00:00:02
Entscheidungen –00:00:04
00:00:04
von frühester Kindheit an
bis ins hohe Alter00:00:06
00:00:06
müssen wir alle ständig
Entscheidungen treffen:00:00:11
00:00:11
Was wir tun, was wir sagen.00:00:14
00:00:15
Bei jeder Kleinigkeit
im Leben müssen wir uns00:00:17
00:00:17
für oder gegen etwas entscheiden.00:00:20
00:00:20
Und jede Entscheidung,
die wir treffen,00:00:22
00:00:22
hat entweder gute
oder schlechte Folgen.00:00:25
00:00:25
Die Frage ist, wie schaffen wir es,
gute Entscheidungen zu treffen?00:00:30
00:00:30
Vielleicht
hilft uns da ein Vergleich,00:00:32
00:00:32
den Jesus gebraucht hat.00:00:34
00:00:34
Im ersten Jahrhundert war es üblich,00:00:36
00:00:36
dass man beim Abendessen
zu Tisch lag.00:00:39
00:00:39
Der Gastgeber und die Gäste
lagen auf Speisesofas,00:00:43
00:00:43
die u-förmig um einen Tisch herum
gruppiert waren.00:00:47
00:00:48
Die Römer hatten für diese Anordnung
im Speisezimmer einen Namen,00:00:51
00:00:52
es hieß triclinium,
was „Raum mit drei Sofas“ bedeutet.00:00:56
00:00:56
Aber dabei ging es nicht nur darum,
einen Platz zum Essen zu haben.00:01:00
00:01:01
Denn wo man saß, zeigte auch,00:01:02
00:01:02
welche gesellschaftliche Stellung
man hatte.00:01:06
00:01:06
Schauen wir uns mal das Bild an.00:01:08
00:01:08
Hier sehen wir so ein triclinium.00:01:10
00:01:10
Ein Speisesofa
war reserviert für Personen00:01:13
00:01:13
mit der niedrigsten Stellung;00:01:15
00:01:15
dann gab es eines für Personen
von mittlerem Rang00:01:18
00:01:19
und das dritte Speisesofa
war gedacht für Personen00:01:22
00:01:22
mit der höchsten
gesellschaftlichen Stellung.00:01:24
00:01:26
Nun hatte aber
auch jeder einzelne Platz00:01:28
00:01:29
eine spezielle Bedeutung,
je nachdem, in welcher Gunst00:01:32
00:01:32
der Gast beim Gastgeber stand.00:01:35
00:01:35
Die Person zur Linken00:01:38
00:01:38
wurde als wichtiger angesehen
als die Person zur Rechten.00:01:43
00:01:44
Noch mal zum Bild:00:01:46
00:01:46
Hier sehen wir den Platz,
wo der Gastgeber normalerweise lag.00:01:51
00:01:52
Der Ehrenplatz00:01:53
00:01:53
befand sich
direkt links vom Gastgeber,00:01:56
00:01:56
also schräg neben ihm
auf dem mittleren Sofa.00:02:00
00:02:01
Das ist der Platz,
der gerade eingeblendet wird.00:02:04
00:02:05
So, und jetzt wird es interessant.00:02:08
00:02:08
Die Plätze wurden nicht zugewiesen.00:02:11
00:02:11
Der Gast suchte sich den Platz aus,
wo er liegen wollte,00:02:16
00:02:16
aber Vorsicht: Falle!00:02:19
00:02:19
In Lukas 14:100:02:22
00:02:22
finden wir den Bericht darüber,
wie Jesus einmal am Sabbat00:02:27
00:02:27
bei einem Pharisäer
zum Essen eingeladen war.00:02:30
00:02:30
Gemeinsam mit Jesus00:02:32
00:02:32
waren auch einige
Gesetzeskundige eingeladen;00:02:35
00:02:35
und jetzt haben alle Jesus
ganz genau beobachtet.00:02:39
00:02:39
Aber nicht nur sie
waren gute Beobachter.00:02:42
00:02:42
Wir wollen uns den Bericht
in Lukas einmal genauer ansehen.00:02:46
00:02:46
In Kapitel 14 in Vers 7 lesen wir:00:02:50
00:02:50
„Als er [Jesus] nun beobachtete,00:02:55
00:02:55
wie sich die Gäste
die Ehrenplätze aussuchten,00:02:59
00:02:59
erzählte er einen Vergleich.00:03:02
00:03:03
Er sagte zu ihnen:00:03:05
00:03:05
‚Wenn du zu einer Hochzeitsfeier
eingeladen bist,00:03:08
00:03:08
such dir nicht
den besten Platz aus.‘“00:03:12
00:03:12
Warum nicht?00:03:14
00:03:14
Es könnte peinlich werden!.00:03:16
00:03:16
„Vielleicht befindet sich
unter den Gästen jemand,00:03:20
00:03:20
der angesehener ist als du.00:03:23
00:03:23
Derjenige,
der euch beide eingeladen hat,00:03:25
00:03:25
wird dann kommen und zu dir sagen:00:03:27
00:03:27
‚Überlass diesem Mann deinen Platz‘,00:03:30
00:03:30
und du wirst beschämt aufstehen
und zum untersten Platz gehen.“00:03:37
00:03:38
Autsch!00:03:39
00:03:40
Interessant ist, dass der Gastgeber00:03:43
00:03:43
dir nicht gesagt hat,
wo du dich jetzt hinsetzen sollst.00:03:46
00:03:46
Er hat nur gesagt, welchen Platz
du frei machen sollst.00:03:50
00:03:51
Jetzt hast du wieder die Qual
der Wahl.00:03:54
00:03:55
Jetzt suchst du dir,
so wie Jesus es beschrieben hat,00:03:58
00:03:58
lieber gleich
den niedrigsten Platz aus, 00:04:01
00:04:02
damit dir so etwas Peinliches
nicht gleich noch mal passiert.00:04:06
00:04:07
Ihr 54, die ihr hier
in den ersten Reihen sitzt,00:04:12
00:04:12
ihr habt schon
viele Entscheidungen getroffen,00:04:15
00:04:15
gute Entscheidungen,
die euch hierher gebracht haben.00:04:19
00:04:19
Aber eins ist klar:00:04:21
00:04:21
Es gibt noch
ganz viele Entscheidungen,00:04:23
00:04:24
die ihr in Zukunft treffen müsst.00:04:26
00:04:26
Deswegen die Frage:00:04:28
00:04:28
Wie könnt ihr sicherstellen,00:04:30
00:04:30
dass eure künftigen Entscheidungen
auch gut sind?00:04:33
00:04:33
Gehen wir noch mal zurück00:04:35
00:04:35
zu Jesu Vergleich
in Lukas Kapitel 14,00:04:38
00:04:38
denn hier finden wir den Schlüssel,00:04:40
00:04:40
wie man gute Entscheidungen trifft.00:04:43
00:04:43
Wir steigen ein ab Vers 10.00:04:47
00:04:47
Er sagt:00:04:48
00:04:48
„Bist du also eingeladen,00:04:50
00:04:50
leg dich am untersten
Platz zu Tisch.00:04:55
00:04:55
Wenn dann der Gastgeber
kommt und zu dir sagt:00:05:00
00:05:00
‚Rück auf einen höheren Platz,
mein Freund‘,00:05:05
00:05:05
wirst du dadurch
vor allen Gästen geehrt.00:05:09
00:05:10
Denn jeder, der sich selbst erhöht,
wird erniedrigt00:05:13
00:05:13
und wer sich selbst erniedrigt,
wird erhöht.“00:05:19
00:05:21
Was ist also der Schlüssel,
um gute Entscheidungen zu treffen?00:05:24
00:05:25
Demut.00:05:26
00:05:27
Wenn Demut hinter allen
unseren Entscheidungen steht,00:05:31
00:05:31
dann führt das dazu,
dass wir geehrt werden,00:05:34
00:05:34
anstatt dass wir beschämt werden.00:05:37
00:05:37
Jehova hat euch
etwas Wunderbares geschenkt,00:05:40
00:05:40
den freien Willen,
und er wünscht sich,00:05:43
00:05:43
dass ihr diese Entscheidungsfreiheit
auf die richtige Weise gebraucht.00:05:48
00:05:50
Dazu mal ein Beispiel:00:05:52
00:05:52
Stellt euch vor,
ihr bekommt eine neue Zuteilung00:05:55
00:05:55
in einem anderen Land.00:05:57
00:05:57
Wie werdet ihr es angehen?00:05:59
00:05:59
Wie wollt ihr auftreten?00:06:01
00:06:01
Kommt ihr so wie Jesus
demütig auf einem Esel angeritten,00:06:08
00:06:09
einem ganz einfachen Lasttier?00:06:11
00:06:12
Oder betretet ihr die Bühne
wie der große Star,00:06:16
00:06:17
der sofort die Aufmerksamkeit
aller auf sich zieht?00:06:21
00:06:21
Und was ist,
wenn ihr zurückgeschickt werdet00:06:24
00:06:24
in eure alte Zuteilung00:06:26
00:06:26
und ihr habt irgendwie so das Gefühl,00:06:29
00:06:29
dass keiner den roten Teppich
für euch ausgerollt hat?00:06:32
00:06:33
Reagiert ihr dann so
wie der verlorene Sohn,00:06:37
00:06:37
von dem Jesus
in einem anderen Vergleich sprach – 00:06:40
00:06:40
demütig und bereit,00:06:42
00:06:42
jede Aufgabe anzunehmen,
die ihr bekommt?00:06:45
00:06:46
Oder seid ihr der Meinung,00:06:47
00:06:47
dass euch wegen eurer
Gilead-Ausbildung00:06:51
00:06:51
größere Vorrechte zustehen würden?00:06:54
00:06:55
Werdet ihr also bereitwillig00:06:57
00:06:57
den niedrigsten Platz einnehmen00:07:00
00:07:00
oder wünscht ihr euch
insgeheim den höchsten Platz?00:07:04
00:07:05
Denkt dran, ihr entscheidet.00:07:08
00:07:08
Aber so wie wir euch00:07:10
00:07:10
in den letzten 5 Monaten
kennengelernt haben,00:07:13
00:07:13
sind wir uns absolut sicher:00:07:15
00:07:15
Ihr werdet die richtige
Entscheidung treffen.00:07:19
00:07:20
Egal welche Aufgabe
oder Verantwortung00:07:24
00:07:24
ihr auch immer bekommt –00:07:26
00:07:27
bitte nutzt sie dafür,00:07:29
00:07:29
den Brüdern und Schwestern
Gutes zu tun.00:07:31
00:07:31
Entscheidet euch dafür,00:07:33
00:07:33
wann immer möglich,
für andere da zu sein.00:07:36
00:07:36
Dadurch könnt ihr den Menschen
in eurem Umfeld00:07:40
00:07:40
zu einem besseren Leben
verhelfen, so wie Jesus es tat.00:07:44
00:07:45
Schauen wir uns mal an,
welche herzliche Einladung00:07:48
00:07:48
er in Matthäus 11:28 ausspricht.00:07:56
00:07:56
Er sagt hier:00:07:58
00:07:58
„Kommt zu mir alle,00:08:02
00:08:02
die ihr euch abplagt
und belastet seid.“00:08:06
00:08:06
Jesus lädt hier also alle ein,
auch die mit Problemen.00:08:11
00:08:12
Es wurde ihm nie zu viel
für sie da zu sein.00:08:15
00:08:15
Er ging ihnen nicht aus dem Weg,
nein.00:08:18
00:08:18
In Vers 29 sagt er:00:08:21
00:08:21
„Legt euch mein Joch auf
und lernt von mir.“00:08:26
00:08:26
Zu der Zeit
gab es ein einfaches Joch,00:08:30
00:08:30
bei dem ein einzelnes Tier
die Last allein trug.00:08:34
00:08:34
Und dann gab es ein Doppeljoch,
mit dem man die Last00:08:36
00:08:36
auf zwei Tiere aufteilen konnte.00:08:38
00:08:39
An welches Joch
hat Jesus hier wohl gedacht?00:08:42
00:08:43
Wir wissen natürlich,
welches er meinte.00:08:45
00:08:45
Er sagte in Wirklichkeit,00:08:47
00:08:47
„Kommt mit mir zusammen
unter mein Joch“.00:08:51
00:08:52
Also, ihr Brüder,
wenn ihr in eure Zuteilung kommt,00:08:56
00:08:56
verteilt nicht einfach nur
Aufgaben oder Projekte an andere,00:09:01
00:09:01
sondern macht selbst mit.00:09:03
00:09:04
Jesus sagt dann noch Folgendes:00:09:07
00:09:10
„Ich habe ein mildes Wesen
und bin von Herzen demütig.“00:09:15
00:09:15
Bei Jesus war das nicht aufgesetzt,
es war keine schöne Fassade –00:09:20
00:09:20
er war wirklich so,
wie er sich beschrieben hat.00:09:23
00:09:23
Und er ergänzt dann:00:09:25
00:09:25
„Und ihr werdet neue Kraft gewinnen.“00:09:30
00:09:31
Ihr lieben Schwestern,00:09:33
00:09:33
könnt ihr nach Gelegenheiten suchen,00:09:35
00:09:35
anderen Gutes zu tun,
damit sie wieder mehr Kraft haben?00:09:39
00:09:39
Wir wissen, dass ihr das tun werdet,
wir sind ganz sicher.00:09:43
00:09:43
Denken wir abschließend noch einmal00:09:44
00:09:44
über das Beispiel
nach, das Jesus gab.00:09:47
00:09:47
Allein schon,
wenn andere mit Jesus zusammen waren00:09:50
00:09:50
oder irgendwie mit ihm
zu tun hatten, tat ihnen das gut.00:09:54
00:09:54
Sie fühlten sich gesehen
und geschätzt.00:09:58
00:09:58
Und auch ihr Absolventen,
könnt euch dafür entscheiden,00:10:01
00:10:01
auf andere ebenfalls
diese Wirkung zu haben,00:10:04
00:10:04
wenn ihr daran denkt,00:10:06
00:10:06
was wir vom triclinium gelernt haben,
und entsprechend handelt.00:10:10
00:10:12
Jesus verwendete
diesen besonderen Vergleich,00:10:15
00:10:15
um seinen Nachfolgern
zu demonstrieren,00:10:17
00:10:17
wie wichtig Demut ist –00:10:19
00:10:20
diese wunderschöne Eigenschaft,00:10:21
00:10:21
die euch für andere anziehend macht.00:10:24
00:10:25
Wenn Demut00:10:27
00:10:27
bei allen euren Entscheidungen00:10:29
00:10:29
eine große Rolle spielt,00:10:31
00:10:31
dann werdet ihr immer von anderen
geehrt und geschätzt werden.00:10:36
00:10:37
Also, wo werdet ihr sitzen?00:10:40
00:10:40
Denkt dran, ihr habt die Wahl.00:10:44
Richard Chilton: Du hast die Wahl – 159. Gilead-Abschlussfeier
-
Richard Chilton: Du hast die Wahl – 159. Gilead-Abschlussfeier
Entscheidungen –
von frühester Kindheit an
bis ins hohe Alter
müssen wir alle ständig
Entscheidungen treffen:
Was wir tun, was wir sagen.
Bei jeder Kleinigkeit
im Leben müssen wir uns
für oder gegen etwas entscheiden.
Und jede Entscheidung,
die wir treffen,
hat entweder gute
oder schlechte Folgen.
Die Frage ist, wie schaffen wir es,
gute Entscheidungen zu treffen?
Vielleicht
hilft uns da ein Vergleich,
den Jesus gebraucht hat.
Im ersten Jahrhundert war es üblich,
dass man beim Abendessen
zu Tisch lag.
Der Gastgeber und die Gäste
lagen auf Speisesofas,
die u-förmig um einen Tisch herum
gruppiert waren.
Die Römer hatten für diese Anordnung
im Speisezimmer einen Namen,
es hieß triclinium,
was „Raum mit drei Sofas“ bedeutet.
Aber dabei ging es nicht nur darum,
einen Platz zum Essen zu haben.
Denn wo man saß, zeigte auch,
welche gesellschaftliche Stellung
man hatte.
Schauen wir uns mal das Bild an.
Hier sehen wir so ein triclinium.
Ein Speisesofa
war reserviert für Personen
mit der niedrigsten Stellung;
dann gab es eines für Personen
von mittlerem Rang
und das dritte Speisesofa
war gedacht für Personen
mit der höchsten
gesellschaftlichen Stellung.
Nun hatte aber
auch jeder einzelne Platz
eine spezielle Bedeutung,
je nachdem, in welcher Gunst
der Gast beim Gastgeber stand.
Die Person zur Linken
wurde als wichtiger angesehen
als die Person zur Rechten.
Noch mal zum Bild:
Hier sehen wir den Platz,
wo der Gastgeber normalerweise lag.
Der Ehrenplatz
befand sich
direkt links vom Gastgeber,
also schräg neben ihm
auf dem mittleren Sofa.
Das ist der Platz,
der gerade eingeblendet wird.
So, und jetzt wird es interessant.
Die Plätze wurden nicht zugewiesen.
Der Gast suchte sich den Platz aus,
wo er liegen wollte,
aber Vorsicht: Falle!
In Lukas 14:1
finden wir den Bericht darüber,
wie Jesus einmal am Sabbat
bei einem Pharisäer
zum Essen eingeladen war.
Gemeinsam mit Jesus
waren auch einige
Gesetzeskundige eingeladen;
und jetzt haben alle Jesus
ganz genau beobachtet.
Aber nicht nur sie
waren gute Beobachter.
Wir wollen uns den Bericht
in Lukas einmal genauer ansehen.
In Kapitel 14 in Vers 7 lesen wir:
„Als er [Jesus] nun beobachtete,
wie sich die Gäste
die Ehrenplätze aussuchten,
erzählte er einen Vergleich.
Er sagte zu ihnen:
‚Wenn du zu einer Hochzeitsfeier
eingeladen bist,
such dir nicht
den besten Platz aus.‘“
Warum nicht?
Es könnte peinlich werden!.
„Vielleicht befindet sich
unter den Gästen jemand,
der angesehener ist als du.
Derjenige,
der euch beide eingeladen hat,
wird dann kommen und zu dir sagen:
‚Überlass diesem Mann deinen Platz‘,
und du wirst beschämt aufstehen
und zum untersten Platz gehen.“
Autsch!
Interessant ist, dass der Gastgeber
dir nicht gesagt hat,
wo du dich jetzt hinsetzen sollst.
Er hat nur gesagt, welchen Platz
du frei machen sollst.
Jetzt hast du wieder die Qual
der Wahl.
Jetzt suchst du dir,
so wie Jesus es beschrieben hat,
lieber gleich
den niedrigsten Platz aus,
damit dir so etwas Peinliches
nicht gleich noch mal passiert.
Ihr 54, die ihr hier
in den ersten Reihen sitzt,
ihr habt schon
viele Entscheidungen getroffen,
gute Entscheidungen,
die euch hierher gebracht haben.
Aber eins ist klar:
Es gibt noch
ganz viele Entscheidungen,
die ihr in Zukunft treffen müsst.
Deswegen die Frage:
Wie könnt ihr sicherstellen,
dass eure künftigen Entscheidungen
auch gut sind?
Gehen wir noch mal zurück
zu Jesu Vergleich
in Lukas Kapitel 14,
denn hier finden wir den Schlüssel,
wie man gute Entscheidungen trifft.
Wir steigen ein ab Vers 10.
Er sagt:
„Bist du also eingeladen,
leg dich am untersten
Platz zu Tisch.
Wenn dann der Gastgeber
kommt und zu dir sagt:
‚Rück auf einen höheren Platz,
mein Freund‘,
wirst du dadurch
vor allen Gästen geehrt.
Denn jeder, der sich selbst erhöht,
wird erniedrigt
und wer sich selbst erniedrigt,
wird erhöht.“
Was ist also der Schlüssel,
um gute Entscheidungen zu treffen?
Demut.
Wenn Demut hinter allen
unseren Entscheidungen steht,
dann führt das dazu,
dass wir geehrt werden,
anstatt dass wir beschämt werden.
Jehova hat euch
etwas Wunderbares geschenkt,
den freien Willen,
und er wünscht sich,
dass ihr diese Entscheidungsfreiheit
auf die richtige Weise gebraucht.
Dazu mal ein Beispiel:
Stellt euch vor,
ihr bekommt eine neue Zuteilung
in einem anderen Land.
Wie werdet ihr es angehen?
Wie wollt ihr auftreten?
Kommt ihr so wie Jesus
demütig auf einem Esel angeritten,
einem ganz einfachen Lasttier?
Oder betretet ihr die Bühne
wie der große Star,
der sofort die Aufmerksamkeit
aller auf sich zieht?
Und was ist,
wenn ihr zurückgeschickt werdet
in eure alte Zuteilung
und ihr habt irgendwie so das Gefühl,
dass keiner den roten Teppich
für euch ausgerollt hat?
Reagiert ihr dann so
wie der verlorene Sohn,
von dem Jesus
in einem anderen Vergleich sprach –
demütig und bereit,
jede Aufgabe anzunehmen,
die ihr bekommt?
Oder seid ihr der Meinung,
dass euch wegen eurer
Gilead-Ausbildung
größere Vorrechte zustehen würden?
Werdet ihr also bereitwillig
den niedrigsten Platz einnehmen
oder wünscht ihr euch
insgeheim den höchsten Platz?
Denkt dran, ihr entscheidet.
Aber so wie wir euch
in den letzten 5 Monaten
kennengelernt haben,
sind wir uns absolut sicher:
Ihr werdet die richtige
Entscheidung treffen.
Egal welche Aufgabe
oder Verantwortung
ihr auch immer bekommt –
bitte nutzt sie dafür,
den Brüdern und Schwestern
Gutes zu tun.
Entscheidet euch dafür,
wann immer möglich,
für andere da zu sein.
Dadurch könnt ihr den Menschen
in eurem Umfeld
zu einem besseren Leben
verhelfen, so wie Jesus es tat.
Schauen wir uns mal an,
welche herzliche Einladung
er in Matthäus 11:28 ausspricht.
Er sagt hier:
„Kommt zu mir alle,
die ihr euch abplagt
und belastet seid.“
Jesus lädt hier also alle ein,
auch die mit Problemen.
Es wurde ihm nie zu viel
für sie da zu sein.
Er ging ihnen nicht aus dem Weg,
nein.
In Vers 29 sagt er:
„Legt euch mein Joch auf
und lernt von mir.“
Zu der Zeit
gab es ein einfaches Joch,
bei dem ein einzelnes Tier
die Last allein trug.
Und dann gab es ein Doppeljoch,
mit dem man die Last
auf zwei Tiere aufteilen konnte.
An welches Joch
hat Jesus hier wohl gedacht?
Wir wissen natürlich,
welches er meinte.
Er sagte in Wirklichkeit,
„Kommt mit mir zusammen
unter mein Joch“.
Also, ihr Brüder,
wenn ihr in eure Zuteilung kommt,
verteilt nicht einfach nur
Aufgaben oder Projekte an andere,
sondern macht selbst mit.
Jesus sagt dann noch Folgendes:
„Ich habe ein mildes Wesen
und bin von Herzen demütig.“
Bei Jesus war das nicht aufgesetzt,
es war keine schöne Fassade –
er war wirklich so,
wie er sich beschrieben hat.
Und er ergänzt dann:
„Und ihr werdet neue Kraft gewinnen.“
Ihr lieben Schwestern,
könnt ihr nach Gelegenheiten suchen,
anderen Gutes zu tun,
damit sie wieder mehr Kraft haben?
Wir wissen, dass ihr das tun werdet,
wir sind ganz sicher.
Denken wir abschließend noch einmal
über das Beispiel
nach, das Jesus gab.
Allein schon,
wenn andere mit Jesus zusammen waren
oder irgendwie mit ihm
zu tun hatten, tat ihnen das gut.
Sie fühlten sich gesehen
und geschätzt.
Und auch ihr Absolventen,
könnt euch dafür entscheiden,
auf andere ebenfalls
diese Wirkung zu haben,
wenn ihr daran denkt,
was wir vom triclinium gelernt haben,
und entsprechend handelt.
Jesus verwendete
diesen besonderen Vergleich,
um seinen Nachfolgern
zu demonstrieren,
wie wichtig Demut ist –
diese wunderschöne Eigenschaft,
die euch für andere anziehend macht.
Wenn Demut
bei allen euren Entscheidungen
eine große Rolle spielt,
dann werdet ihr immer von anderen
geehrt und geschätzt werden.
Also, wo werdet ihr sitzen?
Denkt dran, ihr habt die Wahl.
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