen Land,
in das seit Jahren
die meisten Touristen reisen
aus der Dominikanischen Republik.
Dort liegt der höchste Berg der Karibik
und man findet dort
den wertvollen blauen Bernstein.
Wenn man entlang der Wasserfälle
durch die Gebirge wandert,
erhascht man vielleicht
einen Blick auf Tiere,
die es an kaum einem anderen Ort gibt,
zum Beispiel den Nashornleguan,
den Dominikanischen Schlitzrüssler,
auch Agouta genannt,
und den wahnsinnig
lauten Palmschwätzer.
Die Menschen im Land
sind für ihre Wärme
und Lebendigkeit bekannt.
Sie geben einem schnell das Gefühl,
zu Hause zu sein.
Bei großen Feiern
gibt es oft Sancocho,
einen herzhaften Eintopf,
der bei allen beliebt ist.
Aus der Dominikanischen Republik
kommt auch der Merengue,
ein Musik- und Tanzstil,
der dort einfach zum Leben dazugehört.
Die dominikanische Flagge
ist die einzige Landesflagge,
auf der eine Bibel abgebildet ist.
Sie ist bei Johannes 8:32 aufgeschlagen:
„Die Wahrheit wird euch frei machen“.
Und wie es Jesus gesagt hat,
haben Tausende im Land
die Wahrheit der Bibel kennengelernt
und wurden vom Nationalismus
und falschen Lehren befreit.
Das Predigtwerk begann im April 1945,
als die Missionare Lennart
und Virginia Johnson ankamen.
Sie machten sich direkt ans Werk
und haben noch am Tag ihrer Ankunft
die ersten Bibelstudien begonnen.
Später kamen noch
weitere Missionare ins Land
und viele Menschen fingen an,
die Zusammenkünfte
im Missionarheim zu besuchen.
Nur drei Jahre später gab es schon
110 Verkündiger der guten Botschaft.
Dieses Wachstum
blieb nicht unbemerkt.
Unter der Diktatur von Rafael Trujillo
wurden unsere Brüder schwer verfolgt.
Trujillo festigte seine Stellung im Land
mit Hilfe des Vatikans.
Alle Kirchen im Land
mussten ein Schild aufhängen,
auf dem stand:
„Gott im Himmel,
Trujillo auf der Erde“
Aber unsere Brüder blieben treu.
Unser Werk wurde 1950
von der Regierung verboten
und 1957 noch einmal.
Während dieser Zeit bewiesen
unsere Brüder und Schwestern
eine beeindruckende Standhaftigkeit.
Sie predigten unauffällig
und sie vervielfältigten
unsere Literatur im Geheimen,
wie diese nachgestellte Szene zeigt.
Trotz des Verbots
erlebten Jehovas Zeugen
in der Dominikanischen Republik
ein beeindruckendes Wachstum.
1960 wurde dieses Verbot aufgehoben.
Heute gibt es
mehr als 38 000 Verkündiger,
die jeden Monat
über 45 000 Bibelstudien durchführen.
Zusammenkünfte
finden in Spanisch statt,
in Haitianisch,
Amerikanischer Gebärdensprache,
Englisch, Chinesisch und Russisch.
Mitten in den Bergen,
ungefähr 150 Kilometer
von der Hauptstadt entfernt,
liegt der Ort Constanza.
Am Ende unserer Videopostkarte
besuchen wir
die Versammlung Los Laureles.
Zu ihr gehören 134 Verkündiger,
36 von ihnen sind allgemeine Pioniere.
Die Brüder und Schwestern
führen jeden Monat
durchschnittlich
170 Bibelstudien durch!
Es macht richtig Freude,
hier zu predigen,
nicht nur wegen der schönen Sicht
auf die Berge,
sondern vor allem
wegen der vielen aufrichtigen Menschen,
die Jehova gern kennenlernen möchten.
Eure Brüder und Schwestern aus der
Versammlung Los Laureles-Constanza
grüßen euch ganz herzlich.
Das war JW Broadcasting
aus der Weltzentrale
von Jehovas Zeugen.
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