00:00:01
Bist du vorbereitet?00:00:04
00:00:04
Sich auf etwas vorzubereiten,
fällt einem viel leichter,00:00:07
00:00:07
wenn man weiß, dass es
wahrscheinlich bald eintreffen wird.00:00:11
00:00:11
Wie wahrscheinlich ist es,
dass wir irgendwann verfolgt werden?00:00:16
00:00:16
In 2. Timotheus 3:12,
unserem Tagestext, steht,00:00:19
00:00:20
dass „alle, die mit Christus Jesus
verbunden sind00:00:23
00:00:23
und in Gottergebenheit leben wollen,
auch verfolgt werden“.00:00:28
00:00:28
Verfolgung ist also
nicht nur wahrscheinlich,00:00:31
00:00:32
sondern kommt auf jeden Fall.00:00:34
00:00:34
Wie hast du Verfolgung erlebt?00:00:37
00:00:37
Jeder von uns hat im Predigtdienst00:00:39
00:00:39
schon Ablehnung
oder Anfeindung erlebt.00:00:41
00:00:41
Aber andererseits
haben wir dann auch gesehen,00:00:44
00:00:44
wie Jehova uns geholfen hat.00:00:47
00:00:47
Aber was tut Jehova,
um uns vorzubereiten?00:00:52
00:00:52
Es ist kein Zufall, dass
unser Tagestextkommentar heute00:00:55
00:00:55
auf die Worte
in 1. Petrus Bezug nimmt.00:00:58
00:00:59
Diesen inspirierten Brief00:01:00
00:01:00
schrieb Petrus irgendwann
zwischen 62 und 64 u. Z.,00:01:05
00:01:05
nur einige Monate, bevor Paulus
den zweiten Timotheusbrief schrieb.00:01:10
00:01:10
Petrus schrieb seinen Brief
an Christen,00:01:12
00:01:12
die schwere Zeiten durchmachten;00:01:14
00:01:14
und ihre Situation
würde sich noch verschlimmern.00:01:17
00:01:17
Manchmal wurden unsere Brüder
im ersten Jahrhundert00:01:19
00:01:19
mit jüdischen Zeloten
in einen Topf geworfen,00:01:22
00:01:22
die später gegen Rom rebellierten.00:01:24
00:01:24
Das lag vielleicht daran, dass
die Christen dem Kaiser nicht opferten00:01:28
00:01:28
und auch nicht
an heidnischen Zeremonien teilnahmen.00:01:32
00:01:32
Außerdem gab es im Jahr 64
in Rom einen Brand,00:01:35
00:01:35
der große Teile der Stadt
in Schutt und Asche legte.00:01:39
00:01:39
Weil es Gerüchte gab, dass Kaiser Nero
für den Brand verantwortlich war,00:01:43
00:01:43
gab er seinerseits
den Christen die Schuld.00:01:46
00:01:47
Wahrscheinlich war es das,
was in der Folge00:01:49
00:01:49
eine grausame Verfolgungswelle
gegen die Christen nach sich zog.00:01:53
00:01:53
Und wie wir wissen, belagerte
Cestius Gallus nur wenig später,00:01:58
00:01:58
und zwar im Jahr 66,
die Stadt Jerusalem.00:02:01
00:02:02
Diese beiden inspirierten Briefe,
1. Petrus und 2. Timotheus,00:02:06
00:02:06
kamen genau zur richtigen Zeit,
weil sie unseren Brüdern halfen,00:02:10
00:02:10
sich auf das vorzubereiten,
was auf sie zukam.00:02:13
00:02:13
Auch wir heute werden
missverstanden und verleumdet.00:02:17
00:02:18
Und das liegt an unserem Verhalten
und an unserer Botschaft.00:02:20
00:02:20
Auch wir leben am Ende
eines Weltsystems.00:02:23
00:02:23
Was kann uns also heute helfen,
wenn wir Verfolgung durchmachen?00:02:27
00:02:27
Immerhin sind im Moment
155 unserer Brüder und Schwestern00:02:31
00:02:31
in mindestens 7 Ländern inhaftiert.00:02:35
00:02:35
Sehen wir uns gemeinsam
drei Punkte an,00:02:37
00:02:38
die im 1. Petrusbrief
angeführt werden.00:02:41
00:02:41
1. Petrus 3:14:00:02:43
00:02:43
Fürchtet euch nicht vor dem,
was Ungläubige fürchten.00:02:46
00:02:46
1. Petrus 4:14:00:02:49
00:02:49
Gottes heiliger Geist ruht auf euch,
verlasst euch auf ihn.00:02:53
00:02:53
Und 1. Petrus 5:9-14:00:02:56
00:02:56
Vertrauen wir unseren treuen
Glaubensbrüdern und schätzen wir sie.00:02:59
00:02:59
Dass es in allen drei Fällen
Vers 14 ist,00:03:02
00:03:02
ist eine gute Erinnerungshilfe.00:03:04
00:03:04
Sehen wir uns 1. Petrus 3:14
genauer an:00:03:08
00:03:08
„Aber selbst wenn ihr leidet,
weil ihr das Richtige tut,00:03:12
00:03:12
könnt ihr glücklich sein.00:03:16
00:03:16
Fürchtet euch jedoch nicht vor dem,
was sie fürchten,00:03:20
00:03:20
und lasst euch nicht beunruhigen.“00:03:24
00:03:24
Wie der Tagestextkommentar zeigt,
ist Furcht eine mächtige Waffe,00:03:28
00:03:28
die der Teufel gegen uns einsetzt.00:03:31
00:03:31
Wenn wir uns fürchten,00:03:33
00:03:33
könnten wir
von unserem Dienst zurückweichen.00:03:36
00:03:36
In 1. Petrus 3:14 heißt es:00:03:38
00:03:38
„Fürchtet euch nicht vor dem,
was sie fürchten.“00:03:41
00:03:41
Wer sind denn „sie“?
Ja, unsere Gegner, aber auch Personen,00:03:44
00:03:45
die in ihrem Denken
von ihnen beeinflusst werden.00:03:48
00:03:48
Wovor fürchten sie sich?00:03:50
00:03:50
Vor Gesichtsverlust,
Niederlagen, dem Tod.00:03:53
00:03:54
Das erinnert uns an den Bericht00:03:55
00:03:55
über David und Goliath
in 1. Samuel, Kapitel 17.00:03:59
00:03:59
Goliath verließ sich auf seine Größe,
seinen Wurfspieß,00:04:03
00:04:03
seinen Speer, sein Schwert,
seine Rüstung, seinen Schild.00:04:08
00:04:08
Und König Saul ließ sich
von diesen Dingen beeindrucken.00:04:12
00:04:12
Und seine ganze Armee,
Tausende von Soldaten,00:04:15
00:04:15
ließen sich über einen Monat lang
von Goliath einschüchtern.00:04:19
00:04:19
Als Saul David gegen Goliath
antreten ließ, steckte er ihn erst mal00:04:23
00:04:23
in seine eigene Rüstung,
die aussah wie die von Goliath.00:04:27
00:04:27
Sowohl Saul als auch Goliath verließen
sich also auf dieselben Dinge:00:04:33
00:04:33
Kraft, körperliche Vorzüge,
Waffen, Rüstung –00:04:38
00:04:38
kurz gesagt: menschliche Macht.00:04:41
00:04:41
Menschlich gesehen
war ein 3 Meter großer Krieger00:04:45
00:04:45
einem unerfahrenen Soldaten
haushoch überlegen –00:04:49
00:04:49
völlig egal, ob dieser Soldat nun
eine Rüstung trug oder nicht.00:04:53
00:04:53
Kein Wunder, dass David
Sauls Rüstung wieder auszog.00:04:56
00:04:57
Er fürchtete sich nicht vor dem,00:04:59
00:04:59
was Goliath fürchtete
oder was Saul fürchtete.00:05:04
00:05:04
Das war ein Kampf zwischen Göttern.00:05:06
00:05:07
David verließ sich auf „die Kraft,00:05:08
00:05:08
die über das [menschlich]
Normale hinausgeht,“00:05:11
00:05:11
und das müssen wir auch tun.00:05:13
00:05:13
Diese Woche erschien auf jw.org die
Erfahrung von Bruder Witali Iljinych.00:05:17
00:05:17
Er sagte Folgendes über
seine Festnahme und Inhaftierung:00:05:20
00:05:20
„Je schwerer es in unserem Leben wird,
desto näher kommen wir Jehova.00:05:24
00:05:24
Er ist unser Töpfer.
Wenn er in meinem Leben00:05:27
00:05:27
Prüfungen zulässt, die wie Feuer sind,
hat er dabei alles unter Kontrolle.00:05:32
00:05:32
Wenn ich das Gefühl habe, dass ich
unter der Last zusammenbreche,00:05:35
00:05:35
dann ist es Zeit für mich,00:05:36
00:05:36
Jehova um ‚die Kraft, die über
das Normale hinausgeht,‘ anzuflehen.“00:05:40
00:05:40
Keiner unserer Gegner kann Jehova
daran hindern, uns zu helfen,00:05:45
00:05:45
an uns zu denken, uns zu belohnen.00:05:48
00:05:48
Wenn wir Jehova treu bleiben,00:05:51
00:05:51
erreichen wir das höchste Maß an Ehre,
den größten Sieg und Leben.00:05:57
00:05:57
Und deshalb fürchten wir nicht das,
was Menschen ohne Glauben fürchten.00:06:02
00:06:02
Durch Glauben stark
müssen wir nicht ängstlich sein.00:06:07
00:06:07
Das bringt uns zurück
zu 1. Petrus 4:14:00:06:11
00:06:11
„Wenn man euch wegen des Namens
Christi beleidigt, [jetzt kommt’s]00:06:16
00:06:16
seid ihr glücklich, weil der Geist
der Herrlichkeit,00:06:20
00:06:21
ja der Geist Gottes auf euch ruht.“00:06:25
00:06:25
Wegen des Namens Christi
beleidigt zu werden,00:06:28
00:06:28
ist einer der Beweise dafür,
dass wir Gottes Geist haben00:06:31
00:06:31
und diesen Geist brauchen wir,
wenn wir durchhalten wollen.00:06:36
00:06:36
Vor Kurzem schrieb unser Bruder
Anton Ostapenko:00:06:39
00:06:39
„[Im Gefängnis] zeigte mir Jehova erst
so richtig, was für ein Gott er ist.00:06:44
00:06:44
... das hat mich
sehr glücklich gemacht!00:06:45
00:06:45
Ich habe ihn nicht nur
als allmächtigen Gott erlebt,00:06:48
00:06:48
sondern auch als liebevollen Vater,
der meine Situation wirklich versteht00:06:52
00:06:52
und mir seine Hilfe
und Unterstützung anbietet –00:06:55
00:06:55
auf eine Art, wie ich es
niemals erwartet hätte,00:06:57
00:06:57
und immer ... zur richtigen Zeit.“00:07:00
00:07:00
Ja, an Jehovas starker Hand
halten wir entschlossen stand.00:07:05
00:07:05
Unser Gott lässt uns niemals allein.00:07:09
00:07:09
Und dann haben wir noch den Rat aus
1. Petrus 5:9-14,00:07:15
00:07:15
dass wir unsere treuen Glaubensbrüder
schätzen sollen.00:07:19
00:07:19
Bruder Anatoli Wilitkewitsch
rief sich während der Haft00:07:22
00:07:22
Personen aus der Bibel in den Sinn,
die ebenfalls Verfolgung erlebten.00:07:27
00:07:28
Er sagt:
„Ich habe daran gedacht,00:07:30
00:07:30
dass Jehova sie zwar nicht
vor Schwierigkeiten bewahrt,00:07:32
00:07:32
aber sie trotzdem nie verlassen hat.00:07:35
00:07:35
Das hat mir viel Kraft gegeben
und die Gewissheit,00:07:37
00:07:37
dass Jehova mir
genauso beistehen würde.“00:07:40
00:07:40
Auch die Briefe seiner Frau
haben ihm viel Mut gemacht.00:07:43
00:07:43
Er sagt:
„In einem ihrer ersten Briefe00:07:45
00:07:45
schickte mir Aljona Fotos mit
lieben Freunden und Angehörigen.00:07:49
00:07:49
Ich habe sie mir jeden Abend
angeschaut und versucht,00:07:52
00:07:52
mich an etwas Interessantes
zu erinnern,00:07:54
00:07:54
was ich mit den Personen
erlebt hatte.00:07:56
00:07:56
Es war dann so,
als ob sie direkt bei mir waren.“00:08:00
00:08:00
Ja, es gab ihm Kraft,00:08:02
00:08:02
über die Treuen in alter Zeit
und neuer Zeit nachzudenken.00:08:07
00:08:07
Es ist so:
Wir sind als Volk vereint.00:08:11
00:08:11
Natürlich müssen wir alle
mit Verfolgung rechnen,00:08:15
00:08:15
aber Bruder Dmitri Golik fasst es
gut zusammen, wenn er sagt:00:08:19
00:08:19
„Es war schon hilfreich,
Vorbereitungen zu treffen.00:08:24
00:08:24
Aber viel wertvoller war es,00:08:26
00:08:26
kontinuierlich
meinen Glauben zu stärken.00:08:28
00:08:28
Unter Verfolgung spielt es
keine Rolle, wie schlau man ist00:08:32
00:08:33
oder wie gut
man sich verstecken kann –00:08:35
00:08:35
entscheidend ist
unsere Treue zu Gott.00:08:38
00:08:38
Jesus hätte sich auch erfolgreich
vor seinen Feinden verstecken können,00:08:41
00:08:41
aber das war gar nicht sein Ziel.00:08:43
00:08:43
Als seine Nachfolger wollen auch wir
Problemen nicht aus dem Weg gehen,00:08:47
00:08:47
sondern ihnen
mit Würde entgegentreten.“00:08:50
00:08:51
Wie bereiten wir uns
also auf Verfolgung vor?00:08:55
00:08:55
Wenn wir die Berichte über unsere
Brüder und Schwestern lesen,00:08:58
00:08:58
die Schwierigkeiten durchmachen,
wird ganz deutlich,00:09:02
00:09:02
dass sie die Grundlagen, die Basics
der wahren Anbetung00:09:05
00:09:06
nicht vernachlässigt haben.
Sie waren nicht halbherzig,00:09:09
00:09:09
sondern hatten das ernste Ziel,
Jehova näherzukommen.00:09:13
00:09:13
Sie haben alles, was sie
gelernt haben, geschätzt,00:09:16
00:09:16
darüber nachgedacht
und es angewandt.00:09:18
00:09:18
Und auch Erfahrungen haben
ihnen geholfen,00:09:20
00:09:20
nicht das zu fürchten,
was Menschen ohne Glauben fürchten.00:09:24
00:09:24
Sie verlassen sich in allem
auf Jehovas heiligen Geist.00:09:28
00:09:28
Sie vertrauen ihren Brüdern
und schätzen ihre treuen Mitkämpfer.00:09:33
00:09:33
Wenn wir dieselben Punkte beherzigen,
werden wir vorbereitet sein.00:09:39
00:09:39
Wir werden bereit sein
für die Schwierigkeiten,00:09:42
00:09:42
die noch auf uns zukommen.00:09:44
David Schafer: Bist du vorbereitet? (2. Tim. 3:12)
-
David Schafer: Bist du vorbereitet? (2. Tim. 3:12)
Bist du vorbereitet?
Sich auf etwas vorzubereiten,
fällt einem viel leichter,
wenn man weiß, dass es
wahrscheinlich bald eintreffen wird.
Wie wahrscheinlich ist es,
dass wir irgendwann verfolgt werden?
In 2. Timotheus 3:12,
unserem Tagestext, steht,
dass „alle, die mit Christus Jesus
verbunden sind
und in Gottergebenheit leben wollen,
auch verfolgt werden“.
Verfolgung ist also
nicht nur wahrscheinlich,
sondern kommt auf jeden Fall.
Wie hast du Verfolgung erlebt?
Jeder von uns hat im Predigtdienst
schon Ablehnung
oder Anfeindung erlebt.
Aber andererseits
haben wir dann auch gesehen,
wie Jehova uns geholfen hat.
Aber was tut Jehova,
um uns vorzubereiten?
Es ist kein Zufall, dass
unser Tagestextkommentar heute
auf die Worte
in 1. Petrus Bezug nimmt.
Diesen inspirierten Brief
schrieb Petrus irgendwann
zwischen 62 und 64 u. Z.,
nur einige Monate, bevor Paulus
den zweiten Timotheusbrief schrieb.
Petrus schrieb seinen Brief
an Christen,
die schwere Zeiten durchmachten;
und ihre Situation
würde sich noch verschlimmern.
Manchmal wurden unsere Brüder
im ersten Jahrhundert
mit jüdischen Zeloten
in einen Topf geworfen,
die später gegen Rom rebellierten.
Das lag vielleicht daran, dass
die Christen dem Kaiser nicht opferten
und auch nicht
an heidnischen Zeremonien teilnahmen.
Außerdem gab es im Jahr 64
in Rom einen Brand,
der große Teile der Stadt
in Schutt und Asche legte.
Weil es Gerüchte gab, dass Kaiser Nero
für den Brand verantwortlich war,
gab er seinerseits
den Christen die Schuld.
Wahrscheinlich war es das,
was in der Folge
eine grausame Verfolgungswelle
gegen die Christen nach sich zog.
Und wie wir wissen, belagerte
Cestius Gallus nur wenig später,
und zwar im Jahr 66,
die Stadt Jerusalem.
Diese beiden inspirierten Briefe,
1. Petrus und 2. Timotheus,
kamen genau zur richtigen Zeit,
weil sie unseren Brüdern halfen,
sich auf das vorzubereiten,
was auf sie zukam.
Auch wir heute werden
missverstanden und verleumdet.
Und das liegt an unserem Verhalten
und an unserer Botschaft.
Auch wir leben am Ende
eines Weltsystems.
Was kann uns also heute helfen,
wenn wir Verfolgung durchmachen?
Immerhin sind im Moment
155 unserer Brüder und Schwestern
in mindestens 7 Ländern inhaftiert.
Sehen wir uns gemeinsam
drei Punkte an,
die im 1. Petrusbrief
angeführt werden.
1. Petrus 3:14:
Fürchtet euch nicht vor dem,
was Ungläubige fürchten.
1. Petrus 4:14:
Gottes heiliger Geist ruht auf euch,
verlasst euch auf ihn.
Und 1. Petrus 5:9-14:
Vertrauen wir unseren treuen
Glaubensbrüdern und schätzen wir sie.
Dass es in allen drei Fällen
Vers 14 ist,
ist eine gute Erinnerungshilfe.
Sehen wir uns 1. Petrus 3:14
genauer an:
„Aber selbst wenn ihr leidet,
weil ihr das Richtige tut,
könnt ihr glücklich sein.
Fürchtet euch jedoch nicht vor dem,
was sie fürchten,
und lasst euch nicht beunruhigen.“
Wie der Tagestextkommentar zeigt,
ist Furcht eine mächtige Waffe,
die der Teufel gegen uns einsetzt.
Wenn wir uns fürchten,
könnten wir
von unserem Dienst zurückweichen.
In 1. Petrus 3:14 heißt es:
„Fürchtet euch nicht vor dem,
was sie fürchten.“
Wer sind denn „sie“?
Ja, unsere Gegner, aber auch Personen,
die in ihrem Denken
von ihnen beeinflusst werden.
Wovor fürchten sie sich?
Vor Gesichtsverlust,
Niederlagen, dem Tod.
Das erinnert uns an den Bericht
über David und Goliath
in 1. Samuel, Kapitel 17.
Goliath verließ sich auf seine Größe,
seinen Wurfspieß,
seinen Speer, sein Schwert,
seine Rüstung, seinen Schild.
Und König Saul ließ sich
von diesen Dingen beeindrucken.
Und seine ganze Armee,
Tausende von Soldaten,
ließen sich über einen Monat lang
von Goliath einschüchtern.
Als Saul David gegen Goliath
antreten ließ, steckte er ihn erst mal
in seine eigene Rüstung,
die aussah wie die von Goliath.
Sowohl Saul als auch Goliath verließen
sich also auf dieselben Dinge:
Kraft, körperliche Vorzüge,
Waffen, Rüstung –
kurz gesagt: menschliche Macht.
Menschlich gesehen
war ein 3 Meter großer Krieger
einem unerfahrenen Soldaten
haushoch überlegen –
völlig egal, ob dieser Soldat nun
eine Rüstung trug oder nicht.
Kein Wunder, dass David
Sauls Rüstung wieder auszog.
Er fürchtete sich nicht vor dem,
was Goliath fürchtete
oder was Saul fürchtete.
Das war ein Kampf zwischen Göttern.
David verließ sich auf „die Kraft,
die über das [menschlich]
Normale hinausgeht,“
und das müssen wir auch tun.
Diese Woche erschien auf jw.org die
Erfahrung von Bruder Witali Iljinych.
Er sagte Folgendes über
seine Festnahme und Inhaftierung:
„Je schwerer es in unserem Leben wird,
desto näher kommen wir Jehova.
Er ist unser Töpfer.
Wenn er in meinem Leben
Prüfungen zulässt, die wie Feuer sind,
hat er dabei alles unter Kontrolle.
Wenn ich das Gefühl habe, dass ich
unter der Last zusammenbreche,
dann ist es Zeit für mich,
Jehova um ‚die Kraft, die über
das Normale hinausgeht,‘ anzuflehen.“
Keiner unserer Gegner kann Jehova
daran hindern, uns zu helfen,
an uns zu denken, uns zu belohnen.
Wenn wir Jehova treu bleiben,
erreichen wir das höchste Maß an Ehre,
den größten Sieg und Leben.
Und deshalb fürchten wir nicht das,
was Menschen ohne Glauben fürchten.
Durch Glauben stark
müssen wir nicht ängstlich sein.
Das bringt uns zurück
zu 1. Petrus 4:14:
„Wenn man euch wegen des Namens
Christi beleidigt, [jetzt kommt’s]
seid ihr glücklich, weil der Geist
der Herrlichkeit,
ja der Geist Gottes auf euch ruht.“
Wegen des Namens Christi
beleidigt zu werden,
ist einer der Beweise dafür,
dass wir Gottes Geist haben
und diesen Geist brauchen wir,
wenn wir durchhalten wollen.
Vor Kurzem schrieb unser Bruder
Anton Ostapenko:
„[Im Gefängnis] zeigte mir Jehova erst
so richtig, was für ein Gott er ist.
... das hat mich
sehr glücklich gemacht!
Ich habe ihn nicht nur
als allmächtigen Gott erlebt,
sondern auch als liebevollen Vater,
der meine Situation wirklich versteht
und mir seine Hilfe
und Unterstützung anbietet –
auf eine Art, wie ich es
niemals erwartet hätte,
und immer ... zur richtigen Zeit.“
Ja, an Jehovas starker Hand
halten wir entschlossen stand.
Unser Gott lässt uns niemals allein.
Und dann haben wir noch den Rat aus
1. Petrus 5:9-14,
dass wir unsere treuen Glaubensbrüder
schätzen sollen.
Bruder Anatoli Wilitkewitsch
rief sich während der Haft
Personen aus der Bibel in den Sinn,
die ebenfalls Verfolgung erlebten.
Er sagt:
„Ich habe daran gedacht,
dass Jehova sie zwar nicht
vor Schwierigkeiten bewahrt,
aber sie trotzdem nie verlassen hat.
Das hat mir viel Kraft gegeben
und die Gewissheit,
dass Jehova mir
genauso beistehen würde.“
Auch die Briefe seiner Frau
haben ihm viel Mut gemacht.
Er sagt:
„In einem ihrer ersten Briefe
schickte mir Aljona Fotos mit
lieben Freunden und Angehörigen.
Ich habe sie mir jeden Abend
angeschaut und versucht,
mich an etwas Interessantes
zu erinnern,
was ich mit den Personen
erlebt hatte.
Es war dann so,
als ob sie direkt bei mir waren.“
Ja, es gab ihm Kraft,
über die Treuen in alter Zeit
und neuer Zeit nachzudenken.
Es ist so:
Wir sind als Volk vereint.
Natürlich müssen wir alle
mit Verfolgung rechnen,
aber Bruder Dmitri Golik fasst es
gut zusammen, wenn er sagt:
„Es war schon hilfreich,
Vorbereitungen zu treffen.
Aber viel wertvoller war es,
kontinuierlich
meinen Glauben zu stärken.
Unter Verfolgung spielt es
keine Rolle, wie schlau man ist
oder wie gut
man sich verstecken kann –
entscheidend ist
unsere Treue zu Gott.
Jesus hätte sich auch erfolgreich
vor seinen Feinden verstecken können,
aber das war gar nicht sein Ziel.
Als seine Nachfolger wollen auch wir
Problemen nicht aus dem Weg gehen,
sondern ihnen
mit Würde entgegentreten.“
Wie bereiten wir uns
also auf Verfolgung vor?
Wenn wir die Berichte über unsere
Brüder und Schwestern lesen,
die Schwierigkeiten durchmachen,
wird ganz deutlich,
dass sie die Grundlagen, die Basics
der wahren Anbetung
nicht vernachlässigt haben.
Sie waren nicht halbherzig,
sondern hatten das ernste Ziel,
Jehova näherzukommen.
Sie haben alles, was sie
gelernt haben, geschätzt,
darüber nachgedacht
und es angewandt.
Und auch Erfahrungen haben
ihnen geholfen,
nicht das zu fürchten,
was Menschen ohne Glauben fürchten.
Sie verlassen sich in allem
auf Jehovas heiligen Geist.
Sie vertrauen ihren Brüdern
und schätzen ihre treuen Mitkämpfer.
Wenn wir dieselben Punkte beherzigen,
werden wir vorbereitet sein.
Wir werden bereit sein
für die Schwierigkeiten,
die noch auf uns zukommen.
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