00:00:01
Der Kommentar aus dem Wachtturm heute00:00:04
00:00:04
erwähnt den Bericht
über Jakobs Sohn Joseph.00:00:07
00:00:08
Eines der Themen, die in diesem Bibel-
bericht behandelt werden, ist Reue.00:00:14
00:00:15
Lasst uns über folgende Fragen
sprechen: Was ist echte Reue?00:00:20
00:00:20
Und wie belohnt Jehova
diejenigen, die bereuen?00:00:24
00:00:25
Zu echter Reue gehören 2 Schritte.00:00:29
00:00:29
Jemand muss anerkennen,
dass er einen Fehler gemacht hat,00:00:32
00:00:32
und deutlich zeigen, dass er
das falsche Verhalten aufgegeben hat.00:00:36
00:00:37
Und diese beiden Schritte werden auch
in dem Bericht über Joseph erwähnt.00:00:41
00:00:41
Das wollen wir uns jetzt
genauer ansehen.00:00:44
00:00:44
Jakob liebte seinen Sohn Joseph sehr.00:00:49
00:00:49
Aber wie dachten seine Brüder
über Joseph?00:00:53
00:00:53
In 1. Mose, Kapitel 37,
wird drei Mal erwähnt,00:00:58
00:00:58
dass seine Brüder ihn hassten.00:01:01
00:01:01
Einmal war Joseph
mit seinen Brüdern allein,00:01:04
00:01:04
weit weg von zu Hause
und ihrem Vater.00:01:08
00:01:08
Josephs Brüdern kam diese
Gelegenheit gerade recht.00:01:12
00:01:12
Sie ließen ihrem Hass freien Lauf
und warfen Joseph in eine Wassergrube.00:01:17
00:01:17
Danach schlug Juda vor,
Joseph als Sklaven zu verkaufen.00:01:22
00:01:22
Zu diesem Zeitpunkt war Joseph
erst 17 Jahre alt.00:01:27
00:01:28
In Ägypten war Joseph erst ein Sklave,
dann ein Gefangener00:01:32
00:01:32
und später ein mächtiger Herrscher.00:01:34
00:01:34
Wir konzentrieren uns jetzt
auf seine Zeit als Herrscher.00:01:37
00:01:38
Während dieser Zeit lebten Jakob
und seine Familie in Kanaan00:01:42
00:01:42
und litten unter einer Hungersnot.00:01:44
00:01:45
Um Nahrungsmittel zu beschaffen,00:01:46
00:01:46
schickte Jakob seine Söhne
nach Ägypten.00:01:49
00:01:49
Als Joseph seinen Brüdern
gegenüberstand,00:01:52
00:01:52
erkannte er sie,
aber sie erkannten ihn nicht.00:01:55
00:01:56
Und auch beim zweiten
und dritten Treffen00:01:58
00:01:58
erkannnten Josephs Brüder
ihn immer noch nicht.00:02:02
00:02:02
Diese Begegnungen machten Joseph
jedes Mal sehr traurig.00:02:06
00:02:06
Wie reagierte Joseph bei dem
ersten Zusammentreffen?00:02:10
00:02:10
Er „fing an zu weinen“.00:02:13
00:02:13
Wie reagierte Joseph bei
der zweiten Begegnung?00:02:16
00:02:17
Er „ließ ... seinen Tränen
freien Lauf“.00:02:20
00:02:20
Und was war seine Reaktion
beim dritten Mal?00:02:23
00:02:23
Er „fing ... zu weinen an“.00:02:25
00:02:25
Aber wieso hat Joseph sich
diesen schmerzhaften Begegnungen00:02:29
00:02:29
immer wieder ausgesetzt?00:02:31
00:02:31
Weil er etwas herausfinden wollte,
nämlich ob seine Brüder bereut hatten.00:02:36
00:02:37
Wie bereits erwähnt, gehören
zu echter Reue zwei Schritte.00:02:41
00:02:41
Der erste ist, einen Fehler zuzugeben.00:02:43
00:02:43
Haben Josephs Brüder das getan?
Ja, das haben sie.00:02:47
00:02:47
Wir können das in 1. Mose,
Kapitel 42, nachlesen.00:02:51
00:02:51
In Vers 21 lesen wir, was sie sagten:00:02:55
00:02:56
„Sie sagten jedoch zueinander:
‚Jetzt werden wir bestimmt00:03:00
00:03:00
wegen unseres Bruders bestraft
[also wegen Joseph].00:03:05
00:03:05
Wir haben gesehen,
wie er gelitten hat,00:03:08
00:03:08
als er uns um Mitleid anflehte,
aber wir haben nicht darauf gehört.00:03:13
00:03:14
Deswegen sind wir jetzt in
dieser schwierigen Lage.‘“00:03:18
00:03:20
Diese Worte zeigen, wie sehr
es ihnen leid tat.00:03:24
00:03:24
Josephs Brüder hatten also
den ersten Schritt gemacht00:03:27
00:03:27
und ihren Fehler zugegeben.00:03:30
00:03:30
Aber was ist mit dem zweiten Schritt
für echte Reue?00:03:34
00:03:34
Hatten sich Josephs Brüder
wirklich geändert?00:03:37
00:03:37
Was tat Joseph, um herauszufinden,00:03:39
00:03:39
ob sich seine Brüder
von Herzen geändert hatten?00:03:43
00:03:43
Na ja, Joseph überlegte sich00:03:45
00:03:45
die nächsten Schritte seines Plans
ganz genau.00:03:48
00:03:48
Natürlich konnte Joseph die Situation
von vor 22 Jahren nicht nachstellen.00:03:54
00:03:54
Aber er konnte Umstände schaffen,
die denen von damals,00:03:58
00:03:58
von vor über 20 Jahren,
sehr ähnlich waren.00:04:02
00:04:02
Wie sah denn sein Plan aus?
Er hat sich etwas überlegt,00:04:07
00:04:08
das seine Brüder in so große
Schwierigkeiten bringen würde,00:04:11
00:04:11
dass sie einen von Jakobs Söhnen00:04:13
00:04:13
als Sklaven in Ägypten
zurücklassen müssten,00:04:17
00:04:17
um selbst der Gefangenschaft
dort zu entgehen.00:04:20
00:04:20
Dafür musste dieser Sohn einer sein,
den sein Vater besonders lieb hatte,00:04:25
00:04:25
denn nur so wären die Umstände
ungefähr so wie vor 20 Jahren.00:04:30
00:04:31
Josephs Plan war also,
seine Brüder dazu zu bewegen,00:04:35
00:04:35
Benjamin mit nach Ägypten zu bringen.
Warum Benjamin?00:04:39
00:04:40
Jakob liebte seinen Sohn
Benjamin über alles,00:04:44
00:04:44
genauso wie er seinen Sohn Joseph
über alles geliebt hatte.00:04:48
00:04:48
In diesem ausgeklügelten Plan00:04:50
00:04:51
diente Benjamin sozusagen
als Stellvertreter für Joseph.00:04:56
00:04:56
Wie seine 10 Brüder jetzt
mit Benjamin umgehen würden,00:05:00
00:05:00
würde Joseph verraten,
ob sie wirklich bereut hatten,00:05:04
00:05:04
wie sie ihn vor über 20 Jahren
behandelt hatten.00:05:07
00:05:08
Dafür setzte Joseph jetzt die finale
Phase seines Plans in Gang.00:05:13
00:05:14
Bevor seine Brüder wieder nach
Kanaan zurückkehrten,00:05:17
00:05:17
ließ Joseph einen Silberbecher
in Benjamins Sack legen.00:05:21
00:05:21
Als die Brüder auf dem Weg waren,
sandte Joseph seinen Verwalter00:05:25
00:05:25
hinter ihnen her, um ihre Säcke
danach zu durchsuchen.00:05:29
00:05:29
Wir können uns sicher vorstellen,
wie verängstigt die Brüder waren,00:05:32
00:05:32
als man den Becher schließlich
in Benjamins Sack fand.00:05:35
00:05:36
Jetzt mussten sie zu diesem
mächtigen Ägypter zurück.00:05:39
00:05:39
Aber was sollten sie ihm sagen?00:05:42
00:05:44
An diesem Punkt ist es gut,
sich kurz zu erinnern.00:05:47
00:05:47
Vor über 20 Jahren war es Juda,
der vorgeschlagen hatte,00:05:53
00:05:53
Joseph als Sklaven zu verkaufen.00:05:55
00:05:55
Und es war auch Juda,00:05:57
00:05:57
der seinen Vater Jakob überredete,
Benjamin nach Ägypten zu schicken.00:06:04
00:06:04
Was würde Juda jetzt tun?00:06:07
00:06:07
Es ist ihm hoch anzurechnen,
dass er die Verantwortung übernahm00:06:11
00:06:11
und im Namen aller zu Joseph sprach.00:06:14
00:06:14
Was er sagte, lesen wir
in 1. Mose 44:16: 00:06:19
00:06:20
„Herr, was sollen wir sagen?
Uns fehlen die Worte.00:06:25
00:06:25
Wie können wir unsere
Unschuld beweisen? 00:06:29
00:06:29
Der wahre Gott hat das Vergehen
deiner Sklaven herausgefunden.00:06:33
00:06:33
Wir sind jetzt deine Sklaven, Herr –00:06:36
00:06:36
wir und der, in dessen Hand
der Becher gefunden wurde.“00:06:41
00:06:42
Mit diesen Worten bot Juda also an,00:06:44
00:06:44
dass alle zusammen mit Benjamin
als Sklaven in Ägypten blieben.00:06:48
00:06:49
Aber das war gar nicht Josephs Plan.00:06:51
00:06:51
Deshalb antwortete er Juda
gemäß 1. Mose 44:17:00:06:57
00:06:57
„Es ist für mich undenkbar,
so etwas zu tun! 00:07:01
00:07:01
Der Mann soll mein Sklave werden,00:07:03
00:07:03
in dessen Hand
der Becher gefunden wurde.00:07:06
00:07:06
Ihr anderen könnt in Frieden
zu eurem Vater zurückgehen.“00:07:12
00:07:12
Also hat Joseph Juda und seinen
9 Brüdern die Gelegenheit gegeben,00:07:17
00:07:17
zurückzukehren, nach Hause,
als freie Männer,00:07:21
00:07:21
wenn sie bereit wären, Benjamin
als Sklaven zurückzulassen.00:07:25
00:07:26
Das war der Moment, in dem
sich Juda ein Herz fasste00:07:30
00:07:30
und diesem mächtigen Ägypter
mutig widersprach.00:07:34
00:07:34
Seine Rede ist tatsächlich
die längste Rede im ganzen Buch 1. Mose.00:07:39
00:07:39
Am Ende seiner Rede
sagt Juda das zu Joseph,00:07:42
00:07:43
was wir in 1. Mose, Kapitel 44,
ab dem Vers 33 lesen können:00:07:48
00:07:49
„Bitte mein Herr, lass mich statt
des Jungen als Sklave bei dir bleiben,00:07:56
00:07:56
damit er mit seinen Brüdern
zurückkehren kann.00:07:59
00:08:00
Wie soll ich ohne den Jungen
zu meinem Vater zurückgehen?00:08:04
00:08:04
Ich könnte es nicht mit ansehen,
wenn meinen Vater so ein Unglück trifft.00:08:11
00:08:12
Mit anderen Worten, Juda bot an,00:08:14
00:08:14
anstelle seines Bruders Benjamin
als Sklave in Ägypten zu bleiben.00:08:19
00:08:20
Damit zeigte er, dass er nicht mehr
der Juda von vor 22 Jahren war.00:08:25
00:08:25
Juda hatte sich geändert,
er zeigte echte Reue.00:08:31
00:08:31
Jetzt war der Moment gekommen,00:08:33
00:08:33
in dem sich Joseph seinen Brüdern
zu erkennen gab.00:08:37
00:08:38
Was lernen wir aus dieser
bewegenden Geschichte?00:08:43
00:08:43
Wird echte Reue von Jehova belohnt?00:08:47
00:08:47
Ja, das wird sie,
wie wir gesehen haben.00:08:51
00:08:51
Jehova hat die Ereignisse
tatsächlich so gelenkt,00:08:56
00:08:56
dass Juda sogar ein Vorfahr
des Messias wurde.00:09:00
00:09:00
Was für eine großartige Belohnung
für echte Reue!00:09:05
00:09:06
Was nehmen wir mit?00:09:08
00:09:08
Wir machen alle Fehler
und brauchen Jehovas Barmherzigkeit.00:09:13
00:09:13
Es tröstet uns zu wissen,
dass Jehova uns gerne vergibt,00:09:18
00:09:18
wenn wir unsere Fehler
wirklich bereuen,00:09:21
00:09:21
indem wir sie zugeben und unser
falsches Verhalten aufgeben.00:09:28
Hermanus van Selm: Was ist echte Reue? (1. Mo. 44:16)
-
Hermanus van Selm: Was ist echte Reue? (1. Mo. 44:16)
Der Kommentar aus dem <i>Wachtturm</i> heute
erwähnt den Bericht
über Jakobs Sohn Joseph.
Eines der Themen, die in diesem Bibel-
bericht behandelt werden, ist Reue.
Lasst uns über folgende Fragen
sprechen: Was ist echte Reue?
Und wie belohnt Jehova
diejenigen, die bereuen?
Zu echter Reue gehören 2 Schritte.
Jemand muss anerkennen,
dass er einen Fehler gemacht hat,
und deutlich zeigen, dass er
das falsche Verhalten aufgegeben hat.
Und diese beiden Schritte werden auch
in dem Bericht über Joseph erwähnt.
Das wollen wir uns jetzt
genauer ansehen.
Jakob liebte seinen Sohn Joseph sehr.
Aber wie dachten seine Brüder
über Joseph?
In 1. Mose, Kapitel 37,
wird drei Mal erwähnt,
dass seine Brüder ihn hassten.
Einmal war Joseph
mit seinen Brüdern allein,
weit weg von zu Hause
und ihrem Vater.
Josephs Brüdern kam diese
Gelegenheit gerade recht.
Sie ließen ihrem Hass freien Lauf
und warfen Joseph in eine Wassergrube.
Danach schlug Juda vor,
Joseph als Sklaven zu verkaufen.
Zu diesem Zeitpunkt war Joseph
erst 17 Jahre alt.
In Ägypten war Joseph erst ein Sklave,
dann ein Gefangener
und später ein mächtiger Herrscher.
Wir konzentrieren uns jetzt
auf seine Zeit als Herrscher.
Während dieser Zeit lebten Jakob
und seine Familie in Kanaan
und litten unter einer Hungersnot.
Um Nahrungsmittel zu beschaffen,
schickte Jakob seine Söhne
nach Ägypten.
Als Joseph seinen Brüdern
gegenüberstand,
erkannte er sie,
aber sie erkannten ihn nicht.
Und auch beim zweiten
und dritten Treffen
erkannnten Josephs Brüder
ihn immer noch nicht.
Diese Begegnungen machten Joseph
jedes Mal sehr traurig.
Wie reagierte Joseph bei dem
ersten Zusammentreffen?
Er „fing an zu weinen“.
Wie reagierte Joseph bei
der zweiten Begegnung?
Er „ließ ... seinen Tränen
freien Lauf“.
Und was war seine Reaktion
beim dritten Mal?
Er „fing ... zu weinen an“.
Aber wieso hat Joseph sich
diesen schmerzhaften Begegnungen
immer wieder ausgesetzt?
Weil er etwas herausfinden wollte,
nämlich ob seine Brüder bereut hatten.
Wie bereits erwähnt, gehören
zu echter Reue zwei Schritte.
Der erste ist, einen Fehler zuzugeben.
Haben Josephs Brüder das getan?
Ja, das haben sie.
Wir können das in 1. Mose,
Kapitel 42, nachlesen.
In Vers 21 lesen wir, was sie sagten:
„Sie sagten jedoch zueinander:
‚Jetzt werden wir bestimmt
wegen unseres Bruders bestraft
[also wegen Joseph].
Wir haben gesehen,
wie er gelitten hat,
als er uns um Mitleid anflehte,
aber wir haben nicht darauf gehört.
Deswegen sind wir jetzt in
dieser schwierigen Lage.‘“
Diese Worte zeigen, wie sehr
es ihnen leid tat.
Josephs Brüder hatten also
den ersten Schritt gemacht
und ihren Fehler zugegeben.
Aber was ist mit dem zweiten Schritt
für echte Reue?
Hatten sich Josephs Brüder
wirklich geändert?
Was tat Joseph, um herauszufinden,
ob sich seine Brüder
von Herzen geändert hatten?
Na ja, Joseph überlegte sich
die nächsten Schritte seines Plans
ganz genau.
Natürlich konnte Joseph die Situation
von vor 22 Jahren nicht nachstellen.
Aber er konnte Umstände schaffen,
die denen von damals,
von vor über 20 Jahren,
sehr ähnlich waren.
Wie sah denn sein Plan aus?
Er hat sich etwas überlegt,
das seine Brüder in so große
Schwierigkeiten bringen würde,
dass sie einen von Jakobs Söhnen
als Sklaven in Ägypten
zurücklassen müssten,
um selbst der Gefangenschaft
dort zu entgehen.
Dafür musste dieser Sohn einer sein,
den sein Vater besonders lieb hatte,
denn nur so wären die Umstände
ungefähr so wie vor 20 Jahren.
Josephs Plan war also,
seine Brüder dazu zu bewegen,
Benjamin mit nach Ägypten zu bringen.
Warum Benjamin?
Jakob liebte seinen Sohn
Benjamin über alles,
genauso wie er seinen Sohn Joseph
über alles geliebt hatte.
In diesem ausgeklügelten Plan
diente Benjamin sozusagen
als Stellvertreter für Joseph.
Wie seine 10 Brüder jetzt
mit Benjamin umgehen würden,
würde Joseph verraten,
ob sie wirklich bereut hatten,
wie sie ihn vor über 20 Jahren
behandelt hatten.
Dafür setzte Joseph jetzt die finale
Phase seines Plans in Gang.
Bevor seine Brüder wieder nach
Kanaan zurückkehrten,
ließ Joseph einen Silberbecher
in Benjamins Sack legen.
Als die Brüder auf dem Weg waren,
sandte Joseph seinen Verwalter
hinter ihnen her, um ihre Säcke
danach zu durchsuchen.
Wir können uns sicher vorstellen,
wie verängstigt die Brüder waren,
als man den Becher schließlich
in Benjamins Sack fand.
Jetzt mussten sie zu diesem
mächtigen Ägypter zurück.
Aber was sollten sie ihm sagen?
An diesem Punkt ist es gut,
sich kurz zu erinnern.
Vor über 20 Jahren war es Juda,
der vorgeschlagen hatte,
Joseph als Sklaven zu verkaufen.
Und es war auch Juda,
der seinen Vater Jakob überredete,
Benjamin nach Ägypten zu schicken.
Was würde Juda jetzt tun?
Es ist ihm hoch anzurechnen,
dass er die Verantwortung übernahm
und im Namen aller zu Joseph sprach.
Was er sagte, lesen wir
in 1. Mose 44:16:
„Herr, was sollen wir sagen?
Uns fehlen die Worte.
Wie können wir unsere
Unschuld beweisen?
Der wahre Gott hat das Vergehen
deiner Sklaven herausgefunden.
Wir sind jetzt deine Sklaven, Herr –
wir und der, in dessen Hand
der Becher gefunden wurde.“
Mit diesen Worten bot Juda also an,
dass alle zusammen mit Benjamin
als Sklaven in Ägypten blieben.
Aber das war gar nicht Josephs Plan.
Deshalb antwortete er Juda
gemäß 1. Mose 44:17:
„Es ist für mich undenkbar,
so etwas zu tun!
Der Mann soll mein Sklave werden,
in dessen Hand
der Becher gefunden wurde.
Ihr anderen könnt in Frieden
zu eurem Vater zurückgehen.“
Also hat Joseph Juda und seinen
9 Brüdern die Gelegenheit gegeben,
zurückzukehren, nach Hause,
als freie Männer,
wenn sie bereit wären, Benjamin
als Sklaven zurückzulassen.
Das war der Moment, in dem
sich Juda ein Herz fasste
und diesem mächtigen Ägypter
mutig widersprach.
Seine Rede ist tatsächlich
die längste Rede im ganzen Buch 1. Mose.
Am Ende seiner Rede
sagt Juda das zu Joseph,
was wir in 1. Mose, Kapitel 44,
ab dem Vers 33 lesen können:
„Bitte mein Herr, lass mich statt
des Jungen als Sklave bei dir bleiben,
damit er mit seinen Brüdern
zurückkehren kann.
Wie soll ich ohne den Jungen
zu meinem Vater zurückgehen?
Ich könnte es nicht mit ansehen,
wenn meinen Vater so ein Unglück trifft.
Mit anderen Worten, Juda bot an,
anstelle seines Bruders Benjamin
als Sklave in Ägypten zu bleiben.
Damit zeigte er, dass er nicht mehr
der Juda von vor 22 Jahren war.
Juda hatte sich geändert,
er zeigte echte Reue.
Jetzt war der Moment gekommen,
in dem sich Joseph seinen Brüdern
zu erkennen gab.
Was lernen wir aus dieser
bewegenden Geschichte?
Wird echte Reue von Jehova belohnt?
Ja, das wird sie,
wie wir gesehen haben.
Jehova hat die Ereignisse
tatsächlich so gelenkt,
dass Juda sogar ein Vorfahr
des Messias wurde.
Was für eine großartige Belohnung
für echte Reue!
Was nehmen wir mit?
Wir machen alle Fehler
und brauchen Jehovas Barmherzigkeit.
Es tröstet uns zu wissen,
dass Jehova uns gerne vergibt,
wenn wir unsere Fehler
wirklich bereuen,
indem wir sie zugeben und unser
falsches Verhalten aufgeben.
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