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JW Broadcasting November 2026

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Willkommen zu JW Broadcasting®.
In diesem Monat geht es darum,
warum es gut ist,
bereit zu sein,
seine Denkweise anzupassen.
Wir lernen von 2 Familien,
welchen Segen es mit sich bringt,
wenn man sein Herz und seine Tür
für andere öffnet.
Dann gehen wir in die Tiefe,
um besser zu verstehen,
wie Jehova uns
und seine Organisation veredelt.
Und wir werden sehen,
was uns das bringt.
Außerdem geht es darum,
wie gut es sich
auf unsere Familie auswirkt,
wenn wir uns auf
das wirklich Wichtige konzentrieren.
Das ist JW Broadcasting.
Mein Vortrag hat das Thema
„Geh mit deinen Erinnerungen
weise um“.
Ihr fragt euch vielleicht:
„Wie soll das gehen?
Ich kann doch gar nicht steuern,
woran ich mich erinnere.“
Und bis zu einem gewissen Grad
stimmt das auch.
Aber tatsächlich
können wir beeinflussen,
worauf wir
unsere Gedanken fokussieren
und worum wir sie kreisen lassen.
Wir werden uns jetzt anschauen,
was wir von Jehova lernen können,
wenn es um den Gebrauch
unseres Erinnerungsvermögens geht.
Und dann werden wir sehen,
welche Rolle das Gedächtnis spielt,
wenn es darum geht, anderen Liebe
zu zeigen und ihnen zu dienen.
Wenn Jehova auf uns schaut,
worauf konzentriert er sich dann?
Lesen wir dazu Hebräer 6:10.
Dort heißt es:
„Gott ist nicht ungerecht.
Er vergisst eure Arbeit
und die Liebe nicht,
die ihr für seinen Namen
gezeigt habt,
indem ihr den Heiligen gedient habt
und weiter dient.“
Ist euch aufgefallen,
was Jehova im Gedächtnis behält?
Er konzentriert sich auf das Gute,
das wir tun.
Schauen wir dazu in die
Studienanmerkungen zu diesem Vers.
Dort heißt es:
„Das Gute zu ignorieren,
das seine treuen Diener tun,
wäre aus Jehovas Sicht ungerecht.“
Das macht doch sehr schön deutlich,
wie unglaublich viel Jehova
seine Diener bedeuten.
Jehova weiß natürlich alles über uns.
Er kennt auch unsere kleinen Fehler
und großen Sünden.
Aber er konzentriert sich nicht
auf unsere schlechten Seiten.
Dazu ein Vergleich:
Unser Gedächtnis
ist wie eine Bibliothek.
Jehova kennt in jedem einzelnen Regal
jedes einzelne Buch.
Manche Bücher enthalten
unsere Fehler und Sünden,
und in anderen stehen
alle unsere guten Taten.
Jehova weiß genau, wo die Bücher
mit unseren Fehlern stehen.
Aber er entscheidet sich bewusst dafür,
sich nur mit den Büchern
zu beschäftigen,
die unsere guten Taten enthalten.
Wie kann uns Jehovas Beispiel helfen,
mit unseren Erinnerungen
weise umzugehen?
Schauen wir uns
noch mal Hebräer 6:10 an.
Dort werden zwei Dinge erwähnt,
auf die wir uns konzentrieren können.
Das Erste ist die Liebe,
die wir für Gottes Namen zeigen.
Wir sind uns bewusst, was für eine Ehre
es ist, Gottes Namen zu tragen,
und auch, dass wir die Verantwortung
haben, seinen Ruf zu verteidigen.
Wie wir reden, wie wir uns kleiden,
wie wir uns verhalten –
all das kann entweder
gut für seinen Ruf sein
oder ihm schaden.
Deswegen erinnert uns
1. Korinther 10:31 daran,
dass, egal was wir tun,
wir alles zur Ehre Gottes tun sollten.
Wir möchten, dass alle Menschen sehen,
dass Jehovas Name für uns heilig ist
und uns viel bedeutet.
Wir bringen unsere Liebe
zu Gottes Namen
auch dadurch zum Ausdruck,
dass wir anderen davon erzählen.
Und dazu gehört, dass wir
Gottes Königreich bekannt machen.
Deshalb wollen wir auch auf
die Qualität unseres Dienstes achten.
Nehmen wir uns Zeit,
uns darauf vorzubereiten.
Wir wollen uns ja
gerne mit den Menschen unterhalten
Aber dabei wollen wir auch immer
etwas Bestimmtes im Sinn haben,
das ihnen weiterhilft.
Versuchen wir auch immer,
aufmerksam zu sein
und nach Gelegenheiten
Ausschau zu halten,
wo wir informell predigen können.
Denken wir daran,
uns im Dienst Ziele zu setzen.
Und wenn es unser Zeitplan erlaubt,
dann versuchen wir doch,
jede Woche Zeit
für den Predigtdienst einzuplanen.
Es ist unser Ziel,
alles für die gute Botschaft zu tun
und zu zeigen,
wie sehr wir unseren Gott Jehova
und seinen Namen lieben.
Das Zweite, worauf wir uns gemäß
Hebräer 6:10 konzentrieren könnten,
ist, den Heiligen weiter zu dienen.
Wer sind die Heiligen?
In diesem Kontext bezieht sich
die Bezeichnung „Heilige“
auf die gesalbten Nachfolger
des Christus.
Die hebräischen Christen damals
dienten den anderen gesalbten
Brüdern und Schwestern
auf verschiedenste Weise.
Höchstwahrscheinlich
unterstützten sie sie
finanziell und materiell.
Paulus lobte sie für das,
was sie in der Vergangenheit
schon für ihre Brüder
und Schwestern getan hatten,
und auch für das, was sie noch
in der Zukunft für sie tun würden.
Der Grundsatz aus Hebräer 6:10
lässt sich heute
auf alle Diener Gottes ausweiten.
Strengen wir uns deshalb an,
anderen Gutes zu tun.
Wir freuen uns doch,
wenn jemand etwas Liebes
oder Großzügiges für uns macht.
Aber noch größere Freude
verspüren wir,
wenn Liebe uns dazu bewegt,
etwas für andere zu tun.
Und die Liste an guten Taten,
praktische Dinge, die wir
für andere tun können, ist lang.
Dazu könnte gehören,
andere mit Nahrungsmitteln
oder Kleidung zu versorgen
oder für eine Unterkunft zu sorgen –
besonders wenn sie von Krisen
und Katastrophen,
Krankheit oder Verfolgung
betroffen sind.
Und noch etwas, was wir tun können,
ist, andere in unserer Versammlung
loben und sie aufbauen.
Und dann gibt es noch etwas
ganz Entscheidendes,
was wir für andere tun können:
Wir können für sie beten.
Der Punkt ist:
Egal wie unsere Umstände aussehen,
wir alle möchten folgenden Rat
aus Sprüche 3:27 umsetzen:
„Enthalte denen nichts Gutes vor,
denen es zusteht,
wenn es in deiner Macht liegt
zu helfen.“
Erinnern wir uns also immer wieder
an das, was wirklich zählt:
Zeigen wir Liebe für Gottes Namen
und stehen wir anderen bei.
Ein Problem mit dem Gedächtnis ist,
dass wir uns oft an Dinge erinnern,
die wir am liebsten vergessen würden.
Das trifft besonders dann zu,
wenn uns jemand irgendwie respektlos
oder schlecht behandelt hat.
Allein schon
die Erinnerung an diese Person
oder an das, was sie getan hat
kann unsere Verbitterung vergrößern
und uns davon abhalten zu heilen.
Wir gestehen ihr nicht zu,
dass sie sich ändern kann.
Schauen wir uns dazu
zwei gegensätzliche Beispiele an.
Als Erstes der Bericht
über König David und Schimei.
Schimei war ein Verwandter
von König Saul,
und er hegte viele Jahre lang
Groll gegenüber David,
weil er ihm die Schuld gab,
dass die Königsherrschaft
von Sauls Familie weggenommen wurde.
2. Samuel 16 beschreibt, dass Schimei
David und seine Männer mit Steinen
und Erde bewarf und sie beschimpfte.
Was Schimei da tat,
war wirklich extrem respektlos.
Abischai, einer von Davids Männern,
bat David sogar um Erlaubnis,
Schimei umbringen zu dürfen,
aber David lehnte das ab.
Er widerstand der Versuchung,
Vergeltung zu üben,
und überließ die Sache Jehova.
David bewies eine erstaunliche Ruhe
und Selbstbeherrschung.
Später hat es Schimei dann leidgetan,
und er bat David um Vergebung.
Wieder wollte Abischai ihn umbringen,
und wieder ließ David das nicht zu.
Er legte sogar einen Eid ab,
dass er Schimei nicht töten würde.
Mit Sicherheit hat sich Jehova
sehr darüber gefreut,
wie David sich hier verhalten hat.
Aber dann, vor seinem Tod,
sagte David zu seinem Sohn
Salomo Folgendes in 1. Könige 2:8, 9.
Wir lesen dort:
„Dann ist hier noch der Benjaminiter
Schimei aus Bahurim, der Sohn Geras.
Er hat mich an dem Tag, als ich
nach Mahanajim ging, übel verflucht.
Als er aber zu mir an den Jordan kam,
habe ich ihm bei Jehova geschworen:
‚Ich werde dich nicht
mit dem Schwert töten.‘
Lass ihn nicht ungestraft,
denn du bist ein weiser Mann
und weißt, was du mit ihm zu tun hast.
Du sollst seine grauen Haare
mit Blut ins Grab bringen.“
David war vermutlich Anfang 60,
als er von Schimei beschimpft wurde,
und er war 70, als er gestorben ist.
Das bedeutet, jahrelang konnte David
die Sache einfach nicht loslassen.
Es ging ihm die ganze Zeit
nicht aus dem Kopf.
Die Bibel sagt nicht,
was genau da in David passiert ist.
Aber macht der Bericht
nicht Folgendes deutlich:
Wenn uns jemand unfair behandelt hat
oder gemein zu uns war,
kann es uns sehr schwer fallen,
die Sache gehenzulassen,
selbst wenn wir anfangs
richtig damit umgegangen sind.
Und es kann sein,
dass der Schmerz in uns
jahrelang anhält.
Was kann uns also helfen,
das Ganze hinter uns zu lassen
und die richtige Einstellung
nicht zu verlieren?
Sehen wir uns dazu an, wie Jesus
mit dem Apostel Petrus umgegangen ist.
Am Abend seiner Verhaftung
hatte Petrus ihm versprochen,
dass er ihn niemals
im Stich lassen würde.
Aber nur ein paar Stunden später
leugnete Petrus, ihn zu kennen –
und das nicht nur ein oder zwei Mal,
sondern drei Mal.
Denken wir uns da mal rein:
Jesus stand die größte Prüfung bevor,
der er sich
auf der Erde stellen musste.
Aber genau dann, als er seine Freunde
am meisten gebraucht hätte,
ließen sie ihn im Stich –
auch sein guter Freund Petrus.
In dem Moment, als Petrus begriff,
was er getan hatte,
brach er zusammen
und weinte bitterlich,
völlig überwältigt
von Schuldgefühlen.
Was tat Jesus?
Wie 1. Korinther 15:5 sagt,
erschien er Petrus
nach seiner Auferstehung.
Nutzte er das,
um Petrus Vorwürfe zu machen
oder um ihm zu sagen,
wie enttäuscht er von ihm war?
Einen Hinweis darauf, was geschah,
gibt uns Markus 16:7.
Dort lesen wir, was die Engel
zu den Frauen sagten,
die zu Jesu Grab gekommen waren:
„Nun geht und sagt seinen Jüngern
und Petrus:
‚Er geht euch nach Galiläa voraus.
Dort werdet ihr ihn sehen,
wie er es euch gesagt hat.‘“
In der Studienanmerkung
zu diesem Vers heißt es auszugsweise:
„Jesus erschien offensichtlich
erst Petrus allein,
bevor er sich den Jüngern
als Gruppe zeigte.
Zweifellos muss Petrus
diese besondere Aufmerksamkeit
und die ausdrückliche Erwähnung seines
Namens in der Botschaft des Engels
davon überzeugt haben,
dass ihm vergeben worden war,
denn er hatte ja
vorher drei Mal abgestritten,
etwas mit seinem Freund Jesus
zu tun zu haben.“
Wir können uns
nur ansatzweise vorstellen,
wie erleichtert Petrus
gewesen sein muss.
Natürlich hatte Jesus nicht vergessen,
was Petrus getan hatte.
Aber Jesus entschied sich dafür,
sich nicht an die Fehler
von Petrus zu erinnern,
sondern an all
seine wertvollen Eigenschaften.
Und Jesus hat Petrus
nicht nur vergeben,
sondern ihm auch noch
eine wichtige Aufgabe anvertraut,
nämlich seine Brüder zu stärken.
Damit hat Jesus uns
so ein großartiges Beispiel gegeben.
Wenn wir von jemandem verletzt werden,
mit dem wir eigentlich befreundet sind,
dann machen wir es doch wie er
und gehen wir weise
mit unseren Erinnerungen um.
Sehen wir uns jetzt noch
ein letztes Beispiel an,
wie wir unsere Erinnerungen
klug gebrauchen können.
Es geht noch einmal um David.
Er hat sich bewusst
an Momente erinnert,
in denen Jehova ihm geholfen
und ihn aus Gefahren befreit hat.
Diese Erinnerungen
gaben ihm die Sicherheit,
dass er auch mit der größten
Herausforderung fertig werden würde.
Lesen wir seine Worte einmal nach
im 27. Psalm in Vers 2 und 3.
Dort heißt es:
„Als schlechte Menschen auf mich
losgingen, um mich zu verschlingen,
waren es meine Gegner und Feinde,
die stolperten und fielen.
Sollte mich ein Heer belagern,
wird sich mein Herz nicht fürchten.
Sollte Krieg gegen mich ausbrechen,
selbst dann
werde ich zuversichtlich bleiben.“
Wozu war er entschlossen?
„Mein Herz [wird sich] nicht fürchten.“
„Ich [werde] zuversichtlich bleiben.“
Können auch wir
so eine starke Zuversicht entwickeln,
wie David sie hatte?
Ja, das geht,
wenn wir mit unseren Erinnerungen
weise umgehen.
Ein Beispiel:
Warst du schon einmal
in einer schwierigen Situation,
hast Jehova um Hilfe gebeten
und dann erlebt,
dass er dir die Kraft und Weisheit
gegeben hat, damit zurechtzukommen,
oder dein Problem
irgendwie gelöst hat?
Erinner dich daran.
Oder wolltest du schon mal mehr
für Jehova tun und hast dann erlebt,
wie er Hindernisse
aus dem Weg geräumt hat,
die sich für dich
riesengroß angefühlt haben,
sodass du dein Ziel
erreichen konntest?
Erinner dich auch daran.
Im Laufe unseres Lebens
sammeln wir viele Erinnerungen.
Wenn wir uns also an Situationen
mit unseren Brüdern
und Schwestern erinnern,
dann konzentrieren wir uns doch
auf ihre positiven Eigenschaften
und auf all das Gute,
das sie getan haben.
Und wenn wir
unser eigenes Herz untersuchen,
dann strengen wir uns an,
alles loszuwerden,
was schädlich ist, wie Neid,
Groll und Verbitterung.
Fördern wir stattdessen alles Wertvolle
in uns wie Liebe und Vergebung.
Und erinnern wir uns
immer wieder daran,
wie Jehova uns
in der Vergangenheit unterstützt hat
und wie er uns im Moment beisteht.
Wir können uns sicher sein:
Egal was noch auf uns zukommen wird,
wir können es schaffen,
wenn wir mit unseren Erinnerungen
weise umgehen.
Aber es gibt nicht
nur biblische Beispiele.
Auch heute gibt es
viele Brüder und Schwestern,
die mit ihrem Gedächtnis
weise umgehen.
Einer von ihnen ist Don Schwenning.
Er dient Jehova
schon seit Jahrzehnten
und er erinnert sich
an viele Veränderungen
in Jehovas Organisation.
Was ist sein Fazit?
Die Geschichte von Jehovas Volk
in der Neuzeit
ist eine Geschichte
von Wachstum, Fortschritt
und auch von vielen Veränderungen.
Ich habe viele dieser Veränderungen
miterlebt,
und ich kann euch sagen,
es war spannend,
manchmal auch
ein bisschen beängstigend,
aber es hat sich
immer gut ausgewirkt.
Ich hab erlebt,
wie aus Kupfer Gold wurde.
Mein Name ist Don Schwenning.
Ich diene Jehova jetzt
seit über 70 Jahren,
aber das heißt ja,
dass ich gerade erst
damit angefangen habe.
Mein Vater erfuhr von der Wahrheit
durch einen Kollegen,
der ihm ein Buch gegeben hat,
und schon bald haben wir angefangen,
die Zusammenkünfte zu besuchen.
Für unsere Familie
war das eine große Veränderung,
aber die Versammlung hat uns
ganz herzlich aufgenommen.
Ich hab mich von Anfang an
wohlgefühlt und gemerkt,
dass die Brüder sich gefreut haben,
dass ich da bin.
Ich bin gern zur Versammlung gegangen
und hab mich sehr geschätzt gefühlt.
Einige organisatorische Veränderungen
konnte ich leicht nachvollziehen
und akzeptieren.
Als ich die Neue-Welt-Übersetzung
das erste Mal in den Händen hielt,
wusste ich direkt,
dass das eine ganz große Sache ist.
Sie hat mir so viel bedeutet.
Ich habe jeden Tag
ein Kapitel gelesen.
Sie war so leicht zu verstehen,
ganz anders als die King-James-Bibel,
die ich bis dahin immer
gelesen hatte.
Es hat mir geholfen,
Jehova
als echte Person kennenzulernen,
als jemand, zu dem ich
eine Bindung aufbauen kann.
Und so habe ich
gute Fortschritte gemacht
und mich dann mit 16 Jahren
taufen lassen.
Einige Zeit nach meiner Taufe,
als ich gerade 18 geworden war,
wurde ich
zum Dienstamtgehilfen ernannt.
Zu meinen ersten Aufgaben gehörte es,
ein Buchstudium zu leiten.
In der Gruppe waren viele,
die älter und erfahrener waren
als ich.
Da habe ich mich
zuerst wirklich überfordert gefühlt.
Schön, dass ihr alle da seid –
dann also … ähm ...
Es war manchmal wirklich schwer.
Es gab Zeiten,
da wusste ich selber gar nicht,
worüber ich gerade rede,
und wir haben einfach
den Stoff durchgenommen.
Ich war oft so nervös,
aber die Brüder und Schwestern
haben mich immer gut unterstützt.
Ich hatte das Gefühl,
dass Jehova mir hilft,
in diese Rolle hineinzuwachsen.
Die meisten Veränderungen
betreffen uns irgendwie,
und 1972 gab es
eine große Veränderung für mich.
Damals war ich Versammlungsdiener,
also der Bruder,
der die Führung innehatte.
Das hat große Verantwortung
für mich mit sich gebracht.
Aber dann hat die Organisation
das verändert
und für die Versammlung
eine Ältestenschaft eingeführt.
Die Gefühle,
die das bei mir ausgelöst hat,
haben mir gar nicht gefallen.
Ich wollte damit gut umgehen
und das musste ich mir erkämpfen.
Ich glaube, meine Bindung zu Jehova
ist damals noch enger geworden,
weil ich konkret darum gebetet habe,
dass Jehova mir hilft,
das Ganze richtig zu verstehen.
Mir ist klar geworden,
dass ich die Dinge mehr
aus seiner Perspektive sehen muss.
Und dann habe ich begriffen, wie weise
diese organisatorische Veränderung war.
Eine Ältestenschaft
ist eine wunderbare Sache;
es sind einfach
mehr Brüder daran beteiligt,
sich um die Versammlung zu kümmern.
Das hat sich
als echter Segen herausgestellt.
Ich habe sehr profitiert
von der Erfahrung der älteren Brüder
und von der Kraft der jüngeren.
Was Sprüche sagt, ist wirklich wahr:
„Viele Ratgeber
gewährleisten Erfolg.“
Es wird immer Veränderungen geben
und wir müssen
eng mit Jehova zusammenarbeiten.
Er möchte, dass wir das Beste
aus einer Veränderung für uns machen,
und auch wenn wir’s
nicht gleich sehen,
irgendwann verstehen wir es.
Natürlich liegen
die größten Veränderungen noch vor uns.
In der Neuzeit Jehova
in seiner Organisation zu dienen,
war noch nie so spannend wie heute.
Wenn du jung bist,
dann lass dir das nicht entgehen.
Tu alles, um Jehovas Organisation
gut kennenzulernen
und ein Teil von ihr zu werden.
Setz dich in deiner Versammlung
voll ein,
sprich mit den Ältesten
und stell dich für so viele Aufgaben
wie möglich zur Verfügung.
Lass dich von Jehova leiten,
vertrau ihm
und du wirst ein glückliches
und spannendes Leben haben.
Aber jetzt
müsst ihr mich entschuldigen,
ich muss wieder los.
Es gibt noch so viel zu tun.
Heute können wir uns kaum vorstellen,
wie es wäre,
in einer Versammlung
keine Ältestenschaft zu haben.
Aber Bruder Schwenning
fand es damals schwer,
mit dieser Veränderung zurechtzukommen.
Was hat ihm geholfen,
die Sache so zu sehen wie Jehova?
Er hat konkret darum gebetet,
und er hat sich bemüht,
die Vorteile
der Anpassung zu erkennen.
Sehen wir uns jetzt an,
wie das Gebet
auch 2 Familien geholfen hat.
Sie wollten mehr für ihre Brüder
und Schwestern tun.
Wie hat es sich auf sie ausgewirkt,
dass sie beim Sonderkongress
Delegierte bei sich
aufgenommen haben?
2015 fand in unserer Stadt Medellin
ein Sonderkongress statt.
Und wir wurden gefragt,
ob wir die Möglichkeit hätten,
Delegierte bei uns zu Hause
aufzunehmen.
Aber gerade um diese Zeit
hatte ich richtig viel um die Ohren –
ich war gefühlt 24 Stunden
am Tag beschäftigt.
Damals war unser Sohn 11 Jahre alt,
kurz vorm Teenageralter.
Und meine Frau musste sich gerade noch
von einer Krankheit erholen.
Sie hat sich Sorgen gemacht.
Sie dachte,
sie hätte nicht genug Kraft,
sich um die Delegierten zu kümmern.
Deshalb dachten wir:
„Das schaffen wir gerade einfach nicht,
das ist jetzt einfach nicht
die richtige Zeit.“
Wir wollten unbedingt,
dass unser Sohn Jehova kennenlernt.
Deswegen haben wir
seit seiner Geburt darum gebetet,
dass Jehova uns dabei unterstützt.
Wir wollten ihm auch
auf praktische Weise zeigen,
was es heißt,
ein Freund Jehovas zu sein.
Irgendwann hat meine Frau
zu mir gesagt:
„Jehova ist so großzügig zu uns.
Sollten wir dann nicht auch gegenüber
unseren Brüdern und Schwestern
so großzügig sein?“
Wir haben dann
weiter gebetet und überlegt,
was jeder von uns tun muss,
damit wir es doch schaffen,
Delegierte bei uns aufzunehmen.
Die Brüder und Schwestern,
die bei uns übernachtet haben,
waren so lieb und so offen.
Wir hatten von Anfang an das Gefühl,
als würden wir uns schon ewig kennen.
Sie bei uns zu haben,
hat so gutgetan,
und auch zu sehen, wie sehr sie
Jehova und die Wahrheit lieben.
Man hat gemerkt, dass sie regelmäßig
etwas für ihren Glauben tun.
Die Freundschaften, die entstanden
sind, und all die Gespräche
haben sich richtig positiv
auf unseren Sohn ausgewirkt.
Eines Tages ist er zu mir gekommen
und hat zu mir gesagt:
„Papa, ich muss dir was wirklich,
wirklich Wichtiges sagen.“
Und dann hat er mir
aus tiefstem Herzen gesagt,
wie sehr er Jehova liebt.
Und er hat gesagt:
„Papa, ich möchte mich taufen lassen.“
Im Nachhinein weiß ich,
dass diese Brüder,
die zu uns gekommen sind,
Jehovas Antwort
auf unsere Gebete waren.
Wir sind immer noch gute Freunde
und haben sie auch schon besucht.
Mit dem Kongress verbinden wir
so viele schöne Erinnerungen.
Wir sind so froh,
dass wir unser Herz und unsere Tür
für die Delegierten geöffnet haben.
Anderen Liebe zu zeigen,
ist das Beste,
was man machen kann.
Es macht einfach glücklich.
Ich hätte nie gedacht,
dass Gastfreundschaft zu zeigen,
die Antwort auf die Gebete meiner Mama
sein könnte und auf meine Gebete.
Abraham hat gegenüber Fremden
Gastfreundschaft gezeigt.
Und als ich gehört hab,
dass es einen Sonderkongress gibt,
hab ich gesagt:
„Das ist meine Chance!“,
weil ich schon immer mal
Brüder und Schwestern
bei mir aufnehmen wollte.
Die Wohnung,
in der wir damals gelebt haben,
ja, da hatten wir
nicht wirklich viele Möbel.
Zum Essen und zum Schlafen
hatten wir wirklich
nur das Allernötigste.
Und unser Esstisch war winzig klein.
Aber das war nicht das einzige Problem.
Ich war absolut dagegen.
Ich habe ihnen gleich gesagt,
dass sie nicht
mit meiner Hilfe rechnen sollen.
Meine Schwester hat Jehova
leider nicht gedient.
Ich hatte damals
nur meine Ausbildung im Kopf
und meine Arbeit.
Aber gleichzeitig hab ich mich
sehr einsam gefühlt,
irgendwie leer
und sehr, sehr unglücklich.
Das Ehepaar, das bei uns
geschlafen hat, war superentspannt.
Sie waren lustig, lieb,
und wir haben uns
richtig gut unterhalten.
Und sie waren auch
ganz unkompliziert mit dem Essen.
Sie haben einfach alles probiert,
wirklich alles.
Wir waren uns gleich ganz vertraut.
Es hat sich so angefühlt,
als würden wir uns
schon jahrelang kennen.
Was mich besonders beeindruckt hat,
ist, wie glücklich sie waren.
Und mir ist klar geworden,
dass sie so glücklich sind,
weil sie Jehova dienen.
Die Gastfreundschaft von
meiner Mutter und meiner Schwester,
dafür bin ich so dankbar –
so dankbar,
weil ich dadurch die Möglichkeit hatte,
diese tollen Menschen kennenzulernen.
Genau das habe ich gebraucht,
damit ich wieder auf Jehova zugehe.
Ich hab dann
um ein Bibelstudium gebeten,
mich wirklich angestrengt
und Fortschritte gemacht.
Am 7. März 2020
hab ich mich dann taufen lassen.
Und das Ehepaar von damals –
wir alle sind jetzt
richtig gute Freunde.
Wir sind immer noch
mit ihnen in Kontakt;
wir haben sogar
einen gemeinsamen Gruppenchat.
Die Gruppe heißt „Big Family“.
Ihr Besuch war nicht nur
ein riesengroßes Geschenk.
Er war auch ein unglaublicher Segen
von Jehova für unsere ganze Familie.
Eine starke Familie,
neue Freunde und Erinnerungen,
die uns unser Leben lang begleiten –
das sind nur ein paar der Segnungen,
die damit einhergehen,
für andere da zu sein.
Aber natürlich
sind nicht alle Erinnerungen schön.
Was ist mit Situationen,
die wir am liebsten vergessen würden?
Passend dazu sehen wir uns jetzt
ein biblisches Morgenprogramm an.
Das Thema ist:
„Wir alle stolpern oft“.
Über diesen Vers, Jakobus 3:2,
gibt es wirklich viel,
was man sagen könnte.
Dort heißt es:
„Wir … alle [machen] oft Fehler.“
Der Kontext von Jakobus 3:2 zeigt,
dass es hier beim Fehlermachen
oder beim Stolpern,
wie die Fußnote sagt,
insbesondere um das geht,
was wir sagen.
Wir haben in den letzten Jahren
viele Tipps bekommen,
wie wir uns darin verbessern können,
wie wir kommunizieren.
Und bestimmt habt ihr auch schon
so Sachen gehört wie:
„Erst denken, dann reden“,
„Zähl bis 10“
oder „Du musst besser zuhören“
oder andere Ratschläge, die uns helfen,
auf das zu achten, was wir sagen.
Das sind in jedem Fall gute Tipps.
Aber bestimmt geht es euch auch so,
dass trotz dieser guten Ratschläge
und aller Lebenserfahrung
wir immer noch andere
mit unseren Worten verletzen.
Wir diskutieren, verteidigen uns
und hinterher denken wir uns:
„Warum habe ich das gesagt?“
Das Bild vom Stolpern,
das Jakobus hier benutzt,
ist wirklich sehr treffend.
Ihr kennt das:
Wenn man stolpert,
ist einem das peinlich,
und man schaut sofort:
Hat das jemand gesehen?
Und wenn der Schreck vorbei ist,
was ist die erste Reaktion?
Wir schauen sofort runter,
weil wir wissen wollen,
warum wir gestolpert sind.
Vielleicht liegt da etwas rum,
was wir übersehen haben.
Oder vielleicht
ist eine Unebenheit im Boden,
an der wir hängen geblieben sind.
Oder wir haben einfach nicht aufgepasst
und sind über
unsere eigenen Füße gestolpert.
Mir ist es schon passiert,
dass ich fast die Treppe
runtergefallen wäre,
weil ich so
mit meinen Gedanken beschäftigt war,
dass ich überhaupt nicht darauf
geachtet hab, was meine Füße tun.
Und manchmal –
zum Glück sehr selten –
kann es tatsächlich passieren,
dass uns jemand ein Bein gestellt hat.
Und genau
über diese natürliche Reaktion –
dass wir runterschauen, um zu sehen,
warum wir gestolpert sind –
über die wollen wir
heute Morgen sprechen.
Das ist nämlich der Schlüssel:
Jedes Stolpern
bietet die Chance zu lernen.
Wenn uns ein Fehler passiert ist,
müssen wir uns die Zeit
nehmen und überlegen:
„Was war der Auslöser?
Warum hab ich so reagiert?
Und wie kann ich das beim nächsten Mal
schon vorher erkennen,
um dann besser zu reagieren?“
Wenn wir den Auslöser kennen,
der uns oft dazu bringt,
etwas Falsches zu sagen,
dann können wir uns
innerlich vorbereiten
und haben unsere Reaktion im Griff,
bevor wir etwas sagen,
bevor uns etwas rausrutscht,
was wir nachher bereuen.
Aber wenn uns
dieselben verbalen Ausrutscher
immer und immer wieder passieren,
dann zeigt das am Ende doch,
dass wir nichts daraus gelernt haben,
oder?
Es gibt viele Gründe,
warum wir stolpern
und fallen könnten –
zum Beispiel Zweifel,
Ängste, Stolz.
Zwei davon schauen wir uns jetzt
genauer an
und wir werden sehen,
wie wir es schaffen,
sie zu identifizieren
und richtig damit umzugehen.
Eine Herausforderung
kann zum Beispiel Vertrautheit sein.
Wir wissen so viel
über einen Menschen,
dass wir ihn manchmal
nicht mehr mit Respekt behandeln.
Das könnte etwas gewesen sein,
das auch Jakobus,
dem Schreiber unseres Textes heute,
so passiert ist.
Denkt mal darüber nach,
wie es für Jakobus gewesen sein muss,
mit Jesus
als großem Bruder aufzuwachsen.
Vielleicht hat er gedacht:
„Du willst doch nur
Mamas Liebling sein.
Du hältst dich wohl für perfekt.“
Na ja, das war er auch.
Jakobus wollte am Anfang
einfach nicht verstehen,
dass Jesus der Messias ist.
Ein Grund könnte gewesen sein,
dass er mit ihm aufgewachsen ist.
In Markus 3:21
bekommen wir einen Einblick,
wie manche in der Familie
über Jesus gedacht haben könnten.
In Markus 3:21 heißt es:
„Als seine Verwandten davon hörten,
wollten sie ihn mit Gewalt wegholen.
Sie sagten nämlich:
‚Er hat den Verstand verloren!‘“
Wenn man in die Studienanmerkung
schaut, dann sieht man,
dass Jakobus wahrscheinlich einer
von denen war, die das gesagt haben.
Jetzt stellt euch mal vor, wie Jakobus
sich später gefühlt haben muss.
Wenn man sich 1. Korinther 15
anschaut und da den Vers 7,
da heißt es:
„Danach erschien er [also Jesus]
Jakobus, dann allen Aposteln.“
Wie muss es für Jakobus gewesen sein,
als Jesus ihm erschienen ist
und sie sich ausgesprochen haben?
Vermutlich hat er einiges von dem,
was er zu Jesus gesagt hatte, bereut,
denn jetzt war ihm klar,
dass Jesus der Messias ist.
Jetzt denken wir mal an uns.
Habt ihr schon mal Sachen
zu eurem Ehepartner gesagt,
die ihr nie
zu jemand anders sagen würdet?
Weiß deine Familie genau,
welche Knöpfe sie bei dir
drücken muss, um dich zu triggern,
und du etwas sagst,
das du später bereust –
vielleicht absichtlich,
vielleicht auch nicht?
Frag dich mal:
„Wenn es keiner
aus meiner Familie wäre,
hätte ich das Gleiche gesagt?“
Wenn nicht, dann kann es sein,
dass wir im Umgang
mit vertrauten Personen
noch mehr auf unsere Worte achten
und innerlich vorbereitet sein müssen.
Es gilt also, das Muster zu erkennen
und unsere Reaktion zu verändern.
Vertrautheit kann genau
diese Unebenheit im Boden sein,
die uns stolpern lässt.
Nimm sie wahr, bereite dich vor
und weiche ihr aus.
Ein anderer Fall könnte sein,
wenn wir uns angegriffen fühlen.
Der Schlüssel, um mit so was
richtig umzugehen,
ist herauszufinden, welche Emotion
diese Reaktion bei uns auslöst.
Welches Gefühl verbirgt sich dahinter,
wie wir reagieren?
Ist es Eifersucht?
Ist es Stolz?
Ist es Egoismus?
Oder eine Reaktion auf etwas,
das wir früher mit dieser Person
erlebt haben?
Wenn wir solche Situationen
analysieren, können wir herausfinden,
welches Gefühl
hinter unserer Reaktion steckt.
Und in der Zukunft
können wir dann diesem Gefühl
andere Eigenschaften entgegensetzen.
Was könnten denn
so negative Gefühle sein
und welche Reaktionen
könnten sie hervorrufen?
„Keiner hört mir zu.“
Die Reaktion:
Wir reden lauter oder schreien sogar.
„Das war so respektlos.“
Die Reaktion:
Wir sind auch respektlos.
„Was für eine unfaire Behauptung.“
Die Reaktion:
Wir gehen in den Verteidigungsmodus
und beweisen, dass wir recht haben.
„Er versteht mich einfach nicht.“
Die Reaktion: Wir sind frustriert
und sagen gar nichts mehr.
Jakobus erklärt am Ende
von Kapitel 3,
in Vers 14-18,
wie wir manche negativen Gefühle
durch positive ersetzen können:
„Wenn ihr aber bittere Eifersucht
und Streitsucht im Herzen habt,
dann prahlt nicht
und verdreht nicht die Wahrheit.
Das ist nicht die Weisheit,
die von oben kommt,
sondern sie ist irdisch,
animalisch, dämonisch.
Denn wo es Eifersucht
und Streitsucht gibt,
da gibt es auch Unordnung
und alles mögliche Schlechte.
Die Weisheit von oben aber
[und jetzt kommen einige Eigenschaften,
die wir entgegensetzen können]
ist vor allem rein, dann friedlich,
vernünftig, zum Gehorchen bereit,
voller Barmherzigkeit und guter Taten,
unparteiisch, nicht heuchlerisch.
Außerdem wird die Frucht
der Gerechtigkeit dort gesät,
wo Frieden herrscht, und zwar
für die, die den Frieden fördern.“
Also, um für das nächste Mal,
wo wir uns angegriffen fühlen,
gewappnet zu sein, überlegen wir,
wie wir reagieren wollen.
Um uns vorzubereiten,
könnten wir so eine Situation
schon in Gedanken durchspielen.
Bei Menschen, die wir gut kennen,
ist es doch so,
dass wir oft schon eine Ahnung
davon haben,
wie das Gespräch laufen wird –
also wie sie wahrscheinlich reagieren,
wenn wir was Bestimmtes sagen.
Spielen wir das im Kopf durch.
Am Anfang werden wir wahrscheinlich
selbst in Gedanken
nicht so reagieren,
wie es gut wäre.
Aber üben wir immer weiter,
geben wir nicht auf.
Und wenn wir dann tatsächlich
mit der Person sprechen,
läuft es wahrscheinlich
trotzdem ganz anders,
als wir uns vorgestellt haben.
Aber dieses Im-Kopf-Durchspielen
hat einen großen Nutzen:
Wir lernen dadurch,
unsere Gefühle besser zu kontrollieren,
und wir verlieren unser Ziel
nicht aus den Augen:
mit anderen Frieden zu haben.
Wenn wir uns mental so vorbereiten
und aus unseren vergangenen
Ausrutschern lernen,
können wir es irgendwann
richtig gut hinbekommen,
unsere Zunge im Griff zu haben.
Noch mal zu unserem Hauptpunkt:
Jedes Stolpern
bietet eine Chance zu lernen.
Sehen wir uns den Vergleich an,
den Jakobus vorher
in Jakobus 3:6 erwähnt hat.
Er verglich dort die Zunge
mit einem Feuer.
Wie würdest du dich fühlen,
wenn du aus Versehen
etwas in Brand gesetzt hättest?
Wahrscheinlich schrecklich.
Aber wäre es damit getan?
Nein, du würdest analysieren,
was dazu geführt hat.
Oder vielleicht würde auch jemand
anders eine Untersuchung einleiten.
Auf jeden Fall
würdest du etwas Wichtiges lernen –
zum Beispiel, dass man den Herd
nicht unbeaufsichtigt lässt,
etwas nicht zu stark erhitzt
oder auch einen Fettbrand
nicht mit Wasser löscht.
Du hast gelernt, was du beim
nächsten Mal anders machen musst.
Denselben Prozess
kannst du durchlaufen,
wenn dir mit deinen Worten
ein Ausrutscher passiert.
Analysiere die Situation.
Was musst du verändern,
um das nächste Mal
besser zu reagieren?
Vergiss nicht: Jedes Stolpern
bietet die Chance zu lernen.
Wenn wir nicht ständig
über unsere Fehler nachdenken,
sondern über das,
was wir daraus gelernt haben,
dann können wir
aus unseren Erinnerungen –
selbst aus den schmerzlichen –
etwas Positives machen.
Sich um die Bedürfnisse
einer Familie zu kümmern,
ist eine große Aufgabe.
Man möchte, dass es allen gutgeht,
dass sie gesund sind,
glücklich und Jehova ganz nah.
Schauen wir uns
im neuesten Musikvideo an,
wie ein Vater dabei
genau die richtige Balance findet.
Es heißt:
Ich gebe ganz bestimmt nicht auf.
♪ Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. ♪
♪ Mit ihm bleib ich stabil.
Er bringt mich an mein Ziel. ♪
♪ Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. ♪
♪ Es ist sonnenklar:
Er ist für mich da. ♪
♪ Er ist für mich da. ♪
♪ Diese alte Welt
raubt mir oft den Schlaf. ♪
♪ Mich packt die Angst.
Das Leben ist hart. ♪
♪ Fühl mich abgekämpft,
versuch stark zu sein, ♪
♪ doch dann fällt mir ein:
Ich bin niemals allein! ♪
♪ Wenn ich denk, ich kann nicht mehr,
dann halt ich mich an ihn. ♪
♪ Vertrau ich auf Jehova,
kann mir gar nichts passiern! ♪
♪ Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. ♪
♪ Mit ihm bleib ich stabil.
Er bringt mich an mein Ziel. ♪
♪ Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. ♪
♪ Es ist sonnenklar:
Er ist für mich da. ♪
♪ Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. ♪
♪ Es ist sonnenklar:
Er ist für mich da. ♪
♪ Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. ♪
♪ Mancher Sorgenberg
scheint unendlich groß. ♪
♪ Ich dreh mich im Kreis,
es lässt mich nicht los. ♪
♪ Doch aus Jehovas Sicht
ist jeder Berg klein. ♪
♪ Denk ich so wie er,
kann ich mutig sein. ♪
♪ Ich bleib stark, egal was kommt.
Jehova ist bei mir. ♪
♪ Mit ihm an meiner Seite
kann mir gar nichts passiern! ♪
♪ Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. ♪
♪ Mit ihm bleib ich stabil.
Er bringt mich an mein Ziel. ♪
♪ Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. ♪
♪ Es ist sonnenklar:
Er ist für mich da. ♪
♪ Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. ♪
♪ Es ist sonnenklar:
Er ist für mich da. ♪
♪ Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. ♪
♪ Es ist sonnenklar:
Er ist für mich da. ♪
♪ Mit ihm bleib ich stabil.
Er bringt mich an mein Ziel. ♪
♪ Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. ♪
♪ Es ist sonnenklar:
Er ist für mich da. ♪
♪ Er ist für mich da. ♪
Jehova sieht alles,
was ihr für eure Familie tut,
und eure Liebe für sie.
Es ist nicht immer leicht,
aber wenn ihr dranbleibt
und nicht aufgebt,
dann werdet ihr als Familie erleben,
wie Jehova euch hilft,
alles zu schaffen.
In unserer Serie Such nach Schätzen
haben wir Tipps bekommen,
wie wir beim Bibellesen
in die Tiefe gehen können.
Jetzt kommen wir zum letzten Buch
der Hebräischen Schriften:
Maleachi.
Jehova wird darin
als „Läuterer“ beschrieben.
Was lernen wir über ihn?
Das ist schon der letzte
der 12 Propheten.
Das gibt es doch gar nicht!
– Ja, wirklich!
Das war
so ein schönes Studienprojekt.
– Weißt du,
was mir richtig was gebracht hat?
Dass wir uns immer
mit den Umständen beschäftigt haben,
die geherrscht haben,
als das Buch geschrieben wurde.
– Fand ich auch.
Was ist dir denn
bei Maleachi besonders aufgefallen?
– Also, Maleachi ist nicht nur
das letzte Bibelbuch,
das in den
Hebräischen Schriften auftaucht,
sondern es wurde auch tatsächlich
als Letztes geschrieben.
Nachdem Jehova sein Volk
durch so viele Propheten
so geduldig korrigiert hatte,
waren sie schon wieder
in Verhaltensweisen zurückgefallen,
die Jehova hasst.
– Ja, die ersten 2 Kapitel
zeigen ganz offen, was damals los war.
Die Menschen
hatten keinen Respekt vor Jehova
und haben kranke Tiere geopfert.
Manche haben sogar ihre Frauen
verstoßen,
vielleicht um Frauen
aus anderen Völkern zu heiraten,
und die Priester
hat das gar nicht gestört.
– Ganz ehrlich,
ich hätte sie längst aufgegeben.
– Aber Jehova ist einfach unglaublich.
Er hat Maleachi zu ihnen geschickt.
– Genau.
– Beim Lesen sind mir
ein paar bestimmte Wörter aufgefallen.
Ich find voll spannend,
was man herausfinden kann,
wenn man sich damit beschäftigt,
warum gerade dieses Wort
verwendet wurde.
– Ja, stimmt.
Welche Wörter
sind dir denn aufgefallen?
– Maleachi 3:3: Da steht,
dass sich Jehova „als Läuterer“ setzen
und die
„Söhne Levis reinigen“ wird.
Ich bin an „Läuterer“
und „sich setzen“ hängen geblieben.
– Ah, okay?
– Ich hab mal
„Läuterer“ und „sitzen“
in der Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
eingegeben.
Und nach ein bisschen Suchen
hab ich dann einen Artikel gefunden,
wo es hieß:
„In alter Zeit
erforderte der Läuterungsprozess Zeit.
Daher pflegte der Läuterer
oft zu ‚sitzen‘,
um zu warten,
bis das flüssige Metall
wie ein auf Hochglanz polierter Spiegel
erschien
und er sein Gesicht
darin sehen konnte.“
Da dachte ich mir:
„Eigentlich ist das ja genau das,
was Jehova die ganze Zeit
mit den Israeliten gemacht hat.“
Er hat sie
Prüfungen durchmachen lassen,
sie korrigiert
und immer wieder seine Propheten
zu ihnen geschickt.
Er hat sie geduldig geläutert.
– Ja, so ist Jehova.
Selbst wenn seine Anbeter
ihn enttäuschen,
geht er trotzdem weiter
liebevoll mit ihnen um
und gibt sie nicht einfach auf.
– Er bleibt quasi sitzen
und holt geduldig
das Beste aus ihnen heraus.
So hat er es
mit den Israeliten gemacht,
und so macht er es mit uns heute.
Er läutert uns durch Rat
aus seinem Wort oder von Menschen,
aber auch Prüfungen läutern uns.
Rat kann wehtun,
und eine Prüfung
kann echt schwierig sein
und nimmt manchmal gefühlt
gar kein Ende.
Aber das alles kann uns veredeln.
– Stimmt. Guter Gedanke.
– Aber warum macht sich Jehova
die Mühe?
Was sagt das über ihn als Person aus?
– Dass er das Potenzial
in einem Menschen sieht.
Auch wenn dieser Veredelungsprozess
manchmal ganz schön schmerzhaft ist,
lässt er das zu, weil er weiß,
was alles aus uns werden kann.
– Könnte man also sagen,
dass Jehova uns nicht läutert,
weil er uns bestrafen will,
sondern weil er uns liebt?
– Ja.
Jehova hat Maleachi sogar eingegeben,
ganz am Anfang des Buches
zu schreiben:
„Ich habe euch Liebe gezeigt.“
– Und darauf können wir
noch ein bisschen eingehen.
In diesem Wachtturm von 2018
wurden Fragen zum Nachdenken
vorgeschlagen, zum Beispiel:
„Welche Gefühle
löst das … in mir aus?“
oder „Wie kann ich ... [das] anwenden?“
– Das gefällt mir,
sind gute Fragen zum Nachdenken.
Und jetzt bei unserem Punkt:
Stimmt schon, wenn man Rat bekommt,
das kann einem ganz schön nahegehen,
aber wenn man dann daran denkt,
dass Jehova uns korrigiert,
weil er uns liebt,
macht es die Sache viel leichter.
Er sieht, wer wir werden können,
selbst wenn wir das nicht sehen.
– Und ich kann mich fragen:
„Lass ich mich wirklich
von Jehova formen?
Ich merk ja schon,
dass ich bestimmte Dinge
an meiner Persönlichkeit
verändern muss,
aber wie oft sag ich das Jehova
auch im Gebet?
Nehme ich mir den Rat,
den ich aus der Bibel
oder in der Versammlung bekomme,
wirklich zu Herzen,
oder gehe ich einfach drüber hinweg?
Und wenn Jehova zulässt,
dass ich eine Prüfung durchmache,
konzentriere ich mich dann nur
auf die Prüfung und verbittere,
oder lasse ich mich dadurch veredeln
und entwickle Eigenschaften
wie Geduld und Milde?
Was möchte Jehova
mir erkennen helfen,
wenn es um meinen Charakter geht?“
– Gute Fragen.
Hitze und Zeit können ja
Unreinheiten zum Vorschein bringen.
Wenn also eine Prüfung, Verfolgung
oder eine belastende Situation
länger anhält als gedacht,
kann es sehr unangenehm sein.
Dadurch kommen tiefe Gefühle
und Beweggründe zum Vorschein,
von denen wir gar nicht wussten,
dass wir sie haben.
Mir ist das auch schon so gegangen,
und ehrlich gesagt
hab ich damals nicht so gut reagiert.
Ich hab Sachen gesagt,
die ich später bereut hab.
Es kamen Gefühle in mir hoch,
die ich eigentlich nicht haben wollte.
Echt deprimierend.
Ich dachte, ich wär schon viel weiter.
– Das tut mir leid,
das kann ich echt nachvollziehen.
Da tut einem wirklich
dieses Bild richtig gut.
Jehova weiß,
dass unsere Unvollkommenheiten
in solchen Situationen rauskommen –
er rechnet sogar damit.
Aber konzentrieren
tut er sich auf das Gold.
Wenn er uns also hilft,
eine Schwäche zu erkennen,
dann brauchen wir das
nicht als Grund zu sehen, aufzugeben,
sondern können das als Chance sehen,
sie loszuwerden.
– Ja, Jehova lässt mich manchmal
was Unangenehmes erleben,
weil er weiß,
was aus mir werden kann.
Wie glücklich er sein muss,
wenn er seine Eigenschaften
in dir und mir wiedererkennt.
– Und wir können Jehovas Vorbild auch
darin folgen, wie wir andere sehen:
„Sehe ich das Gute in ihnen,
ihr Potenzial,
die Version von ihnen,
die sie in der neuen Welt sein werden?
Oder sehe ich nur ihre Schwächen?“
– Ja. „Nehme ich wahr,
was Jehova an ihnen liebt?“
Vielleicht können genau die Dinge,
die mich an ihnen nerven,
für die richtigen Aufgaben
echte Stärken sein.
– Toller Gedanke.
Und so ist es doch auch in unserer Ehe.
Ich möchte mich
auf das Gold konzentrieren,
unsere guten Eigenschaften,
nicht auf unsere Fehler
und Schwächen.
– Das ist echt gut, darauf zu achten,
ganz egal,
wie lange man schon verheiratet ist.
Schließlich schaut Jehova
auch immer darauf,
wie wir sein werden.
– So viele schöne Gedanken –
und das alles in einem Vers.
– Wirklich.
Und das haben wir alles herausgefunden,
indem wir
die damaligen Umstände beleuchtet,
uns einzelne Wörter angeschaut
und über die Anwendung
nachgedacht haben.
– Und es gibt noch so viel
zu entdecken.
Zum Beispiel, wie Maleachis Voraussagen
mit dem Messias zusammenhängen.
Es ist schließlich ein Buch
mit vielen Prophezeiungen.
– Ja. Maleachi war der letzte Prophet
in den Hebräischen Schriften
und danach erschien der Messias.
Seine Botschaft
hat über die Jahrhunderte
nicht an Bedeutung verloren.
Maleachi führt uns
zu Johannes dem Täufer,
und Johannes der Täufer
führt uns zu Jesus.
– Genial.
– Oder: Wie zeigt dieses Bibelbuch,
wie sehr Jehova Frauen
am Herzen liegen?
Und was hat der Ausdruck
„besonderes Eigentum“ mit uns zu tun?
Ich bin schon gespannt,
was wir noch alles
in diesem Bibelbuch entdecken werden.
– Unser Studienprojekt
zu den kleinen Propheten
war wirklich toll.
Wir haben
Jehovas loyale Liebe gesehen,
seine Barmherzigkeit,
seine Fürsorge, seine Macht.
In jedem Kapitel
sieht man Jehovas Persönlichkeit.
– Wir haben Jehova wirklich noch mal
ganz anders kennengelernt.
Machen wir weiter –
es gibt noch so viel mehr
zu entdecken in Gottes Wort.
Jehova als der große Läuterer
zeigt uns geduldig,
wie wir uns als Einzelpersonen
und als Organisation
verbessern können.
Wir könnten uns fragen:
„Wie läutert Jehova denn mich gerade,
damit ich ihm
noch besser dienen kann?“
Diese Videoserie hat die Geschichte
von 12 verschiedenen Propheten
für uns lebendig werden lassen.
Damit Videos realistisch wirken,
müssen unsere Produktionsteams
immer wieder eine neue Welt erschaffen:
ein israelitisches Dorf,
ein modernes Wohngebäude
oder irgendeinen anderen Ort.
Habt ihr euch schon mal gefragt,
wie sie das hinbekommen?
Finden wir es heraus.
Unser Hauptziel bei jedem Video ist,
wirkungsvoll zu lehren.
Und um das zu schaffen,
müssen wir das Herz erreichen.
Und um das hinzubekommen,
müssen wir
eine echte Welt erschaffen,
die sich für das Publikum
authentisch anfühlt.
Sehr früh im Prozess
müssen wir uns entscheiden:
Können wir das an einer
bestehenden Location filmen
oder müssen wir
ein Set bauen?
Da wir ja
mit Spendengeldern arbeiten,
möchten wir sicherstellen,
dass diese Mittel
vernünftig verwendet werden.
Uns ist bewusst, dass die Brüder
etwas von ihrem
hart erarbeiteten Geld abgeben,
deshalb ist es so wichtig,
dass wir darauf achten,
dass beim Bau der Filmsets
kein Geld verschwendet wird.
Bevor wir ein Set bauen,
prüfen wir deshalb,
ob wir an einer bestehenden
Location drehen können.
Manchmal erlauben uns Brüder
und Schwestern aus der Umgebung,
bei ihnen zu Hause zu filmen.
Wir können auch
Genehmigungen einholen,
um an öffentlichen Orten zu drehen.
Oder auch einfach im Bethel filmen.
Für ein Video
musste das Produktionsteam
eine Szene
in einem Krankenhaus drehen,
aber anstatt ein Set zu bauen
oder in einem echten Krankenhaus
zu filmen,
haben sie auf dem Bethelgelände
ein Fenster entdeckt,
das perfekt dafür war.
Damit haben sie
einen Teil der Szene gedreht
und dann noch kommerzielles Video-
material von einem Baby hinzugefügt.
So konnten sie die Szene
schnell fertigstellen.
Manchmal können wir aber
keine bestehende Location verwenden.
Dann fangen wir an,
uns über ein Set Gedanken zu machen.
Wenn entschieden wird,
dass für eine Produktion
ein Set angefertigt werden muss,
kommt der Szenenbildner
mit dem Team zusammen
und sie besprechen,
was für den Bau benötigt wird.
Ein Kameramann erstellt
mit seinem Team dann
eine Shotlist, eine Liste
mit allen Kameraeinstellungen,
die für das Video benötigt werden.
Das hilft dem Szenenbildner
zu verstehen, was im Bild sein wird
und worauf in jeder Szene
der Fokus liegt.
So bauen wir nur das,
was auch wirklich benötigt wird,
um die Geschichte zu erzählen.
Wenn man aus dem Handwerk kommt,
baut man normalerweise so,
dass Sachen möglichst lange halten.
Beim Kulissenbau
ist das ganz anders:
Unsere Filmsets müssen
schnell aufgebaut
und schnell wieder abgebaut
werden können.
Es soll natürlich gut aussehen,
aber es muss nicht ewig halten.
Oft bauen wir Dinge,
die echt aussehen sollen,
aber nicht unbedingt
funktionieren müssen,
wie eine Küche.
Wir könnten zum Beispiel
nur eine Küchenfront bauen,
ohne funktionierende Türen
und Schubladen.
So machen wir das auch bei Treppen.
Unsere Sets
haben kein zweites Stockwerk,
aber wir bauen eine Treppe,
die andeutet,
dass es eine obere Etage gibt.
So sparen wir Zeit und Geld.
Zum Bau eines Sets
benutzen wir oft Stellwände,
also vorgefertigte Wandplatten,
die schnell aufgebaut
und leicht in ein Set
integriert werden können.
Und wenn der Dreh dann
abgeschlossen ist,
können wir sie weiterverwenden.
Wenn die Wandplatte
gestrichen war
oder Dinge daran
befestigt waren,
dann entfernen wir das
später wieder.
Wir entfernen alle Klammern
und was da sonst noch so dran war.
Dann montieren wir eine neue Lage
6 Millimeter dickes Sperrholz.
Am Ende ist die Stellwand wieder
so gut wie neu.
Manche von unseren Stellwänden
benutzen wir seit fast 10 Jahren.
Wenn wir ein neues Set bauen,
überlegen wir auch gleich,
wie wir es in der Zukunft
wiederverwenden
oder umfunktionieren können.
Als wir zum Beispiel das Hiskia-Drama
„O Jehova … auf dich vertraue ich“
gedreht haben,
bekamen wir den Hinweis,
dass wir von den Materialien
in Zukunft
so viel wie möglich
wiederverwenden sollen.
Und jetzt, fast 10 Jahre später,
sind die Materialien von damals
noch immer im Einsatz.
Unsere Abteilung macht es also
schon sehr lange,
dass wir Ressourcen
konsequent wiederverwerten.
Zum Beispiel wurde ein Set
aus dem Nehemia-Drama
fürs Josia-Drama wiederverwendet
und auch für die Serie über David.
Eins unserer Sets wurde zuerst
als modernes Klassenzimmer genutzt,
dann als Retro‑Klassenzimmer
und später
als südamerikanische Wohnung.
Wir haben sogar
einen Königreichssaal nachgebaut,
der schon bei vielen verschiedenen
Produktionen zum Einsatz kam.
Seine Größe
ist speziell dem Videodreh angepasst.
Dadurch sieht es
schon bei 30 Anwesenden so aus,
als wäre der Saal voll.
Der Nebenraum wurde auch schon
als Set für andere Räume verwendet.
Zum Beispiel haben wir ihn schon
in ein Schlafzimmer umfunktioniert
oder als Interview-Location verwendet.
Wenn wir ein Set für verschiedene
Produktionen verwenden,
machen wir uns auch immer
Gedanken darüber,
wie wir es schaffen können,
dass man es nicht wiedererkennt.
Hier kommt die Ausstattung
des Sets ins Spiel.
Mit ein paar
geschickten Handgriffen
können wir einen Raum
komplett umgestalten
und so den Eindruck erwecken,
dass es sich
um ein komplett anderes Set handelt.
Ein eindrucksvolles,
detailgetreues Set zu erschaffen,
fühlt sich echt gut an,
aber noch befriedigender ist es,
wenn man kreative Lösungen findet
oder komplexe Prozesse
vereinfachen kann.
Es ist unglaublich toll,
mit so vielen talentierten Brüdern
und Schwestern zusammenzuarbeiten,
die echt gut darin sind,
kreative Lösungen zu finden.
Sie erschaffen selbst
aus dem unscheinbarsten Ort etwas,
das durch die Kameralinse
einfach fantastisch aussieht,
und das alles, damit ihre Brüder
und Schwestern wertvolle Dinge lernen.
Das ist so schön.
Mit diesen Videos macht Jehova uns
ein wunderbares Geschenk.
Jetzt, wo wir gesehen haben,
mit wie viel Herzblut und Kreativität
diese Filmsets entstehen,
werden wir unsere Videos
bestimmt noch mal
mit ganz anderen Augen sehen.
Diesen Monat ging es darum,
wie unser Erinnerungsvermögen
unser Verhältnis
zu Jehova beeinflusst –
wenn es zu Veränderungen kommt,
wenn wir anderen Gutes tun
oder wenn wir Jehova erlauben,
uns zu veredeln.
Unsere Videopostkarte
kommt diesen Monat aus Kambodscha.
Kambodscha –
dieses Land im Herzen Südostasiens
ist bekannt
für seine lebendige Kultur
und vielfältige Küche.
Auf belebten Märkten
kaufen die Menschen
frische Zutaten für amok trei,
ein berühmtes Fischcurry,
das in Bananenblättern
zubereitet wird.
Abseits der Städte
kann man die wunderschöne Natur
des Landes bewundern.
Im Nordosten
gibt es gewaltige Wasserfälle.
Beeindruckende Wildtiere
wie der Asiatische Elefant
und der Riesenibis
leben in den Waldschutzgebieten.
Und in fast jeder Provinz des Landes
kann man Lotusfelder bestaunen.
Aus Kambodscha
stammt auch der blaue Ratanakirizirkon,
ein Edelstein
mit einem besonderen Farbton.
Sein einzigartiges Blau
entsteht durch starkes Erhitzen.
Und der Stein
behält die Farbe dauerhaft.
In den späten 1950er-Jahren
kamen die ersten Missionare
nach Kambodscha.
Doch 1965 mussten einige von ihnen,
wie George und Carol Crawford,
das Land wegen der politisch
unsicheren Lage verlassen.
Tatsächlich war die Ausübung
religiöser Aktivitäten
eine Zeit lang unmöglich.
Die Folge war,
dass es fast 25 Jahre lang
in Kambodscha
keine Zeugen Jehovas gab.
Aber Jehova hat die Menschen dort,
die ein aufrichtiges Herz haben,
nicht vergessen.
1993 wurden Jehovas Zeugen
rechtlich anerkannt,
und es konnten wieder Missionare
ins Land kommen.
Heute, 33 Jahre
nachdem die Predigttätigkeit
wieder aufgenommen wurde,
gibt es mehr als 1200 Zeugen Jehovas,
die 1400 Bibelstudien durchführen.
Hunderte Brüder und Schwestern
aus der ganzen Welt
haben sich von der schönen Natur
und den wundervollen Menschen
Kambodschas angezogen gefühlt
und sind dorthin gezogen.
Man kann gut verstehen, warum viele,
die zu Besuch gekommen sind,
die fröhlichen, aufrichtigen Menschen
dort schnell liebgewonnen haben.
Vor Kurzem hat die erste Schule
für Königreichsverkündiger
stattgefunden.
Unter den 20 Brüdern und Schwestern,
die daran teilgenommen haben,
war ein Missionarehepaar, das sich
nach so einer Schulung gesehnt hat,
seitdem es 1999 die Gileadschule
absolviert hatte.
Für die jüngeren kambodschanischen
Brüder und Schwestern war es schön,
gemeinsam
mit erfahrenen Missionaren zu lernen.
2 der Absolventen wurden
der Versammlung Chbar Ampov zugeteilt.
Zu der Versammlung gehört auch
das abgelegene Gebiet Svay Rieng,
das 120 Kilometer entfernt ist.
Dort gibt es auch eine Gruppe,
die sich zu den Zusammenkünften
per Videokonferenz zuschaltet.
Die Verkündiger von Chbar Ampov
besuchen sie regelmäßig,
um sie zu unterstützen.
Die Brüder und Schwestern
aus Chbar Ampov
und der Gruppe Svay Rieng
senden euch allen ganz herzliche Grüße.
Es tut doch richtig gut zu sehen,
wie fleißig unsere Brüder
und Schwestern
in anderen Ländern Jehova dienen.
Das war JW Broadcasting
aus der Weltzentrale
von Jehovas Zeugen.