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Mark Scott: „Hoffnung führt nicht zur Enttäuschung“ (Röm. 5:5)

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Hoffnung ist in der Welt Satans
leider Mangelware
und Enttäuschungen
gehören heute einfach zum Leben dazu.
Korrupte Politiker
halten ihre Versprechen nicht ein,
unehrliche Geistliche
wiederholen immer wieder leere Phrasen
und Illoyalität und Betrug
sind an der Tagesordnung.
Was ist die Folge davon?
Welche Auswirkungen
haben all diese Enttäuschungen?
Die Menschen
werden immer misstrauischer,
desillusionierter oder sogar zynisch.
Deswegen verwundert es gar nicht,
dass viele skeptisch reagieren,
wenn wir mit ihnen über
die gute Botschaft sprechen wollen.
Was ist aber, wenn jemand bereit ist,
sich mit den Beweisen
für Jehovas Vertrauenswürdigkeit
auseinanderzusetzen,
damit, dass er seine Versprechen
immer gehalten hat?
Was passiert dann?
In seinem Herzen kann
ein Hoffnungsfunke entzündet werden.
Sein Blick auf die Zukunft
kann sich auf einmal
völlig verändern.
Plötzlich wagt er zu hoffen,
dass die Erde von Korruption
und Ungerechtigkeit befreit wird,
dass er für immer
in völliger Gesundheit leben
und er Menschen, die er durch den Tod
verloren hat, wiedersehen kann.
Ist das die Hoffnung,
von der Paulus in diesem Vers
gesprochen hat?
Nein, ist es nicht.
Schauen wir uns mal den Kontext
von unserem Vers an in Römer 5,
und hier wollen wir Vers 3 bis 5 lesen.
„Wir wollen uns freuen,
während wir Schwierigkeiten
durchmachen,
da wir wissen,
dass man durch Schwierigkeiten
Ausharren lernt,
Ausharren aber führt
zu einem bewährten Zustand,
der bewährte Zustand wiederum
zur Hoffnung,
und die Hoffnung
führt nicht zur Enttäuschung.“
Ist euch aufgefallen, dass Hoffnung
in dieser Aufzählung,
dieser Abfolge,
als Letztes genannt wird?
Nachdem ein Christ
Schwierigkeiten durchgemacht hat,
nachdem er treu ausgeharrt hat
und nachdem ihm klar wurde,
dass er Jehovas Anerkennung hat,
erst dann kann er Hoffnung hegen.
Wie die Studienanmerkung erklärt,
bezieht sich Paulus
hier nicht auf die anfängliche Hoffnung,
die man bekommt, wenn man
von der guten Botschaft erfährt.
Er bezieht sich hier
auf eine viel stärkere Hoffnung,
eine gefestigte Hoffnung,
die ein Christ entwickelt,
nachdem er in Schwierigkeiten
treu ausgeharrt hat.
Brüder und Schwestern,
diese stärkere, gefestigte Hoffnung
ist die Hoffnung, die ihr habt.
Ihr habt Schwierigkeiten durchgemacht.
Ihr seid dabei treu geblieben.
Ihr habt immer wieder gespürt,
dass Jehova zufrieden lächelt,
wenn er an euer treues Ausharren denkt.
Und dadurch ist eure Hoffnung
noch viel größer geworden.
Ihr seid euch völlig sicher,
dass das, was ihr erwartet,
auch eintrifft.
Warum ist diese Hoffnung
so wertvoll für uns?
Na ja, weil wir alle
Enttäuschungen erleben,
selbst die von uns,
die die Möglichkeit haben,
im Dienst für Jehova
viele Aufgaben wahrzunehmen.
Der Wachtturm vom 15. September 1997
berichtet von unserer Schwester Anny.
Sie kam aus der Schweiz
und hatte gehofft,
nach der Gileadschule
eine Zuteilung als Missionarin
im Ausland zu erhalten.
Aber zu ihrer großen Enttäuschung
wurde sie zurück ins Bethel
nach Europa geschickt,
in die Übersetzungsabteilung.
Trotzdem nahm Anny die Zuteilung an.
Der Wachtturm stellte die Frage:
„Wie gelang es ihr,
die Enttäuschung zu überwinden?“
Anny erklärt:
„Es gab und gibt viel zu tun.
Meine Gefühle und Vorlieben
sind nicht so wichtig
wie die Arbeit.“
Dann heißt es weiter:
„Wenn wir mit einer
uns übertragenen Aufgabe
nicht glücklich sind,
könnten wir uns die Einstellung Annys
zu eigen machen.
Was uns persönlich gefallen würde
ist nicht von höchster Wichtigkeit.
Vor allem kommt es darauf an,
dass all die verschiedenen Aufgaben,
die mit der Verbreitung
der Königreichsbotschaft verbunden sind,
gut ausgeführt werden.“
Und dann wird in dem Artikel
Sprüche 14:23 zitiert.
Dort wird gesagt:
„Jede harte Arbeit bringt Gewinn.“
„Dadurch,
dass wir sie treu erledigen,
[können wir] dazu beitragen,
dass das Königreichswerk
ausgeführt wird.“
Bis dahin.
Wir könnten jetzt
den ganzen Morgen
über all die verschiedenen
Enttäuschungen sprechen,
die wir erleben.
Aber schauen wir uns stattdessen
doch mal drei Gründe an,
warum unsere Hoffnung
im Kampf gegen Enttäuschungen
so wertvoll ist.
Schlagen wir als Erstes Jesaja auf,
Kapitel 40,
und hier wollen wir ab Vers 30 lesen:
„Jungen werden müde,
sind irgendwann erschöpft,
und junge Männer stolpern und fallen,
doch die auf Jehova hoffen,
gewinnen neue Kraft.
Sie werden
wie mit Adlerflügeln aufsteigen.
Sie werden rennen
und sich nicht erschöpft fühlen.
Sie werden laufen
und nicht müde werden.“
Enttäuschungen können uns entmutigen
und uns die Kraft rauben.
In einem aktualisierten News-Artikel
von Dezember 2025
sagt unser Bruder
Sergei aus Russland:
„Bei Entmutigung ist es ganz normal,
dass man sich zeitweise
kraftlos fühlt
und pessimistisch ist.“
Aber wie Jesaja sagt,
kann uns Hoffnung die innere
Stärke geben, weiterzumachen.
Wir können dann neue Kraft gewinnen.
Der zweite Grund,
warum unsere Hoffnung
so wertvoll ist,
wird in 1. Thessalonicher 5:8
beschrieben.
Paulus verwendet hier
einen sehr interessanten Vergleich.
1. Thessalonicher 5:8:
„Wir aber, die zum Tag gehören,
wollen bei klarem Verstand bleiben
und den Brustpanzer des Glaubens
und der Liebe tragen
sowie die Hoffnung auf Rettung
als Helm.“
So wie ein Helm
den Kopf eines Soldaten
in der Schlacht schützt,
schützt Hoffnung unser Denken.
Sie bewahrt uns davor,
dass sich unsere Gedanken
immer nur um die Enttäuschungen,
die wir erleben, drehen
und es so immer schlimmer wird.
Sie hilft uns,
Gottes Versprechen fest im Blick
zu behalten und unsere Probleme
aus der richtigen Perspektive zu sehen.
Wenn wir enttäuscht sind,
ist das manchmal
gar nicht so einfach.
Weil wir unvollkommen sind,
neigen wir dazu,
unsere Situation
mit der von anderen zu vergleichen.
Wir suchen einen Schuldigen
für die Enttäuschungen,
die wir erleben.
Oder wir wärmen unsere Gefühle
der Enttäuschung
immer wieder von Neuem auf.
Was können wir da von Jehova lernen?
Würdet ihr nicht auch sagen,
dass er viele Enttäuschungen
erlebt hat?
Überlegt mal,
wie enttäuscht er
darüber gewesen sein muss,
wie die ersten Menschen
ihren freien Willen gebraucht haben.
Aber wie wird er
in der Bibel beschrieben?
Jehova wird „der glückliche Gott“
genannt.
Daran sieht man,
dass sich Jehova
nicht in seine Enttäuschung
hineinsteigert.
Er konzentriert sich auf die Erfüllung
seines Vorhabens.
Hoffnung beschützt also
genauso wie ein Helm
unser Denken.
Nun zum dritten Punkt,
warum unsere Hoffnung so kostbar ist.
Auch hier haben wir wieder
eine Veranschaulichung von Paulus
in Hebräer 6:19,
da heißt es:
„Diese Hoffnung
ist wie ein Anker für unsere Seele,
der sowohl sicher als auch fest ist.“
Was ist eigentlich die Funktion
von einem Anker?
Stellen wir uns ein Schiff
im Sturm vor.
Es wird hin und her geworfen
und läuft Gefahr,
gegen die Felsen zu schlagen
und unterzugehen.
Oder das Schiff
wird zum Kentern gebracht,
weil Wind und Wellen es
von der Seite treffen.
Doch ein Anker sorgt dafür,
dass die Vorderseite des Schiffes
in Richtung des Windes
und der heranrollenden Wellen zeigt.
Er sorgt für eine gewisse Stabilität,
sodass das Schiff den Sturm
überstehen kann, ohne zu kentern.
Wenn wir das mal auf uns übertragen:
Auch uns treffen in unserem Leben
Stürme der Enttäuschung –
vielleicht ausgelöst
durch Schwierigkeiten,
Glaubensprüfungen
oder unerwartete Veränderungen.
Das kann dann Stürme
in unserem Inneren auslösen.
Man ist unruhig,
man macht sich Sorgen
oder hat sogar Angst.
Aber wie ein stabilisierender Anker
hilft uns unsere Hoffnung,
sturmgleichen Herausforderungen
und Enttäuschungen mutig zu begegnen.
In unserem Lied Nummer 3 heißt es:
„Eine Hoffnung hast du uns geschenkt,
sie gibt dem Leben Sinn.
Wir erzählen von ihr begeistert,
führen Menschen zu dir hin.“
Aber dann heißt es auch,
dass uns Angst und Sorge
manchmal niederdrückt
und das Licht in uns schwach wird,
dass also die Hoffnung in uns
nicht mehr so stark brennt.
Enttäuschungen
können sich so auf uns auswirken.
Aber mit jedem Tag,
an dem wir treu ausharren,
wird unsere Hoffnung gefestigter
und stärker.
Sie gibt uns die Kraft,
nicht aufzugeben und weiterzumachen.
Sie beschützt unser Denken
wie ein stabiler Helm.
Und in stürmischen Zeiten
ist sie wie „ein Anker für unsere Seele“ –
sie gibt uns Halt und Stabilität.
Und warum ist diese Hoffnung sicher?
Der Titel von Lied Nummer 3
versichert uns,
dass Jehova „unser Fels, unser Gott
und unsere Zuversicht“ ist.
Auf ihn zu hoffen,
führt nicht zur Enttäuschung.