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Liebe zum Dienst – Mit unseren Unsicherheiten zurechtkommen

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Ich bin nicht
in der Wahrheit aufgewachsen.
Sowohl meine Familie als auch
Mitglieder meiner früheren Religion
haben es mir sehr schwer gemacht.
Manchmal haben sie mich beschimpft,
und das hat dazu geführt,
dass mir der Dienst
extrem schwergefallen ist.
Schon als kleines Mädchen
hab ich auf dem Feld gearbeitet.
Ich war immer traurig,
wenn ich gesehen hab,
wie die anderen
zur Schule gegangen sind.
Ich wollte auch so gerne lesen lernen.
Aber ich hatte leider nie
die Möglichkeit dazu.
Und deshalb hat mich der Gedanke,
in den Dienst zu gehen,
immer nervös gemacht.
Ich hab mich immer gefragt:
Werden sie mir zuhören?
Werden sie mir überhaupt
die Tür aufmachen?
Ich bin von klein auf
in der Wahrheit groß geworden.
Aber ich war schon als Kind
total schüchtern.
Mir ist es immer sehr schwergefallen,
zu sagen, was ich denke und fühle.
Und manchmal, wenn ich versucht habe,
etwas Bestimmtes zu sagen,
ist am Ende was ganz anderes
herausgekommen.
Und dann, während der Pandemie,
hab ich auch noch
eine Angststörung entwickelt,
und dadurch ist es
mit meiner Schüchternheit
noch viel schlimmer geworden.
Ich hatte im Dienst
solche Selbstzweifel,
dass ich zu meinem Predigtdienstpartner
gesagt habe:
„Bruder, kannst du bitte sprechen?
Ich begleite dich heute nur.“
Durch meine Angststörung habe ich mir
noch mehr Gedanken darüber gemacht,
wie das, was ich sage,
bei anderen ankommt.
Ich hatte Angst davor,
etwas zu sagen, was nicht stimmt,
oder etwas,
was bei den anderen falsch ankommt.
Und das alles hat es für mich
noch viel schwieriger gemacht.
Einmal habe ich eine Frau angetroffen
und sie hat mich gefragt:
„Wie wollen Sie eigentlich predigen,
wenn Sie nicht mal lesen können?“
Das hat mich sehr traurig gemacht.
Das Gebet hat mir sehr geholfen.
Immer wenn ich im Dienst gemerkt habe,
dass ich wieder Angst bekomme,
habe ich kurz gebetet.
Ich hab sofort gespürt,
wie es besser wird
und meine Angst weniger wird.
Ich hatte dann das Gefühl,
dass Jehova meine Hand nimmt
und mir hilft,
weiter in den Dienst zu gehen.
Auch wenn ich nicht lesen konnte,
war ich entschlossen.
„Ich werde keine Angst haben,
weil ich weiß,
dass Gott meine Hand hält.“
Immer wenn ich nervös war,
hab ich zu Jehova gebetet.
Eine Schwester mit viel Erfahrung
ist oft mit mir in den Dienst gegangen
und hat mir so sehr geholfen.
Sie hat mich daran erinnert,
dass Jehova uns für unsere Aufgaben,
für unseren Dienst, befähigt,
das kommt nicht aus uns selbst.
Und auch die anderen Brüder
und Schwestern,
mit denen ich in den Dienst gehe,
helfen mir sehr.
Es tut mir richtig gut,
wenn sie mir erzählen,
was sie im Dienst so alles erleben
und wie Jehova ihnen
den nötigen Mut gibt.
Wenn sie das
mit Jehovas Hilfe hinbekommen,
dann kann ich das auch schaffen.
Mir ist aufgefallen, dass ich mich im
Dienst zu sehr auf mich selbst verlasse,
auf meine eigenen Gedanken.
Aber Jesus hat bei seinen Gesprächen
die Schriften verwendet.
Ich versuch,
mir an ihm ein Beispiel zu nehmen
und im Dienst nicht
zu viel selbst zu reden.
Ich versuch,
es im Dienst einfach zu halten,
ich sag so was wie:
„Ah, Sie sind am Fegen“
oder: „Was für ein schöner Garten,
Sie haben so schöne Blumen,
was für ein tolles Pink!“
Und dann sag ich so was wie:
„Wenn man die Bibel besser kennenlernt,
dann nimmt man noch besser wahr,
was Gott alles für uns gemacht hat.“
Ich finde die Worte von Jesus
sehr beruhigend:
„Ich bin die ganze Zeit über bei euch.“
Dieser Gedanke macht mir richtig Mut,
wenn ich im Dienst unterwegs bin.
Er erinnert mich daran,
dass ich nicht allein bin;
Jesus ist bei mir.
Ich wünsche mir, dass Menschen,
die nicht lesen können, wissen,
dass sie keine Angst haben brauchen,
denn es gibt ganz viel,
was man sich anhören kann.
Es ist so schön,
diese Sachen zu hören.
Man darf nie aufgeben.
Ich hab ja auch Jehova kennengelernt
und seinen Namen,
obwohl ich nicht lesen konnte.
Und so hatte ich dann sogar
die Möglichkeit, lesen zu lernen.
Ich bin so stolz, dass ich Jehova
und seinen Namen kennenlernen konnte.
Sein Name ist so wunderschön,
und ich kannte ihn vorher nicht.
Jehova hat mir gezeigt,
dass er der Bedeutung seines Namens
absolut gerecht wird,
dass er uns zu dem werden lässt,
was gerade nötig ist.
So kann auch jemand,
der so schüchtern ist wie ich,
den Mut zum Predigen bekommen.
Ich bin sehr dankbar,
dass ich zu Jehovas Volk gehören darf.
Ich habe so viel über Jehova gelernt
und über sein Wort, die Bibel.
Das kann ich jetzt mit anderen teilen.
Das macht mir so viel Freude.
Jetzt geh ich richtig gerne
in den Dienst,
weil ich weiß,
dass Jehova mich dabei unterstützt.
Er ist derjenige,
der mich dazu befähigt,
anderen Menschen
seine Liebe zu zeigen.