00:00:01
Die meisten Staaten auf der Erde
haben heute eine Verfassung.00:00:05
00:00:05
Damit sind die grundlegenden Regeln
und Prinzipien eines Landes,00:00:10
00:00:10
eines Staates oder
eines politischen Gefüges gemeint.00:00:14
00:00:14
In einer Verfassung geht es häufig auch00:00:16
00:00:16
um die grundlegenden Rechte
des Einzelnen.00:00:20
00:00:20
Was ist denn das Grundprinzip
der Verfassung vom Königreich Gottes?00:00:24
00:00:25
Was würdest du sagen?00:00:27
00:00:28
Vielleicht „Gott zu lieben und
den Mitmenschen zu lieben“,00:00:33
00:00:33
kurz zusammengefasst.00:00:34
00:00:34
In unserem heutigen Tagestext
geht es um einen Aspekt davon.00:00:39
00:00:39
Schauen wir mal, wie das
in Jakobus 2:8 ausgedrückt wird:00:00:44
00:00:44
„Wenn ihr nun
das königliche Gesetz befolgt,00:00:48
00:00:48
das in der Schriftstelle
enthalten ist:00:00:50
00:00:50
‚Du sollst deinen Mitmenschen lieben
wie dich selbst‘, ist das gut so.“00:00:56
00:00:56
„Du sollst deinen Mitmenschen lieben
wie dich selbst.“00:01:00
00:01:00
Wie viele Staaten verwenden in ihrer
Verfassung wohl das Wort „Liebe“?00:01:05
00:01:06
Nicht viele, wenn überhaupt.00:01:09
00:01:09
Jakobus bezeichnet die Nächstenliebe
aber als „königliches Gesetz“.00:01:13
00:01:13
Natürlich haben Jehova und Jesus
als Könige das Recht,00:01:16
00:01:16
Gesetze zu erlassen, die
das menschliche Miteinander regeln.00:01:20
00:01:20
Und das Gebot,
den Mitmenschen zu lieben,00:01:22
00:01:22
ist absolut sinnvoll.
Warum?00:01:24
00:01:24
Weil es den Frieden und die Einheit
in einer Gesellschaft fördert.00:01:28
00:01:28
Und von Gottes Königreich
mit Jesus als König00:01:31
00:01:31
würden wir doch genau das erwarten.00:01:33
00:01:33
Und ehrlich gesagt, wenn die Menschen
mehr Nächstenliebe zeigen würden,00:01:37
00:01:37
wären weniger Gesetze nötig, die
die Rechte des Einzelnen schützen.00:01:40
00:01:40
Wenn jeder am Wohl
des anderen interessiert ist,00:01:42
00:01:43
braucht man sich nicht mehr
so viele Gedanken um sich zu machen.00:01:46
00:01:46
Wie sieht das in der Praxis aus,
also seinen Mitmenschen zu lieben?00:01:51
00:01:51
Schauen wir uns dazu ein Beispiel
aus dem Leben Davids an.00:01:54
00:01:54
Wir finden es in 2. Samuel, Kapitel 17.00:01:58
00:01:59
Zum Kontext:00:02:00
00:02:00
David war auf der Flucht, und mit ihm
Tausende, die ihn unterstützten.00:02:05
00:02:05
David war auf der Flucht
vor seinem Sohn Absalom,00:02:08
00:02:08
der ihn töten
und den Thron an sich reißen wollte.00:02:12
00:02:12
David zog nach Norden,
überquerte den Jordan00:02:15
00:02:15
und kam nach Mahanajim,00:02:17
00:02:17
vermutlich eine befestigte Stadt
an einem strategisch günstigen Ort.00:02:22
00:02:22
Waren die Einwohner von Mahanajim
darauf vorbereitet,00:02:25
00:02:26
Tausende völlig ausgelaugter
Menschen aufzunehmen,00:02:29
00:02:29
die vor Absalom auf der Flucht waren?00:02:32
00:02:32
Wer würde sich um sie kümmern?
Wer würde für sie sorgen?00:02:36
00:02:36
Wer würde ihnen Liebe zeigen?00:02:39
00:02:39
Wir finden die Antwort in 2. Samuel,
Kapitel 17, ab Vers 27:00:02:45
00:02:45
„Als David nach Mahanajim kam,00:02:47
00:02:48
brachten Schobi (Sohn von Nahasch
aus dem ammonitischen Rabba),00:02:51
00:02:52
Machir (Sohn von Ammiel
aus Lo-Debar)00:02:54
00:02:55
und Barsillai (der Gileaditer
aus Rogelim)00:02:58
00:02:58
Schlafmatten, Schüsseln, Tontöpfe,
Weizen, Gerste, Mehl,00:03:01
00:03:01
geröstetes Getreide, dicke Bohnen,
Linsen und gedörrtes Getreide,00:03:05
00:03:05
Honig, Butter, Schafe und Käse.00:03:07
00:03:09
Das alles brachten sie zu David
und seinen Begleitern,00:03:12
00:03:13
denn sie dachten sich:00:03:14
00:03:14
‚Die Leute dort in der Wildnis
haben bestimmt Hunger und Durst00:03:18
00:03:18
und sind müde.‘“00:03:19
00:03:21
Sie sahen den Bedarf und handelten.
Wie großzügig!00:03:26
00:03:26
Das war wirklich
Nächstenliebe in Aktion.00:03:29
00:03:29
Aber wo kamen Schobi, Machir
und Barsillai eigentlich her?00:03:33
00:03:33
Aus Rabba, Lo-Debar und Rogelim.
Sie kamen alle nach Mahanajim.00:03:38
00:03:38
Und jeder dieser Orte
war über 30 Kilometer entfernt.00:03:42
00:03:42
Um ihren Mitmenschen Liebe zu zeigen,
Nächstenliebe zu zeigen,00:03:46
00:03:46
mussten sie unwegsames
Gelände durchqueren.00:03:49
00:03:50
Was brachten sie mit?
Viele praktische Dinge:00:03:53
00:03:53
Schlafmatten, Schüsseln, Töpfe,
alle möglichen Lebensmittel,00:03:57
00:03:57
Getreide, Fleisch und Käse.00:03:59
00:04:00
David und seine Begleiter00:04:01
00:04:01
haben sich bestimmt sehr
über diese Geschenke gefreut.00:04:04
00:04:04
Aber wie hat man das alles
dorthin gebracht?00:04:07
00:04:07
Es gab keine Züge, keine Lkws.00:04:11
00:04:12
Sie hatten Esel und vielleicht
irgendeine Art von Wagen.00:04:16
00:04:16
Und man darf nicht vergessen,
dass damals Bürgerkrieg herrschte.00:04:19
00:04:19
Absalom hatte überall im Land
seine Spione.00:04:22
00:04:22
So ein Hilfskonvoi
ist sicher aufgefallen.00:04:26
00:04:26
Um ihre Mitmenschen zu lieben,00:04:28
00:04:28
mussten Schobi, Machir und Barsillai
sehr mutig sein.00:04:33
00:04:33
Sie hätten sich auch sagen können:00:04:35
00:04:35
„Mahanajim ist zu weit weg“ –
haben sie aber nicht.00:04:40
00:04:40
Sie haben große
Anstrengungen unternommen,00:04:42
00:04:43
um David und seinen Begleitern
Nächstenliebe zu zeigen.00:04:46
00:04:46
Sie haben es sich
nicht leicht gemacht.00:04:49
00:04:49
Aber warum?
Wollten sie vor David gut dastehen?00:04:54
00:04:54
Sehr unwahrscheinlich!
Wir erinnern uns:00:04:57
00:04:57
Barsillai lehnte später
Davids Angebot ab,00:04:59
00:04:59
als dieser ihn einlud,
am Königshof zu leben.00:05:02
00:05:02
Das, was diese treuen Männer antrieb,
war bestimmt Jehovas heiliger Geist00:05:07
00:05:07
und echtes Interesse an David
und seinen Begleitern.00:05:10
00:05:10
Vielleicht hat sie auch
Davids eigenes Beispiel motiviert.00:05:14
00:05:14
Was war David denn für ein Mensch,
was hat ihn ausgezeichnet,00:05:17
00:05:17
wofür war er bekannt?00:05:19
00:05:19
War er geizig und egoistisch
oder großzügig und liebevoll?00:05:24
00:05:24
Wir kennen die Antwort.00:05:25
00:05:25
Machir zum Beispiel hat erlebt,00:05:27
00:05:27
wie David sich um
Mephiboscheth gekümmert hat.00:05:30
00:05:31
Woher wissen wir das?00:05:32
00:05:32
Mephiboscheth lebte im Haus
von Machir in Lo-Debar, 00:05:36
00:05:36
bis David Mephiboscheth zu sich holte,00:05:39
00:05:39
nach Jerusalem, um in seinem Haus
an seinem Tisch zu essen.00:05:43
00:05:43
Betrachten wir ein weiteres Beispiel00:05:45
00:05:45
für Davids Liebe
zu seinen Mitmenschen.00:05:47
00:05:47
Wir finden das ein paar Seiten vorher
in 2. Samuel, Kapitel 6,00:05:51
00:05:51
als David die Bundeslade
nach Jerusalem brachte.00:05:55
00:05:56
Wir lesen in 2. Samuel 6:18, 19:00:06:01
00:06:02
„Nachdem David die Brand- und
Gemeinschaftsopfer dargebracht hatte, 00:06:05
00:06:05
segnete er das Volk im Namen Jehovas,
des Herrn der Heere.00:06:09
00:06:09
Auch teilte er an das ganze Volk,
an die ganze Menschenmenge Israels –00:06:15
00:06:15
an jeden Mann und jede Frau –,00:06:17
00:06:18
ein Ringbrot, einen Dattelkuchen
und einen Rosinenkuchen aus.00:06:23
00:06:24
Anschließend gingen alle weg,
jeder zu sich nach Hause.“00:06:28
00:06:29
Ein Geschenk „an das ganze Volk, an
die ganze Menschenmenge Israels“ –00:06:34
00:06:34
wie viele Rosinenkuchen,
wie viele Brote das wohl waren?00:06:38
00:06:38
Jeder Israelit erhielt von David
etwas zu essen.00:06:43
00:06:44
Im Einsichten-Buch
heißt es unter „Kuchen“:00:06:46
00:06:46
„Es ist ... möglich,
dass man in alter Zeit00:06:48
00:06:48
zumindest einige der Rosinenkuchen
aus Rosinen und Mehl bereitete“,00:06:53
00:06:54
also vielleicht die Vorläufer
des heutigen Rosinenbrötchens.00:06:58
00:06:58
Jedenfalls bekam jeder, ob arm
oder reich, etwas zu essen.00:07:03
00:07:03
Und wer war vielleicht auch dort?00:07:05
00:07:05
Schobi, Machir und Barsillai – 00:07:07
00:07:07
möglicherweise waren sie
in dieser Menschenmenge.00:07:10
00:07:10
Und die Liebe und Großzügigkeit Davids
hat sie beeindruckt00:07:14
00:07:14
und sie dazu motiviert,
später selbst aktiv zu werden.00:07:17
00:07:17
Wir wissen es nicht genau.00:07:19
00:07:19
Aber was wir mit Bestimmtheit wissen,
ist, dass Jehova alles sah00:07:23
00:07:23
und Davids Liebe zu seinen
Mitmenschen sehr schätzte.00:07:27
00:07:27
Übertragen wir das auf uns heute.
Öffnet bitte 1. Johannes, Kapitel 3;00:07:32
00:07:35
1. Johannes, Kapitel 3;
wir lesen Vers 17 und 18.00:07:40
00:07:41
Der Apostel Johannes schreibt
unter Inspiration:00:07:44
00:07:44
„Wenn jemand aber
materiellen Besitz hat00:07:46
00:07:46
und seinen Bruder Not leiden sieht00:07:48
00:07:49
und sich dennoch weigert,
ihm Mitgefühl zu zeigen,00:07:52
00:07:52
wie bleibt da die Liebe Gottes in ihm?00:07:55
00:07:56
Liebe Kinder, wir sollten
nicht nur mit Worten lieben,00:08:01
00:08:01
sondern auch in Tat und Wahrheit.“00:08:04
00:08:05
Und genau das sehen wir
in Jehovas Volk heute:00:08:08
00:08:08
„die Liebe Gottes“.00:08:09
00:08:09
Damit erklärt der Apostel Johannes,
warum wir unsere Mitmenschen lieben.00:08:13
00:08:13
Er bringt das mit unserer Liebe zu Gott
in Verbindung.00:08:16
00:08:16
Es ist ein Ausdruck
unserer Liebe zu Gott,00:08:18
00:08:18
wenn wir unseren Brüdern
und Schwestern Liebe zeigen.00:08:21
00:08:21
Wenn wir „nicht nur mit Worten lieben,
sondern auch in Tat“,00:08:24
00:08:24
dann wird Jehova
genauso für uns sorgen,00:08:27
00:08:27
wie er es für David getan hat.00:08:29
00:08:29
David beschreibt das in Psalm 41.
Den schrieb er wohl,00:08:34
00:08:34
als er verfolgt wurde von Absalom,
der gegen ihn rebellierte.00:08:38
00:08:38
In Vers 1 schreibt er:00:08:39
00:08:39
„Glücklich ist jeder, der Rücksicht
auf den Benachteiligten nimmt.00:08:43
00:08:43
Am Tag des Unglücks
wird Jehova ihn befreien.“00:08:47
00:08:47
Was für ein großartiges Versprechen!00:08:50
00:08:50
Jehovas Organisation,
seine Diener heute,00:08:53
00:08:53
lieben ihre Mitmenschen
und zeigen dadurch,00:08:56
00:08:56
dass sie Gottes Königreich folgen.00:08:58
00:08:59
Wie in den Kommentaren
schon angesprochen,00:09:01
00:09:01
haben sich in den letzten 15 Monaten 00:09:03
00:09:03
weltweit zahlreiche
Katastrophen ereignet.00:09:06
00:09:06
In den 15 Monaten seit Januar 202300:09:10
00:09:11
hat die Organisation über
11 Millionen US-Dollar00:09:14
00:09:14
für Katastrophenhilfe ausgegeben.00:09:17
00:09:17
In einem Fall wurden Hilfsgüter
im Wert von über 500 000 US-Dollar00:09:21
00:09:22
für 13 500 Brüder und Schwestern
bereitgestellt,00:09:25
00:09:25
die in einem Land leben,
in dem extreme Dürre herrschte.00:09:29
00:09:29
Jede Person erhielt Nahrung
für 4 Monate:00:09:33
00:09:33
25 Kilo Mais, dann noch 3 Kilo Bohnen,
ein Kilo getrockneten Fisch00:09:40
00:09:40
und außerdem noch 2 Liter Speiseöl.00:09:43
00:09:43
„Liebe deinen Mitmenschen
wie dich selbst“ – 00:09:46
00:09:46
überall ahmen Jehovas Diener
ihren liebevollen Gott nach.00:09:50
00:09:50
Also was haben wir gelernt?00:09:52
00:09:52
Wir halten uns an die Verfassung
von Gottes Königreich,00:09:55
00:09:56
indem wir unseren Brüdern
und Schwestern Liebe zeigen.00:09:59
00:09:59
Manchmal erfordert Helfen
besonderen Einsatz von uns.00:10:03
00:10:03
Aber wir können darauf vertrauen,00:10:05
00:10:05
dass Jehova uns am Tag des Unglücks
nicht im Stich lässt00:10:08
00:10:08
und uns dabei unterstützt,
weiter Nächstenliebe zu zeigen.00:10:12
Gage Fleegle: Zeige weiter Nächstenliebe (Jak. 2:8)
-
Gage Fleegle: Zeige weiter Nächstenliebe (Jak. 2:8)
Die meisten Staaten auf der Erde
haben heute eine Verfassung.
Damit sind die grundlegenden Regeln
und Prinzipien eines Landes,
eines Staates oder
eines politischen Gefüges gemeint.
In einer Verfassung geht es häufig auch
um die grundlegenden Rechte
des Einzelnen.
Was ist denn das Grundprinzip
der Verfassung vom Königreich Gottes?
Was würdest du sagen?
Vielleicht „Gott zu lieben und
den Mitmenschen zu lieben“,
kurz zusammengefasst.
In unserem heutigen Tagestext
geht es um einen Aspekt davon.
Schauen wir mal, wie das
in Jakobus 2:8 ausgedrückt wird:
„Wenn ihr nun
das königliche Gesetz befolgt,
das in der Schriftstelle
enthalten ist:
‚Du sollst deinen Mitmenschen lieben
wie dich selbst‘, ist das gut so.“
„Du sollst deinen Mitmenschen lieben
wie dich selbst.“
Wie viele Staaten verwenden in ihrer
Verfassung wohl das Wort „Liebe“?
Nicht viele, wenn überhaupt.
Jakobus bezeichnet die Nächstenliebe
aber als „königliches Gesetz“.
Natürlich haben Jehova und Jesus
als Könige das Recht,
Gesetze zu erlassen, die
das menschliche Miteinander regeln.
Und das Gebot,
den Mitmenschen zu lieben,
ist absolut sinnvoll.
Warum?
Weil es den Frieden und die Einheit
in einer Gesellschaft fördert.
Und von Gottes Königreich
mit Jesus als König
würden wir doch genau das erwarten.
Und ehrlich gesagt, wenn die Menschen
mehr Nächstenliebe zeigen würden,
wären weniger Gesetze nötig, die
die Rechte des Einzelnen schützen.
Wenn jeder am Wohl
des anderen interessiert ist,
braucht man sich nicht mehr
so viele Gedanken um sich zu machen.
Wie sieht das in der Praxis aus,
also seinen Mitmenschen zu lieben?
Schauen wir uns dazu ein Beispiel
aus dem Leben Davids an.
Wir finden es in 2. Samuel, Kapitel 17.
Zum Kontext:
David war auf der Flucht, und mit ihm
Tausende, die ihn unterstützten.
David war auf der Flucht
vor seinem Sohn Absalom,
der ihn töten
und den Thron an sich reißen wollte.
David zog nach Norden,
überquerte den Jordan
und kam nach Mahanajim,
vermutlich eine befestigte Stadt
an einem strategisch günstigen Ort.
Waren die Einwohner von Mahanajim
darauf vorbereitet,
Tausende völlig ausgelaugter
Menschen aufzunehmen,
die vor Absalom auf der Flucht waren?
Wer würde sich um sie kümmern?
Wer würde für sie sorgen?
Wer würde ihnen Liebe zeigen?
Wir finden die Antwort in 2. Samuel,
Kapitel 17, ab Vers 27:
„Als David nach Mahanajim kam,
brachten Schobi (Sohn von Nahasch
aus dem ammonitischen Rabba),
Machir (Sohn von Ammiel
aus Lo-Debar)
und Barsillai (der Gileaditer
aus Rogelim)
Schlafmatten, Schüsseln, Tontöpfe,
Weizen, Gerste, Mehl,
geröstetes Getreide, dicke Bohnen,
Linsen und gedörrtes Getreide,
Honig, Butter, Schafe und Käse.
Das alles brachten sie zu David
und seinen Begleitern,
denn sie dachten sich:
‚Die Leute dort in der Wildnis
haben bestimmt Hunger und Durst
und sind müde.‘“
Sie sahen den Bedarf und handelten.
Wie großzügig!
Das war wirklich
Nächstenliebe in Aktion.
Aber wo kamen Schobi, Machir
und Barsillai eigentlich her?
Aus Rabba, Lo-Debar und Rogelim.
Sie kamen alle nach Mahanajim.
Und jeder dieser Orte
war über 30 Kilometer entfernt.
Um ihren Mitmenschen Liebe zu zeigen,
Nächstenliebe zu zeigen,
mussten sie unwegsames
Gelände durchqueren.
Was brachten sie mit?
Viele praktische Dinge:
Schlafmatten, Schüsseln, Töpfe,
alle möglichen Lebensmittel,
Getreide, Fleisch und Käse.
David und seine Begleiter
haben sich bestimmt sehr
über diese Geschenke gefreut.
Aber wie hat man das alles
dorthin gebracht?
Es gab keine Züge, keine Lkws.
Sie hatten Esel und vielleicht
irgendeine Art von Wagen.
Und man darf nicht vergessen,
dass damals Bürgerkrieg herrschte.
Absalom hatte überall im Land
seine Spione.
So ein Hilfskonvoi
ist sicher aufgefallen.
Um ihre Mitmenschen zu lieben,
mussten Schobi, Machir und Barsillai
sehr mutig sein.
Sie hätten sich auch sagen können:
„Mahanajim ist zu weit weg“ –
haben sie aber nicht.
Sie haben große
Anstrengungen unternommen,
um David und seinen Begleitern
Nächstenliebe zu zeigen.
Sie haben es sich
nicht leicht gemacht.
Aber warum?
Wollten sie vor David gut dastehen?
Sehr unwahrscheinlich!
Wir erinnern uns:
Barsillai lehnte später
Davids Angebot ab,
als dieser ihn einlud,
am Königshof zu leben.
Das, was diese treuen Männer antrieb,
war bestimmt Jehovas heiliger Geist
und echtes Interesse an David
und seinen Begleitern.
Vielleicht hat sie auch
Davids eigenes Beispiel motiviert.
Was war David denn für ein Mensch,
was hat ihn ausgezeichnet,
wofür war er bekannt?
War er geizig und egoistisch
oder großzügig und liebevoll?
Wir kennen die Antwort.
Machir zum Beispiel hat erlebt,
wie David sich um
Mephiboscheth gekümmert hat.
Woher wissen wir das?
Mephiboscheth lebte im Haus
von Machir in Lo-Debar,
bis David Mephiboscheth zu sich holte,
nach Jerusalem, um in seinem Haus
an seinem Tisch zu essen.
Betrachten wir ein weiteres Beispiel
für Davids Liebe
zu seinen Mitmenschen.
Wir finden das ein paar Seiten vorher
in 2. Samuel, Kapitel 6,
als David die Bundeslade
nach Jerusalem brachte.
Wir lesen in 2. Samuel 6:18, 19:
„Nachdem David die Brand- und
Gemeinschaftsopfer dargebracht hatte,
segnete er das Volk im Namen Jehovas,
des Herrn der Heere.
Auch teilte er an das ganze Volk,
an die ganze Menschenmenge Israels –
an jeden Mann und jede Frau –,
ein Ringbrot, einen Dattelkuchen
und einen Rosinenkuchen aus.
Anschließend gingen alle weg,
jeder zu sich nach Hause.“
Ein Geschenk „an das ganze Volk, an
die ganze Menschenmenge Israels“ –
wie viele Rosinenkuchen,
wie viele Brote das wohl waren?
Jeder Israelit erhielt von David
etwas zu essen.
Im <i>Einsichten-</i>Buch
heißt es unter „Kuchen“:
„Es ist ... möglich,
dass man in alter Zeit
zumindest einige der Rosinenkuchen
aus Rosinen und Mehl bereitete“,
also vielleicht die Vorläufer
des heutigen Rosinenbrötchens.
Jedenfalls bekam jeder, ob arm
oder reich, etwas zu essen.
Und wer war vielleicht auch dort?
Schobi, Machir und Barsillai –
möglicherweise waren sie
in dieser Menschenmenge.
Und die Liebe und Großzügigkeit Davids
hat sie beeindruckt
und sie dazu motiviert,
später selbst aktiv zu werden.
Wir wissen es nicht genau.
Aber was wir mit Bestimmtheit wissen,
ist, dass Jehova alles sah
und Davids Liebe zu seinen
Mitmenschen sehr schätzte.
Übertragen wir das auf uns heute.
Öffnet bitte 1. Johannes, Kapitel 3;
1. Johannes, Kapitel 3;
wir lesen Vers 17 und 18.
Der Apostel Johannes schreibt
unter Inspiration:
„Wenn jemand aber
materiellen Besitz hat
und seinen Bruder Not leiden sieht
und sich dennoch weigert,
ihm Mitgefühl zu zeigen,
wie bleibt da die Liebe Gottes in ihm?
Liebe Kinder, wir sollten
nicht nur mit Worten lieben,
sondern auch in Tat und Wahrheit.“
Und genau das sehen wir
in Jehovas Volk heute:
„die Liebe Gottes“.
Damit erklärt der Apostel Johannes,
warum wir unsere Mitmenschen lieben.
Er bringt das mit unserer Liebe zu Gott
in Verbindung.
Es ist ein Ausdruck
unserer Liebe zu Gott,
wenn wir unseren Brüdern
und Schwestern Liebe zeigen.
Wenn wir „nicht nur mit Worten lieben,
sondern auch in Tat“,
dann wird Jehova
genauso für uns sorgen,
wie er es für David getan hat.
David beschreibt das in Psalm 41.
Den schrieb er wohl,
als er verfolgt wurde von Absalom,
der gegen ihn rebellierte.
In Vers 1 schreibt er:
„Glücklich ist jeder, der Rücksicht
auf den Benachteiligten nimmt.
Am Tag des Unglücks
wird Jehova ihn befreien.“
Was für ein großartiges Versprechen!
Jehovas Organisation,
seine Diener heute,
lieben ihre Mitmenschen
und zeigen dadurch,
dass sie Gottes Königreich folgen.
Wie in den Kommentaren
schon angesprochen,
haben sich in den letzten 15 Monaten
weltweit zahlreiche
Katastrophen ereignet.
In den 15 Monaten seit Januar 2023
hat die Organisation über
11 Millionen US-Dollar
für Katastrophenhilfe ausgegeben.
In einem Fall wurden Hilfsgüter
im Wert von über 500 000 US-Dollar
für 13 500 Brüder und Schwestern
bereitgestellt,
die in einem Land leben,
in dem extreme Dürre herrschte.
Jede Person erhielt Nahrung
für 4 Monate:
25 Kilo Mais, dann noch 3 Kilo Bohnen,
ein Kilo getrockneten Fisch
und außerdem noch 2 Liter Speiseöl.
„Liebe deinen Mitmenschen
wie dich selbst“ –
überall ahmen Jehovas Diener
ihren liebevollen Gott nach.
Also was haben wir gelernt?
Wir halten uns an die Verfassung
von Gottes Königreich,
indem wir unseren Brüdern
und Schwestern Liebe zeigen.
Manchmal erfordert Helfen
besonderen Einsatz von uns.
Aber wir können darauf vertrauen,
dass Jehova uns am Tag des Unglücks
nicht im Stich lässt
und uns dabei unterstützt,
weiter Nächstenliebe zu zeigen.
-