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Liebe zum Dienst – Uns im Dienst mehr einsetzen

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Wir haben immer darüber gesprochen,
einmal dahin zu ziehen,
wo Unterstützung gebraucht wird.
Aber wir haben damals in Lima gelebt
und dort kann man
relativ gut Arbeit finden.
Deswegen haben wir uns
Gedanken gemacht,
wovon wir leben sollen,
wenn wir woanders hinziehen.
Als Jeremy vorgeschlagen hat,
dass wir wieder mit dem Pionierdienst
anfangen könnten,
war ich nicht gleich
100 Prozent überzeugt.
Es war schon Ewigkeiten her,
dass wir im Pionierdienst waren.
Und abgesehen davon,
dass wir noch 5 Kinder zu Hause hatten,
war mein Papa krank
und auch Jeremys Vater
war in Behandlung.
Ich hab direkt nach der Schule
mit dem Pionierdienst begonnen.
Aber ungefähr ein Jahr später wurde
bei mir eine Erkrankung festgestellt,
die mit dem Rückenmark zu tun hat
und mich stark einschränkt.
Leider konnte ich deswegen mit dem
Pionierdienst nicht mehr weitermachen.
Ich hatte mich so sehr darauf gefreut,
noch mehr zu tun im Dienst.
Es hat sich so angefühlt,
als wäre ich in einem dunklen Tunnel
und es war nirgends Licht in Sicht.
Ich hab oft an Jakob gedacht,
an 1. Mose 32,
wo er mit dem Engel gerungen hat.
Er hat nicht aufgegeben,
bis er den Segen bekommen hat.
Daraus hab ich gelernt,
dass es oft große Opfer
und viel Anstrengung erfordert,
von Jehova gesegnet zu werden,
und am Ende auch
jede Menge Gebete.
Psalm 34:8 hat uns weitergeholfen:
„Schmeckt und seht,
dass Jehova gut ist.“
Und das hat uns daran erinnert,
dass Jehova die segnet,
die sich trauen, etwas zu verändern.
Mir hat es total geholfen,
mich bei meinem persönlichen Studium
mit dem Bericht über
die arme Witwe zu beschäftigen.
Das hat mir klargemacht,
dass Jehova alles bemerkt,
was ich für ihn tue,
und dass er sich wirklich über das
freut, was ich für ihn tun kann.
Als wir schließlich
unsere Kündigung eingereicht haben,
haben sowohl mein Chef
als auch Fiorellas uns angeboten,
unser Gehalt zu verdoppeln.
Aber unser Entschluss stand fest.
Wir wollten umziehen
und woanders helfen.
Wir waren bereit,
jede Arbeit zu machen,
egal ob Straßen fegen
oder etwas auf dem Markt verkaufen.
Hauptsache, wir hätten
genug Zeit für den Dienst.
Dort angekommen, haben wir gemerkt,
dass die Leute
wirklich gerne zuhören,
wenn es um die Bibel geht.
Viele von ihnen
wollten die Bibel studieren.
Wir haben das nur geschafft,
wenn wir frühmorgens losgegangen sind
und bis spätabends im Dienst waren.
Wir haben einen Familienkalender,
wo alle unsere Termine drinstehen.
Wir versuchen,
uns da gut zu organisieren,
um uns gegenseitig zu unterstützen.
Wenn wir wissen,
dass einer von uns spät heimkommt,
sorgen wir dafür,
dass er was zu essen hat,
so was halt.
Mir wurde klar, dass ich im Herzen
eine Missionarin sein kann.
Ich schau mir jeden Monat
meinen Terminplan an und überlege,
wann ich mit Brüdern
und Schwestern per Videokonferenz
in den Dienst gehen kann.
Ab und zu versuche ich auch,
Gedanken aus der Bibel
mit einfließen zu lassen,
wenn ich mit meiner Cousine schreibe.
Und wenn es mir gut genug geht,
dann freue ich mich,
auch in den Haus-zu-Haus-Dienst
gehen zu können.
Nach unserem ersten Jahr dort
ist uns das Geld ausgegangen.
Ich weiß noch,
einmal haben wir morgens gebetet,
dass Jehova uns hilft,
das Königreich weiter
an die erste Stelle zu setzen.
Und dann sind wir
in den Dienst gegangen.
Und an der letzten Tür
an dem Morgen
hat uns eine Frau einen ganzen Beutel
voll Gemüse geschenkt.
Als wir gegangen sind, hat uns dann
noch eine andere Nachbarin
einen ganzen Korb
voller Lebensmittel geschenkt.
Und weißt du noch,
was du gesagt hast?
„Oh, Jehova hat unseren
Wocheneinkauf erledigt –
fehlt nur noch das Fleisch.“
Aber als wir dann zu Hause ankamen,
kam die Tochter von einer Schwester
und hatte eine Tüte
voller Fleisch für uns.
Wir haben geweint vor Glück.
Rückblickend haben wir wirklich erlebt,
wie wahr Psalm 34:8 ist.
Wir haben geschmeckt und gesehen,
dass Jehova gut ist.
Unsere 3 Großen sind zusammen mit uns
im Pionierdienst
und unsere 2 jüngsten Mädchen
wollen nach der Highschool
auch damit anfangen.
Dieser gemeinsame Dienst für Jehova
schweißt uns alle echt zusammen.
Und das ist wirklich der größte Segen,
den wir uns vorstellen können.
Wenn ich mich im Rahmen meiner
Möglichkeiten im Dienst voll einsetze,
konzentriere ich mich
nicht so sehr auf mich selbst.
Im Moment darf ich mit einer Frau
die Bibel studieren.
Normalerweise studieren wir online,
aber einmal im Monat
kommt sie zu mir nach Hause.
Das ist so schön.
Sie hat sogar angefangen,
in der Versammlung
Kommentare zu geben.
Sie überrascht mich
immer wieder aufs Neue,
wenn sie Fortschritte macht,
die ich gar nicht hab kommen sehen.
Es gibt immer wieder Phasen im Leben,
wo es einem unmöglich vorkommt,
sich mehr für Jehova einzusetzen.
Aber manchmal steht man sich
auch selber im Weg.
Wenn wir es dann einfach machen,
gibt uns Jehova auch die Kraft dazu.