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Robert Ciranko: Glaubst du an Wunder? (Apg. 24:15)

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Glaubst du an Wunder?
Wenn du glaubst, dass die Toten
wiederauferstehen werden,
dann glaubst du
auf jeden Fall an Wunder.
Per Definition ist ein Wunder nämlich
ein außergewöhnliches Ereignis,
das göttlicher Macht
zugeschrieben wird.
Und ist es nicht so, dass nur Jehova
auf die Idee hätte kommen können,
die Toten zum Leben zurückzubringen?
Der Apostel Paulus glaubte fest
an die Auferstehung.
Als ein junger Mann namens Eutychus
aus dem 3. Stock fiel,
erklärte der Arzt Lukas,
der vor Ort war, ihn für tot.
Doch durch die Kraft Gottes
war es Paulus möglich,
den jungen Mann wieder aufzuerwecken.
Einige Zeit später stand Paulus vor dem
Statthalter von Judäa vor Gericht
und verteidigte seinen Glauben
an Jesus Christus.
Dabei sagte er die Worte
des heutigen Tagestextes.
Lesen wir das noch mal
in Apostelgeschichte 24:15.
Dort heißt es:
„Ich setze meine Hoffnung auf Gott –
und diese Männer
haben dieselbe Hoffnung –,
dass es eine Auferstehung der Gerechten
und der Ungerechten geben wird.“
Bei dieser Hoffnung handelt es
sich nicht um Wunschdenken
oder irrationalen Optimismus.
Echte Hoffnung ist etwas Handfestes,
weil sie fest auf Glauben an
die Versprechen Jehovas gegründet ist.
Zwei Mal sagte Jesus,
bevor er jemanden auferweckte,
zu denen, die dabei waren,
dass sie nicht
an diesem Wunder zweifeln würden,
wenn sie Glauben hätten.
Als die Tochter von Jairus
gestorben war,
sagte Jesus gemäß Lukas 8:50 zu ihm:
„Hab keine Angst, hab einfach nur
Glauben und sie wird gerettet werden.“
Und so kam es auch,
weil Jesus sie sofort auferweckte.
Als Jesus später mit Martha
über Lazarus sprach,
erklärte er ihr gemäß Johannes 11:25:
„Ich bin die Auferstehung
und das Leben.
Wer an mich glaubt,
wird zum Leben kommen,
auch wenn er stirbt.“
Und dann hat er seinen verstorbenen
Freund wieder auferweckt.
Durch Glauben wird unsere Hoffnung
auf die Auferstehung stärker.
Inwiefern?
Jehova leitete Paulus
durch seinen Geist an,
Glauben zu definieren.
Sehen wir uns also an, wie das,
was er in Hebräer 11:1 schreibt,
zum Thema Auferstehung passt.
Wie es dort heißt,
hat Glaube 2 Bestandteile.
Zum einen ist Glaube „die Gewissheit,
dass etwas, auf das man hofft,
auch eintrifft“.
Wer glaubt, ist sich sicher,
dass alles, was Jehova sagt,
wahr ist und eintreffen wird.
In der Bibel hat er
von 9 Auferstehungen berichten lassen,
die bereits stattgefunden haben.
3 davon finden wir
in den Hebräischen Schriften
und die restlichen
in den Griechischen Schriften.
Wir wissen ja, dass es für Jehova
unmöglich ist zu lügen.
Außerdem ist er derjenige,
der den Bibelschreibern
eingegeben hat,
diese Wunder schriftlich festzuhalten.
Deshalb können wir uns ganz sicher sein,
dass unsere lieben Verstorbenen
wieder leben werden.
Zum anderen ist Glaube
„der überzeugende
Beweis für Wirklichkeiten,
die man nicht sieht“.
In einigen unserer Videos
können wir Auferstehungsszenen
aus der Bibel sehen,
und in manchen
wird die Auferstehung dargestellt,
die in der Zukunft stattfinden wird.
Aber das ist natürlich nicht dasselbe,
wie mit eigenen Augen zu sehen,
dass jemand, der verstorben ist,
von den Toten auferweckt wird.
Gibt es denn keinen überzeugenden
sichtbaren Beweis dafür,
dass etwas Lebloses wieder zum Leben
erweckt werden kann?
Doch, gibt es,
und in der Bergpredigt zeigt Jesus uns,
wo wir ihn finden.
Schlagt doch mal eure Bibel auf
in Matthäus, Kapitel 6.
In diesem Zusammenhang fordert Jesus
seine Zuhörer auf,
sich keine Sorgen
um das Lebensnotwendige zu machen.
Er versicherte ihnen,
dass sie alles bekommen würden,
was sie zum Leben brauchen,
wenn sie weiter „das Königreich
und Gottes gerechte Maßstäbe
an die erste Stelle“ setzen.
Denken wir noch mal an
die 2 Bestandteile des Glaubens
aus Hebräer 11.
Was hat Jesus gesagt, um den Glauben
an Jehovas Versprechen zu stärken?
Er sagte gemäß Matthäus 6:32:
„Euer himmlischer Vater weiß doch,
dass ihr das alles braucht.“
Der Sohn Gottes
versicherte seinen Jüngern also,
dass sein Vater für alles sorgen würde,
was sie zum Leben brauchten.
So gab er ihnen die Gewissheit,
dass das, auf was sie hofften,
auch eintreffen würde.
Jesus gab ihnen außerdem
einen „überzeugenden Beweis für
Wirklichkeiten, die man nicht sieht“.
In Vers 26 sagt er:
„Beobachtet genau die Vögel am Himmel.
Sie säen nicht, ernten nicht
und sammeln auch nichts
in Vorratshäusern.
Trotzdem ernährt sie [Jehova].“
Vers 28: „Lernt von den Lilien,
wie sie auf den Feldern wachsen.
Sie mühen sich nicht ab
und spinnen kein Garn“ –
aber Jehova kleidet sie.
Das war ein Beweis dafür,
dass Jehova uns Nahrung
und Kleidung geben kann,
wenn wir seinen Willen
an die erste Stelle setzen.
Von den Lilien
und wie sie auf den Feldern wachsen,
können wir etwas lernen, das unsere
Auferstehungshoffnung stärkt.
Sie zeigen uns, dass es möglich ist,
etwas Lebloses
wieder zu neuem Leben zu erwecken.
Die Studienanmerkung erklärt,
dass mit Lilien auch andere lilienartige
Blumen gemeint sein können,
wie zum Beispiel Tulpen, Hyazinthen,
Schwertlilien oder Gladiolen.
Was das Wachstum angeht,
haben diese Blumenarten
etwas gemeinsam.
Wie wachsen sie denn?
Machen wir einen kleinen Ausflug
in die Botanik.
Sie sind mehrjährige Pflanzen,
die nicht aus Samen wachsen,
sondern wie Krokusse
aus einer Zwiebel.
Im Prinzip sterben sie jedes Jahr ab
und erwachen im nächsten Jahr
zu neuem Leben.
Ich habe hier eine Tulpenzwiebel.
Und da drin, in diesem fantastischen
kleinen Paket,
ist alles zusammengeschnürt,
was die Pflanze braucht,
um wieder zu wachsen.
Hier drin stecken die Wurzeln,
der Stängel, die Blätter, die Blüte und
die Nährstoffe, die die Pflanze braucht.
Die meiste Zeit im Jahr, zum Beispiel
in den langen, kalten Wintermonaten,
schläft die Zwiebel sozusagen
in der Erde.
Sie wächst nicht aktiv,
kann aber wieder geweckt werden.
Wenn der Boden im Frühjahr
zu tauen beginnt,
fängt die Zwiebel an zu sprießen.
Und dieser Spross wächst dann
langsam weiter,
bis er irgendwann vorsichtig
aus dem Boden guckt.
Und dann hat jeder, der das sieht,
einen überzeugenden Beweis,
dass die Blume wieder am Leben ist.
Zur Wiederholung:
Von den Lilien
und wie sie auf den Feldern wachsen,
haben wir heute Morgen
2 Dinge gelernt.
Erstens: Jehova kleidet sie,
und das zeigt uns,
dass er auch für uns sorgen kann.
Zweitens: Er hat sie so gemacht,
dass sie jedes Jahr wieder
zu neuem Leben erwachen,
und daraus lernen wir,
dass er auch Menschen,
die verstorben sind,
zu neuem Leben erwecken kann.
Dieser überzeugende Beweis aus der Natur
zusammen mit der Gewissheit,
die Jehova uns durch Auferstehungs-
berichte in der Bibel vermittelt,
stärkt unsere Hoffnung,
dass wir unsere geliebten Verstorbenen
eines Tages wiedersehen werden.
Wie ist das möglich?
Mit seinem unendlichen Gedächtnis
kann Jehova sich alles
über eine Person merken,
einschließlich ihrer vollständigen DNA.
Wenn er jemanden dann
in einem neuen Körper wiedererschafft,
ist es immer noch dieselbe Person.
Derjenige wird genauso aussehen,
sprechen und denken
wie vor seinem Tod.
Er wird sich selbst wiedererkennen
und alle anderen
werden ihn auch erkennen können.
Schlagt doch bitte mit mir
Jesaja, Kapitel 26, auf;
Jesaja 26 – hier zeichnet
der Prophet Jesaja
für uns ein eindrucksvolles
Bild von der Auferstehung.
Wir finden es in Vers 19; hier steht:
„Deine Toten werden leben.
Die Leichname meines Volkes
werden aufstehen.
Wacht auf und jubelt,
ihr Staubbewohner!
Denn dein Tau ist wie der Morgentau
und die Erde wird die im Tod Kraftlosen
zum Leben bringen.“
Was für eine schöne Beschreibung!
In der Übersetzung Hoffnung für alle
lautet ein Teil des Verses so:
„Wacht auf und singt vor Freude, alle,
die ihr unter der Erde ruht!“
Wir freuen uns so sehr auf die Zeit,
wenn in der neuen Welt
diese Worte in Erfüllung gehen.
Wir werden unsere Lieben
wieder in den Arm nehmen können.
Daran könnt ihr denken,
wenn ihr das nächste Mal im Frühling
über die Wiesen lauft und seht,
wie die Blumen
wieder zum Leben kommen.
Einen weiteren schönen Gedanken
finden wir in Psalm 27.
Hier drückt David
in wunderschönen Worten
seine Hoffnung für die Zukunft aus.
Es ist dieselbe Zukunft,
der wir auch entgegensehen.
Wir lesen Psalm 27 ab Vers 13:
„Wo wäre ich,
wenn ich nicht den Glauben hätte,
dass ich im Land der Lebenden
sehen werde, wie gut Jehova ist?
Hoffe auf Jehova.
Sei mutig und dein Herz sei stark.
Ja, hoffe auf Jehova.“
Warum ist unsere Hoffnung,
dass wir unsere Lieben im Land
der Lebenden wiedersehen werden,
so sicher?
Weil wir fest an das glauben,
was der Apostel Paulus sagte:
„[Es wird] eine Auferstehung ... geben.“