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Gründe für den Glauben: Wie wir andere behandeln sollten

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Was hast du schon erlebt –
wenn Menschen andere
als anders betrachten,
wie behandeln sie sie dann?
Als ich zur Schule ging, waren 
meine Mitschüler der Meinung,
dass man
jeden Lebensstil gutheißen sollte,
für den sich jemand entscheidet.
Unsere Lehrer haben uns gesagt,
 wir sollen diejenigen,
die eine andere sexuelle Orientierung
 haben, unterstützen.
In meinem letzten Schuljahr haben wir
 einen neuen Lehrer bekommen.
Er war anders als wir.
Er kam aus der Großstadt 
und wir lebten auf dem Land.
Er hatte viele Jahre 
an der Uni verbracht
und glaubte nicht an Gott.
Auf Social Media ist es ganz normal,
dass man sich extrem kritisch über 
die Lebensweise von anderen äußert.
Ich hab viele Kommentare gesehen,
in denen andere wegen ihres 
Lebensstils offen angegriffen wurden.
Dieser Lehrer hatte
eine ganz spezielle Art.
Ihm schien es richtig Spaß zu machen,
die Schüler 
vor der ganzen Klasse bloßzustellen.
Er stellte gern provokante Fragen
 zu umstrittenen Themen
und machte abfällige Kommentare, wie:
„Die Menschen hier
kapieren einfach gar nichts.“
Das hat meinen Mitschülern
 natürlich gar nicht gefallen.
Viele sind dann nicht mehr
in seinen Unterricht gekommen,
und wenn doch, haben sie
einfach nicht mit ihm geredet.
Ich weiß noch, wie einige sagten:
„Mit diesem Atheisten will ich
überhaupt nichts zu tun haben.“
Ein paar Mitschüler
haben mich gefragt:
„Jehovas Zeugen haben doch was
 gegen Homosexuelle, oder?“
Anscheinend waren viele der Meinung,
wir hätten extreme Ansichten
und wir würden jeden,
der unsere Glaubensansichten
 nicht teilt, total ablehnen.
Was hat dir geholfen, das Thema
 aus Sicht der Bibel zu sehen?
Meine Eltern
haben mir immer geholfen,
eine ausgeglichene Sichtweise
 zu haben.
Sie haben mir schon früh beigebracht,
dass wir zwar
bestimmte Verhaltensweisen ablehnen,
aber niemals den Menschen.
Ich hab da viel
von meiner Mutter gelernt.
Sie hat
in einem Schönheitssalon gearbeitet,
und ich hab gesehen,
wie nett sie
mit ihren Kollegen umgegangen ist,
ganz egal welche
sexuelle Orientierung sie hatten.
Mir hat
das Beispiel von Jesus geholfen.
Er hat mit allen
über die gute Botschaft gesprochen,
egal was sie dachten
oder woher sie kamen.
Er hat sich Zeit für sie genommen,
unabhängig davon, wer sie waren 
oder was andere von ihnen hielten.
Mir gefällt ganz besonders
der Text aus Matthäus 5:45,
wo gesagt wird,
dass Jehova allen Menschen
 Sonne und Regen gibt.
Es ist also ein Beweis seiner Liebe,
dass er jeden Menschen
mit dem versorgt, was er braucht,
egal wer er ist.
Als ich über Jesu Beispiel
 nachgedacht hab,
fielen mir seine Worte
 aus Matthäus ein,
wo er sagt,
dass wir andere so behandeln sollten,
wie wir „von ihnen behandelt werden“
 möchten.
Das half mir zu überdenken,
wie ich mit meinem Lehrer
 umgehen sollte.
Ich hab mein Verhalten ihm gegenüber
 dann geändert.
Ich finde, wenn Jehova,
 der allmächtige Gott,
alle Menschen freundlich, gütig
 und mit Respekt behandelt,
sollte ich das doch auch tun, oder?
Und das schließt auch die ein, 
deren Verhalten ich nicht gutheiße.
Der beste Weg,
ihnen unsere Liebe zu zeigen, ist,
ihnen zu helfen,
Jehova kennenzulernen.
Wozu hat es geführt, dass du
biblische Grundsätze angewendet hast?
Bei meinem letzten Job hab ich
 in einem Hotel gearbeitet,
und da gab es einen Kellner,
 der homosexuell war.
Einige Kollegen haben ihn
richtig schlecht behandelt.
Ich habe bewusst darauf geachtet,
 da nicht mitzumachen,
sondern habe ihn so behandelt,
wie ich jeden anderen
auch behandeln würde.
Ich konnte mit meinem Lehrer
 über die Bibel sprechen
und ihm ein paar Texte zeigen.
Ihn hat beeindruckt,
was die Bibel
zu wissenschaftlichen Themen sagt,
und er wollte mehr darüber erfahren.
Einmal kam dieser Kollege zu mir
 und hat sich bedankt,
weil ich mich ihm gegenüber anders
 verhalten habe als die anderen.
Manche meiner Kollegen
haben mich sogar gefragt,
warum ich mich so verhalte.
Dadurch hatte ich die Möglichkeit,
ihnen zu erklären, dass ich versuche,
in meinem Leben
biblische Grundsätze anzuwenden,
und dazu gehört auch,
wie ich mit anderen umgehe.
Im Verlauf des Schuljahrs hat sich
der Lehrer richtig verändert.
Er sagte mir, dass er
von meinem Verhalten beeindruckt ist,
auch weil ich
mit ihm gesprochen habe,
als sonst niemand 
mit ihm reden wollte.
Der Unterricht bei ihm
hat jetzt viel mehr Spaß gemacht,
weil er netter zu uns Schülern war.
So kamen die Schüler
nach und nach zurück,
und dann,
am Ende vom Schuljahr,
war er sogar
einer unserer Lieblingslehrer.
Wenn ich darüber nachdenke,
wie Jehova Menschen behandelt
und wie er jedem die Chance gibt,
 ihn kennenzulernen,
fühl ich mich noch mehr
 zu ihm hingezogen.