00:00:00
In unserem Tagestext heute
geht es um gute Taten.00:00:04
00:00:04
Unter den Zuhörern heute Morgen00:00:06
00:00:06
gibt es auch viele Brüder
und Schwestern,00:00:09
00:00:09
die sich durch ihre
guten Taten auszeichnen.00:00:11
00:00:11
Und wir loben euch dafür.00:00:13
00:00:14
Heute Morgen möchten wir uns aber00:00:15
00:00:15
ein wenig Zeit dafür nehmen,
darüber nachzudenken,00:00:19
00:00:19
mit welchem Beweggrund wir
solche guten Taten vollbringen.00:00:22
00:00:22
Warum tue ich eigentlich, was ich tue?00:00:25
00:00:25
Mein Thema gründet sich deshalb
auf eine Frage,00:00:29
00:00:29
die Jehova seinem Volk
nach ihrer Befreiung gestellt hat.00:00:32
00:00:33
Die Frage finden wir im Bibelbuch
Sacharja im Kapitel 7, im Vers 5.00:00:38
00:00:38
Diese Frage lässt Jehova
durch den Propheten Sacharja stellen.00:00:42
00:00:42
Es heißt:00:00:43
00:00:43
„Sag zum ganzen Volk des Landes
und zu den Priestern:00:00:47
00:00:47
‚Als ihr 70 Jahre lang00:00:49
00:00:49
im fünften und im siebten Monat
gefastet und getrauert habt,00:00:54
00:00:54
[jetzt kommt die Frage]00:00:56
00:00:56
habt ihr da wirklich
für mich gefastet?‘“00:00:59
00:01:00
Jehova gefiel dieses Fasten nicht,00:01:02
00:01:02
weil die Juden wegen des Urteils
fasteten und trauerten,00:01:06
00:01:06
das Jehova über sie gefällt hatte.00:01:08
00:01:09
Sie hätten aus Freude
wegen ihrer Befreiung fasten sollen00:01:13
00:01:13
und weil sie zurückkehren konnten.00:01:15
00:01:15
Aber stattdessen fasteten sie
wegen des Unglücks, 00:01:18
00:01:18
das über sie gekommen war,
weil sie sich falsch verhalten hatten.00:01:22
00:01:22
Sie haben also gefastet, aber
aus dem völlig falschen Beweggrund.00:01:25
00:01:26
Deswegen fragte Jehova sie:
„Habt ihr wirklich für mich gefastet?“00:01:30
00:01:31
Genauso wie Jehova den Israeliten
diese Frage gestellt hat,00:01:35
00:01:35
möchte er auch uns bewegen,
darüber nachzudenken.00:01:39
00:01:39
Fasten wir,
fasten du und ich wirklich für Jehova?00:01:44
00:01:44
Warum tue ich, was ich tue?00:01:47
00:01:47
Was ist meine Motivation,00:01:48
00:01:48
wenn ich eine Aufgabe
im Dienst für Jehova wahrnehme?00:01:52
00:01:52
Die meisten, die heute zuhören,00:01:54
00:01:54
sind in irgendeiner Form
des Vollzeitdienstes.00:01:57
00:01:57
Und das ist schön.
Das sind gute Taten.00:02:00
00:02:00
Das sind wirklich gute Taten.00:02:03
00:02:03
Aber manchmal sind wir
einfach zu beschäftigt.00:02:06
00:02:06
Wir sind zu vertieft in unsere Tätigkeit00:02:09
00:02:09
und hangeln uns von
einer Aufgabe zur nächsten.00:02:12
00:02:12
Und dann kann es sein, dass wir
es nicht schaffen, innezuhalten00:02:16
00:02:16
und uns zu fragen: Warum?
Warum mache ich das eigentlich?00:02:22
00:02:22
Warum diene ich Jehova?
Warum bin ich im Bethel?00:02:26
00:02:26
Warum bin ich Tag für Tag
im Predigtdienst unterwegs?00:02:29
00:02:29
Warum besuche ich als Kreisaufseher
jede Woche eine andere Versammlung?00:02:33
00:02:33
Warum helfe ich bei der Instandhaltung
oder auf dem Bau?00:02:36
00:02:36
Warum diene ich als Lehrer
bei der SKE,00:02:39
00:02:39
bei der Schule für Kreisaufseher oder
der Schule für Versammlungsälteste?00:02:43
00:02:43
Den Wert unseres Dienstes für Jehova
kann man nicht daran messen,00:02:47
00:02:47
wie viele
oder welche Aufgaben wir haben.00:02:50
00:02:50
Jehova ist es wichtiger,
warum wir etwas tun.00:02:54
00:02:54
Er sieht in unser Herz.00:02:57
00:02:57
Das wird sehr schön deutlich an dem,
was Jehova zu Samuel sagte,00:03:01
00:03:01
als er ihm den Auftrag gab, den
neuen König von Israel auszuwählen.00:03:07
00:03:07
Das lesen wir in 1. Samuel 16:7,
einem bekannten Text.00:03:11
00:03:12
Wir erinnern uns:
In diesem Vers geht es um Eliab.00:03:16
00:03:16
„Aber Jehova sagte zu Samuel:00:03:18
00:03:18
‚Achte nicht auf sein Aussehen
und seinen hohen Wuchs,00:03:22
00:03:23
ich habe ihn bereits abgelehnt.‘“00:03:25
00:03:25
Warum hat Jehova ihn abgelehnt?
War er zu groß?00:03:30
00:03:30
Nein, für Jehova war seine Größe
nicht wichtig.00:03:34
00:03:34
Er hat in sein Herz geschaut.
Er sah einen Krieger, aber keinen König.00:03:40
00:03:40
In Eliabs Herz fehlten 2 Eigenschaften,
die wichtig waren für einen König:00:03:45
00:03:46
Ihm fehlten Mut
und ein gutes Urteilsvermögen.00:03:49
00:03:49
Woher wissen wir das?00:03:50
00:03:50
In Kapitel 17, Vers 11, wird erklärt,00:03:53
00:03:53
dass ganz Israel Angst
vor dem Riesen Goliath hatte.00:03:56
00:03:56
Und Eliab gehörte dazu.
Er hatte also nicht den nötigen Mut.00:04:00
00:04:00
Wenn wir in Kapitel 17 weiterlesen,
erfahren wir,00:04:04
00:04:04
dass David mutig
für Jehova eingetreten ist.00:04:07
00:04:07
Er sagt: „Wie kommt
dieser ... Philister ... dazu,00:04:10
00:04:10
das Heer des lebendigen Gottes
zu verhöhnen?“00:04:12
00:04:12
Gemäß Vers 28
verurteilt Eliab David dafür.00:04:16
00:04:16
Er nennt ihn anmaßend und
unterstellt ihm schlechte Absichten.00:04:19
00:04:19
Er hatte kein gutes Urteilsvermögen.
Eliab war noch nicht bereit.00:04:24
00:04:24
Er war zwar an der Front, aber
er hatte vergessen, für wen er kämpft.00:04:28
00:04:29
Das erklärt, warum Jehova
zu Samuel das sagte,00:04:32
00:04:33
was wir in Kapitel 16 im Vers 7 finden:00:04:36
00:04:36
„Denn Gott sieht die Dinge
nicht so wie der Mensch,00:04:39
00:04:39
weil der Mensch nur das sieht,
was vor den Augen erscheint,00:04:42
00:04:42
doch Jehova sieht ins Herz.“00:04:45
00:04:46
Das zeigt uns ganz deutlich,00:04:48
00:04:48
worauf Jehova
bei unserem Dienst für ihn achtet.00:04:52
00:04:52
Er schätzt, was wir tun –
also dass wir auf dem Schlachtfeld sind.00:04:56
00:04:56
Aber ihn interessiert mehr,
warum wir tun, was wir tun –00:05:00
00:05:00
für wen wir kämpfen.00:05:02
00:05:03
In Jeremia 17:10 heißt es:00:05:07
00:05:08
„Ich, Jehova, erforsche das Herz,
prüfe die innersten Gedanken,00:05:12
00:05:13
um jedem das zu geben,
was er für sein Verhalten verdient,00:05:16
00:05:16
entsprechend dem Ergebnis
seiner Taten.“00:05:19
00:05:19
Eine andere Übersetzung
drückt es so aus:00:05:21
00:05:22
„Gott sagt:
‚Ich schaue in das Herz des Menschen.00:05:25
00:05:26
Ich gehe der Sache auf den Grund.00:05:28
00:05:28
Ich behandle Menschen nach dem,
was sie wirklich sind,00:05:31
00:05:31
nicht nach dem,
was sie vorgeben zu sein.‘“00:05:34
00:05:34
Dazu passt die sehr ehrliche Aussage
im Wachtturm vom 15. Juni 1995.00:05:40
00:05:40
Der Artikel hieß00:05:41
00:05:41
„Aus welchem Beweggrund
dienst du Gott?“.00:05:43
00:05:43
Und da wurde gesagt:00:05:45
00:05:45
„Unvollkommene Menschen
neigen ... dazu,00:05:47
00:05:47
andere nach ihrem Tun zu beurteilen
statt nach dem, was sie sind.“00:05:52
00:05:52
Weiter heißt es:00:05:54
00:05:54
„Mitunter beurteilen wir sogar
uns selbst auf diese Weise.00:05:58
00:05:58
Womöglich steigern wir uns in
das Zeigen von Leistung hinein00:06:01
00:06:01
[denken nur an die Schlacht,
wie wir vorhin schon gesagt haben],00:06:04
00:06:04
als ob dies das einzig maßgebliche
Kriterium ... wäre.00:06:08
00:06:08
Wir könnten vergessen,
wie wichtig es ist,00:06:10
00:06:10
unsere Beweggründe zu überprüfen“ –
also für wen wir kämpfen.00:06:15
00:06:16
Ich hab das gelesen und dachte:
„Oh! Manchmal geht‘s mir auch so.“00:06:20
00:06:21
Manchmal sind wir so beschäftigt
mit unseren Aufgaben,00:06:24
00:06:24
dass wir vergessen, uns zu fragen:
Wie sieht es in meinem Herzen aus?00:06:29
00:06:29
Warum mache ich das?
Warum tue ich das, was ich tue?00:06:32
00:06:32
Für wen kämpfe ich?
Was ist mein Beweggrund?00:06:36
00:06:36
Eine Schwester hat gesagt:00:06:39
00:06:39
„Ich ging in den Dienst, besuchte die
Zusammenkünfte, studierte, betete –00:06:44
00:06:45
aber ich tat alles ganz mechanisch,
ohne dabei je etwas zu fühlen.“00:06:49
00:06:50
Also, aus welchem Beweggrund
sollten wir Jehova dienen?00:06:54
00:06:54
Geht es uns nur um das Vorrecht oder
wollen wir unserem Aufseher gefallen?00:06:57
00:06:58
Wollen wir uns ewiges Leben verdienen?00:07:00
00:07:00
Wenn wir jetzt mal genauer
darüber nachdenken,00:07:03
00:07:03
dann sollte doch eigentlich
bei allem, was wir tun,00:07:06
00:07:06
Liebe unsere Motivation sein.00:07:09
00:07:09
Das Ausmaß dieser Liebe,
wie tief sie geht,00:07:12
00:07:12
beschreibt Jesus in Markus,
Kapitel 12, Vers 30.00:07:16
00:07:16
Schauen wir uns Markus 12:30 an.
Es heißt:00:07:21
00:07:21
„Liebe Jehova, deinen Gott,
mit deinem ganzen Herzen,00:07:26
00:07:26
mit deiner ganzen Seele,
mit deinem ganzen Denken00:07:31
00:07:31
und mit deiner ganzen Kraft.“00:07:33
00:07:34
Wie weitreichend diese Liebe ist,00:07:37
00:07:37
wird in der Studienanmerkung
zu Vers 30 erklärt.00:07:40
00:07:40
Unter dem Stichwort „Herz“ heißt es:00:07:43
00:07:43
„Die 4 hier erwähnten Ausdrücke
(Herz, Seele, Denken und Kraft)00:07:55
00:07:56
schließen einander
in ihrer Bedeutung nicht aus,00:08:00
00:08:00
sondern überschneiden sich.00:08:02
00:08:04
Dadurch wird auf die denkbar
nachdrücklichste Weise betont,00:08:08
00:08:08
dass die Liebe zu Gott uneingeschränkt
und absolut sein soll.“00:08:14
00:08:15
Das, was wir hier sehen, zeigt uns,
wie tief die Liebe sein sollte,00:08:19
00:08:19
die uns motiviert, Jehova zu dienen.00:08:22
00:08:22
Sie ist uneingeschränkt und absolut.00:08:25
00:08:25
Jehova wünscht sich, dass wir ihn
mit ganzem Herzen, ganzer Seele,00:08:29
00:08:29
ganzem Denken und ganzer Kraft lieben.00:08:32
00:08:32
Dabei tut es gut, zu wissen,00:08:34
00:08:34
dass Jehova berücksichtigt,
„dass wir [nur] Staub sind“.00:08:38
00:08:38
Er kennt uns.00:08:40
00:08:40
Und alles, was er von uns erwartet,
ist, dass wir unser Bestes geben.00:08:45
00:08:45
Unsere Fähigkeiten, unsere Kraft,
unsere Umstände,00:08:48
00:08:48
das kann sich von Jahr zu Jahr ändern,
manchmal auch von jetzt auf gleich.00:08:52
00:08:52
Aber denken wir daran,
was Sprüche 21:2 sagt:00:08:56
00:08:56
„Jehova prüft die Herzen“ –
nicht die Zahlen.00:09:00
00:09:00
Jehova kennt alle unsere Grenzen,
auf die wir keinen Einfluss haben,00:09:05
00:09:05
seien es finanzielle, körperliche,
emotionale oder auch andere Grenzen.00:09:12
00:09:12
Jehova ist perfekt,
aber er ist kein Perfektionist.00:09:16
00:09:16
Jehova hat keine unvernünftigen oder
unrealistischen Erwartungen an uns.00:09:22
00:09:23
Wenn unser Beweggrund Liebe ist,
wenn wir also alles aus Liebe tun,00:09:29
00:09:29
dann werden wir ihm in unserem Dienst
für ihn unser Bestes geben,00:09:33
00:09:34
gemäß unseren Umständen.00:09:36
00:09:36
Nehmen wir uns also Zeit,
halten wir inne.00:09:42
00:09:42
Stellen wir uns die Frage:
Warum diene ich Jehova?00:09:46
00:09:46
Was motiviert mich?00:09:48
00:09:48
Und wenn Jehova dich fragt:
„Hast du wirklich für mich gefastet?“,00:09:53
00:09:53
dann sagen wir voller Überzeugung:
„Ja!“00:09:57
00:09:57
Das können wir sagen,
weil wir wissen,00:09:59
00:09:59
dass unser Beweggrund
Liebe zu Jehova ist00:10:02
00:10:02
und Dankbarkeit für die Aufgabe,
die er uns gegeben hat.00:10:06
Anthony Griffin: Fastest du wirklich für Jehova? (Sach. 7:5)
-
Anthony Griffin: Fastest du wirklich für Jehova? (Sach. 7:5)
In unserem Tagestext heute
geht es um gute Taten.
Unter den Zuhörern heute Morgen
gibt es auch viele Brüder
und Schwestern,
die sich durch ihre
guten Taten auszeichnen.
Und wir loben euch dafür.
Heute Morgen möchten wir uns aber
ein wenig Zeit dafür nehmen,
darüber nachzudenken,
mit welchem Beweggrund wir
solche guten Taten vollbringen.
Warum tue ich eigentlich, was ich tue?
Mein Thema gründet sich deshalb
auf eine Frage,
die Jehova seinem Volk
nach ihrer Befreiung gestellt hat.
Die Frage finden wir im Bibelbuch
Sacharja im Kapitel 7, im Vers 5.
Diese Frage lässt Jehova
durch den Propheten Sacharja stellen.
Es heißt:
„Sag zum ganzen Volk des Landes
und zu den Priestern:
‚Als ihr 70 Jahre lang
im fünften und im siebten Monat
gefastet und getrauert habt,
[jetzt kommt die Frage]
habt ihr da wirklich
für mich gefastet?‘“
Jehova gefiel dieses Fasten nicht,
weil die Juden wegen des Urteils
fasteten und trauerten,
das Jehova über sie gefällt hatte.
Sie hätten aus Freude
wegen ihrer Befreiung fasten sollen
und weil sie zurückkehren konnten.
Aber stattdessen fasteten sie
wegen des Unglücks,
das über sie gekommen war,
weil sie sich falsch verhalten hatten.
Sie haben also gefastet, aber
aus dem völlig falschen Beweggrund.
Deswegen fragte Jehova sie:
„Habt ihr wirklich für mich gefastet?“
Genauso wie Jehova den Israeliten
diese Frage gestellt hat,
möchte er auch uns bewegen,
darüber nachzudenken.
Fasten wir,
fasten du und ich wirklich für Jehova?
Warum tue ich, was ich tue?
Was ist meine Motivation,
wenn ich eine Aufgabe
im Dienst für Jehova wahrnehme?
Die meisten, die heute zuhören,
sind in irgendeiner Form
des Vollzeitdienstes.
Und das ist schön.
Das sind gute Taten.
Das sind wirklich gute Taten.
Aber manchmal sind wir
einfach zu beschäftigt.
Wir sind zu vertieft in unsere Tätigkeit
und hangeln uns von
einer Aufgabe zur nächsten.
Und dann kann es sein, dass wir
es nicht schaffen, innezuhalten
und uns zu fragen: Warum?
Warum mache ich das eigentlich?
Warum diene ich Jehova?
Warum bin ich im Bethel?
Warum bin ich Tag für Tag
im Predigtdienst unterwegs?
Warum besuche ich als Kreisaufseher
jede Woche eine andere Versammlung?
Warum helfe ich bei der Instandhaltung
oder auf dem Bau?
Warum diene ich als Lehrer
bei der SKE,
bei der Schule für Kreisaufseher oder
der Schule für Versammlungsälteste?
Den Wert unseres Dienstes für Jehova
kann man nicht daran messen,
wie viele
oder welche Aufgaben wir haben.
Jehova ist es wichtiger,
warum wir etwas tun.
Er sieht in unser Herz.
Das wird sehr schön deutlich an dem,
was Jehova zu Samuel sagte,
als er ihm den Auftrag gab, den
neuen König von Israel auszuwählen.
Das lesen wir in 1. Samuel 16:7,
einem bekannten Text.
Wir erinnern uns:
In diesem Vers geht es um Eliab.
„Aber Jehova sagte zu Samuel:
‚Achte nicht auf sein Aussehen
und seinen hohen Wuchs,
ich habe ihn bereits abgelehnt.‘“
Warum hat Jehova ihn abgelehnt?
War er zu groß?
Nein, für Jehova war seine Größe
nicht wichtig.
Er hat in sein Herz geschaut.
Er sah einen Krieger, aber keinen König.
In Eliabs Herz fehlten 2 Eigenschaften,
die wichtig waren für einen König:
Ihm fehlten Mut
und ein gutes Urteilsvermögen.
Woher wissen wir das?
In Kapitel 17, Vers 11, wird erklärt,
dass ganz Israel Angst
vor dem Riesen Goliath hatte.
Und Eliab gehörte dazu.
Er hatte also nicht den nötigen Mut.
Wenn wir in Kapitel 17 weiterlesen,
erfahren wir,
dass David mutig
für Jehova eingetreten ist.
Er sagt: „Wie kommt
dieser ... Philister ... dazu,
das Heer des lebendigen Gottes
zu verhöhnen?“
Gemäß Vers 28
verurteilt Eliab David dafür.
Er nennt ihn anmaßend und
unterstellt ihm schlechte Absichten.
Er hatte kein gutes Urteilsvermögen.
Eliab war noch nicht bereit.
Er war zwar an der Front, aber
er hatte vergessen, für wen er kämpft.
Das erklärt, warum Jehova
zu Samuel das sagte,
was wir in Kapitel 16 im Vers 7 finden:
„Denn Gott sieht die Dinge
nicht so wie der Mensch,
weil der Mensch nur das sieht,
was vor den Augen erscheint,
doch Jehova sieht ins Herz.“
Das zeigt uns ganz deutlich,
worauf Jehova
bei unserem Dienst für ihn achtet.
Er schätzt, was wir tun –
also dass wir auf dem Schlachtfeld sind.
Aber ihn interessiert mehr,
warum wir tun, was wir tun –
für wen wir kämpfen.
In Jeremia 17:10 heißt es:
„Ich, Jehova, erforsche das Herz,
prüfe die innersten Gedanken,
um jedem das zu geben,
was er für sein Verhalten verdient,
entsprechend dem Ergebnis
seiner Taten.“
Eine andere Übersetzung
drückt es so aus:
„Gott sagt:
‚Ich schaue in das Herz des Menschen.
Ich gehe der Sache auf den Grund.
Ich behandle Menschen nach dem,
was sie wirklich sind,
nicht nach dem,
was sie vorgeben zu sein.‘“
Dazu passt die sehr ehrliche Aussage
im <i>Wachtturm</i> vom 15. Juni 1995.
Der Artikel hieß
„Aus welchem Beweggrund
dienst du Gott?“.
Und da wurde gesagt:
„Unvollkommene Menschen
neigen ... dazu,
andere nach ihrem Tun zu beurteilen
statt nach dem, was sie sind.“
Weiter heißt es:
„Mitunter beurteilen wir sogar
uns selbst auf diese Weise.
Womöglich steigern wir uns in
das Zeigen von Leistung hinein
[denken nur an die Schlacht,
wie wir vorhin schon gesagt haben],
als ob dies das einzig maßgebliche
Kriterium ... wäre.
Wir könnten vergessen,
wie wichtig es ist,
unsere Beweggründe zu überprüfen“ –
also für wen wir kämpfen.
Ich hab das gelesen und dachte:
„Oh! Manchmal geht‘s mir auch so.“
Manchmal sind wir so beschäftigt
mit unseren Aufgaben,
dass wir vergessen, uns zu fragen:
Wie sieht es in meinem Herzen aus?
Warum mache ich das?
Warum tue ich das, was ich tue?
Für wen kämpfe ich?
Was ist mein Beweggrund?
Eine Schwester hat gesagt:
„Ich ging in den Dienst, besuchte die
Zusammenkünfte, studierte, betete –
aber ich tat alles ganz mechanisch,
ohne dabei je etwas zu fühlen.“
Also, aus welchem Beweggrund
sollten wir Jehova dienen?
Geht es uns nur um das Vorrecht oder
wollen wir unserem Aufseher gefallen?
Wollen wir uns ewiges Leben verdienen?
Wenn wir jetzt mal genauer
darüber nachdenken,
dann sollte doch eigentlich
bei allem, was wir tun,
Liebe unsere Motivation sein.
Das Ausmaß dieser Liebe,
wie tief sie geht,
beschreibt Jesus in Markus,
Kapitel 12, Vers 30.
Schauen wir uns Markus 12:30 an.
Es heißt:
„Liebe Jehova, deinen Gott,
mit deinem ganzen Herzen,
mit deiner ganzen Seele,
mit deinem ganzen Denken
und mit deiner ganzen Kraft.“
Wie weitreichend diese Liebe ist,
wird in der Studienanmerkung
zu Vers 30 erklärt.
Unter dem Stichwort „Herz“ heißt es:
„Die 4 hier erwähnten Ausdrücke
(Herz, Seele, Denken und Kraft)
schließen einander
in ihrer Bedeutung nicht aus,
sondern überschneiden sich.
Dadurch wird auf die denkbar
nachdrücklichste Weise betont,
dass die Liebe zu Gott uneingeschränkt
und absolut sein soll.“
Das, was wir hier sehen, zeigt uns,
wie tief die Liebe sein sollte,
die uns motiviert, Jehova zu dienen.
Sie ist uneingeschränkt und absolut.
Jehova wünscht sich, dass wir ihn
mit ganzem Herzen, ganzer Seele,
ganzem Denken und ganzer Kraft lieben.
Dabei tut es gut, zu wissen,
dass Jehova berücksichtigt,
„dass wir [nur] Staub sind“.
Er kennt uns.
Und alles, was er von uns erwartet,
ist, dass wir unser Bestes geben.
Unsere Fähigkeiten, unsere Kraft,
unsere Umstände,
das kann sich von Jahr zu Jahr ändern,
manchmal auch von jetzt auf gleich.
Aber denken wir daran,
was Sprüche 21:2 sagt:
„Jehova prüft die Herzen“ –
nicht die Zahlen.
Jehova kennt alle unsere Grenzen,
auf die wir keinen Einfluss haben,
seien es finanzielle, körperliche,
emotionale oder auch andere Grenzen.
Jehova ist perfekt,
aber er ist kein Perfektionist.
Jehova hat keine unvernünftigen oder
unrealistischen Erwartungen an uns.
Wenn unser Beweggrund Liebe ist,
wenn wir also alles aus Liebe tun,
dann werden wir ihm in unserem Dienst
für ihn unser Bestes geben,
gemäß unseren Umständen.
Nehmen wir uns also Zeit,
halten wir inne.
Stellen wir uns die Frage:
Warum diene ich Jehova?
Was motiviert mich?
Und wenn Jehova dich fragt:
„Hast du wirklich für mich gefastet?“,
dann sagen wir voller Überzeugung:
„Ja!“
Das können wir sagen,
weil wir wissen,
dass unser Beweggrund
Liebe zu Jehova ist
und Dankbarkeit für die Aufgabe,
die er uns gegeben hat.
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