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JW Broadcasting Juli 2026

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Herzlich willkommen
bei JW Broadcasting®.
Wir alle wollen
gute Entscheidungen treffen
und zuversichtlich
in die Zukunft schauen.
Damit uns das gelingt,
brauchen wir gute Anleitung.
In dieser Sendung geht es darum,
wo wir sie finden
und wie wir uns nach ihr richten können.
Wir lernen die Familie Tshomba kennen
und erfahren,
wie sie dafür belohnt wurden,
dass sie sich treu
an Anweisungen gehalten haben.
Wir suchen auch wieder nach Schätzen,
dieses Mal im Bibelbuch Habakuk.
Wir sehen,
wie wir die Ruhe bewahren können,
wenn uns eine Situation
oder eine Aufgabe überfordert.
Und wir begleiten einen Tag lang
einen jungen Bruder,
der seine Heimat verlassen hat
und in die Dominikanische Republik
gezogen ist,
um dort beim Predigen zu helfen.
Es gibt also wieder sehr viel,
auf das wir uns in dieser Monatssendung
freuen können.
Weißt du, welchen Weg
du nehmen sollst?
Das Thema dieses Vortrags
stützt sich auf Josua 3:4.
Nachdem sie ungefähr 40 Jahre
darauf gewartet hatten,
standen die Israeliten damals
kurz vor dem Einzug ins verheißene Land.
Doch der nächste Teil ihrer Reise
würde nicht leicht werden.
Sie bräuchten viel Glauben, Mut
und Durchhaltevermögen,
um sich dort ein gutes Leben
aufbauen zu können.
Woher wussten sie,
wie sie vorgehen sollten?
Lesen wir es nach, in Josua 3:2-4.
Wie hat Jehova sein Volk in dieser
entscheidenden Phase angeleitet?
„Nach drei Tagen gingen die Beamten
durchs ganze Lager
und befahlen dem Volk:
‚Brecht auf, sobald ihr seht, wie
die Bundeslade Jehovas, eures Gottes,
von den levitischen Priestern
getragen wird, und folgt ihr.
Haltet aber einen Abstand
von ungefähr 2000 Ellen ein
und kommt ihr nicht näher.
So werdet ihr wissen,
welchen Weg ihr nehmen sollt,
denn ihr seid ihn ja
noch nie gegangen.‘“
Sie mussten also der Bundeslade folgen,
um zu wissen,
welchen Weg sie nehmen sollten.
Das war zwar an sich
nichts Neues für sie,
aber sich an Anweisungen zu halten,
fiel ihnen oft schwer.
Sie haben sich immer wieder auf
die Fehler ihrer Anführer konzentriert,
und bei ihren Entscheidungen
stand ihnen oft ihr Stolz
und ihr Wunsch nach Unabhängigkeit
im Weg.
Was hat das mit uns heute zu tun?
Auch wir stehen heute an einem
Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte.
Alles deutet darauf hin,
dass die letzten Tage
schon weit fortgeschritten sind
und dass wir bald schon den Beginn
der großen Drangsal erleben könnten,
die zu Armageddon führt.
Unser Leben wird davon abhängen,
Anweisungen zu befolgen.
Woher wissen wir,
welchen Weg wir nehmen sollen?
Wie zur Zeit Josuas ist es
dringend notwendig,
herauszufinden, wie Jehova
sein Volk anleitet,
und dieser Anleitung zu folgen.
Dazu werden wir jetzt
3 Fragen besprechen.
Erstens:
Wie finden wir heraus,
was der richtige Weg ist?
Zweitens:
Wie bleiben wir auf dem Weg?
Und drittens:
Wie halten wir Schritt?
Sehen wir uns die erste Frage an:
Wie finden wir heraus,
was der richtige Weg ist?
Während sie unter der Führung von Moses
und Aaron durch die Wildnis zogen,
war Jehovas Leitung
für die Israeliten klar zu erkennen.
Wir erinnern uns:
Tagsüber sahen sie die Wolkensäule
und nachts die Feuersäule.
Dann hat Jehova aber etwas
daran geändert, wie er sie anleitet.
Das Volk brauchte Vertrauen,
um zu akzeptieren,
dass Jehova sie nun
durch Josua anleiten würde.
Dadurch, dass Josua die Bundeslade
vor dem Volk hertragen ließ,
stellte er sicher,
dass das Volk verstand,
dass es immer noch Jehova war,
der sie anführte.
Durch wen leitet Jehova
sein Volk heute?
Die Antwort bekommen wir von Jesus.
Schlagen wir Matthäus 24:45 auf:
„Wer ist in Wirklichkeit
der treue und verständige Sklave,
dem sein Herr die Verantwortung
für seine Hausdiener übertragen hat,
damit er ihnen zur richtigen Zeit
ihre Nahrung gibt?“
„Der treue und verständige Sklave“ –
wer ist das?
Heute ist es die Leitende Körperschaft
von Jehovas Zeugen.
Sie versorgt Jehovas Volk
auf der ganzen Welt
mit geistiger Nahrung und Anleitung
und sorgt für praktische Hilfe.
Das ist nichts Neues.
Wir haben über diesen Text
schon so oft gesprochen,
aber haben wir uns schon mal intensiv
damit auseinandergesetzt,
warum wir das glauben?
In Lektion 54 im Buch Glücklich –
für immer geht es um die Frage:
„‚Der treue und verständige Sklave‘ –
welche Aufgaben hat er?“
Unsere Bibelschüler
werden dort gefragt:
„Glaubst du, dass Jesus die
Leitende Körperschaft anleitet? Warum?“
Und: „Glaubst du,
dass die Leitende Körperschaft
‚der treue und verständige Sklave‘ ist?“
Das sind wichtige Fragen.
Wie würdest du sie beantworten?
Wie wäre es, diese Lektion,
einschließlich des Materials
unter „Mehr dazu“,
im Familienstudium oder beim
persönlichen Studium zu betrachten?
Warum ist das wichtig?
Überlegen wir mal.
Die Israeliten sollten den Männern,
die die Bundeslade trugen,
in einen Fluss folgen,
der zu der Zeit Hochwasser führte.
Sie mussten völlig darauf vertrauen,
dass Jehova diese Männer anleitet.
Und wir heute –
um die Anweisungen der
Leitenden Körperschaft
in den schwierigen Zeiten,
die vor uns liegen, befolgen zu können,
müssen auch wir
absolut darauf vertrauen,
dass Jehova sie durch seinen Sohn,
durch Jesus Christus, anleitet.
Was ist also die Antwort
auf die erste Frage?
Wie finden wir heraus,
was der richtige Weg ist?
Genau wie die treuen Israeliten damals
folgen wir denen,
die Jehova einsetzt,
um uns anzuleiten.
Das bringt uns
zu unserer zweiten Frage:
Wie bleiben wir auf dem Weg?
Es ist leicht,
Anweisungen zu befolgen,
hinter denen wir stehen,
die wir gut finden,
aber es wird schwieriger,
wenn wir etwas tun sollen,
was unserer Meinung nach
anders gemacht werden sollte.
Wie verhalten wir uns dann?
Der Apostel Paulus hat uns
durch sein Beispiel gezeigt,
wie wir reagieren können.
In Apostelgeschichte 21 lesen wir davon,
wie Paulus nach Jerusalem kam
und Jakobus und den anderen Ältesten
von seinen Missionsreisen berichtete.
Sie haben sich sehr über das gefreut,
was er erlebt hatte,
aber es gab auch ein Problem.
Sehen wir uns mal an, was sie
über einige jüdische Christen sagten,
in Apostelgeschichte 21:21:
„Sie haben aber das Gerücht
über dich gehört,
du würdest alle Juden
unter den anderen Völkern
zur Abtrünnigkeit von Moses
auffordern, weil du sie lehrst,
dass sie weder ihre Kinder
beschneiden lassen
noch den üblichen Bräuchen
folgen sollen.“
Es wird nirgends berichtet,
dass Paulus das getan hätte.
Doch es gab diese Gerüchte.
Welche Anweisung bekam er?
Apostelgeschichte 21:24:
„Nimm diese Männer mit,
reinige dich zusammen mit ihnen rituell,
und trage für sie die Kosten,
damit sie sich den Kopf
scheren lassen können.
Dann weiß jeder, dass an den Gerüchten
über dich nichts Wahres ist,
sondern dass du dich
ordentlich verhältst
und auch das Gesetz befolgst.“
Wie hat Paulus reagiert?
Er hat nicht diskutiert
oder widersprochen.
In Vers 26 steht, dass er die Männer
am nächsten Tag mitnahm
und sich zusammen mit ihnen
rituell reinigte.
Also, um ein Gerücht aus der Welt
zu schaffen, an dem nichts dran war,
gab Paulus sein eigenes Geld aus,
um etwas zu tun, was das Gesetz
gar nicht mehr verlangte.
Wieso?
Weil er loyal gegenüber denen war,
die Jehova eingesetzt hatte,
um die Führung übernehmen.
Was lernen wir daraus?
Wenn wir Anweisungen bekommen,
auch wenn wir sie für unnötig halten
oder anders über die Sache denken,
ist unser Vertrauen zu Jehova
dann groß genug, um sie zu befolgen?
Wenn du klare Anweisungen bekommst,
dann halte dich daran,
solange durch sie
kein biblischer Grundsatz verletzt wird.
Du weißt nie, ob Jehova die Dinge
aus einem bestimmten Grund so lenkt,
und selbst wenn nicht, dann wird er
dich für deine Loyalität belohnen.
Manchmal kann sogar unser Leben
von Anweisungen abhängen.
Ein Beispiel dafür ist das Drama
„Überlass deinen Weg Jehova“.
Dort wird realistisch dargestellt,
wie unsere Brüder in Afrika
fliehen müssen, um ihr Leben zu retten,
und genau das machen einige
unserer Brüder und Schwestern
in verschiedenen Teilen der Welt
gerade durch.
Ihre Situation geht uns
wirklich sehr nahe.
Dieses Drama hat uns alle
dazu veranlasst,
darüber nachzudenken,
wie wir reagieren würden,
wenn wir dazu aufgefordert werden,
etwas zu tun,
das uns vielleicht übertrieben
oder unnötig vorkommt.
Schaut euch das Drama doch im Rahmen
des Familienstudiums noch einmal an
und überlegt gemeinsam,
wie ihr reagiert hättet.
Warum wäre das gut?
Ein paar Fragen zum Nachdenken:
Werden auch wir während der großen
Drangsal klare Anweisungen bekommen,
was wir tun sollen
und auch, was wir nicht tun sollen?
Wie werden wir
diese Anweisungen erhalten?
Werden wir sie immer
nachvollziehen können?
Wenn wir Jehova und Jesus
völlig vertrauen,
wird es uns nicht schwerfallen,
die Anleitung derer zu befolgen,
die die Führung innehaben.
Wir haben also darüber gesprochen,
wie wir herausfinden können,
was der richtige Weg ist,
und wie wir darauf bleiben können.
Das bringt uns zu unserem dritten Punkt:
Wie halten wir Schritt?
Passen wir auf, dass Enttäuschungen,
Widerstand oder andere Probleme
nicht dazu führen,
dass wir gar nicht mehr
oder nicht mehr direkt auf Anweisungen
reagieren, die wir erhalten.
Vielleicht reagieren wir
sofort auf etwas,
das unmittelbar von der
Leitenden Körperschaft kommt.
Aber wie sieht es aus mit Anweisungen
von den Ältesten
oder von unserem Kreisaufseher?
Wir kennen sie gut,
wir kennen ihre Fehler.
Könnte das dazu führen,
dass wir gar nicht
oder zumindest langsamer reagieren?
Sehen wir immer noch Jehova
hinter ihrer Anleitung?
Wir müssen uns eng
an Jehovas Organisation halten.
Warum ist das entscheidend?
Bist du schon mal jemandem
im Auto hinterhergefahren,
und auf einmal
wurde der Verkehr dichter?
Plötzlich war der andere
gar nicht mehr direkt vor dir,
und dann merkst du,
dass er die Ausfahrt genommen hat,
und du bist weitergefahren.
Was ist passiert?
Der Abstand ist zu groß geworden.
Aus demselben Grund müssen wir
nah an Jehovas Organisation bleiben.
Wie gelingt uns das?
Wir werden immer wieder
an die gleichen Dinge erinnert,
die uns helfen,
im Glauben stark zu bleiben.
Worum geht es?
Die Zusammenkünfte zu besuchen,
regelmäßig in der Bibel zu lesen,
persönliches Studium,
das Gebet, unser Predigtdienst.
Auf diese Dinge kommt es an, um mit
Jehovas Organisation Schritt zu halten.
Einige sehen manche Entscheidungen
der Organisation sehr kritisch
oder auch, wie gewisse Dinge
gehandhabt werden.
Manche haben sich
davon ausbremsen lassen,
sie sind vielleicht
sogar untätig geworden
oder kommen nicht mehr zur Versammlung.
Leider gelingt es ihnen nicht,
zu verstehen,
dass genau wie damals bei den Israeliten
nicht immer alles perfekt läuft –
weil einfach alle, die von Jehova
gebraucht werden, unvollkommen sind.
Werden sie irgendwo anders
eine vollkommene Organisation finden?
Der einzige vollkommene Mensch
war Jesus.
Es sind eben unvollkommene Menschen,
die ihr Bestes geben,
der Anleitung
eines vollkommenen Führers zu folgen.
Ein sehr weiser,
langjähriger Kreisaufseher
hat es einmal so ausgedrückt:
„Das ist die beste unvollkommene
Organisation der Welt.“
Wie wahr!
Das erinnert uns vielleicht
an den Bericht aus Johannes, Kapitel 6.
Viele waren schockiert
über die Aussage von Jesus,
man solle sein Fleisch essen
und sein Blut trinken.
In der Bibel steht:
„Viele seiner Jünger
gingen deshalb zu dem zurück,
was sie hinter sich gelassen hatten,
und begleiteten ihn nicht mehr.“
Jesus fragte daraufhin seine Apostel:
„Wollt ihr etwa auch weggehen?“
Was haben sie geantwortet?
Petrus hat es
schön auf den Punkt gebracht.
Voller Überzeugung sagte er das,
was wir in Vers 68 lesen:
„Herr, zu wem sollen wir gehen?
Du hast Worte des ewigen Lebens.“
„Zu wem sollen wir gehen?”
Petrus und die anderen Apostel
haben Jesu Worte
wahrscheinlich genauso wenig verstanden
wie die anderen Jünger.
Doch sie waren überzeugt, dass sie
zu keinem anderen gehen wollten.
Und heute ist es nicht anders.
Vergessen wir nie, was wir haben.
Wo sonst könnten wir den Trost,
die Anleitung
und die geistige Nahrung bekommen,
für die Jehova
durch seine Organisation sorgt?
Das bekommen wir sonst nirgendwo.
Lassen wir uns nicht von dem,
was wir nicht verstehen,
für all das blind machen, was wir haben
und wo wir dazugehören.
Fassen wir also noch mal zusammen:
Alles deutet darauf hin,
dass die letzten Tage
schon weit fortgeschritten sind
und dass wir bald die langersehnte
neue Welt erleben können.
Wie bei den Israeliten am Ufer des Jordan
kann unser Leben davon abhängen,
dass wir gehorsam sind
und Anweisungen befolgen.
Wir müssen jetzt schon
völlig davon überzeugt sein,
dass Jehova
seine Organisation anleitet.
Lassen wir uns nicht von Enttäuschungen
oder den Fehlern anderer ausbremsen.
Denken wir immer wieder darüber nach,
was für eine Ehre es ist,
Teil dieser zwar unvollkommenen,
aber vereinten
weltweiten Organisation zu sein.
Und wir können sicher sein,
egal wie dunkel die Tage werden,
die vor uns liegen:
Wenn wir uns eng an Jehovas Organisation
und ihre Anleitung halten,
dann werden wir immer wissen,
welchen Weg wir nehmen sollen.
Die Geschwister Loic und Yohari Tshomba
aus dem Kongo
können bestätigen,
wie wahr diese Aussage ist.
Das Drama Überlass deinen Weg Jehova
hat mich tief berührt,
weil meine Familie und ich
etwas Ähnliches erlebt haben.
Anfang der 1990er-Jahre
war das Leben noch in Ordnung.
Als dann der Krieg ausbrach,
waren die meisten von uns noch klein,
und unsere Familie
musste aus dem Kongo fliehen.
Die Anweisungen,
die wir vom Zweigbüro bekommen haben,
waren ganz einfach.
Aber manche haben sie nicht befolgt
und sie haben ihr Leben verloren –
sie und ihre Familien.
Unser Vater hatte nicht genug Geld,
um alle aus unserer Familie
gleichzeitig in Sicherheit zu bringen.
Wir mussten uns aufteilen.
Meine Mutter und 4 meiner Geschwister,
wir sind nach Tansania gegangen.
Wir bekamen Anweisungen –
aber diesmal von unserem Papa –,
wo wir uns nachher
wiedertreffen sollen.
Und weil wir seine Anweisungen
befolgt haben,
haben wir uns am Ende tatsächlich
alle wiedergesehen.
Wir waren wieder vereint.
Im Grunde war die Szene im Drama
Überlass deinen Weg Jehova,
als die Kinder ihre Eltern
wiedergefunden haben,
genauso, wie das bei uns war.
Ja, das Leben im Flüchtlingscamp –
na ja, wir waren dort
nicht wirklich sicher.
Da gab es die Soldaten,
die ins Camp kamen
und uns bedroht haben.
In so einem Umfeld war es schwer,
sich auf den Dienst für Jehova
zu konzentrieren.
Deshalb sind wir weitergezogen.
Wir sind von Tansania
nach Mosambik gezogen.
Ich kann mich noch gut erinnern,
wir waren unterwegs
auf der Ladefläche eines Lkws.
Der Weg war alles andere als gut –
uneben, lauter Schlaglöcher.
Dann hielt der Lkw plötzlich an
und ich dachte:
„Jetzt kann ich endlich schlafen.“
Das war so gegen 3 Uhr in der Nacht.
Und mein Vater so:
„Okay, Kinder, runter vom Lkw,
wir lesen jetzt alle den Tagestext.“
Aber für uns Kinder
war das nicht so toll.
Wir wollten einfach nur schlafen,
so mitten in der Nacht.
Diesen Moment in unserem Leben
werde ich wohl nie vergessen,
denn ganz egal was passierte,
für meinen Vater kamen
geistige Dinge immer an erster Stelle.
Ich konnte wirklich sehen, dass Papa
auf Jehova vertraute – bei allem.
Er lebte vom Gebet.
Wirklich bei allem hat er gebetet.
Und dann hat er
auf die Antwort gewartet,
auf die Antwort Jehovas
auf sein Gebet.
In Mosambik wurde meine Mutter krank,
und sie musste dann
nach Kapstadt in Südafrika,
um sich behandeln zu lassen.
Aber es hat alles nichts gebracht
und sie ist dann gestorben,
2003, ja.
Papa musste sich dann alleine
um uns alle kümmern.
Aber obwohl er
so einen großen Verlust erlitten hatte,
hat er sich immer voll und ganz
auf Jehova verlassen.
Er hat sich auf ihn konzentriert
und darauf,
uns in der Wahrheit großzuziehen.
Er hat immer gesagt, er möchte,
dass wir Mama wiedersehen.
Es gab da diesen Satz,
den hat er immer wieder zu uns gesagt,
der hieß:
„Wir haben in diesem System
alles verloren.
Verlieren wir nicht noch das kommende.“
Er meinte damit,
wir sollten Jehova unser Bestes geben,
weil es in diesem System
nichts von bleibendem Wert gibt.
Und wir hatten schon alles verloren.
Das war wirklich das,
wozu mein Vater uns
immer wieder ermuntert hat.
Er hat zu uns gesagt:
„Dient Jehova
und dient ihm im Vollzeitdienst.“
Nach meinem Schulabschluss habe ich
mit dem Pionierdienst angefangen.
Und neben dem Pionierdienst
hab ich auch gern im LDC geholfen.
Ich freu mich so sehr, dass ich Jehova
jetzt im Bethel dienen darf.
Ganz ehrlich, hier kann ich jeden Tag,
wirklich jeden Tag meine Zeit
im Dienst für Jehova einsetzen.
Ich hab mich entschieden,
auch hinzugehen und mitzuhelfen,
bei den Bauarbeiten im Bethel.
Ich bin so glücklich,
dass alle meine Kinder
den Weg der Wahrheit gehen.
Ich habe die Hand Jehovas
in meinem Leben gesehen,
sogar in den schwierigsten Zeiten.
Wir wussten oft nicht,
wo der Weg uns hinführen wird,
und mussten gleichzeitig noch
für unsere kleinen Kinder sorgen.
Aber Jehova war immer bei uns.
Ihm nicht mehr zu vertrauen,
war für uns nie eine Option.
Das Drama Überlass deinen Weg Jehova
hat mir gezeigt,
dass Jehova nicht nur sieht,
was wir durchmachen,
sondern es auch genauso fühlt.
Gehorsam rettet wirklich Leben.
Auch wenn wir sie manchmal
nicht verstehen,
sollten wir Anweisungen
einfach immer befolgen,
weil Jehova weiß,
was das Beste für uns ist.
Ihr Leben hing davon ab,
Anweisungen gewissenhaft zu befolgen.
Bruder Leon Tshomba
bringt schön auf den Punkt,
wie er und seine Familie
nicht nur ihr Leben retten,
sondern auch ihren Glauben
bewahren konnten.
Was sagte er noch?
„Jehova nicht mehr zu vertrauen,
war für uns nie eine Option.“
Die Familie Tshomba hat gesagt,
dass sie das Drama
Überlass deinen Weg Jehova
an ihre eigene Geschichte
erinnert hat.
Wir möchten euch
noch mal dazu ermuntern,
euch dieses bewegende Drama anzusehen
und euch zu Herzen zu nehmen,
wie wichtig es ist,
in schwierigen Zeiten gehorsam zu sein.
Wenn wir aber ängstlich
oder verunsichert sind,
kann es uns schwerfallen,
Anweisungen zu befolgen.
Dann kann uns das Beispiel
von Habakuk helfen.
Es zeigt uns, wie man es schaffen kann,
ruhig, fokussiert und gehorsam zu sein.
Ich glaub, das wird sehr interessant,
wenn wir uns jetzt im Familienstudium
mit Habakuk beschäftigen.
Ja,
und obwohl wir nur die Bibel
zur Verfügung haben,
können wir bestimmt viel rausfinden.
Wie wärs,
wenn wir uns
als erstes mal die Übersicht
zum Bibelbuch ansehen?
Gute Idee, da steht:
„Hilferuf des Propheten …
‚O Jehova, wie lange?‘“
Ah, das ist bekannt,
aber warum hat er das eigentlich
gesagt?
Wir können uns ja mal
die Zeitleiste ansehen.
Vielleicht finden wir da
ein paar Infos,
die wir mit dem verknüpfen können,
was wir schon wissen.
Ja, klar.
Wie es aussieht,
hat Habakuk gegen Ende
von Josias Regierungszeit
gelebt und auf jeden Fall
noch während der Regierungszeit
von König Jojakim.
Und ich weiß,
dass während der Regierungszeit
von Josia das Volk
auf die Propheten gehört hat.
Für Habakuk muss das
eine ruhige und angenehme Phase
gewesen sein,
aber dann hat ein einziger Pfeil
alles verändert.
Josia wurde getötet,
schlechte Könige kamen an die Macht,
und das Volk hat sofort
wieder damit angefangen,
Götzen anzubeten
und gegen Jehova zu sündigen.
Mhm, sie haben sich nie
wirklich geändert, oder?
Jojakim war besonders schlimm,
er hat Jehovas Propheten verfolgt,
und Urija hat er sogar getötet.
Wie war das wohl für Habakuk,
wenn er auch einer der Propheten war,
die verfolgt wurden?
An dem einen Tag ist noch alles gut,
alles ist in Ordnung,
und am nächsten Tag
musst du um dein Leben rennen.
Kein Wunder,
dass Habakuk um Hilfe geschrien hat,
er war völlig verzweifelt.
Ja, das stimmt,
aber wie hat Jehova
auf seinen Hilferuf reagiert?
Hm.
Ist dir beim Lesen
irgendwo aufgefallen,
dass Jehova Habakuk
für seine Fragen kritisiert hat,
so nach dem Motto:
„Was fällt dir ein,
mich so was zu fragen?“
Nein, mir ist nichts aufgefallen.
Mir auch nicht.
Ich glaub,
man kann auch viel aus dem lernen,
was Jehova nicht gesagt hat.
Ja, er hat ihm einfach zugehört
und hat ihn nicht
für seine Gefühle verurteilt.
Jehova hat verstanden,
warum Habakuk sich so gefühlt hat.
Und nicht nur das,
er hat ihn sein ganzes Gefühlschaos
aufschreiben lassen,
weil es anderen
auch so gehen würde wie ihm.
Das muss Habakuk
echt viel gegeben haben.
Ja, so ist Jehova eben,
er mag es,
wenn wir ihm ganz offen
und ehrlich alles sagen.
Ja.
Er ist wirklich nahbar,
er sagt praktisch zu uns:
„Genauso wie ich mit Habakuk
umgegangen bin,
geh ich auch mit dir um.
Ich freue mich über deine Offenheit
und ich versteh,
wie du das meinst.“
Mir ist auch noch eine Aussage
von Jehova in Kapitel 2,
Vers 4 aufgefallen,
da steht:
„Der Gerechte …
wird wegen seiner Treue leben.“
Das ist ein wichtiger Punkt.
Ich hab mir dazu mal
an den Rand geschrieben:
„Das ist keine allgemeine Aussage,
es ist eine zentrale Lehre der Bibel.
Jehova hat Habakuk versichert,
dass er Menschen,
die ihm vertrauen,
niemals sich selbst überlassen wird,
sie würden leben.“
Und so war es auch.
Jeremia, Baruch, Ebed-Melech,
die Rechabiter,
sie haben die Zerstörung überlebt.
Auf Jehova
kann man sich immer verlassen,
und wir können hier noch mehr rausholen.
Die Querverweise in diesem Bibelbuch
sind wirklich hilfreich.
Schau mal,
Paulus hat diese Aussage
dreimal zitiert,
um den Christen im ersten Jahrhundert
in schwierigen Zeiten Mut zu machen.
Das ist doch interessant.
Jehova hat Habakuks Worte
mehrfach für uns aufschreiben lassen,
so als wollte er uns sagen:
„Ihr dürft nicht vergessen,
was ich Habakuk gesagt habe.“
Und was das bei Habakuk
ausgelöst hat:
In den letzten beiden Versen sagt er,
er würde „über Jehova
jubeln“ und „[sich] freuen“.
In einem Morgenprogramm
wurde mal gesagt,
dass das wörtlich bedeutet,
herumzuspringen
und vor Freude zu tanzen.
Das ist so toll.
An Habakuks Situation
hatte sich ja nichts verändert,
aber seine Gefühle
haben sich verändert,
nachdem er Jehova
sein Herz ausgeschüttet
und voller Vertrauen
auf ihn gewartet hatte.
Ja, weil Habakuk sich auf Jehova
verlassen und ihm
alles anvertrauen konnte,
wurde aus seiner Verzweiflung
Zuversicht.
Das ist so ein schöner Gedanke.
Also,
was nehmen wir
aus dem Bericht für uns mit?
Was hat dir besonders gefallen?
Ich glaub, dass Jehova so nahbar ist.
Dadurch trau ich mich,
mich Jehova im Gebet ganz zu öffnen.
Ich muss vor ihm nichts schönreden,
er weiß ja schon,
was in mir vorgeht,
deshalb muss ich nichts zurückhalten
oder versuchen,
mich perfekt auszudrücken.
Jehova will, dass ich ihm sage,
was ich auf dem Herzen habe,
auch das,
was ich niemals laut aussprechen würde,
es interessiert ihn.
Schöner Gedanke.
Und mich motiviert es,
auch wie Jehova nahbar zu sein,
nicht nur durch das, was ich sage,
sondern auch durch das,
was ich nicht sage,
mein Verhalten,
mein Gesichtsausdruck.
Ich möchte,
dass du und andere spüren können,
dass ihr mit allem
zu mir kommen könnt,
und auch wenn jemand sehr direkt ist,
wie Habakuk,
kann ich trotzdem Verständnis zeigen
und mich darauf konzentrieren,
was hinter seinen Worten steckt.
Ja, das stimmt.
Und was mir auch noch guttut,
ist zu wissen,
dass auf Jehova immer Verlass ist.
Ich kann mich darauf verlassen,
dass Jehovas Versprechen
„Der Gerechte …
wird wegen seiner Treue leben“
auch eintrifft,
das ist schließlich
eine zentrale Lehre der Bibel.
Ich kann also wie Habakuk
in jeder Situation Freude empfinden,
egal,
was noch passiert.
Und in Kapitel 3 hat Habakuk
über Jehovas vergangene Taten
nachgedacht.
Wenn ich das auch mache,
hilft mir das,
geduldig auf Jehova zu warten
und seiner Anleitung zu vertrauen,
auch wenn die Lage
noch schwieriger wird,
egal wann das Ende kommt.
Was zählt, ist,
dass wir Jehova jeden Tag treu sind.
Das tut echt gut.
Jehova ist nahbar
und vertrauenswürdig,
genau das,
was wir im Moment brauchen.
Unglaublich,
was man alles herausfinden kann,
wenn man nur das Studienmaterial
in der Bibel verwendet
und Verbindungen zu dem herstellt,
was man schon weiß.
Und wir haben noch gar nicht
über Jehovas Geduld gesprochen
oder warum Habakuk damit gerechnet hat,
dass er zurechtgewiesen wird.
Wir können noch so viel
aus diesem Bericht lernen.
Na ja, wir haben ja Zeit,
dann lass uns weitermachen,
ich hab mich gefragt,
wie es Habakuk ging,
als er …
„Der Gerechte …
wird wegen seiner Treue leben.“
Habakuk hat sich von diesen Worten
leiten lassen und wir können das auch.
Wie hängt Vertrauen
mit Gehorsam zusammen?
Darüber hat Bruder William Turner
in einem biblischen Morgenprogramm
gesprochen.
Wenn es darum geht,
Vertrauen zu zeigen,
möchten wir natürlich sicherstellen,
dass wir Jehova
voll und ganz vertrauen.
Interessant ist,
wenn wir in unseren Publikationen
zum Thema „Vertrauen“ nachforschen,
dann sehen wir,
dass es auch in anderen Bereichen
wichtig ist, Vertrauen zu zeigen –
Vertrauen auf Jehovas Namen,
auf sein Wort, seine Organisation,
die Führung seines Sohnes.
Wir sprechen ja darüber,
was es bedeutet,
voll und ganz
auf Jehova zu vertrauen.
Was haben die anderen Bereiche
jetzt damit zu tun?
Gehen wir erst mal darauf ein,
was es bedeutet,
voll und ganz
auf Jehova zu vertrauen.
Schlagen wir gemeinsam die Bibel auf
in Sprüche 3,
einen Text,
den wir gut kennen, Sprüche 3:5, 6 :
„Vertraue auf Jehova
mit deinem ganzen Herzen
und verlass dich nicht
auf deinen eigenen Verstand.
Beachte ihn auf allen deinen Wegen
und er wird deine Pfade ebnen.“
Warum haben wir diesen Text gelesen?
Schauen wir doch mal
gemeinsam in unsere JW Library®-App.
Da gibt es diese schöne Rubrik,
die viele von uns gern nutzen.
Sie heißt: „Bibelverse erklärt“.
Ihr findet sie,
wenn ihr auf der Startseite
auf „Bibliothek“ klickt,
und dann,
unter dem Reiter „Publikationen“,
geht ihr auf „Artikelserien“.
Dort unter der Rubrik
„Bibelverse erklärt“
findet ihr den Artikel
zu Sprüche 3:5, 6.
Schaut mal,
was unter der Zwischenüberschrift
„Vertraue auf Jehova
mit deinem ganzen Herzen“ steht.
Wir gehen mal zum Ende des Absatzes.
Wir lesen die letzten beiden Sätze:
„Gott mit ganzem Herzen zu vertrauen,
ist also mehr als nur ein Gefühl.
Es ist eine bewusste Entscheidung,
weil wir völlig überzeugt sind,
dass unser Schöpfer weiß,
was am besten für uns ist.“
Echtes Vertrauen basiert also
nicht einfach auf einem Gefühl.
Vertrauen ist eine Entscheidung.
Wir müssen uns also
bewusst dafür entscheiden,
Jehova zu vertrauen,
auch wenn wir in einer Angelegenheit
nicht alles verstehen
oder alle Einzelheiten kennen.
Machen wir das mal
an einem Bibelbericht deutlich.
Wir schlagen gemeinsam 2. Könige 9 auf
und sehen uns den Bericht über Jehu an.
Das ist die Begebenheit,
wo Jehu zum König gesalbt wird.
Wir gehen mal
an den Anfang des Kapitels.
Gehen wir zu den Versen
1 bis 3 im Kapitel 9.
Dort gibt Elisa einem der Söhne
der Propheten den Auftrag,
Jehu zum König zu salben.
Wir sehen hier,
er bekommt sehr detaillierte Anweisungen,
wie genau diese Salbung
ablaufen soll.
Jetzt hat also der Prophet
alles so gemacht,
wie es ihm aufgetragen wurde.
Und wir schalten uns jetzt
in ein Gespräch
zwischen Jehu und seinen Heerführern ein.
Lesen wir 2. Könige 9:11:
„Als Jehu zu den anderen Heerführern
des Königs zurückkam, fragten sie ihn:
‚Ist alles in Ordnung?
Was wollte dieser Verrückte von dir?‘
Er antwortete ihnen:
‚Ihr kennt doch diese Sorte Mensch
und seine Art zu reden.‘
Sie entgegneten jedoch:
‚Das ist nicht die Wahrheit!
Sag uns bitte, was los ist.‘
Dann erzählte er ihnen,
was der Mann gesagt hatte,
und dass er erklärt hatte:
‚Das sagt Jehova:
„Ich salbe dich
zum König von Israel.“‘“
Denken wir mal kurz darüber nach.
Wir sehen hier
zwei Dinge ganz deutlich.
Erstens:
Die Heerführer von Jehu
haben überhaupt nicht verstanden,
was der Prophet
hier eigentlich gemacht hat.
Auf sie wirkte das seltsam,
völlig verrückt.
Aber trotzdem
haben sie eine Sache verstanden.
Ihnen ist bewusst geworden,
dass hinter dem, was er sagte,
mehr steckt.
Sie konnten Jehu ansehen,
dass gerade etwas Besonderes
passiert war.
Als Jehu ihnen jetzt gesagt hat,
was gerade passiert ist,
was Jehova durch seinen Propheten
mitgeteilt hatte,
was war ihre Reaktion?
Lesen wir Vers 13:
„Da nahm jeder schnell sein Gewand
und breitete es vor ihm
auf den blanken Stufen aus.
Sie bliesen das Horn und riefen:
‚Jehu ist König geworden!‘“
Auch wenn es Dinge gab,
die sie nicht verstanden haben,
auch wenn sie nicht alle Einzelheiten
kannten,
sie haben über das nachgedacht,
was sie gewusst haben.
Sie haben erkannt,
woher die Anleitung eigentlich kam,
und haben sofort
ihre Unterstützung gezeigt.
Stellen wir uns mal kurz vor,
was hier passiert wäre,
wenn die Heerführer
skeptisch gewesen wären
oder nur auf ihre Gefühle
gehört hätten, auf ihre Emotionen.
Was denkt ihr,
wie hätte das Jehu beeinflusst?
Man sieht ja schon in Vers 11,
dass er versucht hat, so zu tun,
als wäre dieser Besuch
nichts Besonderes.
Die Bibel erklärt nicht,
warum Jehu hier versucht hat,
seine Salbung als König
herunterzuspielen.
Aber die Heerführer
sind ganz entschieden aufgetreten.
Sie waren entschlossen,
Jehu zu unterstützen,
und haben darauf vertraut,
dass das die Worte Jehovas waren.
Was das für einen positiven
und stärkenden Einfluss hatte!
Jehu war richtig motiviert.
In Vers 14 hat er sich
gleich an die Arbeit gemacht
und den Auftrag ausgeführt,
den er erhalten hat.
Was können wir aus dem Bericht
für uns mitnehmen?
Wegen der sich verändernden Weltlage
haben wir in den letzten Jahren
innerhalb und außerhalb des Bethels
viele neue Anweisungen bekommen.
Und Jehova weiß, dass wir vielleicht
Ängste oder Bedenken haben.
Er versteht das.
Ängste kommen besonders dann auf,
wenn wir etwas nicht richtig verstehen
oder nicht alle Details kennen.
Stellen wir uns vor,
wie sich Jehova fühlen muss,
wenn wir genau wie diese Heerführer
der Anleitung vertrauen,
dem Kanal, durch den sie kommt,
und unsere Unterstützung zeigen.
Wenn wir die Entscheidung treffen,
der Anleitung, die wir bekommen,
zu vertrauen und zu folgen,
freut sich Jehova nicht nur darüber,
sondern er schätzt unser Vertrauen enorm.
Es zeigt nämlich nicht nur,
dass wir ihn lieben
und ihm voll und ganz vertrauen,
sondern unsere Unterstützung
wirkt sich auch positiv auf andere aus
und stärkt sie.
Das haben wir mit Sicherheit
schon erlebt.
Wie hängt das jetzt mit den ganzen
anderen Bereichen zusammen,
wie dem Vertrauen auf Gottes Namen,
sein Wort und seine Organisation?
Es ist doch so,
dass sich in jeder Beziehung
der Wahrheitsgehalt unserer Worte
in unseren Taten zeigt.
Wenn wir jetzt an Jehova denken:
Er schätzt es mit Sicherheit sehr,
wenn wir unsere Liebe
und unser Vertrauen zu ihm
in unseren Gebeten
zum Ausdruck bringen.
Aber das, was wir sagen,
hat erst dann Kraft,
unser Verhältnis zu ihm
wird erst dann gestärkt,
wenn wir unser Vertrauen
durch Taten unterstreichen.
Und das bedeutet natürlich,
auf Jehovas Vorgehensweise zu vertrauen,
darauf, wie er Sachen angeht.
Wir vertrauen
auf die Führung seines Sohnes,
darauf, wie er die Versammlung leitet.
Wir vertrauen dem irdischen Teil
von Jehovas Organisation
und damit auch dem „treuen
und verständigen Sklaven“.
Und wir vertrauen den Ältesten,
die Anweisungen umsetzen und weitergeben.
Und ja,
diese Männer sind unvollkommen,
aber wir dürfen nicht vergessen,
dass Jehova ihnen vertraut.
Es sagt also viel über uns aus,
wenn wir uns entscheiden,
ihnen ebenfalls zu vertrauen.
Ihr Lieben, es gibt so viel Schönes,
auf das wir uns freuen können.
Aber wie die Weltverhältnisse zeigen,
kommen „kritische Zeiten“ auf uns zu,
„mit denen man schwer fertigwird“.
Deshalb ist es wichtiger als je zuvor,
dass wir uns die inspirierten Worte
aus Jesaja 30:15 zu Herzen nehmen:
Unsere „Kraft wird im Ruhebewahren
und im Vertrauen liegen“ –
im vollen Vertrauen
auf unseren wundervollen Gott Jehova.
Vertrauen ist nicht nur ein Gefühl.
Es ist eine Entscheidung,
die auf dem Wissen beruht,
dass Jehova immer das tut,
was am besten für uns ist.
Wenn jeder von uns Jehova
und seiner Organisation vertraut,
ist das Ergebnis Einheit.
Unser Musikvideo zeigt,
wie viel Kraft uns unsere weltweite
vereinte Familie geben kann,
während die Weltverhältnisse
immer schlimmer werden.
♪ Was ist geschehn? ♪
♪ Wie solls weitergehn? ♪
♪ Es fühlt sich alles
wie ein böser Traum an. ♪
♪ Mit einem Mal ist nichts,
wie es war. ♪
♪ Und ich weiß nicht, ♪
♪ was ich gegen all die Ängste
tun kann. ♪
♪ Hilfst du mir, aufzustehen ♪
♪ und wieder klar zu sehn? ♪
♪ Wär ich jetzt alleine,
würd ich’s nicht schaffen, ♪
♪ käm nicht auf die Beine,
hätt keine Kraft mehr. ♪
♪ Doch Jehova zeigt mir: ♪
♪ Da sind so viele,
die mich wirklich lieben. ♪
♪ Ja, das ist Familie, meine Familie. ♪
♪ Mein Bruder, bleib stark. ♪
♪ Ich bin gern für dich da. ♪
♪ Geb mein Bestes,
um dich aufzufangen. ♪
♪ Ich bet für dich. ♪
♪ Geb dir Zuversicht. ♪
♪ Bald sind die Sorgen von jetzt
komplett vergangen. ♪
♪ Ich helf dir gern, aufzustehn ♪
♪ und wieder klar zu sehn. ♪
♪ Du bist nicht alleine. ♪
♪ Du kannst es schaffen. ♪
♪ Wir sind alle bei dir,
halten zusammen. ♪
♪ Denn Jehova zeigt dir: ♪
♪ Da sind so viele,
die dich wirklich lieben. ♪
(Yeah)
♪ Du bist nicht alleine. ♪
♪ Du kannst es schaffen. ♪
♪ Wir sind alle bei dir,
halten zusammen. ♪
♪ Denn Jehova zeigt dir: ♪
♪ Da sind so viele,
die dich wirklich lieben. ♪
♪ Ja, das ist Familie, Familie. ♪
♪ (Yeah) ♪
♪ Das ist Familie, Familie. ♪
♪ (Yeah) ♪
Wenn sich Katastrophen ereignen,
ist der Trost,
den uns unsere Glaubensfamilie gibt,
durch nichts zu ersetzen.
Und wenn wir
Jehovas Organisation vertrauen,
kann das auch andere stärken.
Ihr Jüngeren,
glauben in eurem Umfeld viele,
dass es mehrere Wege gibt,
um Gott anzubeten?
Wie könnt ihr euch in dieser Frage
Klarheit verschaffen?
Sehen wir uns an,
wie zwei junge Leute
mit ihren Zweifeln umgegangen sind.
Warum kann es schwerfallen
zu glauben,
dass es nur eine wahre Religion gibt?
In der Schule
ist man ständig unter Druck.
Man soll jeder Religion
und jedem Lifestyle gegenüber
tolerant sein.
Es gibt da kein „Falsch“.
Einmal haben wir im Dienst
mit einem Mann gesprochen,
der sich ziemlich aufgeregt hat.
Er sagte:
„Meine Kirche baut Krankenhäuser,
wir setzen uns
für wohltätige Zwecke ein,
wir machen so viel.
Was macht ihr überhaupt?“
Und er hatte recht,
das machen sie wirklich alles.
Und ich hab gedacht:
„Warum machen wir das eigentlich nicht?
Wenn es Religionen gibt,
die so viel Gutes tun,
können dann wirklich nur wir
die wahre Religion haben?“
Durch das Ganze
hab ich echt Zweifel bekommen.
In meiner Ausbildung
zur Krankenschwester
hatte ich auch Ethikunterricht.
Wir haben durchgenommen,
wie die Religionszugehörigkeit
die Patientenversorgung beeinflusst.
An dem Tag, an dem es
um unterschiedliche Lebensstile
und sexuelle Orientierungen ging,
ist unsere Lehrerin rumgegangen
und hat jeden Einzelnen gefragt,
wie er diesen Menschen gegenüber
eingestellt ist.
Ich saß da und hab gehofft,
dass sich unter mir der Boden
auftut und ich verschwinde.
Das hat mich richtig gestresst.
Wie hast du dich davon überzeugt,
dass das, was du glaubst,
die Wahrheit ist?
Matthäus 7:13, 14
spricht von zwei Wegen:
Der eine Weg ist richtig,
der andere falsch.
Ich musste etwas für meinen Glauben tun,
damit ich mich
für den richtigen Weg entscheide,
den engen, den schmalen Weg.
In meinem persönlichen Studium
hab ich noch mal über das Gespräch
mit dem Mann nachgedacht.
Ich habe alle Punkte, die er
aufgebracht hat, aufgeschrieben
und bin sie dann
einen nach dem anderen angegangen.
Dabei ist mir dann besonders
Matthäus 7:22, 23 aufgefallen.
Jesus sagt hier,
dass er nicht mit allen,
die in seinem Namen
„mächtige Taten“ vollbringen,
automatisch einverstanden ist.
Dann hab ich darüber nachgedacht,
was wir tun.
Wir bleiben politisch neutral,
wir lieben auch Menschen
außerhalb unserer Glaubensgemeinschaft
und wir predigen die gute Botschaft
weltweit –
alles Dinge,
die Jesus uns geboten hat.
Ich hab sofort angefangen zu beten.
Und Jehova hat mir geholfen.
Jehova hat mir den Mut gegeben
zu sagen,
dass ich nicht nach
meinen eigenen Vorstellungen lebe,
sondern nach seinen Standards.
In Johannes 18:38 können wir sehen,
wie Pilatus
Jesus die zynische Frage stellt:
„Was ist Wahrheit?“
Er konnte sich
einfach nicht vorstellen,
dass Jesus
die absolute Wahrheit hatte.
Der Gedanke,
dass es gar keine richtige Wahrheit gibt
und jeder so leben kann,
wie er will, ist ja nicht neu.
Aber wie es in Sprüche 22:3 heißt,
„[sieht] der Kluge …
die Gefahr und weicht ihr aus“.
Ich hab mir deshalb angesehen, was wir
in der nächsten Stunde durchnehmen.
Mir war klar, dass ich meinen Glauben
nicht so gut verteidigen könnte,
wenn ich mich nicht
vorher vorbereite.
Also bin ich auf jw.org gegangen
und hab mir passende Artikel angeschaut.
In den Artikeln hab ich Argumente
gefunden, die mir geholfen haben,
das, was ich glaube,
klar und deutlich zu erklären.
Eins war klar:
Ich konnte jetzt
nicht einfach zu Hause bleiben
und mit dem Dienst aufhören;
ich musste wieder losgehen.
Und dann, ein paar Wochen später,
bekam ich noch mal die Möglichkeit,
für meinen Glauben
Stellung zu beziehen.
Auch wenn man jemanden nicht
von dem überzeugen kann,
was man ihm aus der Bibel zeigt,
hat man selbst etwas davon,
weil man sich immer wieder
davon überzeugt,
dass man die Wahrheit gefunden hat.
Warum war das gut für dich?
Wenn man so wie ich sehr schüchtern ist,
dann lässt man sich leicht verunsichern
und andere können einen
leichter beeinflussen.
Aber Jehova hatte schon immer
eine ganz klare Vorstellung davon,
wie er angebetet werden möchte.
1. Korinther 1:10 sagt,
dass wir „in demselben Denken …
völlig vereint“ sein sollen.
Es kann einfach nicht
mehrere Wahrheiten geben.
Ich bin Jehova so dankbar,
dass ich ihn jeden Tag
noch besser kennenlernen darf,
dass ich verstehen darf,
wie Jehova angebetet werden möchte,
und dass es
nur eine wahre Religion gibt.
Ich möchte unbedingt,
dass auch andere eine Freundschaft
zu Jehova aufbauen können,
und deswegen geb ich mein Bestes,
ihnen von ihm zu erzählen.
Ich bin mir jetzt ganz sicher,
dass es nur eine wahre Religion gibt.
Das hilft mir, mit Herausforderungen
oder Unsicherheiten klarzukommen.
Ich brauch nicht zweifeln,
ob ich die Wahrheit habe oder nicht.
Ich habe die Bibel
in meinem Leben als Orientierung;
wenn Fragen in mir hochkommen,
dann finde ich dort die Antworten,
und sie hilft mir bei allem,
was auf mich zukommt.
Unsere Organisation
baut zwar keine Krankenhäuser,
aber durch das, was wir machen,
retten wir Leben.
Wir helfen Menschen,
eine echte Freundschaft
zu Jehova aufzubauen.
Haben eure Lehrer oder Mitschüler euch
schon mal ähnliche Fragen gestellt?
Macht es doch wie Naomi und Vince
und setzt es euch zum Ziel,
euren Glauben zu vertiefen.
Wir versichern euch,
wenn ihr euch die Arbeit macht,
wird Jehova euch helfen,
eure Zweifel auszuräumen
und eure Überzeugung zu stärken.
Jehova wird auch die belohnen,
die ihre Komfortzone verlassen
und in ihrem Dienst
etwas Neues ausprobieren.
Lassen wir einen Bruder berichten,
der zum Predigen
woanders hingezogen ist.
Hi, ich bin Robert McGee
und ich bin zum Predigen
in die Dominikanische Republik gezogen.
Die Dominikanische Republik
ist ein echtes Predigtdienstparadies.
Natürlich gibt es hier
wunderschöne Strände
und vielseitige Landschaften,
aber was diesen Ort
so besonders macht,
sind die Menschen.
Ich wollte schon als Kind
Missionar werden
und in anderen Ländern predigen –
und genau das ist jetzt mein Leben.
Woanders zum Predigen hinzugehen
ist zwar nicht immer ganz einfach,
vielleicht hat man auch mal Heimweh,
aber die Brüder und Schwestern hier
sind für mich wirklich
wie eine Familie geworden.
Sie sind Neuen gegenüber
immer sehr hilfsbereit,
und ich hab selbst
schon oft davon profitiert.
Als ich angekommen bin,
haben sie mir geholfen,
eine Unterkunft zu finden.
Außerdem
kamen sie oft mit Essen vorbei
und haben geschaut,
wie es mir geht.
Also auch wenn ich manchmal Sachen
von zu Hause vermisse,
habe ich hier eine Familie,
die das ausgleicht.
Für die Zeit,
die ich hier im Dienst verbringen kann,
ist es das alles echt wert.
Ich zeig euch mal,
wie so'n typischer Tag für mich
in der Dom Rep aussieht.
Ich stehe morgens
um viertel nach sieben auf
und um halb neun
mach ich mich auf den Weg.
Viele hier haben kein Auto,
deswegen sind sie oft
mit dem Motorrad unterwegs.
Das ist einfach günstiger.
Ich konnte vorher gar kein Motorrad fahren
und ich wär auch nie
auf die Idee gekommen,
es für den Predigtdienst zu nehmen.
Aber von den Brüdern
und Schwestern vor Ort
und auch den anderen, die zum
Unterstützen hierher gekommen sind,
hab ich gelernt,
wie man sicher fährt,
und jetzt bin ich immer damit unterwegs.
Zum Königreichssaal
sind es 15 Minuten.
Ich bin in einer Versammlung
für amerikanische Gebärdensprache,
kurz ASL.
Nach der Zusammenkunft
für den Predigtdienst
machen wir uns direkt
auf den Weg ins Gebiet.
Der Predigtdienst
hier ist überhaupt nicht kompliziert.
Die Menschen sind richtig freundlich
und man kommt leicht ins Gespräch.
Wenn wir Leute fragen,
ob sie Gehörlose kennen,
bringen sie uns
manchmal direkt zu ihnen hin.
Manchmal muss man
ganz schön weit laufen,
um zu ihnen zu kommen.
Zuerst hat mich das
ganz schön nervös gemacht.
Aber die Brüder,
mit denen ich unterwegs war,
sind ganz ruhig geblieben.
Und dann hab ich mich entspannt.
Ich hab festgestellt,
dass die Menschen gern dabei helfen,
Gehörlose zu finden.
Sie freuen sich,
dass sie ihnen etwas Gutes
tun können.
Weil die meisten
die Bibel respektieren,
kann man sich gut mit ihnen
darüber unterhalten.
Nach einem Vormittag im Predigtdienst
gehen alle nach Hause,
um sich während der heißesten Zeit
des Tages auszuruhen.
Daran habe ich mich
ziemlich schnell gewöhnt.
Mittags esse ich gern La Bandera,
das ist eines meiner Lieblingsessen.
Es wird normalerweise aus Reis,
Bohnen und Fleisch gemacht.
Danach trinke ich einen Kaffee,
ruh mich aus oder studier etwas.
Nach ein paar Stunden
treffen wir uns wieder
und führen bis zum Abend
Bibelkurse durch.
In der Dom Rep
kann man mit so vielen Menschen
die Bibel studieren, wie man will.
Das ist das Allerschönste
an dem Leben hier.
Wenn man sich hinsetzt
und die Kosten berechnet,
könnte man sich leicht nur auf das
konzentrieren, was man opfert,
aber man sollte auch an das denken,
was man bekommt.
Ich kann die ganze Zeit das tun,
was ich am liebsten mache –
anderen von Jehova erzählen.
Und manche von meinen Bibelschülern
haben sich sogar taufen lassen.
Dieses Gefühl ist mit nichts
zu vergleichen.
Und auch in der Versammlung hier
hab ich so viel gelernt
und so viel Schönes erlebt,
das hätt ich nie gehabt,
wenn ich zu Hause geblieben wäre.
Jehova hat mir Brüder und Schwestern
und Mütter und Väter geschenkt –
ich fühl mich nie einsam.
Wir reden ja oft davon,
dass wir eine weltweite
Glaubensfamilie haben,
aber es ist etwas ganz anderes,
wenn man das selbst erlebt.
In Psalm 34:8 steht:
„Schmeckt und seht,
dass Jehova gut ist.“
Und wenn du das machst,
dann stehst du quasi
vor einem riesigen Buffet
voller Segnungen,
und alles ist super lecker.
Kaum etwas ist so schön,
wie anderen die Wahrheit
über Jehova zeigen zu können.
Auch wenn du gerade nicht
woanders predigen kannst,
gibt es noch viele andere Möglichkeiten,
deinen Dienst auszuweiten.
In dieser Monatssendung
haben wir gesehen,
dass unser Leben davon abhängen kann,
dass wir uns immer eng an die Anleitung
von Jehovas Organisation halten.
Schütten wir wie Habakuk
Jehova unser Herz aus,
um unseren inneren Frieden und
unser Vertrauen zu ihm zu bewahren.
Die Familie Tshomba
hat sich komplett auf Jehova verlassen
und in einer schwierigen Zeit
Anweisungen befolgt.
Und damit auch wir der Anleitung,
die Jehova uns durch den „treuen und
verständigen Sklaven“ gibt,
weiter folgen können,
müssen wir uns persönlich
von der Wahrheit überzeugen.
Unsere Videopostkarte
kommt diesen Monat aus Serbien.
Serbien ist ein Binnenstaat.
Im Norden ist das Land
flach und fruchtbar,
im Osten gibt es Kalksteinbecken,
im Westen sanfte Hügel
und im Süden Berge.
Serbien ist ein sehr fruchtbares Land
und der weltweit größte Exporteur
von Himbeeren.
Auf weitläufigen Feldern wächst Raps,
der als Tierfutter dient.
Ein beliebtes Fleischgericht
auf dem Balkan sind Cevapcici.
Diese herzhaft gewürzten
Hackfleischröllchen
isst man gern in einem Fladenbrot.
Dazu gibt es Kajmak,
das ist ein cremig-würziger Aufstrich,
der aus Milch hergestellt wird.
Kommt doch mal zum Mittagessen
am Sonntag vorbei.
In Serbien ist es Tradition,
am frühen Nachmittag
gemeinsam zu essen,
sich Geschichten zu erzählen
und so den Familienzusammenhalt
zu stärken.
Viele haben dazu beigetragen,
die gute Botschaft
von Gottes Königreich
ins ehemalige Jugoslawien zu bringen,
zu dem Serbien früher gehörte.
Einer von ihnen war der Soldat
Nica Tralea.
Während seines Dienstes in der
österreichisch-ungarischen Armee 1918
wurde er vom russischen Heer
gefangen genommen
und nach Sibirien verschleppt,
wo er Tausende Kilometer von zu Hause
entfernt die Wahrheit kennenlernte.
Nach seiner Freilassung
kehrte er nach Hause zurück
und fing an,
Zusammenkünfte zu organisieren.
Dann war da noch der junge Friseur
Franz Brand.
Wir sind ihm schon in der Videopostkarte
aus Montenegro begegnet.
Er war einer der sogenannten
„Bibelfriseure“.
Franz und sein ehemaliger Kunde
Rudolf Kalle wurden Dienstpartner
und dienten später gemeinsam
als Aufseher im Zweigbüro.
In den 1930er-Jahren
wurden 20 erfahrene Pioniere,
darunter Martin Pötzinger,
nach Jugoslawien geschickt,
um das Predigtwerk dort zu fördern.
Weil sie kein Serbokroatisch sprachen,
nutzten sie zum Predigen Zeugniskarten.
Bruder Pötzinger
erinnerte sich gern daran,
wie er mit einem Rucksack
voller Literatur
zu abgelegenen Dörfern wanderte
und jedem, der es hören wollte,
von der guten Botschaft erzählte.
Auch heute noch
verbreitet sich die Botschaft,
weil sich viele Brüder und Schwestern
fleißig einsetzen.
In Vojvodina haben die Landwirte
während der Erntezeit
alle Hände voll zu tun.
Deswegen legen unsere Brüder
und Schwestern
weite Strecken mit dem Fahrrad zurück,
um sie auf ihren Feldern zu erreichen.
In Serbien leben Menschen aus vielen
verschiedenen Ländern und Kulturen;
sie sprechen zum Beispiel
Russisch, Chinesisch,
Urdu, Persisch und Romani.
Um die Romani sprechenden Menschen
zu erreichen,
besuchen die Verkündiger
die Roma in ihren Siedlungen,
die aus kleinen, eng aneinander
gebauten Häusern bestehen.
Das führt zu wunderschönen Ergebnissen.
Die Verkündiger
der Romani-Versammlung in Belgrad
führen 46 Bibelstudien durch
und die durchschnittliche Anwesendenzahl
bei den Zusammenkünften
liegt bei über 100 Prozent.
Unsere Brüder und Schwestern
der Versammlung Belgrad-Romani
grüßen euch ganz herzlich
und dem schließen wir uns an.
Das war JW Broadcasting
aus der Weltzentrale von Jehovas Zeugen.