00:00:10
Für ein paar Minuten00:00:11
00:00:11
möchte ich über das Thema sprechen00:00:13
00:00:13
„Wir erinnern uns00:00:15
00:00:15
unablässig eures Ausharrens“.00:00:18
00:00:18
Was ist Ausharren?00:00:19
00:00:19
Das Wort in den griechischen
Schriften hat den Sinn von00:00:23
00:00:23
„nicht aufgeben“ und „durchhalten“,00:00:26
00:00:26
„bei Schwierigkeiten standhaft bleiben“.00:00:29
00:00:29
Aber es bedeutet mehr, als schwierige
Umstände einfach nur auszuhalten.00:00:34
00:00:34
Ein Christ, der ausharrt, hat echte Hoffnung.00:00:37
00:00:37
Er oder sie ist überzeugt, dass,
wie es in 2. Korinther 4:17 heißt,00:00:43
00:00:43
„die Drangsal von kurzer
Dauer und leicht ist“00:00:46
00:00:46
im Vergleich zu der Belohnung,
die ewig dauert.00:00:50
00:00:57
Um zu veranschaulichen,
wie wichtig Ausharren ist,00:01:01
00:01:01
seht ihr hier ein paar Koffer –
kleine und große.00:01:04
00:01:07
Allerdings wissen wir nicht,
wie schwer jeder Koffer ist.00:01:10
00:01:10
Das kommt darauf an, was drin ist.00:01:13
00:01:13
Manch großer Koffer kann
überraschend leicht sein,00:01:18
00:01:20
manche kleinen überraschend schwer.00:01:23
00:01:31
Das veranschaulicht gut,
was auf uns zukommt,00:01:34
00:01:34
wenn wir uns Jehova hingeben und
den Wettlauf des Lebens beginnen.00:01:39
00:01:39
Zunächst wissen wir vielleicht nicht,
welche Lasten wir noch tragen müssen.00:01:43
00:01:43
Vielleicht sorgen wir uns um Dinge,
die große Prüfungen zu sein scheinen,00:01:48
00:01:48
nur um festzustellen, dass sie nicht
so erdrückend sind, wie befürchtet.00:01:53
00:01:53
Andererseits könnten
scheinbar leichte Lasten,00:01:57
00:01:57
wie etwa in der Ehe
miteinander auszukommen,00:02:00
00:02:00
schwerer sein als gedacht.00:02:02
00:02:04
Dann gibt es noch
unerwartete Glaubensprüfungen –00:02:08
00:02:08
gesundheitliche,00:02:10
00:02:11
finanzielle oder familiäre Schwierigkeiten00:02:14
00:02:14
und persönliche Enttäuschungen.00:02:17
00:02:18
All das erfordert Ausharren.00:02:22
00:02:26
Die leitende Körperschaft möchte,
dass ihr wisst,00:02:29
00:02:29
wie sehr wir euch wegen eures
standhaften Ausharrens lieben.00:02:33
00:02:34
1. Thessalonicher 1:2, 300:02:37
00:02:37
fasst unsere Gefühle schön zusammen.00:02:39
00:02:39
Dort schrieb Paulus an treue Christen:00:02:43
00:02:47
„Wir danken Gott allezeit, wenn wir euch
alle in unseren Gebeten erwähnen,00:02:52
00:02:53
denn wir erinnern uns unablässig
eures Glaubenswerkes00:02:57
00:02:57
und eurer liebevollen anstrengenden Arbeit00:03:00
00:03:00
und eures Ausharrens
als Folge eurer Hoffnung,00:03:03
00:03:03
die ihr auf unseren Herrn Jesus Christus
vor unserem Gott und Vater setzt.“00:03:08
00:03:11
Wie schön das unsere Gefühle ausdrückt!00:03:14
00:03:14
Eure Treue,00:03:15
00:03:15
Lauterkeit und euer Ausharren00:03:18
00:03:18
ermutigen und stärken uns!00:03:20
00:03:26
Bei allen Belastungen
sind zwei Dinge sicher:00:03:29
00:03:29
Jehova weiß, wie schwer eure Last ist,00:03:33
00:03:33
und kann euch die Kraft geben,
sie zu tragen.00:03:37
00:03:39
Denkt über die erste Aussage nach:00:03:42
00:03:42
Jehova weiß, wie schwer eure Last ist.00:03:45
00:03:46
Woher wissen wir das?00:03:47
00:03:47
Schlagt einmal Hebräer 6:10 auf.00:03:51
00:03:55
Hier erklärt uns Paulus,00:03:57
00:03:57
selbst ein gutes Beispiel für Ausharren,00:03:59
00:03:59
warum sich unser Ausharren lohnt.00:04:02
00:04:07
Hebräer 6:10:00:04:09
00:04:09
„Denn Gott ist nicht ungerecht,00:04:11
00:04:11
dass er eure Arbeit und
die Liebe vergessen würde,00:04:14
00:04:14
die ihr seinem Namen
gegenüber erzeigt habt,00:04:17
00:04:17
indem ihr den Heiligen dientet
und noch dient.“00:04:21
00:04:24
Stellt euch das vor:00:04:25
00:04:26
Jehova hält es für ungerecht,00:04:28
00:04:28
euer Ausharren für
selbstverständlich zu nehmen.00:04:31
00:04:31
Er würdigt eure Arbeit nicht nur,00:04:34
00:04:34
er hilft euch auch, eure Last zu tragen.00:04:38
00:04:42
Woher wissen wir das?00:04:44
00:04:44
Schlagt Philipper 4:12, 13 auf,00:04:49
00:04:53
und achtet darauf, was Paulus, dieses
Beispiel des Ausharrens, hier sagt.00:04:59
00:05:01
Bevor wir das jetzt lesen:00:05:03
00:05:03
Vielleicht denken wir an Paulus als
den Neuling im christlichen Glauben,00:05:08
00:05:08
und verglichen mit anderen war er das auch.00:05:11
00:05:12
Doch als er um 60 oder 61 u. Z.
an die Philipper schrieb,00:05:17
00:05:18
war er schon auf viele
Hindernisse gestoßen.00:05:20
00:05:21
Er musste viele schwere Lasten tragen.00:05:24
00:05:25
Er führt in diesen Versen einige auf,00:05:27
00:05:28
doch im zweiten Teil
von Vers 12 schreibt er:00:05:31
00:05:36
„In allem und unter allen Umständen00:05:39
00:05:39
habe ich das Geheimnis kennengelernt,00:05:41
00:05:41
sowohl satt zu sein als auch zu hungern,00:05:45
00:05:45
sowohl Überfluss zu haben
als auch Mangel zu leiden.“00:05:50
00:05:54
Beachtet, was er in Vers 13 sagt:00:05:57
00:05:57
„Für alles bin ich stark durch
den, der mir Kraft verleiht.“00:06:02
00:06:03
Was bedeutet das für uns?00:06:05
00:06:06
Welche Last wir als Christen
auch immer zu tragen haben,00:06:10
00:06:10
wir tun dies nicht aus eigener Kraft.00:06:13
00:06:13
Jehova hilft uns, sie zu tragen.00:06:15
00:06:15
Er wird uns die nötige Kraft geben.00:06:19
00:06:21
Paulus wusste das,00:06:23
00:06:23
denn er hatte das selbst mit Jehova erlebt,00:06:26
00:06:26
er spürte Jehovas Hilfe in seinem Leben.00:06:30
00:06:32
Wie?00:06:33
00:06:37
Nun, betrachten wir, was Paulus auf
seiner ersten Missionsreise durchmachte.00:06:41
00:06:41
Eine aufregende Aufgabe lag vor Paulus,
Barnabas und ihren Begleitern.00:06:46
00:06:47
Sollte es eine leichte Last sein,
voller schöner Erfahrungen,00:06:51
00:06:51
oder würde diese
Zuteilung Probleme bringen,00:06:54
00:06:55
manche schwerer als erwartet?00:06:57
00:06:58
Finden wir es heraus.00:07:00
00:07:00
Eine der ersten Stationen
war Antiochia in Pisidien.00:07:05
00:07:05
Hier hatten Paulus und
seine Gefährten großen Erfolg.00:07:08
00:07:09
Die Leute baten sie sogar,00:07:10
00:07:10
am nächsten Sabbat wieder-
zukommen und mehr zu erzählen.00:07:14
00:07:16
Sieht das nicht nach
einer leichten Last aus?00:07:19
00:07:20
Doch Paulus’ Rückbesuch lief nicht
so glatt ab, wie vielleicht erwartet.00:07:24
00:07:24
Obwohl einige die gute Botschaft annahmen,00:07:27
00:07:27
hetzten Gegner die Menge so auf,00:07:29
00:07:29
dass Paulus und seine Kameraden
aus der Stadt geworfen wurden.00:07:34
00:07:40
Ihr nächster Halt war Ikonion,00:07:43
00:07:43
von Antiochia aus etwa
160 Kilometer entfernt.00:07:47
00:07:47
Paulus konnte keinen Zug,
Bus, oder ein Taxi nehmen;00:07:51
00:07:51
er musste zu Fuß reisen.00:07:54
00:07:55
Lief es für ihn besser, als er dort ankam?00:07:58
00:07:58
Würde das Predigen dort eine
leichtere Last sein als in Antiochia?00:08:03
00:08:05
Na ja, einige nahmen
seine Botschaft schon an,00:08:09
00:08:09
doch dann zettelten Gegner Widerstand an.00:08:12
00:08:12
Schon bald mussten Paulus
und die anderen wieder fliehen.00:08:16
00:08:23
Diesmal gingen sie etwa
30 Kilometer nach Lystra.00:08:27
00:08:27
Zunächst lief es dort gut.00:08:30
00:08:30
Paulus und Barnabas
wurden für Götter gehalten00:08:33
00:08:33
und gaben in Lystra ein gutes Zeugnis
über ihren mächtigen Schöpfer.00:08:37
00:08:38
Doch dann kamen ihnen die Gegner
aus Antiochia und Ikonion hinterher.00:08:43
00:08:43
Manche von ihnen hassten Paulus so sehr,00:08:46
00:08:46
dass sie über 160 Kilometer liefen,
um ihn anzugreifen.00:08:52
00:08:58
Als sie ihn fanden, steinigten sie ihn,00:09:00
00:09:00
zerrten ihn aus der Stadt
und ließen ihn wie tot liegen.00:09:04
00:09:04
Dachte Paulus nun, diese Last
würde zu schwer um sie zu tragen?00:09:09
00:09:09
Gab er der Entmutigung nach,00:09:11
00:09:11
weil Gegner ihn hassten
und sogar tätlich angriffen?00:09:15
00:09:18
Nein. Paulus hatte Ausharren.00:09:21
00:09:21
Und wer ausharrt, gibt
niemals die Hoffnung auf,00:09:25
00:09:25
auch nicht bei Verfolgung.00:09:27
00:09:31
Also was tat Paulus?00:09:32
00:09:33
Er predigte einfach weiter,
diesmal in Derbe.00:09:37
00:09:37
Wie anstrengend es für Paulus
gewesen sein musste,00:09:40
00:09:40
etwa 100 Kilometer nach Derbe zu laufen,00:09:43
00:09:43
nur einen Tag nachdem er fast
zu Tode gesteinigt worden war.00:09:47
00:09:47
Dennoch war die Reise die Mühe wert,00:09:50
00:09:51
denn in Derbe machten Paulus und
seine Gefährten viele Jünger.00:09:55
00:10:05
Wie ihr seht, gab Paulus
trotz Schwierigkeiten nicht auf.00:10:09
00:10:09
Er predigte weiter.00:10:12
00:10:12
Doch dann tat Paulus noch mehr.00:10:14
00:10:14
In Apostelgeschichte 14 steht etwas,00:10:17
00:10:17
das Paulus als Mann des
Ausharrens auszeichnet.00:10:21
00:10:28
In Apostelgeschichte 14:21 lesen wir:00:10:32
00:10:32
„Nachdem sie die gute Botschaft
jener Stadt verkündet00:10:35
00:10:35
und ziemlich viele zu
Jüngern gemacht hatten,00:10:38
00:10:38
kehrten sie nach Lystra und nach Ikonion
und nach Antiochia zurück.“00:10:44
00:10:44
Stellt euch vor, Paulus und seine Begleiter
gingen genau dorthin zurück,00:10:50
00:10:50
wo sie grausam verfolgt worden waren.00:10:52
00:10:52
Warum?00:10:54
00:10:54
Vers 22 sagt:00:10:57
00:11:00
„Sie stärkten die Jünger,00:11:02
00:11:02
indem sie sie ermunterten, im
Glauben zu bleiben, und sagten:00:11:06
00:11:06
‚Wir müssen durch viele Drangsale
in das Königreich Gottes eingehen.‘“00:11:11
00:11:15
Ist das nicht seltsam?00:11:17
00:11:17
Wie konnte Paulus die Jünger mit der
Ankündigung „vieler Drangsale“ ermutigen?00:11:22
00:11:22
Das ist doch deprimierend,
nicht ermutigend.00:11:26
00:11:30
Sehen wir genau hin.00:11:32
00:11:32
Er sagte nicht einfach:
„Wir müssen viele Drangsale erleiden.“00:11:37
00:11:37
Er sagte:00:11:38
00:11:38
„Wir müssen durch viele Drangsale
in das Königreich Gottes eingehen.“00:11:44
00:11:48
Paulus betonte das gute
Ergebnis des Ausharrens00:11:52
00:11:52
und das stärkte die Jünger.00:11:54
00:11:54
Wie Jesus in Matthäus 10:22 sagte:00:11:58
00:11:59
„Wer aber bis zum Ende ausgeharrt
haben wird, der wird gerettet werden.“00:12:05
00:12:06
Die Lehre für uns?00:12:08
00:12:11
Ausharren ist mehr, als in einer schwierigen
Situation einfach nur durchzuhalten.00:12:17
00:12:17
Es bedeutet, die Hoffnung
klar vor Augen zu behalten.00:12:21
00:12:21
Es bedeutet, gemäß 2. Korinther 4:1700:12:25
00:12:25
persönlich überzeugt zu sein,00:12:27
00:12:27
dass „die Drangsal von
kurzer Dauer und leicht ist“,00:12:31
00:12:31
doch die Belohnung ewig dauert.00:12:35
00:12:45
.00:12:46
Mark Sanderson: Wir erinnern uns unablässig eures Ausharrens
-
Mark Sanderson: Wir erinnern uns unablässig eures Ausharrens
Für ein paar Minuten
möchte ich über das Thema sprechen
„Wir erinnern uns
unablässig eures Ausharrens“.
Was ist Ausharren?
Das Wort in den griechischen
Schriften hat den Sinn von
„nicht aufgeben“ und „durchhalten“,
„bei Schwierigkeiten standhaft bleiben“.
Aber es bedeutet mehr, als schwierige
Umstände einfach nur auszuhalten.
Ein Christ, der ausharrt, hat echte Hoffnung.
Er oder sie ist überzeugt, dass,
wie es in 2. Korinther 4:17 heißt,
„die Drangsal von kurzer
Dauer und leicht ist“
im Vergleich zu der Belohnung,
die ewig dauert.
Um zu veranschaulichen,
wie wichtig Ausharren ist,
seht ihr hier ein paar Koffer –
kleine und große.
Allerdings wissen wir nicht,
wie schwer jeder Koffer ist.
Das kommt darauf an, was drin ist.
Manch großer Koffer kann
überraschend leicht sein,
manche kleinen überraschend schwer.
Das veranschaulicht gut,
was auf uns zukommt,
wenn wir uns Jehova hingeben und
den Wettlauf des Lebens beginnen.
Zunächst wissen wir vielleicht nicht,
welche Lasten wir noch tragen müssen.
Vielleicht sorgen wir uns um Dinge,
die große Prüfungen zu sein scheinen,
nur um festzustellen, dass sie nicht
so erdrückend sind, wie befürchtet.
Andererseits könnten
scheinbar leichte Lasten,
wie etwa in der Ehe
miteinander auszukommen,
schwerer sein als gedacht.
Dann gibt es noch
unerwartete Glaubensprüfungen –
gesundheitliche,
finanzielle oder familiäre Schwierigkeiten
und persönliche Enttäuschungen.
All das erfordert Ausharren.
Die leitende Körperschaft möchte,
dass ihr wisst,
wie sehr wir euch wegen eures
standhaften Ausharrens lieben.
1. Thessalonicher 1:2, 3
fasst unsere Gefühle schön zusammen.
Dort schrieb Paulus an treue Christen:
„Wir danken Gott allezeit, wenn wir euch
alle in unseren Gebeten erwähnen,
denn wir erinnern uns unablässig
eures Glaubenswerkes
und eurer liebevollen anstrengenden Arbeit
und eures Ausharrens
als Folge eurer Hoffnung,
die ihr auf unseren Herrn Jesus Christus
vor unserem Gott und Vater setzt.“
Wie schön das unsere Gefühle ausdrückt!
Eure Treue,
Lauterkeit und euer Ausharren
ermutigen und stärken uns!
Bei allen Belastungen
sind zwei Dinge sicher:
Jehova weiß, wie schwer eure Last ist,
und kann euch die Kraft geben,
sie zu tragen.
Denkt über die erste Aussage nach:
Jehova weiß, wie schwer eure Last ist.
Woher wissen wir das?
Schlagt einmal Hebräer 6:10 auf.
Hier erklärt uns Paulus,
selbst ein gutes Beispiel für Ausharren,
warum sich unser Ausharren lohnt.
Hebräer 6:10:
„Denn Gott ist nicht ungerecht,
dass er eure Arbeit und
die Liebe vergessen würde,
die ihr seinem Namen
gegenüber erzeigt habt,
indem ihr den Heiligen dientet
und noch dient.“
Stellt euch das vor:
Jehova hält es für ungerecht,
euer Ausharren für
selbstverständlich zu nehmen.
Er würdigt eure Arbeit nicht nur,
er hilft euch auch, eure Last zu tragen.
Woher wissen wir das?
Schlagt Philipper 4:12, 13 auf,
und achtet darauf, was Paulus, dieses
Beispiel des Ausharrens, hier sagt.
Bevor wir das jetzt lesen:
Vielleicht denken wir an Paulus als
den Neuling im christlichen Glauben,
und verglichen mit anderen war er das auch.
Doch als er um 60 oder 61 u. Z.
an die Philipper schrieb,
war er schon auf viele
Hindernisse gestoßen.
Er musste viele schwere Lasten tragen.
Er führt in diesen Versen einige auf,
doch im zweiten Teil
von Vers 12 schreibt er:
„In allem und unter allen Umständen
habe ich das Geheimnis kennengelernt,
sowohl satt zu sein als auch zu hungern,
sowohl Überfluss zu haben
als auch Mangel zu leiden.“
Beachtet, was er in Vers 13 sagt:
„Für alles bin ich stark durch
den, der mir Kraft verleiht.“
Was bedeutet das für uns?
Welche Last wir als Christen
auch immer zu tragen haben,
wir tun dies nicht aus eigener Kraft.
Jehova hilft uns, sie zu tragen.
Er wird uns die nötige Kraft geben.
Paulus wusste das,
denn er hatte das selbst mit Jehova erlebt,
er spürte Jehovas Hilfe in seinem Leben.
Wie?
Nun, betrachten wir, was Paulus auf
seiner ersten Missionsreise durchmachte.
Eine aufregende Aufgabe lag vor Paulus,
Barnabas und ihren Begleitern.
Sollte es eine leichte Last sein,
voller schöner Erfahrungen,
oder würde diese
Zuteilung Probleme bringen,
manche schwerer als erwartet?
Finden wir es heraus.
Eine der ersten Stationen
war Antiochia in Pisidien.
Hier hatten Paulus und
seine Gefährten großen Erfolg.
Die Leute baten sie sogar,
am nächsten Sabbat wieder-
zukommen und mehr zu erzählen.
Sieht das nicht nach
einer leichten Last aus?
Doch Paulus’ Rückbesuch lief nicht
so glatt ab, wie vielleicht erwartet.
Obwohl einige die gute Botschaft annahmen,
hetzten Gegner die Menge so auf,
dass Paulus und seine Kameraden
aus der Stadt geworfen wurden.
Ihr nächster Halt war Ikonion,
von Antiochia aus etwa
160 Kilometer entfernt.
Paulus konnte keinen Zug,
Bus, oder ein Taxi nehmen;
er musste zu Fuß reisen.
Lief es für ihn besser, als er dort ankam?
Würde das Predigen dort eine
leichtere Last sein als in Antiochia?
Na ja, einige nahmen
seine Botschaft schon an,
doch dann zettelten Gegner Widerstand an.
Schon bald mussten Paulus
und die anderen wieder fliehen.
Diesmal gingen sie etwa
30 Kilometer nach Lystra.
Zunächst lief es dort gut.
Paulus und Barnabas
wurden für Götter gehalten
und gaben in Lystra ein gutes Zeugnis
über ihren mächtigen Schöpfer.
Doch dann kamen ihnen die Gegner
aus Antiochia und Ikonion hinterher.
Manche von ihnen hassten Paulus so sehr,
dass sie über 160 Kilometer liefen,
um ihn anzugreifen.
Als sie ihn fanden, steinigten sie ihn,
zerrten ihn aus der Stadt
und ließen ihn wie tot liegen.
Dachte Paulus nun, diese Last
würde zu schwer um sie zu tragen?
Gab er der Entmutigung nach,
weil Gegner ihn hassten
und sogar tätlich angriffen?
Nein. Paulus hatte Ausharren.
Und wer ausharrt, gibt
niemals die Hoffnung auf,
auch nicht bei Verfolgung.
Also was tat Paulus?
Er predigte einfach weiter,
diesmal in Derbe.
Wie anstrengend es für Paulus
gewesen sein musste,
etwa 100 Kilometer nach Derbe zu laufen,
nur einen Tag nachdem er fast
zu Tode gesteinigt worden war.
Dennoch war die Reise die Mühe wert,
denn in Derbe machten Paulus und
seine Gefährten viele Jünger.
Wie ihr seht, gab Paulus
trotz Schwierigkeiten nicht auf.
Er predigte weiter.
Doch dann tat Paulus noch mehr.
In Apostelgeschichte 14 steht etwas,
das Paulus als Mann des
Ausharrens auszeichnet.
In Apostelgeschichte 14:21 lesen wir:
„Nachdem sie die gute Botschaft
jener Stadt verkündet
und ziemlich viele zu
Jüngern gemacht hatten,
kehrten sie nach Lystra und nach Ikonion
und nach Antiochia zurück.“
Stellt euch vor, Paulus und seine Begleiter
gingen genau dorthin zurück,
wo sie grausam verfolgt worden waren.
Warum?
Vers 22 sagt:
„Sie stärkten die Jünger,
indem sie sie ermunterten, im
Glauben zu bleiben, und sagten:
‚Wir müssen durch viele Drangsale
in das Königreich Gottes eingehen.‘“
Ist das nicht seltsam?
Wie konnte Paulus die Jünger mit der
Ankündigung „vieler Drangsale“ ermutigen?
Das ist doch deprimierend,
nicht ermutigend.
Sehen wir genau hin.
Er sagte nicht einfach:
„Wir müssen viele Drangsale erleiden.“
Er sagte:
„Wir müssen durch viele Drangsale
in das Königreich Gottes eingehen.“
Paulus betonte das gute
Ergebnis des Ausharrens
und das stärkte die Jünger.
Wie Jesus in Matthäus 10:22 sagte:
„Wer aber bis zum Ende ausgeharrt
haben wird, der wird gerettet werden.“
Die Lehre für uns?
Ausharren ist mehr, als in einer schwierigen
Situation einfach nur durchzuhalten.
Es bedeutet, die Hoffnung
klar vor Augen zu behalten.
Es bedeutet, gemäß 2. Korinther 4:17
persönlich überzeugt zu sein,
dass „die Drangsal von
kurzer Dauer und leicht ist“,
doch die Belohnung ewig dauert.
.
-