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Mutige Vorbilder in der Schöpfung

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Löwen sind für ihren Mut bekannt.
Der Löwe ist die größte Katze,
die es in Afrika gibt.
Ein ausgewachsenes Männchen kann
über 200 Kilogramm schwer werden.
Die kleineren Weibchen bringen
es auf bis zu 180 Kilogramm.
Löwen sind gute Jäger
und erlegen sogar große Tiere,
wie Büffel und Flusspferde.
Löwen leben im Gegensatz zu allen
anderen Katzenarten in einem Rudel.
Zu so einem Rudel gehören
miteinander verwandte Weibchen
und ihre Jungtiere sowie einige Männchen.
Ein ausgewachsener, gesunder Löwe
hat keine natürlichen Feinde.
Trotzdem gibt es eine Gefahr für ihn.
Woher kommt die?
Von anderen Löwen.
Löwen haben ein ausge-
prägtes Revierverhalten.
Um ein Revier zu übernehmen,
greifen sie andere Löwen an
und töten sie mitunter sogar.
Eine andere Gefahr
besteht für die Jungtiere.
Andere Männchen, die sich zu
kleineren Gruppen finden,
versuchen das Rudel zu übernehmen.
Sie versuchen, die alten
Revierbesitzer zu vertreiben
und die Jungtiere der ver-
triebenen Männchen zu töten.
Anschließend können die neuen Rudel-
führer eigene Nachkommen zeugen.
Auf sich allein gestellt
wären die Kleinen schutzlos.
Aber die Löwen verteidigen ihre
Jungen mutig vor anderen Löwen.
Das machen sowohl Männchen
als auch Weibchen.
Ein Weibchen riskiert sogar ihr eigenes
Leben, um ihre Jungen zu schützen.
Mitunter hat sie dabei Hilfe von
anderen Weibchen aus dem Rudel.
So haben die Jungen eine
höhere Überlebenschance.
Pferde spielten früher in
Kriegen eine wichtige Rolle.
Ein dahinstürmendes Pferd
war eine mächtige Waffe.
Allein der Anblick einer Kavallerie
oder der Anblick von Streitwagen
konnte gegnerische Truppen einschüchtern.
Um im Kampf wirkungsvoll zu sein,
mussten Pferde aber
entsprechend trainiert werden,
denn sie sind nicht von Natur aus mutig.
Ohne Training wäre ein Pferd auf
dem Schlachtfeld sogar von Nachteil.
Warum?
Da Pferde ein feines Gehör haben
und sehr gut sehen können,
erschrecken sie schnell.
Pferde haben ein Gesichtsfeld
von annähernd 360 Grad.
Die Schlachtfelder waren voll mit Dingen,
deren Anblick Pferde in
Schrecken versetzen konnte.
Daher verwendete man manchmal Scheuklappen.
Pferde haben 16 Muskeln,
mit denen sie ihre Ohren unabhängig
voneinander bewegen können.
So können sie besonders gut hören
und Gefahren viel früher
wahrnehmen als der Mensch.
Es bestand ständig die Gefahr,
dass Pferde in der Schlacht
in Panik geraten und durchgehen.
Die Soldaten versuchten daher gezielt,
die feindlichen Pferde scheu zu machen.
Wie wurden Pferde auf
die Schlacht vorbereitet?
Es wurden Szenen und Geräusche
von einem Schlachtfeld nachgestellt
und so konnten sich die Pferde daran
gewöhnen und ihre Angst überwinden.
Ein gut trainiertes Pferd ergreift beim
Schall des Kriegs nicht die Flucht,
sondern stürzt sich mutig in die Schlacht.
Im südasiatischen Raum lebt ein kleines
aber erstaunlich furchtloses Säugetier –
der indische Mungo.
Dieser pelzige Geselle ist von Kopf bis
Schwanzende nicht mal einen Meter lang.
Trotz seiner geringen Körperlänge
ist er doch ein mutiges Raubtier.
Auf seinem Speiseplan stehen
verschiedene kleine Tiere.
Doch berühmt ist er dafür, Giftschlangen
wie die Königskobra zu jagen.
Einige Mungos, wie der indische
Mungo, sind dafür bekannt,
Giftschlangen töten zu können.
Aber wodurch ist der Mungo im Kampf
mit einer Giftschlange geschützt?
Einerseits durch sein dichtes Fell.
Seine borstigen Haare stellen sich auf,
wenn er angespannt und angriffslustig ist.
Das Fell ist wie eine Art Schutzschicht,
die die Schlange mit ihrem Biss
nicht so leicht durchdringen kann.
Falls sie es doch mal schafft, hat der
Mungo einen inneren Abwehrmechanismus:
Er ist im gewissen Maß immun
gegen das Schlangengift.
Der Mungo ist ungemein flink und wendig.
Sobald die Schlange zubeißen will,
weicht der Mungo blitzschnell aus.
Außerdem ist er erstaunlich ausdauernd.
Wenn die Schlange schon müde ist,
kann der Mungo noch weiterkämpfen.
Wenn er zum entscheidenden Angriff ansetzt,
beißt er an genau der richtigen Stelle zu,
um die Schlange zu töten.
Der Mungo ist mit Abwehrmechanismen
und Fähigkeiten ausgestattet,
mit denen er die Schlange
furchtlos besiegen kann.
Kolibris gehören zu den kleinsten Vögeln.
Sie leben nur in Nord- und Südamerika.
Die meisten der 300 bekannten Arten
sind zwischen 6 und 12 cm groß.
Der Flügelschlag der Kolibris erscheint
für das menschliche Auge nur verschwommen.
Da dieser kleine Vogel so
schnell mit den Flügeln schlägt,
erzeugt er ein summendes Geräusch.
Je kleiner der Kolibri, desto
schneller der Flügelschlag.
Bei größeren Kolibris sind es etwa
10 bis 20 Flügelschläge pro Sekunde,
bei kleineren im normalen Flug
sogar 70 bis 80 pro Sekunde.
Kolibris können vorwärts
und rückwärts fliegen,
seitwärts,
senkrecht
und für kurze Zeit sogar über Kopf.
Bei der Nektaraufnahme
schweben sie auf der Stelle.
Charmant sind diese wunderschönen
kleinen Vögel jedoch nicht immer.
Vehement verteidigen sie
ihre bevorzugten Futterquellen
und versuchen andere Kolibris
zu vertreiben, die dort auftauchen.
Die Weibchen verteidigen ihre Nester.
Die Männchen der meisten Kolibriarten
verteidigen ihre Brutstätten –
besonders während der Paarungszeit.
Als Flugkünstler können Kolibris
auch viel größere Vögel wie
Krähen und Falken verjagen.
Sie gehen sogar im Sturzflug
auf Menschen los.
Diese Vögel mögen zwar klein sein,
aber sie sind stets bereit, sich selbst
und lebenswichtige Dinge zu verteidigen.
Eine Herde Afrikanischer Elefanten
ist ein eindrucksvoller Anblick.
Zu so einer Elefantenfamilie gehören mit-
einander verwandte Kühe und ihre Kälber.
In dem engen Familienverband unter-
stützen sich die Mitglieder gegenseitig.
Elefanten haben ein
ausgezeichnetes Gedächtnis.
Das stärkt ihre soziale Bindung.
Selbst wenn sie lange Zeit getrennt waren,
können sie einander wiedererkennen.
Geht es einem jungen Elefanten nicht
so gut, wird er von älteren Elefanten
durch Körperkontakt oder Betasten
mit dem Rüssel beruhigt und getröstet.
Ist ein Elefant schwach oder verletzt,
versuchen andere Elefanten, ihm auf
die Beine zu helfen und ihn zu stützen.
Junge Elefanten lernen von
den älteren Familienmitgliedern
wichtige Überlebenstechniken, zum
Beispiel wo man Nahrung und Wasser findet.
Um bei einer Dürre an Wasser zu kommen,
muss die Herde manchmal
weite Strecken zurücklegen.
Ältere Elefanten führen die Gruppe an
und helfen den Jüngeren,
den Marsch zu bewältigen.
Woher kennen die Elefanten den Weg?
Ältere Elefanten wissen noch nach
Jahrzehnten, wo es Wasser gibt,
auch wenn die Wasserstellen viele
hundert Kilometer entfernt sind.
So lernt der Nachwuchs,
wo Wasser zu finden ist.
Die Familie bietet auch
Schutz vor Raubtieren.
Um sich und die Familie zu verteidigen,
setzt ein Elefant seine Stoßzähne,
seinen Rüssel und seine Füße ein.
Bei Gefahr umringen die
erwachsenen Tiere die Kälber,
sodass die Raubtiere
nicht an sie herankommen.
Und selbst wenn ein Mitglied der
Herde schwer verwundet wurde,
kommen ihm die anderen Elefanten,
sogar die Jungtiere, mutig zu Hilfe.