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Warum wahre Christen Mut brauchen – um neutral zu bleiben

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Ich bin 1975 ein Zeuge Jehovas geworden.
Damals war Zaire eine Diktatur.
Es gab nur eine einzige politische Partei.
Und von jedem wurde
erwartet, ihr beizutreten.
Wer kein Parteimitglied war,
bekam nur schlecht bezahlte Arbeit.
Mit Politik wollte ich
absolut nichts zu tun haben.
Eines Tages hat man mich aufgefordert,
zum Fahnengruß zu erscheinen.
Vor versammelter Mannschaft sollte ich
erklären, warum ich da nicht mitmache.
Als das losging, habe
ich natürlich viel gebetet.
Erst hatte ich mich nicht blicken lassen,
aber an diesem Tag waren
alle so wütend auf mich.
Ich musste also wohl oder übel dahin.
Am Samstag kam jemand von
der Partei zum Büro und brüllte:
„Wer will hier nichts mit
Politik zu tun haben?“
Dann hat er weitergeredet.
Alle sollten nach draußen kommen.
Alle sind rausgegangen. Nur ich nicht.
Ich bin im Büro geblieben.
Auf dem Heimweg habe ich
gedacht, sie würden mich verhaften.
Aber das taten sie nicht. Alle sind
nach Hause gefahren. Ich auch.
Danach haben mich die Kollegen
fast jeden Tag unter Druck gesetzt.
Außerdem bin ich zurückgestuft worden.
Ein Jahr lang haben unsere
Kinder die Schule nicht besucht,
weil wir nicht genug Geld hatten.
Oft hat es nicht mal
fürs Nötigste gereicht.
Geistige Dinge habe
ich nicht vernachlässigt.
Ich habe immer die Zusammenkünfte
besucht und mich daran beteiligt.
Ich bin viel in den Dienst gegangen
und habe fleißig studiert
und noch inniger zu Jehova gebetet.
Jehova hat mich gesegnet, denn
bis heute bin ich in der Wahrheit.
Die ganze Zeit über hat
Jehova mich gesegnet.
Neutral zu sein ist neben
dem Predigen die beste Art,
Jehovas Königreich zu unterstützen.
Selbst wenn die Regierung
gegen unsere Tätigkeit ist,
muss man das nicht negativ sehen.
Widerstand kann auch etwas Gutes haben.
Es kann ein Zeugnis gegeben werden:
für Gottes Königreich,
den Namen Jehovas und seine Autorität.
Wenn wir das so sehen, werden
wir uns ganz auf Jehova verlassen.
Jehova lässt nichts ohne Grund zu.