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Gründe für den Glauben: Mit Liebe Ungerechtigkeit besiegen

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Warum wolltest du 
gegen Ungerechtigkeit kämpfen?
In Südafrika war
die Rassentrennung legalisiert.
Aber nur, weil sich das Gesetz
 geändert hat, heißt das nicht,
dass sich verändert hat,
wie Menschen denken und fühlen.
Ich hab das Gefühl, dass viele
immer noch Vorurteile haben.
Sie haben Vorstellungen davon,
wie ich aussehen sollte oder
wie ich reden oder wo ich leben soll,
als würde ich nirgendwo dazugehören.
Ich hab gemerkt, dass viele nicht
 das hatten, was sie brauchten.
Die Lebensbedingungen
waren nicht gut:
manche hatten Wasser, manche nicht.
Und da wollte ich ihnen helfen.
Irgendwann gab es dann Parteien,
die gesagt haben,
dass sie etwas verändern können.
Und ich hätte das nie zugegeben,
 aber das, was sie gesagt haben,
hat mir immer mehr gefallen.
Demonstrationen haben was
 sehr Kraftvolles.
Alles ist so laut, 
es reißt einen mit –
Menschen verschiedener Hautfarben,
Kulturen, Jungs, Mädels.
Alle, alle kommen zusammen, 
um für die Gleichheit zu kämpfen.
Und ich wollte ein Teil davon sein,
 etwas bewegen.
Was hat sich bei dir verändert?
Während der Corona-Pandemie
konnte ich nicht mehr
 so viel unternehmen.
Ich hab natürlich
andere Sachen gemacht,
aber ich hab auch
viel Fernsehen geschaut.
Und da sind mir Dinge aufgefallen,
die mir auch schon
im Dienst aufgefallen waren:
wie Frauen und Kinder
 behandelt werden,
die Älteren oder auch Migranten.
Dagegen wollte ich was tun.
Meine Schule hat
eine Demo organisiert.
Ich wusste, dass ich
als Zeugin Jehovas
bei so was nicht mitmache, 
aber das war irgendwie frustrierend.
Ich hab mich so schlecht gefühlt,
weil ich mich da
nicht eingesetzt habe.
Ich war so unbeteiligt.
Es sah so aus, als wär’s mir egal.
Und ich wollte nicht, dass
irgendjemand denkt, dass das so ist.
Meine Eltern haben gemerkt,
dass ich mich da immer mehr
 reingesteigert hab.
Manchmal hab ich sogar gefragt: 
Wie kann man Menschen so behandeln?
Sie haben mir sehr geholfen,
 auf ganz verschiedene Weise.
Wir haben uns
Broadcasting®-Sendungen angeschaut,
die dazu passten.
Und es war auch Thema
 beim Familienstudium.
Der Kongress von 2019
„Die Liebe versagt nie!“ –
das ist mein Lieblingskongress.
Ein Vortrag hat mich
besonders angesprochen.
Da ging es darum, 
dass die Liebe alles glaubt.
Wenn ich meine Brüder
und Schwestern wirklich liebe,
dann glaub ich daran,
dass sie es immer gut mit mir meinen
und mit anderen.
Ich musste aufhören,
negativ und kritisch zu denken.
Und jetzt hab ich
so schöne Freundschaften
mit ganz verschiedenen Menschen.
Wenn ich die Liebe sehe, die sie
mir zeigen und auch anderen zeigen,
dann möchte ich ihnen
das einfach gern zurückgeben.
Bei dem Thema musste ich
 an Jeremia 10:23 denken.
Da heißt es ja, dass es
„dem Menschen nicht zusteht, ...
seinen Schritt zu lenken“.
Als ich über diesen
Vers nachgedacht hab,
ist mir bewusst geworden,
dass die Menschen
die Welt nicht retten werden.
Das haben sie
in der Vergangenheit nicht geschafft
und auch jetzt ist es nicht anders.
Wenn ich mit demonstrieren würde oder
 eine Organisation auf Social Media
unterstützen würde,
dann wäre das, als würde ich
ein sinkendes Schiff anstreichen.
Diese Welt geht unter, das würde
 also rein gar nichts bringen.
Was setzt du
der Ungerechtigkeit entgegen?
Ich fühle mich jetzt nicht mehr
 wie ein Beobachter,
so als würde ich nichts tun.
Ich habe eine Hoffnung, und ich weiß,
 dass sich etwas ändern wird.
Und mit dieser Hoffnung
 aus der Bibel
möchte ich anderen Menschen
 unbedingt helfen.
Jetzt konzentriere ich mich 
nicht mehr auf die Nachrichten,
auf die ganze Ungerechtigkeit, 
wie Menschen behandelt werden.
Aber das heißt natürlich nicht,
 dass ich nichts unternehme.
Ich bin Vollzeitprediger
 auf freiwilliger Basis.
Ich helfe anderen 
Jehova kennenzulernen,
die Wahrheit, und was Jehova
für die Zukunft für uns bereithält.
Beim Bibelstudium mit meinem Papa
 haben wir Prophezeiungen studiert
und wie sie sich erfüllen.
Und da hab ich gesehen,
egal, was Jehova vorausgesagt hat,
es erfüllt sich zu 100 Prozent.
Wenn er also etwas für die Zukunft
vorausgesagt hat,
dann wird sich das
auf jeden Fall erfüllen.
In Jehovas Volk lieben sich alle.
Sie unterstützen sich gegenseitig
 in schwierigen Zeiten,
und das, obwohl sie ganz
unterschiedliche Sprachen sprechen
und aus unterschiedlichen
Ländern und Regionen kommen.
Das überzeugt mich davon, dass es
 in der Zukunft genauso sein wird.
Unter Gottes Regierung wird jeder,
 egal wo auf der Welt,
anderen diese Liebe zeigen.