00:00:01
„Ich und der Vater sind eins.“00:00:04
00:00:04
Wenn unser Gegenüber im Dienst
diesen Text zitiert00:00:08
00:00:08
oder wenn uns anderswo00:00:09
00:00:09
eine religiöse Person
auf diesen Text anspricht,00:00:12
00:00:13
worauf wollen sie dann
meistens hinaus?00:00:15
00:00:15
In vielen Fällen denken sie,00:00:17
00:00:17
dass Jehovas Zeugen
keine Christen sind,00:00:21
00:00:21
weil wir nicht daran glauben,
dass Jesus Gott ist.00:00:24
00:00:25
Deshalb wird dieser Text häufig
von Personen zitiert,00:00:28
00:00:28
die an die Dreieinigkeit glauben
und uns davon überzeugen wollen, 00:00:32
00:00:32
dass Jehova und Jesus
ein und dieselbe Person sind.00:00:36
00:00:36
Wie können wir reagieren,
wenn dieses Thema aufkommt?00:00:39
00:00:39
Vielleicht ist das bei uns
länger nicht mehr vorgekommen.00:00:42
00:00:42
Eine Möglichkeit ist,
in unsere Studienbibel zu schauen.00:00:46
00:00:46
Wenn ihr eure Studienbibel
zur Hand habt,00:00:47
00:00:48
dann schlagt doch mal
Johannes 10:30 auf.00:00:51
00:00:51
Wenn ihr sie gerade
nicht griffbereit habt,00:00:53
00:00:53
könnt ihr ja später nachschauen.00:00:54
00:00:55
Zu Johannes 10:30 gibt es
eine sehr gute Studienanmerkung,00:00:59
00:00:59
die uns weiterhilft.00:01:01
00:01:01
Etwa in der Mitte
der Studienanmerkung heißt es:00:01:05
00:01:05
„Im Griechischen steht hier
das Wort für ‚eins‘00:01:09
00:01:09
(das eine Sache bezeichnet),00:01:11
00:01:11
nicht für ‚einer‘
(das eine Person bezeichnet).00:01:15
00:01:15
Das stützt den Gedanken,00:01:17
00:01:17
dass Jesus und sein Vater
in ihrer Zusammenarbeit ‚eins‘ sind,00:01:21
00:01:21
und nicht, dass sie ‚einer‘
oder ein und dieselbe Person sind.“00:01:26
00:01:26
Hättet ihr diese Studienanmerkung
nicht auch gern schon früher gehabt?00:01:31
00:01:31
Das hilft uns
wirklich gut zu erklären,00:01:33
00:01:33
dass es bei dem Einssein eigentlich
um Harmonie und Einigkeit geht.00:01:39
00:01:39
Aber man muss gar nicht so
intensiv auf die Grammatik eingehen.00:01:43
00:01:43
Wenn man etwas weiterliest,
wird noch ein Bibeltext genannt,00:01:46
00:01:46
mit dem wir argumentieren können.00:01:48
00:01:48
Dort heißt es:00:01:49
00:01:49
„Ein Vergleich ... mit ... [Jesu]
Gebet in Kapitel 17 bestätigt,00:01:53
00:01:53
dass er nicht davon sprach,
die gleiche Göttlichkeit zu besitzen00:01:56
00:01:56
wie sein Vater;
vielmehr geht es darum,00:01:59
00:01:59
dass sie dieselben Ziele verfolgen00:02:01
00:02:01
und in ihrer Handlungsweise
übereinstimmen ...00:02:04
00:02:04
Das wird noch deutlicher
in Jesu Bitte,00:02:06
00:02:06
die er an seinen Vater
bezüglich seiner Nachfolger richtete:00:02:09
00:02:09
‚Wache über sie ...,00:02:10
00:02:10
damit sie eins sind,
so wie wir eins sind.‘“00:02:14
00:02:14
Wir müssen also keine griechischen
Grammatikexperten werden,00:02:17
00:02:17
sondern können
mit Johannes 17 argumentieren.00:02:19
00:02:19
Jesus betet hier darum, dass
seine Nachfolger eins sein sollten.00:02:24
00:02:24
Wenn Einssein bedeutet,
dieselbe Person zu sein,00:02:27
00:02:27
wie hätte das
bei den Jüngern funktionieren sollen?00:02:29
00:02:29
Einssein heißt hier also
in Einheit zusammenarbeiten.00:02:33
00:02:33
Am Ende der Studienanmerkung ist
dann noch 1. Korinther 3:8 angegeben.00:02:39
00:02:39
Schlagen wir das auch noch mal auf –
1. Korinther 3:8.00:02:43
00:02:43
Hier finden wir eine
weitere Verwendung des Wortes „eins“.00:02:47
00:02:47
Dort heißt es:00:02:49
00:02:49
„Der Pflanzende und der Begießende
sind eins“ –00:02:53
00:02:53
oder wie es
in der Studienanmerkung heißt:00:02:56
00:02:56
„haben ein und dasselbe Ziel“.00:02:59
00:02:59
Mit solchen Bibeltexten können wir
also auf einfache Weise erklären,00:03:04
00:03:04
was mit Einssein
eigentlich gemeint ist.00:03:07
00:03:07
Aber wahrscheinlich kennt ihr das:00:03:09
00:03:09
Wenn jemand mit uns
über Johannes 10:30 sprechen will,00:03:14
00:03:14
dann möchte er wahrscheinlich00:03:16
00:03:16
auch noch über
einen weiteren Text mit uns sprechen.00:03:19
00:03:19
Ihr wisst schon, welchen:
Johannes 1:1. 00:03:23
00:03:23
Und wenn er den Text dann
aus seiner Bibelübersetzung vorliest,00:03:25
00:03:25
steht da wahrscheinlich:
„Das Wort war Gott.“00:03:29
00:03:29
Und dann fragt er uns:00:03:31
00:03:31
„‚Das Wort‘ ist Jesus, oder?
Also heißt das, dass Jesus Gott ist.“00:03:35
00:03:35
Wie können wir das
auf einfache Weise erklären?00:03:38
00:03:39
Auch hier hilft uns wieder00:03:40
00:03:40
die Studienanmerkung,
unter „das Wort war ein Gott“.00:03:43
00:03:44
Sie ist ziemlich lang,00:03:45
00:03:45
deshalb kann ich sie euch jetzt
leider nicht komplett vorlesen.00:03:49
00:03:49
Sie liefert uns aber
viele gute Argumente dafür,00:03:52
00:03:52
dass Johannes nicht sagen wollte,00:03:55
00:03:55
dass „das Wort“
der allmächtige Gott sei.00:03:58
00:03:58
Auszugsweise heißt es dort:00:04:00
00:04:00
„Deshalb geben
mehrere Bibelübersetzungen00:04:02
00:04:02
in Deutsch und anderen Sprachen00:04:05
00:04:05
den Text ähnlich wieder
wie die Neue-Welt-Übersetzung.00:04:08
00:04:08
Sie vermitteln die Vorstellung,
dass ‚das Wort‘ göttlich,00:04:13
00:04:13
ein göttliches Wesen
oder von göttlicher Natur war.“00:04:18
00:04:18
Das ist also schon mal
ein gutes Argument.00:04:21
00:04:22
Wenn wir in der Studienanmerkung
weiterlesen,00:04:25
00:04:25
finden wir noch
weitere hilfreiche Überlegungen.00:04:27
00:04:27
Jemand könnte nämlich sagen:00:04:29
00:04:29
„‚Göttlich‘ –
das ist doch das Gleiche!00:04:32
00:04:32
Also ist ‚das Wort‘ Gott!“00:04:34
00:04:34
Hier wird jetzt
Kolosser 2:9 angeführt.00:04:37
00:04:37
Sehen wir uns das auch noch mal an –
Kolosser 2:9.00:04:44
00:04:45
Der Kontext zeigt uns:
Hier geht es auch um Jesus.00:04:48
00:04:48
Da steht:
„Denn in ihm00:04:50
00:04:50
ist die ganze Fülle der göttlichen
Wesensart körperlich vorhanden.“00:04:55
00:04:56
Jesus hat demnach
eine „göttliche Wesensart“.00:05:00
00:05:01
Heißt das, dass er selbst Gott ist?00:05:04
00:05:04
Die Studienanmerkung führt uns00:05:06
00:05:06
zu einer weiteren Bibelstelle,
und zwar 2. Petrus 1:4.00:05:13
00:05:13
Hier geht es um diejenigen, die
mit Jesus im Himmel regieren werden.00:05:17
00:05:17
In 2. Petrus 1:4 wird gesagt:00:05:20
00:05:20
„In Übereinstimmung damit00:05:22
00:05:22
hat er uns die kostbaren,
großartigen Versprechen gegeben,00:05:26
00:05:26
damit ihr durch sie an der
göttlichen Natur teilhaben könnt.“00:05:31
00:05:31
Was wird daraus deutlich?00:05:33
00:05:33
Wenn jemand argumentiert,
dass Jesus Gott ist,00:05:37
00:05:37
weil er göttlich ist
oder eine göttliche Wesensart hat,00:05:42
00:05:42
da müsste das ja auch
auf seine Nachfolger zutreffen,00:05:45
00:05:45
die, wie es hier heißt,
„an der göttlichen Natur teilhaben“.00:05:49
00:05:49
Das ist schon mal ein gutes Argument,
das wir jemandem zeigen können.00:05:53
00:05:53
Aber vielleicht ist derjenige davon
noch nicht überzeugt.00:05:56
00:05:56
Vielleicht schaut er in
die Neue-Welt-Übersetzung und sagt:00:05:58
00:05:58
„Aber da steht doch:
‚Das Wort war ein Gott.‘00:06:01
00:06:01
Was soll das denn heißen?“00:06:03
00:06:03
Wir könnten das
ganz einfach veranschaulichen.00:06:07
00:06:07
Man könnte über jemand anders sagen:
„Er ist ein Engel.“00:06:11
00:06:11
Vielleicht sagt man sogar:
„Er ist echt ein Engel.“00:06:16
00:06:16
Aber meint man damit,
dass die Person ein Geistwesen ist?00:06:20
00:06:20
Natürlich nicht!00:06:22
00:06:22
Das hilft uns zu verstehen,00:06:23
00:06:23
was es bedeutet, wenn es
in unserer Übersetzung heißt:00:06:27
00:06:27
„Das Wort war ein Gott“ –00:06:28
00:06:28
oder gemäß der Studienanmerkung:
Es „war göttlich“.00:06:31
00:06:31
Es geht hier also um Eigenschaften00:06:34
00:06:34
und nicht um
die Identität des „Wortes“.00:06:37
00:06:37
Es soll nicht heißen,
dass „das Wort“ selbst Gott ist.00:06:40
00:06:40
Und im Griechischen wird
das Wort „Gott“00:06:43
00:06:43
in diesem Text
unterschiedlich verwendet.00:06:45
00:06:45
An der zweiten Stelle00:06:46
00:06:46
steht im Gegensatz zur ersten
kein bestimmter Artikel.00:06:50
00:06:50
Sind wir die Einzigen, die diesen
Unterschied berücksichtigen?00:06:54
00:06:54
Nein. Wie in der Studienanmerkung
erwähnt wird,00:06:57
00:06:57
geben etliche Bibelübersetzungen
in verschiedenen Sprachen00:07:01
00:07:01
den Sinn ähnlich wieder.00:07:03
00:07:03
Ich möchte euch heute Morgen
gerne ein Werk vorstellen,00:07:06
00:07:06
das bereits
mehrere Jahrzehnte alt ist.00:07:09
00:07:09
Es heißt The Translator’s New Testament00:07:12
00:07:12
oder Das Neue Testament für Übersetzer.00:07:15
00:07:15
Es wurde von der Britischen00:07:16
00:07:16
und Ausländischen
Bibelgesellschaft herausgegeben,00:07:19
00:07:19
sie ist mit der Amerikanischen
Bibelgesellschaft vergleichbar.00:07:22
00:07:22
Diese Organisation treibt weltweit
die Verbreitung der Bibel voran;00:07:26
00:07:26
sie unterstützt den Druck00:07:28
00:07:28
und die Übersetzung der Bibel
in vielen Sprachen.00:07:30
00:07:31
Das Translator’s New Testament00:07:33
00:07:33
wurde für Bibelübersetzer entwickelt,
deren Muttersprache nicht Englisch ist00:07:37
00:07:38
und die die Bibel in ihre
einheimischen Sprachen übersetzen.00:07:42
00:07:42
Diese Bibelübersetzung ist
sehr einfach gehalten00:07:45
00:07:46
und sie enthält kurze Erläuterungen.00:07:48
00:07:48
Sie helfen den Übersetzern beim
Wiedergeben von schwierigen Versen.00:07:53
00:07:53
Einer dieser Verse ist Johannes 1:1.00:07:57
00:07:57
Ich lese euch mal den Hinweis vor,00:07:59
00:07:59
der Übersetzern
zu diesem Vers gegeben wird.00:08:02
00:08:02
Es heißt dort:00:08:03
00:08:03
„Das Wort war bei Gott
und war göttlicher Natur“ –00:08:07
00:08:07
spannend, oder?00:08:09
00:08:09
Dann wird zusätzlich noch erklärt:00:08:11
00:08:11
„Im Griechischen gibt es hier00:08:13
00:08:13
einen Unterschied zwischen
‚bei Gott‘ und ‚Gott‘.00:08:16
00:08:16
An der ersten Stelle00:08:18
00:08:18
steht der bestimmte Artikel
[im Sinne von „der Gott“],00:08:21
00:08:21
wodurch deutlich wird,
worauf sich das Wort bezieht.00:08:24
00:08:24
An der zweiten Stelle
[das bedeutet am Ende des Verses]00:08:29
00:08:29
fehlt der Artikel,00:08:31
00:08:31
und es ist kaum anzunehmen, dass
diese Auslassung ohne Bedeutung ist.00:08:35
00:08:35
In Wirklichkeit erhält dadurch
das zweite theos (Gott)00:08:39
00:08:39
adjektivischen Charakter und so
bedeutet dieser Ausdruck00:08:42
00:08:42
‚Das Wort war göttlich‘.“00:08:45
00:08:45
Ist das nicht interessant?00:08:47
00:08:47
Hier entwickeln Menschen,00:08:48
00:08:48
die an die Dreieinigkeit glauben,
eine Bibel für Übersetzer00:08:52
00:08:52
und sind ehrlich genug zuzugeben,00:08:56
00:08:56
dass es hier um eine Eigenschaft geht
und nicht darum, dass Jesus Gott ist.00:09:01
00:09:01
Wenn also jemand mit uns
über Johannes 1:1 diskutieren will,00:09:05
00:09:05
könnten wir ihn fragen –00:09:07
00:09:07
vielleicht sagt er sogar, dass er
ein bisschen Griechisch kann –,00:09:10
00:09:10
also wir könnten ihn fragen:00:09:12
00:09:12
„Würden Sie zustimmen, dass man das
auch mit ‚göttlich‘ übersetzen kann?“00:09:16
00:09:16
Wenn er auch nur ein bisschen
aufrichtig ist, müsste er zustimmen.00:09:20
00:09:20
Und dann könnten wir sagen:00:09:22
00:09:22
„Na ja, wenn man das so
oder so übersetzen kann,00:09:25
00:09:25
ist das dann wirklich
eine gute Stelle,00:09:27
00:09:27
um zu beweisen,
dass Jesus Gott ist?00:09:31
00:09:31
Vielleicht können wir uns
ein paar andere Bibelstellen00:09:34
00:09:34
zu diesem Thema anschauen.“00:09:36
00:09:36
So haben wir vielleicht
die Möglichkeit,00:09:37
00:09:38
demjenigen zu zeigen,
was die Bibel wirklich sagt.00:09:40
00:09:40
Wir können so dankbar sein,
dass wir die Studienbibel haben.00:09:44
00:09:44
Wie wir gesehen haben,00:09:45
00:09:45
kann sie uns
in allen möglichen Situationen helfen.00:09:49
Geoffrey Jackson: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh. 10:30)
-
Geoffrey Jackson: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh. 10:30)
„Ich und der Vater sind eins.“
Wenn unser Gegenüber im Dienst
diesen Text zitiert
oder wenn uns anderswo
eine religiöse Person
auf diesen Text anspricht,
worauf wollen sie dann
meistens hinaus?
In vielen Fällen denken sie,
dass Jehovas Zeugen
keine Christen sind,
weil wir nicht daran glauben,
dass Jesus Gott ist.
Deshalb wird dieser Text häufig
von Personen zitiert,
die an die Dreieinigkeit glauben
und uns davon überzeugen wollen,
dass Jehova und Jesus
ein und dieselbe Person sind.
Wie können wir reagieren,
wenn dieses Thema aufkommt?
Vielleicht ist das bei uns
länger nicht mehr vorgekommen.
Eine Möglichkeit ist,
in unsere <i>Studienbibel</i> zu schauen.
Wenn ihr eure <i>Studienbibel</i>
zur Hand habt,
dann schlagt doch mal
Johannes 10:30 auf.
Wenn ihr sie gerade
nicht griffbereit habt,
könnt ihr ja später nachschauen.
Zu Johannes 10:30 gibt es
eine sehr gute Studienanmerkung,
die uns weiterhilft.
Etwa in der Mitte
der Studienanmerkung heißt es:
„Im Griechischen steht hier
das Wort für ‚eins‘
(das eine Sache bezeichnet),
nicht für ‚einer‘
(das eine Person bezeichnet).
Das stützt den Gedanken,
dass Jesus und sein Vater
in ihrer Zusammenarbeit ‚eins‘ sind,
und nicht, dass sie ‚einer‘
oder ein und dieselbe Person sind.“
Hättet ihr diese Studienanmerkung
nicht auch gern schon früher gehabt?
Das hilft uns
wirklich gut zu erklären,
dass es bei dem Einssein eigentlich
um Harmonie und Einigkeit geht.
Aber man muss gar nicht so
intensiv auf die Grammatik eingehen.
Wenn man etwas weiterliest,
wird noch ein Bibeltext genannt,
mit dem wir argumentieren können.
Dort heißt es:
„Ein Vergleich ... mit ... [Jesu]
Gebet in Kapitel 17 bestätigt,
dass er nicht davon sprach,
die gleiche Göttlichkeit zu besitzen
wie sein Vater;
vielmehr geht es darum,
dass sie dieselben Ziele verfolgen
und in ihrer Handlungsweise
übereinstimmen ...
Das wird noch deutlicher
in Jesu Bitte,
die er an seinen Vater
bezüglich seiner Nachfolger richtete:
‚Wache über sie ...,
damit sie eins sind,
so wie wir eins sind.‘“
Wir müssen also keine griechischen
Grammatikexperten werden,
sondern können
mit Johannes 17 argumentieren.
Jesus betet hier darum, dass
seine Nachfolger eins sein sollten.
Wenn Einssein bedeutet,
dieselbe Person zu sein,
wie hätte das
bei den Jüngern funktionieren sollen?
Einssein heißt hier also
in Einheit zusammenarbeiten.
Am Ende der Studienanmerkung ist
dann noch 1. Korinther 3:8 angegeben.
Schlagen wir das auch noch mal auf –
1. Korinther 3:8.
Hier finden wir eine
weitere Verwendung des Wortes „eins“.
Dort heißt es:
„Der Pflanzende und der Begießende
sind eins“ –
oder wie es
in der Studienanmerkung heißt:
„haben ein und dasselbe Ziel“.
Mit solchen Bibeltexten können wir
also auf einfache Weise erklären,
was mit Einssein
eigentlich gemeint ist.
Aber wahrscheinlich kennt ihr das:
Wenn jemand mit uns
über Johannes 10:30 sprechen will,
dann möchte er wahrscheinlich
auch noch über
einen weiteren Text mit uns sprechen.
Ihr wisst schon, welchen:
Johannes 1:1.
Und wenn er den Text dann
aus seiner Bibelübersetzung vorliest,
steht da wahrscheinlich:
„Das Wort war Gott.“
Und dann fragt er uns:
„‚Das Wort‘ ist Jesus, oder?
Also heißt das, dass Jesus Gott ist.“
Wie können wir das
auf einfache Weise erklären?
Auch hier hilft uns wieder
die Studienanmerkung,
unter „das Wort war ein Gott“.
Sie ist ziemlich lang,
deshalb kann ich sie euch jetzt
leider nicht komplett vorlesen.
Sie liefert uns aber
viele gute Argumente dafür,
dass Johannes nicht sagen wollte,
dass „das Wort“
der allmächtige Gott sei.
Auszugsweise heißt es dort:
„Deshalb geben
mehrere Bibelübersetzungen
in Deutsch und anderen Sprachen
den Text ähnlich wieder
wie die <i>Neue-Welt-Übersetzung</i>.
Sie vermitteln die Vorstellung,
dass ‚das Wort‘ göttlich,
ein göttliches Wesen
oder von göttlicher Natur war.“
Das ist also schon mal
ein gutes Argument.
Wenn wir in der Studienanmerkung
weiterlesen,
finden wir noch
weitere hilfreiche Überlegungen.
Jemand könnte nämlich sagen:
„‚Göttlich‘ –
das ist doch das Gleiche!
Also ist ‚das Wort‘ Gott!“
Hier wird jetzt
Kolosser 2:9 angeführt.
Sehen wir uns das auch noch mal an –
Kolosser 2:9.
Der Kontext zeigt uns:
Hier geht es auch um Jesus.
Da steht:
„Denn in ihm
ist die ganze Fülle der göttlichen
Wesensart körperlich vorhanden.“
Jesus hat demnach
eine „göttliche Wesensart“.
Heißt das, dass er selbst Gott ist?
Die Studienanmerkung führt uns
zu einer weiteren Bibelstelle,
und zwar 2. Petrus 1:4.
Hier geht es um diejenigen, die
mit Jesus im Himmel regieren werden.
In 2. Petrus 1:4 wird gesagt:
„In Übereinstimmung damit
hat er uns die kostbaren,
großartigen Versprechen gegeben,
damit ihr durch sie an der
göttlichen Natur teilhaben könnt.“
Was wird daraus deutlich?
Wenn jemand argumentiert,
dass Jesus Gott ist,
weil er göttlich ist
oder eine göttliche Wesensart hat,
da müsste das ja auch
auf seine Nachfolger zutreffen,
die, wie es hier heißt,
„an der göttlichen Natur teilhaben“.
Das ist schon mal ein gutes Argument,
das wir jemandem zeigen können.
Aber vielleicht ist derjenige davon
noch nicht überzeugt.
Vielleicht schaut er in
die <i>Neue-Welt-Übersetzung </i>und sagt:
„Aber da steht doch:
‚Das Wort war ein Gott.‘
Was soll das denn heißen?“
Wir könnten das
ganz einfach veranschaulichen.
Man könnte über jemand anders sagen:
„Er ist ein Engel.“
Vielleicht sagt man sogar:
„Er ist echt ein Engel.“
Aber meint man damit,
dass die Person ein Geistwesen ist?
Natürlich nicht!
Das hilft uns zu verstehen,
was es bedeutet, wenn es
in unserer Übersetzung heißt:
„Das Wort war ein Gott“ –
oder gemäß der Studienanmerkung:
Es „war göttlich“.
Es geht hier also um Eigenschaften
und nicht um
die Identität des „Wortes“.
Es soll nicht heißen,
dass „das Wort“ selbst Gott ist.
Und im Griechischen wird
das Wort „Gott“
in diesem Text
unterschiedlich verwendet.
An der zweiten Stelle
steht im Gegensatz zur ersten
kein bestimmter Artikel.
Sind wir die Einzigen, die diesen
Unterschied berücksichtigen?
Nein. Wie in der Studienanmerkung
erwähnt wird,
geben etliche Bibelübersetzungen
in verschiedenen Sprachen
den Sinn ähnlich wieder.
Ich möchte euch heute Morgen
gerne ein Werk vorstellen,
das bereits
mehrere Jahrzehnte alt ist.
Es heißt <i>The Translator’s</i>
<i>New Testament</i>
oder <i>Das Neue Testament</i>
<i>für Übersetzer</i>.
Es wurde von der Britischen
und Ausländischen
Bibelgesellschaft herausgegeben,
sie ist mit der Amerikanischen
Bibelgesellschaft vergleichbar.
Diese Organisation treibt weltweit
die Verbreitung der Bibel voran;
sie unterstützt den Druck
und die Übersetzung der Bibel
in vielen Sprachen.
Das <i>Translator’s New Testament</i>
wurde für Bibelübersetzer entwickelt,
deren Muttersprache nicht Englisch ist
und die die Bibel in ihre
einheimischen Sprachen übersetzen.
Diese Bibelübersetzung ist
sehr einfach gehalten
und sie enthält kurze Erläuterungen.
Sie helfen den Übersetzern beim
Wiedergeben von schwierigen Versen.
Einer dieser Verse ist Johannes 1:1.
Ich lese euch mal den Hinweis vor,
der Übersetzern
zu diesem Vers gegeben wird.
Es heißt dort:
„Das Wort war bei Gott
und war göttlicher Natur“ –
spannend, oder?
Dann wird zusätzlich noch erklärt:
„Im Griechischen gibt es hier
einen Unterschied zwischen
‚bei Gott‘ und ‚Gott‘.
An der ersten Stelle
steht der bestimmte Artikel
[im Sinne von „der Gott“],
wodurch deutlich wird,
worauf sich das Wort bezieht.
An der zweiten Stelle
[das bedeutet am Ende des Verses]
fehlt der Artikel,
und es ist kaum anzunehmen, dass
diese Auslassung ohne Bedeutung ist.
In Wirklichkeit erhält dadurch
das zweite <i>theos</i> (Gott)
adjektivischen Charakter und so
bedeutet dieser Ausdruck
‚Das Wort war <i>göttlich</i>‘.“
Ist das nicht interessant?
Hier entwickeln Menschen,
die an die Dreieinigkeit glauben,
eine Bibel für Übersetzer
und sind ehrlich genug zuzugeben,
dass es hier um eine Eigenschaft geht
und nicht darum, dass Jesus Gott ist.
Wenn also jemand mit uns
über Johannes 1:1 diskutieren will,
könnten wir ihn fragen –
vielleicht sagt er sogar, dass er
ein bisschen Griechisch kann –,
also wir könnten ihn fragen:
„Würden Sie zustimmen, dass man das
auch mit ‚göttlich‘ übersetzen kann?“
Wenn er auch nur ein bisschen
aufrichtig ist, müsste er zustimmen.
Und dann könnten wir sagen:
„Na ja, wenn man das so
oder so übersetzen kann,
ist das dann wirklich
eine gute Stelle,
um zu beweisen,
dass Jesus Gott ist?
Vielleicht können wir uns
ein paar andere Bibelstellen
zu diesem Thema anschauen.“
So haben wir vielleicht
die Möglichkeit,
demjenigen zu zeigen,
was die Bibel wirklich sagt.
Wir können so dankbar sein,
dass wir die <i>Studienbibel</i> haben.
Wie wir gesehen haben,
kann sie uns
in allen möglichen Situationen helfen.
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