00:00:14
Als Dozentin muss ich gut informiert sein.00:00:17
00:00:17
Als Christ muss ich das auch,
wie alle Christen.00:00:20
00:00:21
Es gibt so viele Probleme,00:00:24
00:00:24
da ist es schwer, sich aus der Politik
herauszuhalten – sehr schwer sogar.00:00:29
00:00:29
Schon als Kind hab ich Fußball geliebt.00:00:31
00:00:31
Ich komme aus einer ärmeren Gegend00:00:33
00:00:33
und da haben wir in unserer
Freizeit immer Fußball gespielt.00:00:37
00:00:38
Es gab da einen Journalisten,
dessen Beiträge ich mochte.00:00:42
00:00:42
Bei politischen Themen
war er immer objektiv.00:00:45
00:00:45
Als er sich dann sehr subjektiv
und nur noch negativ00:00:47
00:00:48
über eine bestimmte Partei geäußert hat,
fand ich das nicht mehr gut.00:00:51
00:00:54
Ich wohne im Stadtzentrum, wo die größten
politischen Demonstrationen stattfinden.00:00:58
00:00:58
Politik ist ein großes Thema hier und
jeder hat eine eindeutige Meinung dazu.00:01:03
00:01:03
Ich wusste zwar, dass wir
neutral bleiben müssen,00:01:05
00:01:06
aber insgeheim habe ich
den Demonstrationen zugestimmt.00:01:09
00:01:12
Ich bin zwar nicht rumgesprungen
oder habe gejubelt,00:01:15
00:01:15
aber innerlich hab ich mir gedacht:
„Kommt schon, wir müssen gewinnen!“00:01:19
00:01:19
Wenn dein Team die meisten
Spiele oder Pokale gewinnt,00:01:23
00:01:23
dann packt dich der Stolz,
die Stimmung, die Leidenschaft.00:01:27
00:01:28
Meine starken Emotionen hab ich mit meinem
starken Gerechtigkeitssinn begründet.00:01:32
00:01:32
Ich bin ja im Bild Jehovas geschaffen
und er ist ein gerechter Gott.00:01:35
00:01:35
Ich dachte, Neutralität zeigt sich
durch Handlungen, nicht durch Gefühle.00:01:39
00:01:41
Im Wachtturm vom April 2016 stehen
interessante Aspekte zur Neutralität.00:01:46
00:01:46
Neutral sein heißt, sich nicht
für etwas Besseres zu halten,00:01:50
00:01:50
denn für Gott sind
„alle Menschen gleich“.00:01:53
00:01:53
Der Artikel hat mir gezeigt, dass ich etwas
ändern musste; ich war nicht neutral.00:01:58
00:01:59
Also hab ich ihn noch mal gelesen.00:02:01
00:02:01
Es war, als hätte Jehova
direkt zu mir gesprochen.00:02:04
00:02:04
Das hab ich ihm im Gebet
dann auch gesagt.00:02:07
00:02:08
Die Zeitschrift hat mich
wirklich tief berührt.00:02:11
00:02:12
Ich habe den Artikel an dem Abend
mindestens dreimal gelesen.00:02:15
00:02:16
Ich war echt überrascht, wie weit ich doch
innerlich von dem weg war, was Gott wollte.00:02:21
00:02:23
Es ging in dem Artikel auch
um Nachrichten und Medien.00:02:27
00:02:27
Der Rat war, sich erst
gar nicht so viel mit00:02:31
00:02:31
politischen Nachrichten
zu beschäftigen.00:02:33
00:02:34
Eine Frage, über die ich
auch nachgedacht habe, war:00:02:37
00:02:37
Selbst wenn wir nicht mitdemonstrieren,00:02:39
00:02:39
könnte es trotzdem sein,
dass wir ihre Gesinnung teilen?00:02:42
00:02:42
Ja!
Definitiv.00:02:43
00:02:44
In dem Artikel waren mehrere Sätze
wie für mich geschrieben.00:02:48
00:02:51
Als ich aufgehört habe, mir so viele
Berichte anzusehen – und das musste ich –00:02:57
00:02:57
konnte ich mich am Arbeitsplatz
auch besser zurückhalten,00:02:59
00:02:59
wenn es um etwas aus den Nachrichten ging.00:03:02
00:03:03
Ich konnte nichts dazu sagen,
weil ich es ja nicht gesehen hatte.00:03:07
00:03:07
Wenn jemand sagte:
„Hast du gehört,00:03:09
00:03:09
dass Soundso das gesagt hat
und der andere das?“,00:03:12
00:03:12
dann hab ich gesagt:
„Nein, habe ich nicht“,00:03:15
00:03:15
und damit war das Thema vom Tisch.00:03:17
00:03:18
Im Artikel wird Römer 10:12 zitiert:00:03:21
00:03:21
Es gibt „keinen Unterschied
zwischen Juden und Griechen“;00:03:25
00:03:25
Jehova ist Herr über uns alle.00:03:27
00:03:27
Für ihn ist es egal,
welches Land wie viele Titel holt00:03:30
00:03:30
oder ob es die Weltmeisterschaft gewinnt.00:03:32
00:03:33
Für Jehova sind alle Menschen gleich.00:03:36
00:03:38
Ich habe mir einen Zettel genommen,
der gerade so rumlag,00:03:42
00:03:42
und mir die vier Hauptpunkte
aus dem Artikel aufgeschrieben –00:03:45
00:03:45
vier Punkte, die mir helfen,
neutral zu bleiben.00:03:49
00:03:49
Den Zettel habe ich immer
in meiner Handtasche,00:03:51
00:03:51
damit ich jederzeit noch
mal draufschauen kann.00:03:54
00:03:56
Es macht mir immer noch Spaß,
Fußball zu schauen.00:03:59
00:03:59
Ich spiele auch immer noch gerne Fußball
mit meinen Freunden im Bethel.00:04:02
00:04:02
Aber ich hab sehr an
meiner Einstellung gearbeitet.00:04:06
00:04:06
Nach und nach hab ich es geschafft,
Fußball nicht zu wichtig zu nehmen.00:04:10
00:04:11
Mit dieser Einstellung haben Stolz
und Nationalismus keine Chance.00:04:15
00:04:18
Ich habe aus diesem Artikel gelernt,00:04:20
00:04:20
mich beim Thema Politik zurückzuhalten
und auch innerlich neutral zu bleiben.00:04:24
00:04:24
Wenn ich überzeugt bin, dass Gottes
Königreich die einzige und beste Lösung ist,00:04:29
00:04:29
dann bleibe ich fast
automatisch neutral.00:04:31
00:04:31
Aber ich muss trotzdem noch aufpassen.00:04:33
00:04:35
Mir machts Spaß,
Wachtturm-Artikel zu studieren –00:04:37
00:04:37
besonders die, die im Alltag weiterhelfen.00:04:40
00:04:40
Die Bibel ist dann wie ein Spiegel,
der mir zeigt, was ich besser machen kann.00:04:44
00:04:45
Ich habe den Rat aus dem Artikel
umgesetzt, ich habe mich geändert.00:04:49
00:04:49
Deswegen kann ich jetzt
mit voller Überzeugung sagen:00:04:52
00:04:52
Nur das Königreich kann
die Probleme der Menschen lösen.00:04:56
Der Wachtturm – Anleitung fürs Leben: In einer zerstrittenen Welt neutral bleiben
-
Der Wachtturm – Anleitung fürs Leben: In einer zerstrittenen Welt neutral bleiben
Als Dozentin muss ich gut informiert sein.
Als Christ muss ich das auch,
wie alle Christen.
Es gibt so viele Probleme,
da ist es schwer, sich aus der Politik
herauszuhalten – sehr schwer sogar.
Schon als Kind hab ich Fußball geliebt.
Ich komme aus einer ärmeren Gegend
und da haben wir in unserer
Freizeit immer Fußball gespielt.
Es gab da einen Journalisten,
dessen Beiträge ich mochte.
Bei politischen Themen
war er immer objektiv.
Als er sich dann sehr subjektiv
und nur noch negativ
über eine bestimmte Partei geäußert hat,
fand ich das nicht mehr gut.
Ich wohne im Stadtzentrum, wo die größten
politischen Demonstrationen stattfinden.
Politik ist ein großes Thema hier und
jeder hat eine eindeutige Meinung dazu.
Ich wusste zwar, dass wir
neutral bleiben müssen,
aber insgeheim habe ich
den Demonstrationen zugestimmt.
Ich bin zwar nicht rumgesprungen
oder habe gejubelt,
aber innerlich hab ich mir gedacht:
„Kommt schon, wir müssen gewinnen!“
Wenn dein Team die meisten
Spiele oder Pokale gewinnt,
dann packt dich der Stolz,
die Stimmung, die Leidenschaft.
Meine starken Emotionen hab ich mit meinem
starken Gerechtigkeitssinn begründet.
Ich bin ja im Bild Jehovas geschaffen
und er ist ein gerechter Gott.
Ich dachte, Neutralität zeigt sich
durch Handlungen, nicht durch Gefühle.
Im Wachtturm vom April 2016 stehen
interessante Aspekte zur Neutralität.
Neutral sein heißt, sich nicht
für etwas Besseres zu halten,
denn für Gott sind
„alle Menschen gleich“.
Der Artikel hat mir gezeigt, dass ich etwas
ändern musste; ich war nicht neutral.
Also hab ich ihn noch mal gelesen.
Es war, als hätte Jehova
direkt zu mir gesprochen.
Das hab ich ihm im Gebet
dann auch gesagt.
Die Zeitschrift hat mich
wirklich tief berührt.
Ich habe den Artikel an dem Abend
mindestens dreimal gelesen.
Ich war echt überrascht, wie weit ich doch
innerlich von dem weg war, was Gott wollte.
Es ging in dem Artikel auch
um Nachrichten und Medien.
Der Rat war, sich erst
gar nicht so viel mit
politischen Nachrichten
zu beschäftigen.
Eine Frage, über die ich
auch nachgedacht habe, war:
Selbst wenn wir nicht mitdemonstrieren,
könnte es trotzdem sein,
dass wir ihre Gesinnung teilen?
Ja!
Definitiv.
In dem Artikel waren mehrere Sätze
wie für mich geschrieben.
Als ich aufgehört habe, mir so viele
Berichte anzusehen – und das musste ich –
konnte ich mich am Arbeitsplatz
auch besser zurückhalten,
wenn es um etwas aus den Nachrichten ging.
Ich konnte nichts dazu sagen,
weil ich es ja nicht gesehen hatte.
Wenn jemand sagte:
„Hast du gehört,
dass Soundso das gesagt hat
und der andere das?“,
dann hab ich gesagt:
„Nein, habe ich nicht“,
und damit war das Thema vom Tisch.
Im Artikel wird Römer 10:12 zitiert:
Es gibt „keinen Unterschied
zwischen Juden und Griechen“;
Jehova ist Herr über uns alle.
Für ihn ist es egal,
welches Land wie viele Titel holt
oder ob es die Weltmeisterschaft gewinnt.
Für Jehova sind alle Menschen gleich.
Ich habe mir einen Zettel genommen,
der gerade so rumlag,
und mir die vier Hauptpunkte
aus dem Artikel aufgeschrieben –
vier Punkte, die mir helfen,
neutral zu bleiben.
Den Zettel habe ich immer
in meiner Handtasche,
damit ich jederzeit noch
mal draufschauen kann.
Es macht mir immer noch Spaß,
Fußball zu schauen.
Ich spiele auch immer noch gerne Fußball
mit meinen Freunden im Bethel.
Aber ich hab sehr an
meiner Einstellung gearbeitet.
Nach und nach hab ich es geschafft,
Fußball nicht zu wichtig zu nehmen.
Mit dieser Einstellung haben Stolz
und Nationalismus keine Chance.
Ich habe aus diesem Artikel gelernt,
mich beim Thema Politik zurückzuhalten
und auch innerlich neutral zu bleiben.
Wenn ich überzeugt bin, dass Gottes
Königreich die einzige und beste Lösung ist,
dann bleibe ich fast
automatisch neutral.
Aber ich muss trotzdem noch aufpassen.
Mir machts Spaß,
Wachtturm-Artikel zu studieren –
besonders die, die im Alltag weiterhelfen.
Die Bibel ist dann wie ein Spiegel,
der mir zeigt, was ich besser machen kann.
Ich habe den Rat aus dem Artikel
umgesetzt, ich habe mich geändert.
Deswegen kann ich jetzt
mit voller Überzeugung sagen:
Nur das Königreich kann
die Probleme der Menschen lösen.
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